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Aktuelles

Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen 7/10/19

Nachrichten-Telegramm:

  • „Menschenrechte auch für Tiere?“ - WDR-Funkhausgespräch
    am 10. Oktober um 20:04 Uhr
    mit LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg
  • Auftakt der NRW-Wildwochen am 8. Oktober

Termine:

  • 08. Oktober 2019, Auftakt der NRW-Wildwochen
  • 10. Oktober 2019, WDR-Funkhausgespräch zum Thema
    „Menschenrechte auch für Tiere?“
  • 03. November 2019: „Sauerland-Herbst“ meets (Jagd-)Hörner

 

Nachrichten-Volltext: 

„Menschenrechte auch für Tiere?“ - WDR-Funkhausgespräch am 10. Oktober um 20:04 Uhr mit LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg
Köln/Dortmund 6. Oktober 2019 (WDR/LJV). Am kommenden Donnerstag, den 10. Oktober, sendet der WDR 5 aus dem Kölner Funkhaus live ein WDR-Funkhausgespräch zum Thema „Menschenrechte auch für Tiere?“. Teilnehmer der Gesprächsrunde ist auch LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg.
Aus der Pressemeldung des WDR: „Immer mehr Menschen kritisieren unseren Umgang mit Tieren. Manche lehnen sogar den Abschuss von Wildtieren ab. Das hat in NRW zu Streit mit den Jägern gesorgt. Wissenschaftler sagen: Tiere sind uns ähnlicher, als wir denken. Brauchen sie deshalb mehr Rechte?
Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine Fleischabgabe auf alle tierischen Produkte wie Fleisch, Milch, Butter und Eier. Das Umweltbundesamt will schon seit 2016 eine höhere Mehrwertsteuer für tierische Produkte.
Das reguliert aber nichts bei steigenden Fleischexporten und der Einfuhr von Futtermitteln wie Soja und Mais. Haben wir als Geschöpfe der Welt überhaupt das Recht, einander Gewalt anzutun, einander zu töten?
Welche Standards können einen besseren Umgang mit Tieren durchsetzen, reicht das Tierwohllabel? Hilft weniger Fleischkonsum dem Klimaschutz?

Gäste: Dr. Friederike Schmitz, Philosophin und Tierrechtlerin; Angelika Höhler, Bäuerin und Rinderzüchterin;Ralph Müller-Schallenberg, Präsident der Landesvereinigung der Jäger NRW; Prof. Monika Hartmann, Institut für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft Uni Bonn“

 Die Sendung beginnt um 20:04 Uhr, Ende ist um 21:00 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr.

Ort:     WDR-Funkhaus
            Wallrafplatz
            50667 Köln

 Interessierte Jägerinnen und Jäger sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Der Eintritt ist frei.

 Weitere Infos finden Sie auch hier: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/funkhausgespraeche/funkhausgespraeche1722.html

 

 NRW-Wildwochen 2019
Die diesjährigen NRW-Wildwochen werden auf der weltgrößten Nahrungs- und Genussmesse, der Anuga in Köln eröffnet. Der Auftakt findet am Dienstag, den 8. Oktober, auf dem DEHOGA-Stand statt. Wie in den Vorjahren werden der Landesjagdverband und seine Partner dort und in den folgenden Wochen landesweit auf die Vorzüge von Wildfleisch hinweisen. So ist am Messestand des DEHOGA NRW Wildbret während des gesamten Messeverlaufes fester Bestandteil der Menükarte. Landesweit veranstalten im Herbst Jägerschaften, Gastronomen und Fleischer tolle Veranstaltungen und werben so für das leckere Ergebnis der Jagd - Wildbret.

Schirmherrin der NRW-Wildwochen ist NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Jetzt bei Wildgenuss NRW anmelden!

Die kostenlose Online-Plattform des Landesjagdverbandes NRW vernetzt private Jägerinnen und Jäger mit Verbrauchern. Ihre Wildbret-Vermarktung über Wildgenuss NRW garantiert den Verbrauchern hohe Qualität. Alle Anbieter weisen einmalig bei der ersten Anzeige nach, dass Sie gemäß des gesetzlichen Rahmens Ihr Wildbret vermarkten. Die Käufer können nach Wildbret-Anbietern in Ihrer Nähe suchen oder Such-Anzeigen aufgeben. Außerdem erhalten sie Informationen und Tipps zur Zubereitung und Rezepte.

Mehr Informationen zu den Nutzungsbedingungen erhalten Sie auf www.wildgenuss-nrw.de


DJV Newsletter Oktober#1 4/10/19

Berlin, 4. Oktober 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

der Herbst zeigt sich derzeit in ganz Deutschland von seiner nassen Seite. Herabfallendes Laub und schlechte Sicht sind Herausforderungen für Autofahrer. Wissenschaftler des Tierfund-Katasters haben jetzt herausgefunden, dass im Oktober die meisten Wildunfälle mit Reh, Hirsch und Wildschwein passieren. Gerade die Pendler unter Ihnen sollten in der Morgen-und Abenddämmerung besonders achtsam fahren. Zu dieser Zeit sind viele Wildtiere unterwegs. Besonders an unübersichtlichen Feld- und Waldrändern gilt: Fuß vom Gas und Fahrbahnrand im Auge behalten.

Neben Reh, Hirsch und Wildschwein geraten vor allem kleinere Säuger wie Feldhase und Fuchs unter die Räder. Häufiger jedenfalls als angenommen. Das belegen neue Zahlen des bundesweiten Tierfund-Katasters. Wissenschaftler haben insgesamt 19.800 Datensätze aus den vergangenen 24 Monaten ausgewertet. Hase und Kaninchen landen auf Platz zwei, gefolgt vom Fuchs. Auch Sing- und Greifvögel sind betroffen.

Wie Sie sicher durch den Herbst kommen, zeigen Ihnen DJV und ACV Automobil-Club Verkehr mit der gemeinsamen Kampagne „Tiere kennen keine Verkehrsregeln“. Auf der Webseite www.wildunfall-vermeiden.de informieren wir, wie Sie eine Kollision verhindern können und was zu tun ist, wenn es doch kracht. Hätten Sie gewusst, welche ungeahnten Kräfte bei einem Aufprall wirken? Der Spot „Wie schwer ist ein Elefant“ bringt Licht ins Dunkel.

Sollten Sie ein verunfalltes Wildtier am Straßenrand entdecken, lassen Sie den Fund von Ihrem Beifahrer kartieren: ganz einfach über die kostenlose Tierfund-Kataster-App. Wildunfallschwerpunkte können von Wissenschaftlern so ermittelt und entschärft werden. Kurzum: registrieren, Tierfunde melden und Leben retten!

Machen Sie auch Freunde und Bekannte auf das erhöhte Wildunfallrisiko aufmerksam. Verfolgen Sie in den kommenden Wochen die Kampagne #tierekennenkeineverkehrsregeln auf Facebook und Instagram.

Wir wünschen Ihnen eine allzeit sichere Fahrt,

Ihre DJV-Geschäftsstelle

Schsische Wildgrillmeisterschaft in Leipzig Quelle Wolf

Ziel: Titelverteidigung bei der Wildgrillmeisterschaft

Die Messe Jagd und Angeln in Leipzig lädt am 5. und 6. Oktober zur zweiten sächsischen Wildgrillmeisterschaft ein. Der DJV stellt das Team von Wild auf Wild, welches den Publikumspreis verteidigt. Kommen Sie vorbei und besuchen Sie uns!

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Maronenrhrling Quelle Kaufmann

Pilze sammeln im Einklang mit der Natur

Im Spätsommer sprießen Maronen und Steinpilze aus dem Waldboden. Der DJV bittet Pilzliebhaber, sich rücksichtsvoll und umsichtig zu verhalten – den Wildtieren zuliebe. Zusätzlich gibt er hilfreiche Sammeltipps.

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DJV Newsletter September#4 28/9/19

Berlin, 27. September 2019


Liebe Jägerinnen und Jäger,

vor zwei Tagen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner alle Interessensvertreter zum Waldgipfel in Berlin zusammengerufen. Natürlich war auch der DJV mit Forstwirtschaftsreferentin Dr. Astrid Sutor und dem Vizepräsident des LJV Rheinland-Pfalz und Leiter des Forstamtes Trier Gundolf Bartmann vor Ort. Positiv war, dass die Vertreter weitestgehend sachlich und fokussiert diskutiert haben und wir mit unseren Forderungen (z.B. mehr Personal in den Forsten und "Mut zur Lücke" für mehr Biodiversität) nicht allein waren. Positiv war auch, dass sich alle einig waren, dass es ohne uns Jäger nicht geht. Im Rahmen eines Fachpanels wurde auch über die Anpassung von Wildbeständen gesprochen. Wir haben klar gemacht, dass Ethik und Tierschutz weiterhin gelten müssen und Jagd nur ein Instrument im Wildtiermanagement ist.

In Vorbereitung des Waldgipfel haben wir unsere Forderungen unter dem #waldbaumitwaidblick mit Filmen unterlegt, die Sie in den sozialen Medien abrufen können. Schauen Sie mal bei Facebook, Instagram und Co. vorbei.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

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Waldgipfel: DJV fordert wildtierfreundliche Strategie

Waldumbau droht am Personalmangel zu scheitern: Die Hälfte der Stellen wurden in 25 Jahren gestrichen. Wildtiere dürfen nicht zum Sündenbock für verfehlte Forstpolitik werden. DJV veröffentlicht Frage-Antwort-Papier.

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Artenvielfalt als Ziel der künftigen Agrarpolitik

Umweltleistungen belohnen, statt durch bürokratische Hürden verhindern: Landwirte sollten für Artenschutz in Feld und Flur fair entlohnt werden. Dies fordert der DJV anlässlich der Herbstkonferenz der Agrarminister in Mainz.

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DJV Newsletter September#3 22/9/19

Berlin, 20. September 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,
 

als "Nutzer und Schützer" sitzen wir auf politischer Ebene manchmal zwischen den Stühlen: auf der einen Seite Bauern- und Waldbesitzerverbände, auf der anderen Natur- und Umweltschutz. Manchmal scheint es, als ob nur wir Jäger es sind, die beides vertreten. Oder Halt, wirklich nur wir? Nein! Sowohl Fischer und Angler als auch Imker folgen dem Prinzip "Use it or lose it" der Weltnaturschutzunion (IUCN) - gemeinsam sitzen wir in einem Boot. Zum Beispiel, wenn es um das Thema invasive Arten geht. Was Waschbär und Mink für uns Jäger sind, sind Signalkrebs und Schwarzmeergrundel für Fischer. Deshalb haben wir uns mit Fischern und Imkern für ein gemeinsames Kochprojekt zusammengetan. Zwei Tage haben wir mit kreativen Köchen unsere wilden Erzeugnisse kulinarisch kombiniert. Herausgekommen sind 12 Rezepte und Videos. Schauen Sie mal rein.

Benötigen Sie die Videos für eine Vorführung hochauflösend? Fragen Sie uns gern an, wir stellen Ihnen die Dateien bereit.

Die Deutsche Wildtierstiftung (DeWiSt) hat eine Kampagne für das Rotwild ins Leben gerufen. Wir bitten Sie, diese hier zu unterstützen.

In Vorbereitung auf die politischen Diskussionen zum Thema Waldumbau in klimastabile und artenreiche Wälder lassen wir in den kommenden Wochen immer wieder Stakeholder zu Wort kommen, die uns unter #waldbaumitwaidblick in den sozialen Medien Ihre Meinung sagen. Die Diskussion würden wir auch gern mit Ihnen führen. Also diskutieren Sie mit. Wir haben heute Abend auf Facebook, YouTube und Twitter mit dem ersten Beitrag gestartet.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

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Start ins Jägerleben mit dem DJV-Jungjägerpaket

Nach der Jagdscheinprüfung ist vor der ersten Jagd: Letzte Chance, einen der verbliebenen 3.600 Rucksäcke zu bestellen. Seit Ende 2016 hat den DJV schon über 21.000 kostenlose Pakete an frischgebackene Jäger für den Einstieg in den Jagdalltag verschickt.

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"Jagd refinanziert Nashornschutz"

Internationale und nationale Medien berichten von der Erlegung eines Spitzmaulnashorns durch einen US-Amerikaner in Namibia. Aus dieser Jagd fließen umgerechnet 360.000 Euro in den Wildtierschutz Namibias und tragen zu einer der erfolgreichsten Naturschutzstrategien Afrikas bei. Die Tierrechtsszene stellt das in Abrede.

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DJV Newsletter September#2 13/9/19

Berlin, 13. September 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

am morgigen Samstag, den 14. September, ist "Tag der Sprache". Das haben wir zum Anlass genommen, um in einer Verbrauchermeldung über die Ursprünge der Jägersprache aufzuklären. Denn die eine oder andere Redewendung gibt es nach mehr als 1.000 Jahren immer noch im Sprachgebrauch. Schauen Sie mal in unsere Meldung. Hätten Sie's gewusst?

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

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Die Jägersprache: Bildreiche Redewendungen im Alltag

Die Jägersprache ist seit dem 7. Jahrhundert ein Teil des jagdlichen Brauchtums. Viele Ausdrücke und Redewendungen sind in den Alltag übergegangen und werden noch heute benutzt. Zum Tag der deutschen Sprache am 14. September gibt der DJV einen Einblick in diese Zunft-sprache.

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Wohnungsputz für Spatz und Meise

Es wird Herbst und die heimischen Vogelarten suchen nach geeigneten sauberen Quartieren mit ausreichend Platz. Der DJV erklärt, wie man Nistkästen jetzt reinigt oder einfach neue baut. Parasiten wie Federläuse machen Vögeln sonst das Leben im Winter schwer.

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Mit 76 Jahren zum "Meister aller Klassen"

690 Schützinnen und Schützen nahmen vom 4. bis zum 7. September 2019 an der DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen in Liebenau teil. Mit 50 Jahren Erfahrung sicherte sich Wilhelm Cordes bei seinem Heimspiel den begehrten Meistertitel.

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DJV Newsletter September#1 6/9/19

Berlin, 06. September 2019


Liebe Jägerinnen und Jäger,
 

noch bis zum 7. September findet in Liebenau die 65. DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen statt. Der Wettbewerb erfreut sich großer Beliebtheit: Die Teilnehmerzahl hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht und liegt momentan bei über 700 Jagdschützinnen und Jagdschützen. Natürlich wollen wir Ihnen dieses Highlight nicht vorenthalten und sind für Sie mit einem Team vor Ort. Verfolgen Sie unsere tagesaktuelle Berichterstattung auf Facebook und Instagram. Die Ergebnisse werden umgehend auf unserer Internetseite jagdverband.de/BMJS19 veröffentlicht. Unser Team in Liebenau bietet Ihnen derweil nicht nur Impressionen, sondern auch interessante Fakten: Wussten Sie beispielsweise, dass zwischen dem ältesten (85 Jahre) und dem jüngsten (16 Jahre) Teilnehmer ganze 69 Jahre liegen? Wir sind jedenfalls auf die Ergebnisse gespannt und wüschen allen Teilnehmern vor Ort faire und erfolgreiche Wettkämpfe.

Besonders gefreut haben wir uns über eine Aktion der kulinarischen Art: Jäger, Angler, Imker und Köche haben zwei Tage lang gekocht, gegrillt und experimentiert. Herausgekommen sind ein Dutzend kreative Rezepte für die Outdoor Küche. Freuen Sie sich auf die Videos und Rezeptideen, die wir demnächst auf www.wild-auf-wild.de veröffentlichen. Um Ihnen den Mund schon etwas wässrig zu machen, haben wir ein kleines Video der gemeinsamen Aktion des Deutschen Angelfischerverbands (DAFV) und des Deutschen Jagdverbands (DJV) vorbereitet. Guten Appetit!
 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,
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Wilde Freiluft-Küche

Zwei Tage lang haben Angler, Jäger und Imker gemeinsam gekocht und gegrillt. Herausgekommen sind ein Dutzend kreative Rezepte. Ein Fokus: invasive Arten. Videos und Rezepte gibt es in Kürze bei wild-auf-wild.de.

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Südliches Afrika stellt CITES-Mitgliedschaft in Frage

Bei mehreren südafrikanischen Staaten herrscht große Unzufriedenheit über die Ergebnisse der Genfer CITES- Konferenz. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung kündigen zehn südafrikanische Länder an, ihre CITES- Mitgliedschaft auf den Prüfstand stellen zu wollen.

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DJV Newsletter August #5 30/8/19

Berlin, 30. August 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,
 

der deutsche Wald ist in Gefahr, so steht es in diesen Tagen und Wochen in allen Gazetten. Die Sturmschäden der vergangenen Jahre und zwei heiße Sommer in Folge lassen Rinden aufspringen und Kronen schütter erscheinen. Bei einem derart geschwächten Zustand haben Borken- und Buchenprachtkäfer leichtes Spiel. Auf 250.000 Hektar schätzt der Bund Deutscher Forstleute (BDF) die zu erwartenden deutschen Schadflächen. Das sind 2,2 Prozent der insgesamt 11,4 Millionen Hektar Waldfläche. 2,8 Millionen Hektar davon sind laut BDF nicht-standortgerechte Monokulturen.

Doch was ist standortgerecht vor dem Hintergrund des Klimawandels? Kein anderes produzierendes Gewerbe dürfte so lange Produktionszyklen haben wie die Forstwirtschaft. Für in Legislaturperioden denkende Politiker ist das eine echte Herausforderung. Legitimiert das Forstreformen der vergangenen Jahrzehnte, die sich durch Sparhaushalte und Personalkürzungen auszeichnen? Laut BDF wurden die Zahl der Forstleute in 25 Jahren halbiert.

Wir können Ihnen diese Fragen nicht beantworten. Wir sehen die Notwendigkeit klimastabiler Wälder in Deutschland. Handeln müssen wir jetzt. Wir werden jedoch nicht zulassen, dass Verfehlungen der Forstpolitik auf dem Rücken unseres Wildes ausgetragen werden. Weder Reh noch Hirsch haben die Kiefer- und Fichtenmonokulturen angelegt, die bis heute noch in weiten Teilen Deutschlands das "Waldbild" prägen. Der Vorbau mit klimastabilen Baumarten bedarf aus unserer Sicht Einzelschutz und intensive Betreuung durch Pflegeeingriffe. Dazu muss Personal eingestellt werden. Die Zeit, in der in Verjüngungs- und Aufforstungsflächen der größte Schaden entsteht, erstreckt sich von Februar bis Mai. Genau in der Zeit ist Schonzeit oder ein Teil des Rehwildes gar nicht bejagbar. Ein "Waldbau mit der Büchse", wie Förster so schön sagen, ist gar nicht möglich. Die Lösung: Einzelschutz und Schwerpunktbejagung an Aufforstungsflächen bei gleichzeitiger Generierung von Wildäsungsflächen, die Ruhezonen sind.

Dies haben wir gestern bei einem Verbändegespräch der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) dargelegt. Neben Deutschem Forstwirtschaftsrat (DFWR), Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbauern (AGDW), BDF und vielen weiteren Vertretern aus Nutzung und Schutz haben wir bekräftigt, uns für den Umbau in klimastabile Wälder einzusetzen – und für unsere heimischen Wildtiere. Denn für klimastabile Wälder darf die waidgerechte Jagd nicht über Bord gehen.

Wie denken Sie über das Thema? Diskutieren Sie mit auf Facebook, Twitter und Instagram.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende und hoffen, dass Sie sich mit uns auf die Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen freuen, die in der nächsten Woche in Liebenau startet. Wir berichten in jedem Fall wieder zeitnah über Instagram und Facebook. Schauen Sie doch mal rein!

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Jagdverbände begrüßen großen Erfolg vor dem Bundessozialgericht

Berufsgenossenschaft muss viele Revierinhaber künftig von doppelten Grundbeiträgen freistellen

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Bundesmeisterschaft 2019: Und „Ah“b geht’s!

Ab dem 4. September sind Konzentration und Fingerspitzengefühl gefragt. Rund 700 Jägerinnen und Jäger messen sich auf der DJV-Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen. Der Wettkampf wird auf dem Schießstand in Liebenau ausgetragen.

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Waldumbau mit dem Gewehr funktioniert nicht

Anlässlich des Verbändegesprächs bei Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner fordert der DJV ein Umdenken in der Forstpolitik. Reh und Hirsch dürfen nicht zum Sündenbock für Sparwut und Stellenabbau in Behörden gemacht werden.

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DJV Newsletter August #4 23/8/19

Berlin, 23. August 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,
 

ein starkes Mäusejahr beschert uns viele Turmfalken und den Auffangstationen der Falkner in Deutschland noch viel mehr Arbeit. Vermeintlich hilflose junge Greifvögel und Eulen werden von unerfahrenen Menschen aufgegriffen. Im besten Fall landen sie bei einem vogelkundigen Tierarzt, im schlechtesten Fall wird von den Findern versucht, ein Jungtier selber aufzuziehen. Erst wenn es dem Tier dann zusehends schlechter geht, wird es zum Tierarzt gebracht - dann meist zu spät, weil Verletzungen nicht rechtzeitig behandelt werden konnten oder gar versucht wurde, den jungen Greifvogel mit Katzenfutter zu füttern. Erhalten die Auffangstationen keine Angaben zu dem Fundort, wird eine Familienzusammenführung oftmals unmöglich. Diese Jungvögel werden dann in den Stationen mit Gleichaltrigen aufgezogen und über eine Methode ausgewildert, die aus der Falknerei stammt: dem sogenannten Wildflug.

Sehr oft brauchen junge Greifvögel und Eulen aber gar keine Hilfe, da sie weiter von ihren Eltern versorgt werden. Sie als Jägerinnen und Jäger können als sachkundige Ansprechpartner dienen: mahnen Sie zur Ruhe und fordern Sie besorgte Finder auf, die Situation aus der Ferne zu beobachten. Kommen die Eltern und versorgen den Jungvogel, kann Entwarnung gegeben werden. Wichtig ist, dass der Jungvogel aus dem Gefahrenbereich von Hunden und Katzen gebracht wird. Ein Berühren ist dabei ungefährlich für den Vogel, da anders als bei Säugetieren der menschliche Geruch die Vogeleltern nicht davon abhält, ihre Sprösslinge weiter zu versorgen. Aber Achtung vor Schnäbeln und Krallen: am besten greift man den Bruchpiloten mit Handschuhen oder einem Handtuch und setzt ihn in die unteren Äste eines Baumes.

Im Interview mit Sylvia Urbaniak von der Greifvogelhilfe Rheinland e.V. liefern wir Ihnen Ansprechpartner, wichtige Adressen und eine Antwort auf die Frage: Greifvogel gefunden- was tun?
 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

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Jäger, Falkner, Hilfesteller: Greifvogel gefunden, was tun?

Die Telefone in den Auffangstationen für Greifvögel und Eulen in Deutschland stehen aktuell nicht mehr still: Spaziergänger finden am Waldboden eine junge Eule, ein junger Falke landet bei seinem Jungfernflug in einem Hinterhof. Polizei und Feuerwehr werden zur Rettung gerufen, Vogelkinder landen in Tierheimen und Tierarztpraxen. Wie man sich bei einem Fund richtig verhält, erklären DJV und DFO im Interview mit der Betreiberin einer Auffangstation.

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"Die Öffentlichkeit wird über die Situation in Afrika bewusst getäuscht"

Seit Samstag beraten Vertreter der 183 Unterzeichner des Washingtoner Artenschutzübereinkommens über den Handel mit wilden Tieren und Pflanzen (CITES) in Genf. Länder im südlichen Afrika wollen Handelsrestriktionen für Elfenbein, Nashorn und Jagdtrophäen lockern. Tierschützer sind dagegen. Im Interview mit dem Filmemacher und Biologen Dr. Klaus Sparwasser beleuchten CIC und DJV die Forderungen der südafrikanischen Länder an die Vertragsstaatenkonferenz.

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DJV Newsletter August #3 16/8/19

Berlin, 16. August 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,
 

wir suchen Unterstützung in der DJV-Geschäftsstelle! Interesse an einer FÖJ- oder Praktikantenstelle? Außerdem suchen wir Rechtsreferendare, die uns im Rahmen des juristischen Vorbereitungsdienstes unterstützen. Hier geht's zu den Stellenanzeigen.

Zudem steht die Drückjagdsaison vor der Tür. Gemeinsam mit den Landesjagdverbänden Berlin und Brandenburg bieten wir am 27. September ein Seminar an, das Ihr Wissen im Bereich "Erste Hilfe für den Jagdhund" auffrischt. Bei Interesse melden Sie sich gern an unter bildung@jagdverband.de.
 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

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DJV-Seminar "Erste Hilfe für den Jagdhund"

Am 27. September 2019 lernen Teilnehmer, wie sie im Notfall reagieren sollten, welche Ausrüstung notwendig ist und wie sich Unfälle vermeiden lassen.

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DJV Newsletter August #2 9/8/19

Berlin, 09. August 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

bundesweit ist die Ernte verschiedener Feldfrüchte in vollem Gange. Erntejagden sind geeignet, die Zahl der Wildscheine zu reduzieren. Gerade vor dem Hintergrund der drohenden Afrikanischen Schweinepest ist dies notwendig. Wildschweine leben inzwischen oftmals vier bis fünf Monate im Jahr in der Feldflur und fühlen sich dort "sauwohl".

Sicherheit muss bei Erntejagden oberste Priorität haben und geht immer vor Jagderfolg. Die tragischen Unfälle aus dem vergangenen Jahr müssen für uns Jäger ein deutliches Warnsignal sein. Wir empfehlen, bei Erntejagden Hochsitze einzusetzen, damit ausreichend Kugelfang vorhanden ist. Jäger sollten grundsätzlich singnalfarbene Kleidung tragen und einen Mindestabstand zu Erntefahrzeugen und Nachbarschützen einhalten. Verkehrsteilnehmer sollten durch Warnschilder auf den laufenden Jagdbetrieb aufmerksam gemacht werden.

Wichtige Informationen rund um das Thema Erntejagd haben wir für Sie in zwei kurzen Videos aufbereitet (Erntejagd - Teil 1: Sicherheit bei der Wildschweinjagd; Erntejagd - Teil 2: gezielte Wildschweinjagd).

 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Geschäftsstelle

Konflikte mit Bär und Wolf nehmen zu

Die Zahl gemeldeter Konfliktfälle zwischen Braunbären, Menschen und ihren Nutztieren in Rumänien steigt. Grund hierfür ist eine verfehlte Naturschutzpolitik. CIC und DJV warnen vor sinkender Toleranz gegenüber großen Beutegreifern bei ausbleibendem Wildmanagement.

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Verwilderte Hauskatzen sind Gefahr für die Artenvielfalt

Jährlich töten streunende Hauskatzen in Deutschland mindestens 100 Millionen Vögel. Der DJV fordert eine generelle Kastrations- und Registrationspflicht, um deren unkontrollierter Fortpflanzung entgegenzuwirken.

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Prüfung zum Revierjagdmeister in Springe erfolgreich abgelegt

12 Teilnehmer erhalten nach zweijähriger Vorbereitung den Meisterbrief

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Erntejagd, aber sicher

Jäger nutzen die Ernte von Feldfrüchten, um Wildschweine zu bejagen. Angesichts der drohenden Afrikanischen Schweinepest ist dies notwendig. Sicherheit hat dabei Priorität: Der DJV empfiehlt den Einsatz von Hochsitzen.

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Online-Auftritt des Tierfund-Katasters bietet neue Funktionen

Daten lassen sich ab sofort filtern. Die Ergebnisse können als Karte, Diagramm oder Tabelle angezeigt und gespeichert werden. Für registrierte Nutzer gibt es Zusatzfunktionen.

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DJV Newsletter August #1 3/8/19

Berlin, 02. August 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

es ist Blattzeit und damit eine tolle Möglichkeit, interessierten Gästen die Kunst der Jagd zu zeigen. Selten lässt sich das Rehwild aus nächster Nähe beobachten wie während der Paarungszeit von Ende Juli bis Mitte August. Unsere Aktion „Gemeinsam Jagd erleben“ bringt Nichtjäger und Jäger bereits im fünften Jahr zusammen. Und so einfach geht’s: Schicken Sie einen kurzen Text mit einem oder mehreren Fotos vom gemeinsamen Erlebnis mit Ihrem Gast per E-Mail an jaeben@jagderleben.de. Weitere Informationen erhalten Sie hier. Auch unsere Facebook-Gruppe zur Aktion verbindet Jäger und Nichtjäger. Einfach der Gruppe beitreten, einen Beitrag mit Ihrem Gesuch und am besten Ihrer Postleitzahl posten – fertig!

Doch Obacht: Im Liebestaumel überquert das Rehwild oft unverhofft Straßen. Damit gibt es sogar tagsüber ein gewisses Wildunfallrisiko. Machen Sie doch Freunde und Bekannte auf die erhöhte Unfallgefahr aufmerksam oder informieren Sie Ihre Tageszeitung.

Hat es doch einmal gekracht, können Wildunfälle oder Tierfunde ganz einfach über unsere Tierfund-Kataster-App erfasst werden. Aus diesen Daten ermitteln Wissenschaftler Wildunfall-Schwerpunkte, die anschließend entschärft werden sollen. Wie Sie die kostenlose App nutzen können, haben wir kurz und knackig in einem Tutorial erklärt. Also: Registrieren, Tierfund melden, Leben retten!

Auch nicht vorenthalten wollen wir Ihnen unseren Abschlussfilm zum Sophie-Award 2019. Es war ein fantastischer Abend im Kant Kino in Berlin. Wir bedanken uns herzlichst bei allen, die mitgemacht und uns unterstützt haben.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

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Autofahrer aufgepasst: Rehe im Liebesrausch!

Ein Naturschauspiel ist im vollen Gange: Die Paarungszeit der Rehe. Mit ihr steigt die Gefahr von Wildunfällen. Rehe sind jetzt auch tagsüber unterwegs und queren plötzlich Straßen.

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Jagd hat Eisbären nie gefährdet

Eisbären würden durch Jagd bedroht, titeln deutsche Medien aktuell. CIC und DJV stellen jedoch fest: nachhaltige Jagd hat den Bestand der Bären nie gefährdet. Einnahmen aus nachhaltiger Jagd kommen lokalen Kommunen zugute.

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Tiefe Bestürzung über fremdenfeindlichen Vorfall

In Hessen ist in der letzten Woche ein aus Eritrea stammender Mann von einem Legalwaffenbesitzer angeschossen worden. Das Forum Waffenrecht (FWR) bedauert den Vorfall und spricht sein Mitgefühl aus.

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DJV Newsletter Juli #4 26/7/19

Berlin, 26. Juli 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

die heißen Temperaturen lassen die Brunft des Rehwildes frühzeitig beginnen. Nicht nur Jäger bemerken die steigende Aktivität des Wildes, auch Autofahrer sehen die treibenden Wildtiere immer öfter gefährliche Straßen überqueren. Der DJV warnt vor der erhöhten Wildunfallgefahr. Wenn Sie sich informieren wollen, wo es in Ihrem Kreis am meisten kracht, probieren Sie doch das neue Werkzeug in unserem Tierfund-Kataster aus: Ab sofort können Sie nicht nur Daten eintragen, sondern auch alle eingetragenen Daten nach Kriterien filtern und durchsuchen. Sogar eine Kartendarstellung steht bereit.

Wie viele Rehe sind in meiner Gemeinde dieses Jahr schon durch Verkehrsunfälle gestorben? Wie häufig werden Todfunde von Greifvögeln unter Windkraftanlagen gemeldet? Und wurden in meinem Bundesland an Wildkrankheiten verendete Tiere gemeldet? Die Ergebnisse können mit wenigen Klicks kostenlos heruntergeladen werden und z.B. für Präsentationen und Meldungen genutzt werden. Hier haben Sie die Möglichkeit auf ausgewählte Darstellungen des Tierfund-Katasters zuzugreifen.

Neben der App können auch neue Funde eingegeben und eigene Funde bearbeitet werden. Sie können sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden und los geht es! Sind Sie noch nicht beim Tierfund-Kataster registriert? Auch das ist ganz einfach über die Website möglich.
Für häufig gestellte Fragen zur Nutzung der Onlineplattform haben wir eine umfangreiche Hilfefunktion eingefügt, die Sie bei Anwendungsfragen unterstützt. Auch das DJV-Team steht Ihnen gern bei Rückfragen zur Verfügung.

Bereits seit 2016 gibt es das Tierfund-Kataster bundesweit. Erstmals ist es möglich, deutschlandweit einheitlich Wildunfälle zu erfassen. Die von aktuell über 12.000 Nutzern eingegebenen Funde werden von Wissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ausgewertet. Helfen auch Sie mit Wildunfälle und andere Todfunde zu melden! Sobald genügend Daten gesammelt wurden, werden diese zur Ermittlung von Wildunfallschwerpunkten genutzt und können so Leben retten.

Ansprechpartner:
Franziska Thelke, f.thelke@jagdverband.de, 030/2091394-35
Susann Krüger, s.krueger@jagdverband.de, 030/2091394-17

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Geschäftsstelle

Waldumbau nicht auf dem Rücken des Wildes austragen

In einem 10-Punkte-Papier fordert der BUND den Umbau zu klimastabilen und naturnahen Wäldern. Der DJV begrüßt diese Forderung, mahnt aber an, dass der Waldumbau nicht auf dem Rücken des Wildes ausgetragen werden dürfe. Besonders auf großen Schadflächen oder in klassischen Monokulturen gehe es nicht ohne Schutzmaßnahmen.

Zur Meldung

Urlaubszeit: Tierleid vermeiden

Zur Ferienzeit werden jedes Jahr tausende Tiere ausgesetzt. Darunter sind nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch exotische Tierarten. Das ist nicht nur tierschutzwidrig, sondern kann schnell zur Gefahr für heimische Tiere werden. Der Deutsche Jagdverband ruft zu mehr Tierschutz bei der Urlaubsplanung auf.

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Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände
für den Schutz von Wild, Jagd und Natur
Torsten Reinwald, Pressesprecher
Chausseestraße 37, 10115 Berlin
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DJV Newsletter Juli #3 16/7/19

Berlin, 19. Juli 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

lange haben wir darauf hin gearbeitet, jetzt ist er Geschichte: Der erste deutsche YouTube-Jagdfilmpreis ist vor einer Woche an Felix Kuwert aus Bayern verliehen worden. Die Top-10 der Jagdkurzfilme, die am vergangenen Freitagabend im Kant Kino in Berlin gelaufen sind, finden Sie übrigens jetzt auch auf dem neuen Sophie-Award-YouTube-Kanal. Schauen Sie mal rein und schreiben Sie uns gern in die Kommentare, welches Ihr Favorit gewesen wäre. Weitere Infos und Impressionen finden Sie auf www.sophie-award.de.

In dieser Woche ging es geschäftig weiter. Mit der Initiative "Wolf bleibt Wolf" geben wir in Kooperation mit dem Forum Natur Menschen aus dem ländlichen Raum eine Stimme. Im Moment finden Sie auf der Facebook-Seite der Initiative Statements von Landnutzern. Diskutieren Sie gern mit.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und zur beginnenden Blattzeit: Waidmannsheil!

Ihre DJV-Geschäftsstelle

Erster deutscher Jagdfilmpreis verliehen

Am Freitag haben der Deutsche Jagdverband und „Jagdstolz“ erstmals den Sophie-Award verliehen. Der Amateurfilm-Preis zeichnet Filme aus, die es auf eine besondere Art und Weise schaffen, die Jagd der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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"Botswana ist kein Großwildreservat!"

Die Ankündigung der botswanischen Regierung, das seit 2014 bestehende Jagdverbot aufzuheben, sorgt für internationale Furore.

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Waldbaden: für Jäger kein neuer Trend

Aufenthalte im Wald fördern nachweislich die Gesundheit – und das völlig gratis. Jäger müssten demnach besonders vital sein: Sie halten sich 40 Stunden pro Monat in der Natur auf.

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DJV Newsletter Juli #2 12/7/19

Berlin, 12. Juli 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

in wenigen Stunden wird heute in Berlin der erste YouTube-Jagdfilmpreis, der Sophie-Award, verliehen. Das Kant-Kino mit 350 Plätzen dürfte nahezu ausverkauft sein. Der Preis prämiert den Film, der es vermag die Jagd für die Öffentlichkeit verständlich darzustellen. Von allen eingesendeten Beiträgen haben es die zehn besten Filme auf die Shortlist geschafft. Diese haben heute ihre Premiere. Im Anschluss wird eine hochkarätige Jury, darunter der Autor Bertram Graf von Quadt, die Herausgeberin des Halali-Magazins Ilka Dorn, Schauspieler Florian Panzner sowie Ehrenpräsident Hartwig Fischer, die Gewinner bestimmen. Moderiert wir der Abend von Lina Held und Patrick Rohloff.

Wir werden auf Facebook und Instagram live über das Event berichten. Vor Ort sind auch 15 Jagdblogger, die gestern und heute beim ersten DJV-Jagdblogger-Camp einen kleinen Einblick in die Arbeit des Dachverbandes erhalten haben und ihre Sicht einer gelungenen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit teilen konnten.

Falls Sie in der Nähe sind und heute Abend noch nichts vorhaben, lassen Sie sich dieses Event nicht entgehen, es sind noch wenige Tickets für den Sophie Award an der Abendkasse erhältlich.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend,

Ihre DJV-Geschäftsstelle

"Wir halten nichts davon, Wildtieren Namen zu verpassen"

Vor zwei Wochen wurde in Namibia ein Elefantenbulle erlegt. Die Tierrechtsszene gab ihm den Namen „Voortrekker“. CIC und DJV fordern eine Versachlichung der Debatte im Umgang mit Mensch-Wildtier-Konflikten.

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DJV Newsletter Juli #1 6/7/19

Berlin, 5. Juli 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

es ist Urlaubszeit. In vielen Bundesländern beginnen Sommerferien und Reisezeit. Obwohl erhöhte Tierschutzstandards gesellschaftlich große Zustimmung finden, wird in den Ferien vielerorts Minka immer noch vor die Tür gesetzt und an Autobahnraststätten werden immer noch Hunde angebunden. Sollten Sie Zeuge dieser Szenen werden, bitten wir Sie sachlich und konstruktiv einzugreifen. Sollten Sie Katzen oder Hunde im Revier aufgreifen, ist das Tierheim immer die erste Option.

Auch an den deutschen Küsten tummeln sich um diese Zeit junge Seehunde. Große Kulleraugen und ihre tolpatschige Art der Fortbewegung machen sie zum Foto- und begehrten Anfassobjekt. Wir haben in dieser Woche in einer Verbrauchermeldung informiert, wie sich Urlauber korrekt verhalten (auch hier gilt: Hände weg!) und was die ehrenamtlichen Wattenjagdaufseher (Niedersachsen) und Seehundjäger (Schleswig-Holstein) aus den örtlichen Jägerschaften leisten. Wenn Sie auch an der Küste unterwegs sein sollten, unterhalten Sie sich doch mal mit ihnen. Gerade in der Konfliktvermittlung zwischen Tourist und Wildtierzuständigen können wir von diesen Jagdkollegen einiges lernen. Wir nehmen diesen Newsletter zum Anlass Danke zu sagen - für die Unterstützung an den deutschen Küsten sowie für Ihr Engagement, wenn es um die Vermittlung zwischen Wildtier und Mensch geht.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihre DJV-Geschäftsstelle

Junge Seehunde bitte nicht anfassen!

Noch bis August säugen Seehunde ihren Nachwuchs auf Sandbänken an den Küsten. Der Deutsche Jagdverband bittet Urlauber, Abstand zu halten.

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DJV Newsletter Juni #3 22/6/19

Berlin, 21. Juni 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

es wird sehr warm am Wochenende. In Ostdeutschland hat es schon die ersten Waldbrände gegeben. Wir haben kürzlich informiert, wie Waldbesucher das Risiko minimieren können. Diese Meldung können Sie gern für Ihre regionale Presse nutzen.

Die Vorbereitungen für den Sophie Award, dem ersten Jagdfilm-Wettbewerb am 12. Juli in Berlin, laufen auf Hochtouren. Heute hat die Vorauswahl-Kommission getagt. Ziel war es, aus den vielen eingereichten Beiträgen, die besten Zehn auszuwählen. Das war nicht leicht. Aber die Finalisten stehen fest und werden am kommenden Dienstag verkündet. Nur so viel: Wir dürfen uns auf einen sehr spannenden Filmabend mit richtig guten Jagdfilmen freuen. Restkarten gibt es noch im Kant-Kino direkt oder im DJV-Shop zu kaufen. Lassen Sie sich dieses Event nicht entgehen.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Waldbrand: Ein Funke genügt

Das Risiko von Waldbränden steigt vor allem in Ostdeutschland zum Wochenende merklich an. Der Deutsche Jagdverband ruft Naturbesucher zu Sorgfalt auf: Offenes Feuer ist ebenso gefährlich wie heiße Katalysatoren von Autos.

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DJV Newsletter Juni #2 16/6/19

Berlin, 14. Juni 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

alles Neue macht in diesem Jahr nicht der Mai, sondern der Juni: Seit dem Bundesjägertag hat der DJV mit Dr. Volker Böhning einen neuen Präsidenten. Olaf Niestroj ist neuer Geschäftsführer und folgt auf Andreas Leppmann. Dieser wird zukünftig als hauptamtlicher Geschäftsführer die Fellwechsel GmbH voranbringen. Auch die Stelle des Referenten für Landwirtschaft haben wir mit Ansgar Aundrup neu besetzt. Die DJV-Geschäftsstelle freut sich auf die gute Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidenten und dem geschäftsführenden Präsidium. Volle Kraft voraus! Eine Übersicht über unser Geschäftsstellen-Team finden Sie übrigens hier.

Wer uns bei der täglichen Arbeit für Wild, Jagd und Natur unterstützen möchte, kann sich gern um ein Praktikum bewerben. Ab September haben wir wieder Plätze zu vergeben.

Wir wünschen Ihnen ein sonniges Wochenende und guten Anblick,

Ihre DJV-Pressestelle

Fotos erlegter Wildtiere treffen auf Unverständnis

Ob erlegtes Reh oder aktuell eine Giraffe: Fotos von getöteten Wildtieren sorgen in sozialen Medien für Kritik an der Jagd. CIC und DJV fordern mehr Sensibilität der Jäger im Netz.

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DJV zeichnet Jäger aus

Große Ehre für großes Engagement: Ehrenpräsident Hartwig Fischer verleiht auf dem Bundesjägertag in Berlin DJV-Verdienstnadeln für außerordentliche Leistungen.

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Olaf Niestroj ist neuer DJV-Geschäftsführer

Auf dem Bundesjägertag hat Andreas Leppmann das Amt des DJV-Geschäftsführers an Olaf Niestroj übergeben. Leppmann wird jetzt hauptverantwortlich den Vertrieb der Fellwechsel GmbH ausbauen: Über 20.000 Tiere haben Jäger vergangene Saison abgegeben. Die DJV-Service GmbH setzt ihren positiven Trend fort, der Gesamtumsatz steigt.

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Aktives Wolfsmanagement gefordert

Die Initiative „Wolf bleibt Wolf“ fordert ein praxisorientiertes Wolfsmanagement und lehnt aktuelle Verbändeempfehlung zum Herdenschutz als realitätsfern ab.

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Einen Fendt Vario in 9,3x62

Wie kann man das Engagement der Jäger und Landwirte für Lebensraum und Artenvielfalt am Besten unterstützen? Diese Frage haben Fendt und J. P. Sauer & Sohn auf eine im Waffenbau bislang einmalige Art und Weise beantwortet.

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DJV Newsletter Juni #1 8/6/19

Berlin, 07. Juni 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

wir befinden uns gerade mitten im Bundesjägertag, der gestern und heute unter dem Motto "Waidgerechtigkeit 2.0" in Berlin stattfindet. Am gestrigen Donnerstag haben wir den Journalistenpreis Wildtier und Umwelt an vier ausgezeichnete journalistische Publikationen verliehen. Im Anschluss hat DJV-Präsident Hartwig Fischer den Sonderpreis Kommunikation an die kreativste und erfolgreichste Öffentlichkeitsarbeit von Jägerinnen und Jägern verliehen. Wir sind begeistert, mit welchem Engagement Sie sich in der Fläche für Wild, Jagd und Natur einsetzen!

Aus gesundheitlichen Gründen hat Hartwig Fischer als DJV-Präsident nicht erneut kandidiert. Die Delegiertenversammlung hat soeben Dr. Volker Böhning zum neuen DJV-Präsidenten gewählt - einstimmig.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat heute in einem Grußwort Hartwig Fischer für die gute Zusammenarbeit gedankt und den vorläufigen Fahrplan für die Novelle des Bundesjagdgesetzes vorgestellt. Mehr Informationen finden Sie in den sozialen Medien auf Facebook und Twitter.

Mit den sozialen Medien geht es auch am Nachmittag hier weiter: Von 15.00 bis 17.00 Uhr diskutieren wir auf dem Podium das Thema "Vom Erlegerbild zur Schlagzeile - die Jagd in den sozialen Medien". Wir übertragen die Diskussion per Livestream auf Facebook und unsere Webseite. Wir werden uns fragen: Wie viel Erlegerbilder verträgt Facebook? Welchen Anspruch haben wir an unsere Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien? Und nicht zuletzt: Welchen Anspruch haben wir an uns selbst und unser Waidwerk? Gäste sind die Bloggerin Niko Fux, der Jäger und Foodblogger Fabian Grimm, DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald, die akademische Jagdwirtin Christine Fischer, die ihre Abschlussarbeit zum Thema geschrieben hat und der Sprachwissenschaftler Thomas Emmert.

Im Anschluss können Sie gern auf Facebook mitdiskutieren. Schauen Sie doch mal vorbei.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Dr. Volker Böhning neuer DJV-Präsident

Auf dem Bundesjägertag 2019 in Berlin ist Dr. Volker Böhning zum neuen DJV-Präsidenten gewählt worden.

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Lesen, verstehen, mitmachen

Tierfund-Kataster, Fangjagd, Wolf und Afrikanische Schweinepest: Der Jahresbericht 2018/19 des Deutschen Jagdverbandes zeigt die Vielzahl jagdlicher Themen.

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Herausragende Projekte ausgezeichnet

Der Deutsche Jagdverband hat auf dem Bundesjägertag innovative Projekte von Jägern mit dem Sonderpreis Kommunikation ausgezeichnet. Deutlich wurde vor allem eines: Jäger sind kreativ.

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Der Kampf der Spatzen

Vier Journalisten hat der DJV heute auf dem Bundesjägertag in Berlin mit dem DJV-Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“ ausgezeichnet. Die unabhängige Jury hat die Gewinner aus etwa 120 Einsendungen ausgewählt.

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Fuchsjagd ist gut für die Artenvielfalt

Anlässlich des Bundesjägertages veröffentlicht der DJV ein Papier mit Fakten zur Fuchsjagd. Grundlage sind ein Dutzend aktuelle Veröffentlichungen. Tierschützer behaupten regelmäßig: Die Natur regelt sich selbst. Das Fazit von Wissenschaftlern: Fuchs, Waschbär und andere Raubsäuger haben einen negativen Einfluss auf bedrohte Arten, Jagd hilft.

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Bundesjägertag 2019: Waidgerechtigkeit 2.0

Wolf, Wildschwein, invasive Arten: Die Schwerpunkte auf der diesjährigen Delegiertenversammlung in Berlin sind vielfältig. Experten diskutieren zudem über Jagd in den sozialen Medien. Neu gewählt wird der DJV-Präsident, Hartwig Fischer tritt nach acht Jahren im Amt nicht mehr an.

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Presseseminar in Flintbek: Noch Plätze frei

Presseobleute in den Jägerschaften sind oftmals erste Ansprechpartner der Medien. Professionelle Mitteilungen verfassen, die Vielfalt der jagdlichen Themen vermitteln und kritische Anfragen beantworten: Das DJV-Presseseminar macht fit. Willkommen sind Teilnehmer aus allen DJV-Mitgliedsverbänden.

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DJV Newsletter Mai #5 31/5/19

Berlin, 31. Mai 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

wenn uns der Ausgang der Europawahl am vergangenen Sonntag eins gezeigt hat, dann wohl das: Ein großer Teil der jungen Generation ist am Wohlergehen der Umwelt interessiert. Eigentlich nach der medialen Aufruhr um FridaysforFuture nicht überraschend. Für einige war es aber genau das. Was hat das jetzt mit den Jägerinnen und Jäger zu tun? Im Gegensatz zu den Schülerinnen und Schülern von #fridaysforfuture demonstrieren wir selten auf den Straßen großer Städte (und bisher nur dann, wenn Landesregierungen versucht haben, Landesjagdgesetze unpraktikabel zu gestalten), wir demonstrieren aber tagtäglich in unseren Revieren: Naturschutz, Artenschutz, Konfliktvermittlung, Tierschutz und Umweltschutz. Diese Themen müssen wir in einer zunehmend urbanisierten Gesellschaft künftig noch transparenter machen. Auch in den sozialen Medien. Beispielsweise haben wir mit einem Video über das richtige Verhalten in der Kinderstube Natur über 370.000 Menschen auf Facebook erreicht. Diesen Beitrag können Sie gerne auf Ihren Seiten teilen.

Für alle Kommunikatorinnen und Kommunikatoren unter Ihnen bieten wir im Herbst (20. bis 21. September) das Presse-Seminar "Mit Laptop und Lodenjacke" in Kooperation mit dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein an. Melden Sie sich am besten noch heute an.

Neben der Wahl eines neuen Präsidenten und des geschäftsführenden Präsidiums wird es auf dem Bundesjägertag in der kommenden Woche auch um das Thema "Jagd in den sozialen Medien gehen". Am Freitag, 7. Juni diskutieren wir von 15.00 bis 17.00 Uhr auf einer Podiumsdiskussion das Thema "Vom Erlegerbild zur Schlagzeile - die Jagd in den sozialen Medien". Wir übertragen die Podiumsdiskussion live auf Facebook und auf unsere Webseite Jagdverband.de. Schauen Sie doch mal rein.

 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

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DJV Newsletter Juni #4 29/5/19

Berlin, 28. Juni 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

#TGIF sagen wir heute in der Geschäftsstelle beim DJV, Thank God It's Friday. In Berlin (Mitte) haben wir flimmernde 40 Grad über dem Asphalt und eine Klimaanlage ... wäre sehr schön, gibt's aber nicht. Dafür gab's ein Eis am Mittwoch, dass das WILD-Referat spendiert hat.

Wie unsere Wildtiere mit den tierischen Temperaturen umgehen, haben wir in einer Verbrauchermeldung erklärt. Zudem haben wir über Zecken in Wald und Feld informiert und wie man sich am besten vor ihnen schützt.

Beim Sophie Award, dem ersten YouTube Jagdfilmpreis, geht es in die heiße Phase. Der erste Trailer mit Szenen aus den zehn besten Jagdfilmen ist jetzt veröffentlicht. Schauen Sie mal rein.

Am vergangenen Wochenende hat im hessischen Kranichstein der Bundesbläserwettbewerb stattgefunden. Wer die Gewinner waren, erfahren Sie hier.

Wir wünschen Ihnen ein schönes und schattiges Wochenende,

Ihre DJV-Geschäftsstelle

Sommerzeit ist Zeckenzeit

Für einen unbeschwerten Aufenthalt im Freien sollten Naturbesucher sich vor Zecken schützen, denn die kleinen Blutsauger können Krankheiten auslösen. Die beiden Zeckenexperten Dr. Dania Richter und Prof. Dr. Franz-Rainer Matuschka warnen jedoch vor Panikmache und geben im DJV-Gespräch Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Projekt geht in die Praxis: Blühflächen statt Mais

Heute ist Auftaktveranstaltung des Kooperationsprojekts „Bunte Biomasse“ von Veolia Stiftung, Deutschem Jagdverband und Deutscher Wildtier Stiftung. Für mehr Artenvielfalt: Wildpflanzenmischungen sollen deutschlandweit 500 Hektar Mais für die Biogasproduktion ersetzen.

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Wie Wildtiere mit Rekordhitze umgehen

Lange Dürreperioden können gefährlich werden für das Reh. Gegen hohe Temperaturen haben Wildtiere zahlreiche Strategien entwickelt.

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Nach dem letzten Halali

Der Deutsche Jagdverband hat die Informationsmappe „Erbschaften“ veröffentlicht. Sie zeigt Jägern und Naturfreunden, wie sie durch Schenkungen und Vermächtnisse Einzelprojekte deutscher Jagdverbände unterstützen können.

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Neue App-Version für das Tierfund-Kataster ist online

Layout ist jetzt benutzerfreundlicher. Nutzer können Tierfunde einfacher verwalten und anschauen. Meldungen können bis zu drei Monate bearbeitet werden.

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Botswana: Wo Menschen leiden, leiden Wildtiere

Seit der Ankündigung ein Jagdverbot aufzuheben, sieht sich Botswanas Regierung mit einer Flut an Beleidigungen und sogar Aufrufen zum Tourismus-Boykott konfrontiert. Während einer Rede in den USA wird Botswanas Präsident verbal von einer Tierrechtsaktivistin attackiert und nimmt zu ihren Vorwürfen Stellung. CIC und DJV gratulieren zu einem Lehrstück in Sachen Demokratieverständnis, Menschenrechte und praktischem Artenschutz.

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Jagdhornbläser aus Hessen und Nordrhein-Westfalen sind Deutsche Meister im Jagdhornblasen

Am vergangenen Wochenende fand der Bundesbläserwettbewerb des Deutschen Jagdverbandes (DJV) im Schlosspark des Jagdschloss Kranichstein in der Nähe von Darmstadt, Hessen, statt.

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DJV Newsletter Mai #4 24/5/19

Berlin, 24. Mai 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

am kommenden Sonntag ist Europawahl. Wo Sie Ihr Kreuz setzen, werden Sie sicher nicht einzig und allein an der jagdpolitischen Einstellung einer Partei festmachen. Wir finden aber, es lohnt sich zumindest einen Blick auf die Antworten zu werfen, die uns die Parteien bezüglich einiger, wichtiger jagdpolitischer Fragen gegeben haben. Diese finden Sie in unseren Wahlprüfsteinen. Unsere Bitte an Sie: Gehen Sie wählen, denn Jagdpolitik wird auch in Europa gemacht, allen voran bei Themen wie Wolf, Feuerwaffenrichtlinie oder Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).

Apropos GAP: Obwohl wir seit Jahrzehnten produktionsintegrierte Maßnahmen in der Agrarpolitik fordern, bewegt sich dort wenig. Zeit, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam mit der Deutschen Wildtier Stiftung und der Veolia-Stiftung haben wir das Projekt "Bunte Biomasse" gestartet: Wildkräuter, die für mehr Artenvielfalt in der landwirtschaftlichen Fläche sorgen sollen, die aber gleichzeitig auch in Biogasanlagen genutzt werden können. Zunächst planen wir eine Umsetzung auf 500 ha. Wir suchen noch Landwirte, die mit uns neue Maßstäbe setzen wollen.

Wer in dieser Woche keine neuen Maßstäbe setzen wollte: das Umweltministerium, allen voran Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) als es um den Wolf ging. Mit Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) einigte sie sich zwar, die Entnahme von verhaltensauffälligen Wölfen zukünftig zu vereinfachen. Der Wolf wird jedoch nachwievor nicht ins Jagdrecht aufgenommen. Nach dem jahrelangen politischen Stillstand in dieser Angelegentheit, kam der Entwurf des Umweltministeriums am vergangenen Dienstag inklusive der rekordverdächtig kurzen Verbändeanhörung von sieben Stunden (Rückmeldung bis Dienstschluss) recht überraschend. Wir haben jedoch fristgerecht Stellung bezogen und hatten bereits einen Tag zuvor gemeinsam mit dem Forum Natur in der Bundespressekonferenz das Handlungskonzept für ein Wolfsmanagement (Wolf bleibt Wolf) vorgestellt. Bis zur Sommerpause soll der Entwurf Kabinett und Bundesrat passiert haben. Es bleibt spannend.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Europawahl-Wochenende, entscheiden Sie weise!

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Botswana beendet Elefanten-Jagdverbot

Botswanas Regierung hebt das seit 2014 bestehende Jagdverbot für Elefanten auf. Grund hierfür sind ausufernde Mensch-Tier-Konflikte. DJV und CIC begrüßen die sachliche und demokratische Entscheidung.

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„Bei so einem kleinen Kitz sieht man sogar das Herz pochen“

Friedel Lossau ist Kitzretter. Sein ständiger Begleiter vor Ort: Drohne „Bambi“. Im DJV Interview verrät er, welche Intention hinter dem Netzwerk Kittrettung steht, wie eine solche abläuft und welche Erfolge bereits erzielt wurden.

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Spezialregelung zum Wolf im Bundesnaturschutz- gesetz

Gesetzesnovelle geplant: Entnahme von Wölfen soll vereinfacht werden. DJV bemängelt das Fehlen eines umfassenden Konzepts und kritisiert das Vorgehen: Für eine Stellungnahme ließ das Bundesumweltministerium nur wenige Stunden Zeit.

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Blühflächen statt Mais

Veolia Stiftung, Deutscher Jagdverband und Deutsche Wildtier Stiftung starten Kooperationsprojekt „Bunte Biomasse“

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„Willkommen Wolf reicht nicht, Politik muss dringend handeln“

Aktionsbündnis Forum Natur fordert aktives Wolfsmanagement

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Aktuelles vom LJV NRW 22/5/19

Nachrichten-Telegramm:

  • Landesjägertag 2019: Lob für Jägerinnen und Jäger in NRW
  • Hegering Lintfort-Neukirchen gewinnt den Lernort Natur-Preis 2019
  • Biotop-Hegepreis 2019 geht an den Hegering Monschau
  • Seminar: Wildgans-Bejagung (Grau-, Kanada- und Nilgänse)
  • Seminar: Anlage und Bejagung von Kunstbauanlagen - Halbtagesseminar

 

Termine:

  • 19. Juni 2019: 8. LJV-Wildschutztag (mehr Informationen auf www.ljv-nrw.de)
  • 05. Juli 2019: Seminar Wildgans-Bejagung (Grau-, Kanada- und Nilgänse)
  • 26. Juli 2019: Seminar Anlage und Bejagung von Kunstbauanlagen

 

 

Nachrichten-Volltext:

LJV_NRW_Mai_2019.docx

DJV Newsletter Mai #3 18/5/19

Berlin, 17. Mai 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

es ist Mitte Mai, der Regen der vergangenen Tage hat der Natur gut getan, sattes Grün wächst und gedeiht, wohin das Auge schaut. Und auch die sozialen Medien füllen sich: mit Bildern von erlegten Rehböcken und Schmalrehen. Wir wünschen natürlich allen Erlegerinnen und Erlegern ein kräftiges Waidmannsheil! Dabei fällt uns auf, dass Jagd wohl zu keiner Zeit so transparent war wie heute. Es ist gut, wenn wir mit wohl überlegten Fotos und Filmen zeigen, was eine moderne Jagd heutzutage ausmacht. Über die sozialen Medien können wir Vorurteile abbauen. Wir müssen es nur mit vereinten Kräften tun.

Wie es gelingen kann, ein positives Bild der Jagd in sozialen Medien zu zeigen, darüber wollen wir mit aktiven Jägerinnen und Jägern sowie hochkarätigen Referenten auf dem ersten DJV-Jagdblogger-Camp am 11. und 12. Juli 2019 in Berlin diskutieren. Im Mittelpunkt steht der Austausch von Ideen und Gedanken. Wir haben 15 Plätze zu vergeben und freuen uns auf Bewerbungen. Wie das geht, finden Sie hier. Höhepunkt und Abschluss des Jagdblogger-Camps ist der Sophie Award am Abend des 12. Juli 2019 - der erste YouTube-Wettbewerb für Jagdfilme. Bewerbungsschluss für das Camp ist der 17. Juni.

Am kommenden Montag ist übrigens Weltbienentag. Warum Imkerei und die Jagd gar nicht so weit auseinander liegen, erklärt in einem Interview Jägerin und Imkerin Ulrike Theuner aus Schleswig-Holstein. Lesen Sie mal rein. Und bevor ihr Nachbar am Wochenende den Rasenmäher gegen das satte Grün einsetzt: vielleicht fragen Sie ihn vorsichtig, ob er eine kleine Ecke für die Bienen stehen lässt. So von Naturschützer zu Naturschützer. ;)

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

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DJV lädt Jagdblogger zum Camp nach Berlin ein

Noch nie war Jagd gesellschaftlich so transparent wie heute. Ein Großteil unserer Öffentlichkeitsarbeit findet auf sozialen Plattformen wie Instagram, YouTube, Facebook und Co. statt. Anlass für den DJV, jagende Bloggerinnen und Blogger einzuladen.

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"Imkern schult das Auge für die Natur"

Ulrike Theuner ist Jägerin und Imkerin aus Leidenschaft im Kreis Segeberg. Im Interview verrät sie anlässlich des Weltbienentags, warum wir Insekten brauchen und gibt Tipps und Tricks für Hobbygärtner.

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IUCN und Jagdverbände legen Hintergrundpapier zur Auslandsjagd vor

Sachlich und faktenbasiert: Wie komplex Tourismus, Jagd, Gesellschaft und Wildtierschutz miteinander wirken, erläutert ein Papier von IUCN, CIC und DJV. Der Text liegt nun in deutscher Sprache vor.

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Ministerin Birgit Honé zu Besuch bei PARTRIDGE

Auf ihrer europapolitischen Tour durch Niedersachsen hat Birgit Honé den deutschen Teil von PARTRIDGE besucht und war begeistert. Dieses Projekt zur Verbesserung der Biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft kann sich sehen lassen.

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DJV Newsletter Mai #2 10/5/19

Berlin, 10. Mai 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

Breaking News zum Freitag: In Luxemburg hat der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof zur Wolfsjagd Stellung genommen und sich für deren Zulässigkeit als Managementmaßnahme ausgesprochen. Obwohl die Stellungnahme Finnland betrifft, ist sie richtungsweisend für alle anderen EU-Länder. Wir begrüßen die Entscheidung sehr, denn diese impliziert nicht nur, dass unser mit dem Aktionsbündnis Forum Natur erstelltes Handlungskonzept für den Wolf in Deutschland so zulässig wäre. Sie geht darüber hinaus. Lesen Sie hier die Pressemeldung.

Wenn es um Pressearbeit geht, werden wir zukünftig einen Schwerpunkt auf Bewegtbild (Video) und die sozialen Medien legen. Alle Videos und Fotos, die wir veröffentlichen, sind auch für die Landesjagdverbände und ihre Untergliederungen nutzbar. Bedienen Sie sich also gern aus unserem YouTube-Archiv, bei Facebook und auf der Download-Seite bei jagdverband.de.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

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Grünes Licht für Wolfsjagd als Managementmaßnahme

Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hält Jagd auf Wölfe für zulässig. Eine Ausnahmeregelung ist kein Widerspruch zum strengen Schutz durch die FFH-Richtlinie.

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Die Rehkitz-Retterin

Jägerin Ann-Kathrin Petermann verrät im DJV-Interview, welche fatalen Folgen es haben kann, junge Wildtiere anzufassen und wie anstrengend die Aufzucht von Hand ist.

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Umweltminister müssen konsequentes Wolfsmanagement auf den Weg bringen

Landnutzer sehen bisherige Wolfspolitik als gescheitert an

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Fellwechsel 8/5/19

Liebe Jägerinnen und Jäger,

vielen Dank für Ihre Geduld in dieser Saison.
In den letzten Wochen ist bei uns ein zweiter externer Streifbetrieb angelaufen, um uns bei der riesigen Menge an zu verarbeitenden Tieren zu unterstützen. Da wir jetzt an zwei Standorten streifen können, konnten wir wieder Lagerkapazitäten schaffen und können nun wieder Routen planen, um die restlichen Truhen zu leeren. Allerdings haben wir noch um die 500 Truhen in ganz Deutschland zu leeren, deswegen ist es schwer abzuschätzen in welchem Zeitraum wir die Truhen leeren können. Auf jeden Fall werden alle Truhen geleert und der Fahrer meldet sich vorher telefonisch bei Ihnen an. Wir sind zurzeit mit drei Fahrzeugen unterwegs und versuchen alles abzuarbeiten.

Falls Sie noch eine volle Sammelstelle haben, die geleert werden muss und diese bei uns noch nicht zur Leerung angemeldet ist, dann melden Sie dies bitte per Mail an info@fellwechsel.org. Es wäre für unsere Tourenplanung super, wenn Sie uns die ungefähre Stückzahl der zu holenden Tiere mitteilen könnten. Diejenigen, die Ihre Leerung angemeldet haben, sind bei uns auch registriert.

Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Geduld in diesem Jahr. Wir werden diese Saison schätzungsweise 20.000 Tiere eingesammelt haben, was ein riesiger Erfolg ist und ohne Ihre Unterstützung und Geduld nicht möglich gewesen wäre.
Allerdings hatten wir durch diese große Resonanz auch mit Lagerkapazitäten zu kämpfen und standen vor organisatorischen Herausforderungen. Wir setzen alles daran in der nächsten Saison für einen reibungsloseren Verlauf zu sorgen.

Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit Ihnen.
Herzlichen Dank für Ihre Hilfe für dieses Projekt und Waidmannsheil

 

Ihr Fellwechsel Team


DJV Newsletter Mai #1 3/5/19

Berlin, 03. Mai 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

am 26. Mai 2019 wird in Deutschland die Europawahl durchgeführt. Auch wenn einige Entscheidungen aus Brüssel im täglichen Leben vielleicht etwas weit weg wirken, ist das Europäische Parlament maßgeblich an fast allen wichtigen Entscheidungen der EU beteiligt. Viele davon haben unmittelbaren Einfluss auf die Jagd in Deutschland, etwa Naturschutzrichtlinien, die europäische Feuerwaffenrichtlinie oder Vorgaben zur Vermarktung von Wildbret und zu Jagdmunition. Deshalb ruft der DJV alle Jägerinnen und Jäger zur Teilnahme an dieser wichtigen Wahl auf. Um Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, hat der DJV alle Parteien, die im Bundestag vertreten sind, zu jagdrelevanten Themen befragt und die Antworten in Wahlprüfsteinen zusammengefasst.

Mitmachen können Sie auch gerne bei unseren Seminaren im Spätsommer bzw. Herbst: Das Seminar "Mit Laptop und Lodenjack" findet am 20. bis 21. September in Flintbek bei Kiel statt (Anmeldefrist: 5. Juli). Im Zentrum steht das Schreibtraining, in dem vermittelt wird, wie Journalisten richtig angesprochen und informiert werden müssen: Dabei geht es um Arbeitsabläufe in Redaktionen, den Aufbau von Pressetexten und die Zusammenarbeit mit Redaktionen (zur Anmeldung).

Das zweite Seminar "Vor Mikrofon und Kamera", das am 11. und 12 Oktober ebenfalls in Flintbek stattfindet, legt den Schwerpunkt auf praktische Trainings vor Mikrofon und Kamera (Anmeldefrist: 9. August). Jeder Teilnehmer bekommt die Möglichkeit, sich auszuprobieren. Die Referenten geben wertvolle Tipps aus dem Journalistenalltag. Dazu gehört auch die praktische Anwendung des Presse- und Medienrechts (zur Anmeldung).

Apropos Presse: Seit Anfang Mai hat die Jagdsaison auf Rehwild begonnen. Das Thema Wildbret steht bei Zeitungen und Journalisten hoch im Kurs! Nutzen Sie doch einfach unsere Pressemitteilungen zum Thema. Alle Meldungen und Grafiken die mit „DJV“ gekennzeichnet sind, dürfen auch für die lokale, ehrenamtliche Presse- und Medienarbeit verwendet werden.

 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Verfahren zur Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie läuft

Zur Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie muss das Waffenrecht angepasst werden. Der Prozess läuft. DJV und Forum Waffenrecht begrüßen die geplante deutschlandweite Legalisierung von Schalldämpfern, aber kritisieren unnötige Verschärfungen.

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DJV veröffentlicht Wahlprüfsteine zur Europawahl am 26. Mai

Erhebliche Enscheidungen in der Jagdpolitik werden auf europäischer Ebene getroffen. Daher ist es wichtig für Jägerinnen und Jäger, am 26. Mai zur Wahl zu gehen. Der Antworten der Parteien auf die Fragen des DJV liegen jetzt vor.

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Frisches Rehfleisch jetzt erhältlich

Anfang Mai hat die Jagdsaison auf Rehwild bundesweit gestartet. Jetzt gibt es vielerorts frisches heimisches Wildbret. Erste Adresse für die Delikatesse aus Wald und Flur ist der Jäger aus der Nachbarschaft.

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Seminare im Doppelpack

Zwei DJV-Seminare in Zusammenarbeit mit dem LJV Schleswig-Holstein machen fit für die Presse- und Medienarbeit.

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Wolf breitet sich rasant aus

Bisher unveröffentlichte Zahlen aus Sachsen-Anhalt: Jäger haben 2018 in der Hälfte der Reviere bereits Wölfe gesichtet - eine Steigerung um 260 Prozent gegenüber 2014. Bundesweit leben bereits mehr als 1.000 Wölfe, innerhalb von drei Jahren wird sich diese Zahl verdoppeln.

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DJV Deutscher Jagdverband

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für den Schutz von Wild, Jagd und Natur
Torsten Reinwald, Pressesprecher
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DJV Newsletter April #4 26/4/19

Berlin, 26. April 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

jeder Jäger ist Botschafter der Jagd. Damit unser Tun auch in der Öffentlichkeit ankommt, haben die dlv-Jagdmedien (Pirsch, Unsere Jagd, Niedersächsischer Jäger) und wir vor fünf Jahren die Aktion "Gemeinsam Jagd erleben" initiiert. Am 1. Mai startet diese ins Jubiläumsjahr! Damit Jäger und Jagdgast sich besser finden, gibt es die neue Gemeinsam-Jagd-erleben-Community auf Facebook.

Hauptsponsor ist in diesem Jahr die Firma Anschütz, die im Herbst einen Großkaliberrepetierer auf den Markt bringen wird. Diese Waffe können Sie gewinnen. Wie das geht? Nehmen Sie einen Gast - etwa zur Jagd oder zum Wildgrillen. Schreiben Sie einen kleinen Bericht. Senden Sie diesen bis zum 30. November an jaeben@jagderleben.de. Anlässlich des Jubiläums bietet unsere Tochter, die DJV-Service GmbH, eine Sonderaktion an: Beim Kauf eines Danubia-Fernglases gibt es einen passiven Dörr-Gehörschutz im Wert von 19,90 Euro kostenlos dazu.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich an der Aktion beteiligen und wünschen Ihnen ein gutes Wochenende!

Ihre DJV-Pressestelle

Gemeinsam Jagd erleben geht ins fünfte Jahr

Die Aktion von dlv-Jagdmedien und DJV feiert das erste kleine Jubiläum. Machen Sie mit und gewinnen Sie hochwertige Preise!

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DJV Newsletter April #3 19/4/19

Berlin, 19. April 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

"Eier, wir brauchen Eier!", sind geflügelte Worte des deutschen Fußballs. Zugeben, zu Ostern kommen sie etwas lapidar daher, aber es ist was dran. Die richtige Portion Selbstbewusstsein brauchen wir in jedem Fall, wenn wir in den sozialen Netzwerken denunziert und beleidigt werden. Dies ist DJV-Präsident Hartwig Fischer im März passiert. Fischer fackelte nicht lange und erstattete Strafanzeige - mit Erfolg. Der Denunzierer musste Schmerzensgeld zahlen.

Da der Täter knapp bei Kasse war, einigten sich die Anwälte auf eine Bezahlung in "brettharten Devisen": 40 Nistkästen für allerlei unterschiedliche Vögel erhielt der DJV-Präsident in der vergangenen Woche. 15 davon stiftete er dem Bildungsprojekt "Nettis Naturkinder", den Rest will er in seinem Heimathegering aufhängen. Wir hoffen, dass zumindest zur zweiten Brut der eine oder andere Kasten noch in diesem Jahr mit Eiern belegt wird.

Sollten Sie für Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten beleidigt werden: Nistkästen sind eine erprobte Währung.

Wir wünschen Ihnen frohe Ostern und ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Osterbote: der Feldhase

Hase und Ei gelten seit alters her als Symbole für die Ostergeschichte. Der DJV verrät, was es damit auf sich hat und nennt Fakten übers Langohr.

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Fünf vor Zwölf für Artenvielfalt im Offenland

#allesfürdiehühner: Mit diesem Hashtag machten DJV und LJV Rheinland-Pfalz auf den drastischen Rückgang des Rebhuhns aufmerksam. Gemeinsam mit 400 Teilnehmern des Niederwildsymposiums in Mainz suchten sie Lösungsansätze, um die Artenvielfalt zu fördern.

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Nistkästen für Boshaftigkeit

Als aktiver Nutzer der sozialen Medien hat DJV-Präsident Hartwig Fischer kürzlich Beleidigungen einstecken müssen. Nachdem er anwaltlich hiergegen vorgegangen ist, hat der Täter nun in „brettharten Devisen“ Schmerzensgeld zahlen müssen: „Nistkästen“.

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DJV Newsletter April #2 13/4/19

Liebe Jägerinnen und Jäger,

grobe Sau oder zierliches Rebhuhn? Was wäre Ihre Antwort auf die Frage nach der bevorzugten Wildart? Gestern in Mainz hätten die 400 anwesenden Teilnehmer des Niederwildsymposiums (siehe Titelbild) wohl unisono „Rebhuhn“ gerufen. Diese Leitart des Offenlandes stand einen Tag lang im Mittelpunkt der Diskussion, bei der so viel Einigkeit bestand, wie lange nicht zwischen Jägern, NABU-Vertretern, Wissenschaftlern und einem grünen Umweltministerium: Ein klares Ja zum dringenden Handlungsbedarf, zur Lebensraumverbesserung, zu gemeinsamen Anstrengungen und Kooperationsbekundungen. Dem aufmerksamen Zuhörer dürfte auch nicht entgangen sein, dass von Naturschutzsseite sogar ein zögerliches Ja zur Prädatorenbejagung zu hören war, das zu einem klaren Ja wurde, wenn man von „Prädatorenmanagement“ sprach.

Terminologie hin oder her, an Details sollten wir uns nicht aufhalten. „Wir können jetzt die hundertste Fuchstelemetriestudie machen oder die fünfzigste Lebensraumstudie für Bodenbrüter, aber das bringt uns nicht vorwärts. Die Ergebnisse sind bekannt. Wir müssen jetzt handeln“, hat Professor Dr. Michael Rademacher (TU Bingen) gestern in seinem Schlussvortrag treffend resümiert.

Einige Landwirte würden gern mehr für den Artenschutz tun, aber finden nicht die politischen Rahmenbedingungen, die in einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen. Seit Jahrzehnten sind wir in Gesprächen mit den LandwirtschaftsministerInnen unterschiedlichster Parteien, Regierungen und Koalitionen. Wirklich beachtlich ist das Projekt „Wildschutzprogramm Feld und Wiese“ (WFW) des Landesjagdverbandes in Rheinland-Pfalz, das eng an das – Achtung – grün-gesteuerte Umweltministerium mit Ministerin Ulrike Höfken angeschlossen ist. In Sachsen-Anhalt kooperiert der Landesjagdverband mit einem grün-gesteuerten Landwirtschaftsministerium, das die Eindämmung von Neozoen im Rahmen der EU-Vorgaben zu invasiven Arten maßgeblich unterstützt. Das sollte für uns alle Ansporn sein, auch ungewöhnliche Allianzpartner zu suchen für unser Niederwild und unsere Jagd.

Impressionen des Symposium gibt es auf Facebook, Twitter und Instagram. Zum aufgezeichneten Live-Stream der Podiumsdiskussion kommen Sie hier.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und viel Freude im Revier beim Bestätigen des Rehwildes und hoffentlich auch beim Beobachten des einen oder anderen Feldhasens oder Rebhuhns.

Ihre DJV-Pressestelle

Artenschutz als Ziel der Agrarpolitik

Weniger Bürokratie und mehr Flexibilität: Jäger und Falkner fordern eine Agrarpolitik, die Artenvielfalt als Produktionsziel hat.

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Feldhasenbestand stabil

Im vergangenen Frühjahr haben Jäger durchschnittlich 12 Feldhasen pro Quadratkilometer auf heimischen Wiesen und Feldern gezählt. Die meisten Tiere leben im Nordwestdeutschen Tiefland. Von Frühjahr bis Herbst 2018 haben die Bestände durchschnittlich um 18 Prozent zugenommen – der beste Wert seit 2007. Jäger fordern mehr Anstrengungen von der Politik für die Artenvielfalt auf Feldern und Wiesen.

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Das Rebhuhn in Gefahr

In Rheinland-Pfalz und dem Rest der Republik steht das mittlerweile selten gewordene Rebhuhn unter Druck. Etwa 64.000 Rebhuhn-Paare gibt es noch in Deutschland..

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Giraffe profitiert von regulierter Jagd

Mit Blick auf die Generalversammlung von CITES behaupten Tierrechtsorganisationen, Jagd trage zum Aussterben von Giraffen bei.

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Artenschutz in der Landwirtschaft – Jäger fordern „Klartext statt Ausreden“

Wissenschaftler und Praktiker aus Jagd und Naturschutz diskutieren gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken wie die Artenvielfalt im Offenland gerettet werden kann.

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DJV Newsletter April #1 5/4/19

Berlin, 05. April 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

wir wissen, Jäger sind überdurchschnittlich engagiert, wenn es um den Naturschutz oder Umweltbildung geht. In dieser Woche stellen wir Ihnen gleich zwei Möglichkeiten vor, wie Ihr Engagement belohnt werden könnte.

Zum einen steht die Frühmahd unmittelbar vor der Tür: Für Jäger und andere Naturschützer heißt das oft, die Wiesen nach Jungtieren und Gelegen abzusuchen, um diese vor dem Tod durch Mähmaschinen zu bewahren.

Erstmalig unterstützen die DJV-Premiumpartner WESTHO petfood und Outfluence die ehrenamtliche Arbeit von Hundeführern und Drohnenpiloten mit einem „Retterpaket“. Alle Hundeführer, die ein Bild per E-Mail an kitzretter@westho-petfood.de senden, erhalten ein Retterpaket aus hochwertigem Hundefutter. Drohnenteams werden mit einer Spende im Wert von 50 Euro unterstützt. Jeder kann helfen! Getreu dem Motto: Kitzretter werden und Leben retten, gibt es unter www.westho-petfood.de/kitzretter alle Informationen, um sich an der Aktion zu beteiligen.

Zum anderen sind wir uns sicher, dass viele Jäger bereits gelungene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder Mitgliederkommunikation betreiben. Besonders herausragende oder innovative Projekte mit Vorbildcharakter möchte der DJV auf dem Bundesjägertag mit dem „Sonderpreis Kommunikation“ ehren und damit zum Nachahmen anregen. Es winken insgesamt 10.000 Euro Preisgeld! Der Einsendeschluss für Ihre Projekte ist der 30. April 2019. Also nicht lange überlegen, sondern Projekte einreichen. Bewerben können sich Einzelmitglieder, Hegeringe und Kreisjägerschaften. Teilnahmebedingungen, Anmeldeformular und alle weiteren Informationen zum „Sonderpreis Kommunikation“ finden Sie hier.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Superfood aus heimischen Revieren

Zum Weltgesundheitstag empfiehlt der DJV Wildbret als natürliche und nachhaltige Delikatesse. 60 Prozent der Deutschen essen mindestens ein mal im Jahr Fleisch von Wildschwein, Reh oder Hirsch.

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DJV befragt Parteien zur Europawahl

Wahlprüfsteine zu den wichtigsten jagdrelevanten Themen liegen den Parteien vor. Der DJV ruft zur Teilnahme an der Europawahl auf.

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So läuft die Frühmahd tierschutzgerecht - jetzt Kitzretter werden

Die Zeit der Frühmahd steht vor der Tür. Bald werden Jäger und andere Naturschützer die Wiesen nach Jungtieren und Gelegen absuchen, damit diese nicht Opfer von Mähmaschinen werden. Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der eigentlichen Arbeit. DJV und drei weitere Verbände geben Tipps.

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Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen 30/3/19

Nachrichten-Telegramm:

  • Verordnung zur Änderung der Landesjagdzeitenverordnung tritt am 30. März in Kraft

 

Nachrichten-Volltext:

Verordnung zur Änderung der Landesjagdzeitenverordnung

29. März 2019, Düsseldorf/Dortmund (LJV). Mit der heutigen Verkündung der Verordnung zur Änderung der Landesjagdzeitenverordnung treten ab morgen, den 30. März, die folgenden Änderungen

der Jagd- und Schonzeiten in Kraft:

 

Die Jagdzeit ist bei allem Schalenwild wieder verlängert bis zum 31.01..

Schwarzwild darf abweichend davon bis zum 31.01.2023 ganzjährig bejagt werden, allerdings unter Beachtung des Elterntierschutzes nach § 22 Abs. 4 BJG. Außerdem ist zu beachten, dass in der Zeit vom 16.01. bis zum 31.07. bei der Jagd auf Schwarzwild die Bewegungsjagd sowie der Hundeeinsatz verboten sind, ausgenommen hiervon ist die Nachsuche.

Die Jagdzeit für Dam- und Sikawild beginnt jetzt wie für Rotwild am 01.08..

Dachse können nun vom 01.09. bis zum 31.12. bejagt werden, Jungdachse erstmals ganzjährig.

Die Vollschonung für die Waldschnepfe ist aufgehoben, sie kann wieder vom 16.10. bis zum 15.01. bejagt werden, wobei auch bei der Jagd auf Schnepfen brauchbare Jagdhunde einzusetzen sind.

Rebhühner bleiben ganzjährig geschont, und zwar bis zum 31.12.2023.

Die Jagdzeit der Rabenkrähe beginnt am 01.08. und endet am 10.03..

Juvenile Nilgänse können nun ganzjährig bejagt werden, ausgenommen in den Schutzgebieten des § 2 Nummer 2 der LJZeitVO, in denen sie vom 15.10. bis zum 31.01. ebenfalls mit der Jagd zu verschonen sind.

Die Jagdzeit für den Waschbären beginnt einen Monat früher, er kann also vom 01.08. bis zum 28.02. bejagt werden.


DJV Newsletter März #5 29/3/19

Liebe Jägerinnen und Jäger,

gerne würden wir mehr Rebhühner, Hasen und Fasane beobachten können. Doch leider kämpfen diese Arten, die einst allgegenwärtig im Offenland waren, heute ums Überleben. Besonders dramatisch ist dabei der Rückgang des Rebhuhns, wie Monitoringdaten zeigen. Neben einer zunehmenden Prädation durch Fuchs, Waschbär und Co. ist eine Hauptursache für den Rückgang des Rebhuhns die Veränderung in der Agrarlandschaft.
Unter dem Motto "Klartext statt Ausreden – die Biodiversität in Feld und Wiese muss eine Zukunft haben!" lädt der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz und der Deutsche Jagdverband zum Niederwildsymposium ein. Ziel der Tagung soll es sein, die Gründe für den anhaltenden Rückgang von Insekten, Niederwild und heimischen Bodenbrütern zu analysieren. Darüber hinaus wollen Landwirte, Wissenschaftler, Jäger und andere Naturschützer dort gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten, um den Lebensraum Offenland zu erhalten und nachhaltig zu nutzen.

Hier die wichtigsten Daten zum Niederwildsymposium:

Wann? 11. April von 8.30 bis 18.00 Uhr

Wo? Kurfürstliche Schloss zu Mainz

Anmeldeschluss: 3. April

Anmeldung und mehr Informationen zum Programm: Direkt beim LJV Rheinland-Pfalz

 

Bitte denken Sie auch daran: Am kommenden Sonntag, dem 31. März, werden die Uhren eine Stunde vorgestellt. Das Wildunfall-Risiko steigt! Machen Sie auch Familienangehörige, Freunde und Bekannte auf die Gefahr aufmerksam. Wie man am besten einen Wildunfall verhindert und was zu tun ist, falls es doch mal kracht, finden Sie hier.

 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

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DJV Newsletter März #4 25/3/19

Berlin, 22. März 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

Sophie? Who the f*** ist Sophie? So oder so ähnlich haben uns einige Mitglieder zum geplanten YouTube-Wettbewerb "Sophie Award" befragt, der in genau vier Monaten in Berlin stattfindet.

Wer ist also diese ominöse Sophie? Der Name "Sophie" leitet sich vom altgriechischen "Wissen" ab. Bei unserem Filmwettbewerb geht es darum, zu wissen, wie man Jagd am besten in die Öffentlichkeit bringt. Und die Öffentlichkeit ist auf YouTube, Facebook, Twitter, Instagram ... kurz: online in den sozialen Medien. Verständnis, Interesse oder gar Faszination über das, was auch uns an der Jagd begeistert, erreicht man jedoch nicht mit blutigen Erlegerbildern. Denn Waidgerechtigkeit hört nicht in der Wildkammer auf, sie lebt durch den verantwortungsvollen Umgang mit dem Wild und den Bildern des erlegten Wildes weiter.

Für den "Sophie Award" haben wir gemeinsam mit den Presse- und Öffentlichkeitsmitarbeitern der Landesjagdverbände eine Richtlinie "Waidgerechtigkeit 2.0" entworfen, die für den Filmwettbewerb verbindlich ist. Die ersten Filme haben uns bereits erreicht und wir sind jetzt schon begeistert. Es lohnt sich definitiv, ein Ticket für den 12. Juli zu sichern. Diese gibt es jetzt im DJV-Shop oder direkt beim Kant-Kino-Berlin.

Natürlich können Sie auch gerne Ihren eigenen Beitrag bis zum 31.05.2019 einreichen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie auf der offiziellen Homepage zum Sophie-Award.

 

Übrigens sind Sie auch weiterhin herzlich dazu eingeladen unsere Pressemitteilungen für Ihre lokale, ehrenamtliche Pressearbeit zu nutzen. Am 31.3. ist Zeitumstellung - daher ist JETZT ein guter Zeitpunkt unsere aktuelle Meldung zu Wildunfällen zu verwenden!

 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Wilde Zeiten auf der Straße

Im Frühjahr herrscht Rushhour in Wald und Flur: Das erste Grün lockt Pflanzenfresser. In der Folge steigt das Wildunfall-Risiko, zumeist betroffen ist das Reh. Vor allem zur Zeitumstellung sollten Autofahrer achtsam sein - über Nacht fällt der Berufsverkehr in die Dämmerung. Dann sind viele Wildtiere unterwegs.

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Das Reh: Feinschmecker und Anpassungskünstler

Das Reh ist Wildtier des Jahres 2019. Der DJV verrät Wissenswertes und Kurioses über die am weitesten verbreitete Hirschart in Deutschland.

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Chancen nutzen! 24/3/19

Fördermöglichkeiten für Rebhuhn und Co....

20190131_Chancen_nutzen_F...

Vortrag Verbissgutachten 23/3/19

Dortmund, 31.01.2019

Vortrag_Verbissgutachten_...

DJV Newsletter März #3 15/3/19

Berlin, 15. März 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

der Frühling steht vor der Tür - Zeit für einen Frühjahrsputz!

Illegal entsorgter Müll wie Plastik aller Art, Schnüre sowie Metallteile und Drähte sind nicht nur unschön, sondern auch eine echte Gefahr für Wildtiere. Ausgelaufene Batterien können darüber hinaus zu schweren Vergiftungen führen sowie Boden und Grundwasser verseuchen. Ein besonders drastischer Fall, bei dem ein Damhirsch qualvoll an einem Stahl-Spiraldraht verendete, erreichte uns kürzlich aus einem Revier im östlichen Niedersachsen (nachzulesen hier).

Aus den genannten Gründen ruft der DJV dazu auf, beim Frühjahrsputz mitzumachen und Müll im Revier zu sammeln. Neudeutsch heißt „Müll sammeln“ jetzt übrigens #trashtag oder #trashtagchallenge. Das bedeutet, dass Menschen in den sozialen Medien Bilder von ihren Müllsammelaktionen verbreiten. Warum nicht, wenn es der Sache hilft? Wenn Sie eine solche Aktion durchgeführt haben oder planen, machen Sie doch auch einfach Fotos und posten Sie diese bis zum 31. März mit den Hashtags #trashtagchallenge #trashtag #jägergegenmüll #frühjahrsputz unter diesen Facebook-Beitrag. Unter allen Bildern verlosen wir hochwertige Preise aus dem Shop der DJV-Service GmbH.

Jäger, die Frühjahrsputz im Revier machen und Wildtieren helfen: Ein Thema, das sich hervorragend für die Presse- und Medienarbeit eignet. Sie wollen mehr darüber wissen, wie Sie gute Texte schreiben und ihre Projekte öffentlichkeitswirksam in Szene setzen? Für unser Seminar „Mit Laptop und Lodenjacke – Pressearbeit für Jagd und Jäger“ am 22. und 23. März in Berlin gibt es noch freie Plätze. Melden Sie sich noch bis zum 20. März hier an. Fragen Sie bei Ihrem Landesjagdverband nach, ob er einen Teil der Kosten übernimmt!

 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle
 

Müll sammeln, Leben retten

#trashtagchallenge: Jährlich werden illegal Berge von Müll in der Natur entsorgt. Zum Schutz der dort lebenden Wildtiere ruft der Deutsche Jagdverband (DJV) zum Frühjahsputz auf.

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Neues Landesjagdgesetz tritt heute am 13. März in Kraft 13/3/19

12. März 2019, Düsseldorf/Dortmund (LJV). Am 21.02.2019 wurde das neue Landesjagdgesetz im Landtag in Düsseldorf verabschiedet. Das Gesetz wurde heute im Gesetz- und Verordnungsblatt verkündet. Es tritt am morgigen Mittwoch, den 13. März, in Kraft. Ab morgen gelten somit für die nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jäger folgende erfreuliche Neuregelungen, um eine praxisgerechte Jagd und mehr Bundeseinheitlichkeit zu gewährleisten:

Der Tierartenkatalog wurde wieder erheblich ausgeweitet:
Zum Haarwild gehören: Rotwild, Damwild, Sikawild, Rehwild, Muffelwild, Schwarzwild, Feldhasen, Wildkaninchen, Wildkatze, Baummarder, Steinmarder, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Dachs, Fischotter, Fuchs, amerikanischer Mink, Waschbär, Marderhund.
Unter Federwild fallen die Arten des Kataloges im Bundesjagdgesetz, sofern sie in NRW nach der Roten Liste der Brutvogelarten NRW regelmäßig brüten; das sind derzeit: Rebhuhn, Fasan, Wachtel, Haselhuhn, Wildtruthahn, Ringel-, Hohl-, Türken-, Turteltaube, Grau-, Schneegans, Kanada-, Weißwangengans, Nil-, Brand-, Rostgans, Stock-, Braut-, Mandarin-, Schnatter-, Krick-, Knäck-, Löffel-, Kolben-, Tafel-, Reiherente, Gänsesäger, Blässhuhn, Höckerschwan, Waldschnepfe, Lach-, Schwarzkopf-, Sturm-, Silber-, Mittelmeer-, Heringsmöwe, Haubentaucher, Graureiher, Wespenbussard, Wiesen-, Rohrweihe, Habicht, Sperber, Rot-, Schwarzmilan, Mäusebussard, Baum-, Wander-, Turmfalke, Rabenkrähe, Elster, Kolkrabe.

Jagd- und Schonzeiten: Die Jagdzeit ist bei allem Schalenwild wieder verlängert bis zum 31.01. Schwarzwild kann im Rahmen einer Sonderregelung bis zum 31.01.2023 abweichend dazu ganzjährig bejagt werden, allerdings unter Beachtung des Elterntierschutzes nach § 22 Abs. 4 BJG.
Die Jagdzeit für Dam- und Sikawild beginnt jetzt wie für Rotwild am 01.08., Dachse können nun bis zum 31.12. bejagt werden, Jungdachse erstmals ganzjährig. Die Vollschonung für die Waldschnepfe ist aufgehoben, sie kann wieder vom 16.10. bis zum 15.01. bejagt werden, wobei auch bei der Jagd auf Schnepfen brauchbare Jagdhunde einzusetzen sind. Rebhühner bleiben ganzjährig geschont, und zwar bis zum 31.12.2023. Die Jagdzeit der Rabenkrähe beginnt am 01.08. und endet am 10.03. Juvenile Nilgänse können nun ganzjährig bejagt werden, ausgenommen in den Schutzgebieten des § 2 Nummer 2 der LJZeitVO, in denen sie vom 15.10. bis zum 31.01. ebenfalls mit der Jagd zu verschonen sind. Die Jagdzeit für den Waschbären beginnt einen Monat früher, er kann also vom 01.08. bis zum 28.02. bejagt werden.

Neu abzuschließende Jagdpachtverträge müssen nun grundsätzlich wieder auf mindestens 9 Jahre abgeschlossen werden; in begründeten Fällen ist eine Absenkung bis auf 5 Jahre zulässig, wenn zu besorgen ist, dass ansonsten kein Pachtverhältnis zustande kommt oder eine kürzere Laufzeit wegen besonderer Gefahrgeneigtheit des Jagdbezirks gegenüber Wildschäden nötig ist. Möchte ein Jagdgenosse die Ausübung der Jagd von der Jagdgenossenschaft pachten, ist er oder seine Vertretung berechtigt, in der Jagdgenossenschaftsversammlung an den Abstimmungen über die Vergabe der Jagdpacht und über die Verlängerung eines Jagdpachtvertrages teilzunehmen. Sollte dieser Jagdgenosse zugleich aber auch Vorstandsmitglied der Jagdgenossenschaft sein, kann er an Verträgen mit sich selbst nicht mitwirken.

Zur Teilnahme an Bewegungsjagden ist statt eines Schießleistungsnachweises nun ein Schießübungsnachweis erforderlich; dazu sind die gleichen drei Disziplinen zu schießen wie bisher (laufender Keiler und stehender Keiler: stehend freihändig; stehender Keiler: sitzend aufgelegt).
Der Gesetzgeber hat zudem klargestellt, dass Schießsimulationen nicht die Bedingungen für den Schießübungsnachweis erfüllen.

Es bleibt weiterhin zulässig, bleihaltige Büchsenmunition in Kalibergruppen bis 5,6 mm/.22‘ zur Jagd zu verwenden.

Bei der Regelung der Ausübung der Jagd in Naturschutz-, FFH- und Vogelschutzgebieten ist wieder das Einvernehmen mit der zuständigen Unteren Jagdbehörde herzustellen. Die Entschädigungsregelung für jagdliche Beschränkungen des Eigentums bleibt erhalten.

Die Baujagd ist wieder uneingeschränkt zulässig, verboten bleibt jedoch, die Baujagd auf Dachse im Naturbau auszuüben.

Fangjagd: Fallen für den Lebendfang müssen mit einem elektronischen Fangmeldesystem mit der Funktion einer Statusmeldung ausgestattet sein (Ausnahme Funkloch). Die Statusmeldung muss zweimal täglich morgens und abends auf das Empfangsgerät übermittelt werden. In diesem Fall braucht die Falle für den Lebendfang nicht täglich morgens und abends kontrolliert zu werden.

Zur Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden dürfen flugfähige Stockenten und kurzzeitig (max. 15 Minuten) flugunfähige Stockenten eingesetzt werden. Desweiteren ist erstmals geregelt, dass die Ausbildung von Jagdhunden im Schwarzwildgatter der Auswahl und der Einarbeitung brauchbarer Jagdhunde für die Stöberarbeit auf Schwarzwild dient und dass das keine Abrichtung an einem anderen lebenden Tier im Sinne von § 3 Nr. 7 Tierschutzgesetz darstellt.

Die Jagdabgabeerhebungsmöglichkeit in § 57 Absätze 2 - 4 LJG NRW ist gestrichen und die Jagdabgabeverordnung aufgehoben worden.
Der Jagdabgabebetrag von jährlich 45 EUR ist daher für die kommenden Jagdjahre nicht mehr an die Untere Jagdbehörde zu zahlen.

Das Aussetzen heimischen Feder- oder Haarwildes (außer Schalenwild) ist wieder erleichtert: Der Unteren Jagdbehörde ist schriftlich bis eine Woche nach dem Aussetzen Art, Geschlecht und Anzahl des ausgesetzten Feder- oder Haarwildes anzuzeigen. Es ist jedoch verboten, Fasanen und Stockenten später als 8 Wochen vor Beginn der Jagdausübung auf diese Wildarten auszusetzen.

Kirrstellen müssen nach wie vor vor ihrem Einsatz der Unteren Jagdbehörde angezeigt werden, dies kann aber nun alternativ durch Lagepläne im Maßstab 1:5.000 oder 1:10.000 oder im WGS 84 Koordinatensystem geschehen.
Die Kirrmenge, die zu jedem Zeitpunkt ausgebracht sein darf, beträgt wieder 1 Liter.

Die notzeitenunabhängige Fütterung von Schalenwild ist um 15 Tage vorverlegt und um einen Monat verlängert, ist also nun vom 15. Dezember bis zum 30. April zulässig. Zur Erinnerung: Es bleibt verboten, Rehwild außerhalb von Notzeiten zu füttern; hiervon ausgenommen ist die Gewöhnungsfütterung mit kräuterreichem Grasheu. Schalenwild darf im Umkreis von 300 Metern von Fütterungen nicht erlegt werden. Weiter ist verboten, tierisches Protein sowie Mischfuttermittel, die dieses enthalten, an Wild zu verfüttern oder als Kirrmittel einzusetzen; hiervon ausgenommen sind nun für Nicht-Wiederkäufer: Insekten sowie Protein von verarbeiteten Insekten, Hühnereier und –sofern ohne Anzeichen einer übertragbaren Krankheit- im betreffenden Jagdbezirk aufgefundenes Fallwild oder Aufbrüche von im Jagdbezirk erlegtem Wild (mit Ausnahme von Schwarzwild) sowie Körper oder Körperteile von Nutria und Bisam.

Weitere Neuregelungen:

Die Lockjagd auf Rabenkrähen ist auch wieder mit mehr als vier Personen, die jagdlich zusammenwirken, zulässig.

Zum Anlocken von Wild können auch wieder Tauben- oder Krähenkarussells eingesetzt werden, sofern Attrappen verwendet werden.

Auf Verlangen ist der Unteren Jagdbehörde nun auch wieder vom Dam-, Muffel- und Sikawild ein körperlicher Nachweis des erlegten Wildes vorzulegen.
Zudem kann die Untere Jagdbehörde eine allgemeine Hegeschau anordnen, bei der die körperlichen Nachweise des erlegten Rot-, Sika-, Dam- und Muffelwildes vorzuzeigen sind. 

Für Rotwildgebiete oder Teile von Rotwildgebieten bestellt die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung Sachverständige für Rotwildfragen (Rotwildsachverständige), die ehrenamtlich tätig sind.

Ein Abschussplan ist von der Unteren Jagdbehörde unter anderem dann zu bestätigen, wenn bei Jagdbezirken in Rotwildgebieten -unabhängig von deren Zugehörigkeit zu einer Hegegemeinschaft- der Rotwildsachverständige ins Benehmen gesetzt wurde.

Als Vereinigung der Jäger kann anerkannt werden, wem nach Erfüllung weiterer Voraussetzungen mindestens 5 % der Jagdscheininhaber in NRW angehören; eine Vereinigung von Revierjägern kann auch ohne diese Mindestquote anerkannt werden.

Jägerprüfungsausschussmitglieder sucht die Untere Jagdbehörde künftig nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung der notwendigen fachlichen Qualifikation selbst aus; die fachliche Qualifikation wird durch Teilnahme an Fortbildungen nachgewiesen. Bereits bestellte Jägerprüfungsausschussmitglieder, die aufgrund der bisherigen Gesetzeslage entsandt sind, bleiben bis zum Ende ihrer vorgesehenen Bestellung Mitglied des Jägerprüfungsausschusses, auch wenn sie aus jetzt nicht mehr anerkannten Vereinigungen der Jäger entsandt worden sind.

Der Katalog der Prüfungsfragen wird nicht mehr auf 500 Prüfungsfragen beschränkt.

Abweichend von § 21 II S. 1 des BJG darf Schalenwild in NRW im Freigebiet ohne Abschussplan erlegt werden.

Das Sikawild hat im Arnsberger Wald bereits wieder ab dem 31. März 2019 ein anerkanntes Verbreitungsgebiet.

Die Vorschriften über die Ordnungswidrigkeiten sind den Gesetzesänderungen angepasst, auf eine Auflistung im Einzelnen wird hier verzichtet.

Landesforstgesetz: Es ist wieder das Betreten aller jagdlichen Einrichtungen durch Unbefugte verboten (die Beschränkung des Betretungsverbots auf jagdliche Ansitzeinrichtungen ist gestrichen).

Landesnaturschutzgesetz: Zur Sicherung europäischer Vogelschutzgebiete ist es verboten, während der Brutzeit vom 1. März bis zum 31. Juli Hunde unangeleint zu lassen. Hiervon ausgenommen sind nun Gebrauchshunde in Verwendung.


DJV Newsletter März #2 9/3/19

Liebe Jägerinnen und Jäger,

zum Internationalen Frauentag gratulieren wir herzlich allen Jägerinnen! Vielen Dank, dass Sie sich überdurchschnittlich im Ehrenamt (Mitgliederbefragung, 2016) engagieren! Besonders in der Öffentlichkeitsarbeit, wie etwa bei der Umweltbildung und im Naturschutz sind vermehrt Jägerinnen aktiv und werden es auch hoffentlich weiterhin immer häufiger sein, denn:

Die Jagd wird immer weiblicher. Liegt der Anteil der Waidfrauen an der Jägerschaft bisher nur bei 7 Prozent, lassen sich aktuell immer mehr Frauen zu Jägerinnen ausbilden. Der weibliche Anteil in den Jagdscheinkursen liegt bei fast einem Viertel – Tendenz steigend. Als Hauptmotivation Jägerin zu werden, geben Frauen "in der Natur zu sein" und "angewandter Naturschutz" an (Jungjägerbefragung, 2017).

Naturschutz ist auch ein gutes Stichwort: Die jetzt schon aktiven Brutvögel benötigen eine Bleibe. Jedoch sind die natürlichen Quartiere rar gesät. Um das Brutgeschäft zu unterstützen, ist das Aufhängen von Nistkästen eine hervorragende Idee.

Selbstverständlich eignet sich das Thema Nistkästen auch hervorragend, um die ehrenamtliche Arbeit der Jäger gegenüber Presse und Medien zu illustrieren. Nutzen Sie dafür gern unsere Bauanleitung "Vogelnistkasten für Höhlenbrüter". Meldungen und Grafiken die mit „DJV“ gekennzeichnet sind, dürfen übrigens auch für die lokale, ehrenamtliche Presse- und Medienarbeit verwendet werden.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Alle Vögel sind bald da

Längere Tage und steigende Temperaturen: Im zeitigen Frühjahr beginnen Vögel wie Amsel und Meise bereits mit Gesang ihre Reviere abzustecken. Jetzt ist es allerhöchste Zeit, Nisthilfen aufzuhängen. Rund 270.000 Vogelhäuser pflegen Jäger jährlich.

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Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände
für den Schutz von Wild, Jagd und Natur
Torsten Reinwald, Pressesprecher
Chausseestraße 37, 10115 Berlin
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Telefon: (030) 209 1394 0


Nettetal putzt sich heraus 4/3/19

Der Hegering nimmt an der Aktion am 5. und 6. April teil!
Wer mitmachen möchte, melde sich bitte beim Hegeringleiter!


Aufruf_Einladung_2019.pdf

DJV Newsletter März #1 1/3/19

Liebe Jägerinnen und Jäger,

haben Sie auch die ersten warmen Tage genossen? Vielerorts flattern schon Frühlingsbotschafter durch Wald und Feld. Sie wissen natürlich auch: So wird das nicht bleiben, der Winter lässt sich sicher nochmal blicken. Für diese Gelegenheit empfehlen wir die DVD "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur" von Alice Agneskirchner. Der Dokumentarfilm ist einer der erfolgreichsten deutschen Filme im Jahr 2018 geworden. Allein 41.000 Besucher hatte "Auf der Jagd" in den deutschen Kinos, zusätzlich wurden 11.000 Filmträger verkauft. (Das Folgeprojekt der Regisseurin "Lampenfieber" über das Kinderensemble des Friedrichstadtpalastes in Berlin startet übrigens am 14. März in den Kinos, ein Film für die ganze Familie.)

Wussten Sie eigentlich, dass Sie unsere Pressearbeit für Ihre Zwecke nutzen können? So einfach geht das:

  • Auf jagdverband.de finden Sie aktuelle Pressemitteilungen zu allen Themen rund um die Jagd.
  • Den Text und die Bilder können Sie nutzen und diese für Ihre eigene, lokale Presse verwenden.
  • Zusätzliches, für die Tagespresse kostenfreies Bildmaterial finden Sie im Downloadbereich: https://www.jagdverband.de/pressefotos.

Am 3. März ist Tag der Artenvielfalt. Für die sozialen Medien haben wir zu diesem Anlass ein paar Bilder mit Fakten zum Thema "Jagd ist angewandter Natur- und Artenschutz" vorbereitet. Wenn Sie auf Facebook, Twitter oder Instagram unterwegs sind, teilen Sie doch die Botschaften und diskutieren Sie mit.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Jäger schützen Artenvielfalt

Am 3. März weist der „Tag des Artenschutzes“ auf die Schutzbedürftigkeit bedrohter wildlebender Tiere und Pflanzen hin. Jäger tragen einen bedeutenden Anteil zum Arten- und Biotopschutz bei.

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Nur schauen, nicht anfassen!

Schon im Spätwinter beginnt für Wildtiere die Brut- und Setzzeit. Der DJV appelliert an Naturbesucher, auf den Wegen zu bleiben und Jungtiere nicht anzufassen. Diese sind oftmals gut getarnt und allein - als Schutz vor Fressfeinden.

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DJV Newsletter Februar #3 23/2/19

Berlin, 22. Februar 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

für Ungeübte können Auftritte vor der Kamera leicht zur Qual werden: Wie gelingt der Auftritt trotz Lampenfieber? Was genau soll vermittelt werden und wie finde ich die richtigen Worte? Und welche rechtlichen Fallstricke gilt es zu beachten? Der DJV bietet Ihnen am 5. und 6. April im Seminar „Vor Mikrofon und Kamera“ in Berlin Tipps und Hilfestellungen an, diese ungewohnte Situation zu meistern. Eine Anmeldung ist noch bis zum 1. März 2019 möglich.
Mindestens genauso interessant ist das Seminar „Mit Laptop und Lodenjacke - Pressearbeit für Jagd und Jäger“, das vom 22. bis 23. März ebenfalls in Berlin stattfindet. Im Zentrum steht dabei ein Schreibtraining, in dem vermittelt wird, wie Sie Journalisten richtig ansprechen und informieren: Dabei geht es um Arbeitsabläufe in Redaktionen, den Aufbau von Pressetexten und die Zusammenarbeit mit Redaktionen. Achtung: Die Anmeldefrist für dieses Seminar wurde verlängert und ist nun auch noch bis zum 1. März möglich. Kommen Sie gerne vorbei!

Außerdem ist der Vorverkauf für den „Sophie-Award“ 2019 gestartet! Sichern Sie sich Ihren Platz bei der ersten offiziellen Youtube-Jagdfilm-Preisverleihung am 12.07.2019 im Kant-Kino Berlin. Die Tickets gibt es direkt im DJV-Shop. Mehr Informationen zum „Sophie-Award“ (Teilnahme-bedingungen, Preise, Fristen) finden sie auf www.sophie-award.de. Einen kleinen Vorgeschmack bietet der Trailer zum Event.

 

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Presseseminar: Vor Mikrofon und Kamera

Moderne Öffentlichkeitsarbeit und professioneller Umgang mit Medienvertretern bedürfen fundierter Kenntnisse. Das grundlegende Handwerkszeug können Jäger im Presseseminar „Vor Mikrofon und Kamera“ des DJV erlernen.

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Zahl der offiziellen Wolfsattacken um 66 Prozent gestiegen

Über 470 mal haben Wölfe 2017 Nutztiere angegriffen, mehr als 1.660 Schafe, Ziegen, Pferde und Rinder starben. Bei Rindern stieg der Anteil um 46 Prozent innerhalb eines Jahres. DJV sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert eine wildökologische Raumplanung mit Wolfausschlussarealen.

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DJV Newsletter Februar #2 15/2/19

Berlin, 15. Februar 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

kennen Sie schon unsere DJV-Akademie? Dort bieten wir Fortbildungen rund um die Themen Wild, Jagd, Natur und natürlich zur Pressearbeit an. Wir legen Ihnen daher wärmstens die beiden Presseseminare "Mit Laptop und Lodenjacke: Pressearbeit für Jagd und Jäger" (22. bis 23. März) und "Ton läuft: Interviews vor Mikrofon und Kamera" (5. bis 6. April) ans Herz.

Falls Sie darüber hinaus junge Menschen kennen, die noch auf der Suche nach einem Praktikum sind: Wir suchen PraktikantInnen in unserer Pressestelle ab April 2019. Aussagekräftige Bewerbungen mit Lebenslauf und kleinem Motivationsschreiben können an pressestelle@jagdverband.de gesendet werden.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und eine ruhige Schonzeit!

Ihre DJV-Pressestelle


"Jagd geht weit über den reinen Schuss hinaus"

Caroline Liebing ist Jägerin und Schmuckdesignerin. Für sie symbolisiert Jagd Stärke und Naturverbundenheit. Beides vereint sie in handgefertigten Schmuckstücken aus Patronenhülsen.

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Auf der Pirsch in Köln

Der DJV zeigt auf der Bildungsmesse didacta, wie Schulunterricht spannend und lebendig wird - sogar fächerübergreifend. Mehr als 7.000 Jägerinnen und Jäger sind ehrenamtlich für die Initiative Lernort Natur im Einsatz.

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PR-Gag von PETA: Finanzamt soll DJV-Gemeinnützigkeit prüfen

„Straftaten und Gemeinnützigkeit schließen sich aus“: Vor der öffentlichen Anhörung im Bundestag zu fragwürdigen Praktiken von PETA versuchen die Tierrechtler abzulenken. Sie sehen Straftaten als legitimes Mittel, um ihre Vision vom veganen Leben durchzusetzen.

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DJV-Jägerinnen treffen sich in Dortmund  

Die Zahl der weiblichen Grünröcke bei der Jagd wächst. Das Engagement in den Verbänden auch.  

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Jäger sammeln 8.000 Euro für Dortmunder Tafel

Erstes Wild Food Festival in Dortmund: Die Jagdzeitschrift Halali und der DJV mit seiner Kampagne Wild auf Wild haben gemeinsam 8.000 Euro Spenden für die Dortmunder Tafel gesammelt.

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Preisträger der Aktion "Gemeinsam Jagd erleben" ausgezeichnet

Anlässlich der Messe „Jagd und Hund“ haben DJV und dlv-Jagdmedien bei ihrer Aktion „Gemeinsam Jagd erleben“ (#jaeben18) heute die Gewinner gekührt. Mit knapp 50 Geschichten war die Aktion erneut sehr erfolgreich.

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Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen 9/2/19

Nachrichten-Telegramm:

·         Landesjagdgesetz am 6. Februar erneut im NRW-Umweltausschuss

·         JAGD & HUND: Neuer Rekord mit rund 82.000 Besuchern

·         Hegeschauen unterstützen!

 

 

Nachrichten-Volltext:

Landesjagdgesetz am 6. Februar erneut im NRW-Umweltausschuss

5. Februar 2019, Düsseldorf/Dortmund (LJV). Am morgigen Mittwoch, den 6. Februar 2019, berät der NRW-Umweltausschuss erneut über die geplanten Änderungen am Landesjagdgesetz.

Vertreter des LJV werden die öffentliche Sitzung als Beobachter verfolgen.

 

JAGD & HUND: Neuer Rekord mit rund 82.000 Besuchern

4. Februar 2019, Dortmund (Messe Westfalenhallen Dortmund / LJV). Europas größte Jagdmesse präsentierte sich in diesem Jahr mit mehr als 800 internationalen Ausstellern aus insgesamt 40 Nationen. Gemeinsam mit der FISCH & ANGEL war das gesamte Messegelände vom 29. Januar bis zum 3. Februar Schauplatz von spektakulären Vorführungen, abwechslungsreichen Mitmachaktionen und einer riesigen Produktvielfalt rund um die Themen Jagd, Angelfischerei und Kulinarik. Das neue WILD FOOD FESTIVAL in der Veranstaltungsarena Westfalenhalle lockte dabei zusätzlich zu zahlreichen Jagd-, Angel- und Naturfreunden auch Liebhaber der guten Küche nach Dortmund. Rund 82.000 Besucher ließen sich das Spektakel nicht entgehen. „Der Zuspruch war immens“ sagt Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH. „Die JAGD & HUND unterstreicht 2019 einmal mehr ihren Führungsanspruch in der Branche und wird ihrer Position als internationale Leitmesse mehr als gerecht.“

LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg: „Schon lange ist die JAGD & HUND Europas größte Jagdmesse. Mit dem neuen WILD FOOD FESTIVAL ist sie auch zur Genussmesse geworden. Mit dem WILD FOOD FESTIVAL haben wir wieder einmal voll ins Schwarze getroffen. Leckeres Wildbret liegt absolut im Trend. Sowohl auf der Show-Koch-Bühne als auch beim Verkauf küchenfertiger Wildbratenstücke waren Interesse und Nachfrage überwältigend. Das Interesse der Öffentlichkeit ist nur natürlich, denn auch die Jagd an sich steht mitten in unserer Gesellschaft. Auch die überwältigende Resonanz auf unsere umweltpädagogischen Angebote von Lernort Natur in drei der neun Ausstellungshallen belegen das.“

Die Befragung durch ein unabhängiges Messe-Marktforschungsinstitut ergab: Zu Gast waren auf der JAGD & HUND 2019 wieder viele Besucher aus den nahe gelegenen Benelux-Staaten, aber auch Gäste u.a. aus Großbritannien, Frankreich, Kroatien, der Schweiz und Saudi-Arabien sowie aus China, Südafrika und Australien ließen sich Europas größte Jagdmesse nicht entgehen. Insgesamt kamen 12,4 Prozent der Besucher auf der Jagdmesse aus dem Ausland.

Besucher aus nahezu sämtlichen deutschen Bundesländern waren zur Messe gekommen. Starke Gruppen reisten unter anderem aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachen, Rheinland-Pfalz sowie Baden-Württemberg und Bayern an.

Die beliebtesten Angebotsbereiche auf der JAGD & HUND 2019 waren Jagdbekleidung, Waffen und Zubehör, Jagdzubehör und Optiken. Weitere begehrte Themen waren Tierkost und Hundebedarf sowie Geländefahrzeuge und Kulinarisches. Rund 90 Prozent der Besucher sind mit der Angebotsvielfalt an Ausstellern zufrieden. Das Angebotsspektrum der Messe bekam von den Besuchern die Note „gut“ bis „sehr gut“. Unter den Themenpräsentationen und Sonderschauen schnitten die Greifvogelvorführungen und die Vorstellungen der Jagdgebrauchshunderassen am besten ab. Aber auch der Geländewagenparcours in Halle 3B landete in diesem Jahr erneut auf den vorderen Plätzen.

Etwa neun von zehn Besuchern sind mit der JAGD & HUND 2019 rundum zufrieden. Sie sprachen sich daher bereits jetzt für einen erneuten Besuch der Messen im kommenden Jahr aus.

Auch 90 Prozent der Aussteller hat es auf der JAGD & HUND 2019 gefallen, die Zufriedenheit mit den erzielten Geschäftsabschlüssen ist gestiegen.

Mehr als ein Drittel der Besucher auf der JAGD & HUND planten auch einen Besuch der benachbarten FISCH & ANGEL oder waren bereits dort gewesen. Die Messe für Angelfischerei wurde von ihnen mit „gut“ bewertet. 93 Prozent der Aussteller planen Europas größter Jagdmesse auch 2020 fest in ihrem Terminkalender ein.

Gute Noten bekam auch das neue WILD FOOD FESTIVAL in der Westfalenhalle. „Leckeres Wildbret ist heute fester Bestandteil einer modernen, regionalen und qualitativ hochwertigen Küche“, unterstreicht der Präsident des Landesjagdverbandes NRW Ralph Müller-Schallenberg die Bedeutung des Events. „Durch das WILD FOOD FESTIVAL erreichen wir nun ein breites Publikum auch jenseits der Jägerhaushalte.“ Auch Torsten Reinwald, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbandes lobte das neue und vergrößerte Angebot auf der Messe: „Das WILD FOOD FESTIVAL bietet eine klasse Werbeplattform für den heimischen Markt und ist in der Form deutschlandweit einmalig.“ Über den gesamten Messezeitraum hinweg verwöhnten insgesamt 26 Sterne- und TV-Köche sowie Kochexperten aus der Szene die Besucher auf der Bühne und in ihren Workshops mit einem kulinarischen Programm der Extraklasse. Die insgesamt 22 angebotenen Workshops der Starköche waren dabei extrem gut besucht. Neben Köchen wie Johann Lafer, Thomas Jaumann und Daniel Dal-Ben, zeigte auch der humorvolle Food-Experte und TV-Koch Sebastian Lege den Besuchern die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten von Wild: „Trotz aller Traditionen hat Wild heute ein neues, junges Gesicht, was dafür sorgt, kulinarisch auch von jungen Menschen wahrgenommen zu werden“, so Lege.

Die JAGD & HUND präsentierte sich 2019 wieder als Forum für den grenzüberschreitenden Austausch. Im Rahmen der JAGD & HUND fanden, vom Landesjagdverband NRW initiiert, insgesamt über 40 regionale, nationale und internationale Treffen statt. Gerade in diesem Jahr ist die internationale Bedeutung der JAGD & HUND nochmals durch die Beteiligung des Europäischen Jagdverbandes FACE (The European Federation of Associations for Hunting & Conversation) gesteigert worden. Dass sich die Messe zunehmend globaler aufstellt, belegte auch der neue Gemeinschaftsstand wichtiger internationaler Jagdverbände auf der Messe. Zusätzlich zu FACE, standen in diesem Jahr die Hubertus Vereniging Vlaanderen aus Belgien und Koninklijke Nederlandse Jagers Vereniging aus den Niederlanden sowie Ansprechpartner aus Namibia mit der NAPHA-Namibia Professional Hunting Association und aus Großbritannien mit der British Association for Shooting and Conservation (BASC) für Gespräche bereit. FACE hielt zudem u.a. Meetings und Arbeitsgruppen im Rahmen der JAGD & HUND ab.

Auch 2019 trafen sich Vertreter des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC – International Council for Game and Wildlife Conservation) auf der Messe. Der CIC ist ein beratendes Organ und tritt nach eigenen Angaben als politisch unabhängiger, transkontinentaler und globaler Vertreter der Jägerschaft auf. 2019 waren auf der CIC-Tagung im Rahmen der JAGD & HUND neben der deutschen Delegation viele Mitglieder des CIC International anwesend.

Auch aus Nordrhein-Westfalen kam hoher Besuch. Ulla Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hielt auf der Eröffnungsfeier eine Festrede. Sie zeigte sich hinsichtlich des neuen Jagdgesetz-Entwurfes sehr zufrieden. Das Gesetz soll rechtzeitig zum neuen Jagdjahr in Kraft treten.

Thomas Soltwedel aus Dobbin-Linstow in Mecklenburg-Vorpommern ist neuer Deutscher Meister der Hirschrufer, und das bei seiner erst zweiten Teilnahme an dem Wettbewerb. Bei der Deutschen Meisterschaft der Hirschrufer präsentierte WILD UND HUND, das nach eigenen Angaben führende deutschsprachige Jagdmagazin Europas, in Zusammenarbeit mit der Messe Dortmund die 17 besten Hirschrufer aus ganz Deutschland. Christian Hieke aus Düren in NRW konnte den 2. Platz belegen. Mit Immo Ortlepp aus Wedemark in Niedersachsen landete ein „alter Hase“ des Wettbewerbs in diesem Jahr auf Platz 3. 2014 war er bereits Deutscher Meister und hat in weiteren Jahren immer wieder vordere Plätze belegt. Mit ihrem Sieg haben sich die drei direkt für die Teilnahme an der Europameisterschaft qualifiziert. Hildegard Zervos aus Oberzier in NRW, die einzige Frau im Wettbewerb, landete in diesem Jahr auf Rang 6 und schnitt damit deutlich besser ab als im Vorjahr.

Nach einer erfolgreichen Premiere im letzten Jahr ging der „Tag der Ausbildung für Revierjäger“ des Bundesverbandes Deutscher Berufsjäger (BDB) 2019 erfolgreich in die zweite Runde. Am Samstag lud der BDB alle Ausbildungsinteressierte, angehende Auszubildende, Eltern und Freunde zu einer Informationsveranstaltung ins Kongresszentrum ein.

In drei der neun Ausstellungshallen war die Initiative „Lernort Natur“ am Start. An den liebevoll gestalteten Erlebnispfaden stand für die kleinsten Messebesucher Spiel und Spaß im Vordergrund. Die Landesobfrau für „Lernort Natur“ des Landesjagdverbandes NRW, Sigrid Ruß, zeigte sich nach sechs Messetagen ebenso erschöpft wie begeistert: „Zahlreiche Grundschulklassen sind zu uns gekommen und auch Förderschulen, denn unsere Lernort-Natur-Stände sind barrierefrei. Wir machen das hier ehrenamtlich, die glücklichen Kinderaugen sind uns Lohn genug.“

Auch der Naturschutz kam nicht zu knapp. Auf der diesjährigen JAGD & HUND konnten die Messebesucher an einem Luftgewehr-Schießstand ihre Schießfertigkeit unter Beweis stellen. Die Einnahmen spendete die Firma RUAG Ammotec als Betreiber des Standes an die Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung NRW. Georg Kurella, Vizepräsident des Landesjagdverbandes NRW, konnte am letzten Messetag rund 4000 Euro von Rolf Knäpper (RUAG Ammotec) in Empfang nehmen. Kurella: „Die Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung NRW fördert in ganz NRW Maßnahmen des Naturschutzes und der Umweltbildung durch Jäger. Das Geld werden wir in diesen Projekten gut anlegen können.“

Der digitalen Entwicklung wurde in diesem Jahr mit zwei professionellen Social-Media-Lounges Rechnung getragen. Während der gesamten Messezeit wurden die neue Jagd-Lounge in Halle 8 und die Food-Lounge in der Westfalenhalle zum Treffpunkt der Blogger und Influencer-Szene. Zahlreiche Naturfreunde verewigten sich mit Hilfe eines Foto-Booth fotografisch in fantastische Jagdlandschaft. Besonders begehrt waren die zahlreichen Vorträge am Messesamstag.

Zum sechsten Mal präsentierte sich die FISCH & ANGEL als eigenständige Messe für Angelfischerei parallel zur JAGD & HUND. Besucher der FISCH & ANGEL hatten neben klassischen Angeldelikatessen auf der Messe, auch die Möglichkeit, das zeitgleich stattfindende WILD FOOD FESTIVAL in der angrenzenden Westfalenhalle kostenfrei zu besuchen. Das kam gut an. Auch der Fischereiverband NRW begrüßte diese Neuerung: „Das neue WILD FOOD FESTIVAL halten wir für eine sehr gute Innovation, da sie Jägern und Anglern eine Plattform dafür bietet, frische Nahrungsmittel aus der Natur bereitzustellen, so der Präsident Johannes Nüsse.“

Inspiriert durch Tipps und Tricks in Vorträgen und Vorführungen von Experte wie Enrico Di Ventura, Benedikt Götzfried, Michael Kahlstadt, Veit Wilde oder Rico Streul, konnten die Messebesucher anschließend auch an zahlreichen Ausstellerständen passende Produkte erwerben und sich für den nächsten Angelausflug ausstatten. Ein besonders großes Interesse der Besucher galt den Messesegmenten Angelzubehör, Angelgeräte und Angelbekleidung. Bei den Shows und Vorführungen waren insbesondere die Sonderschau Köderkunst, die Info-Angebote zum Rutenbauen und Fliegenbinden sowie das Fischerei- und Meeresangeln-Forum mit Experten und Profianglern, aber auch das Stillgewässerbiotop begehrte Anlaufstellen. Das mobile Unterwasserlabor der Fischerjugend NRW, Otti’s U-Boot, fand besonders bei den Kleinen großen Anklang.

2020 finden die Messen vom 28. Januar bis 2. Februar statt.

 

Hegeschauen unterstützen!

 

5. Februar 2019, Dortmund (LJV). Hegeschauen finden regelmäßig große öffentliche Beachtung. Die Abschaffung der Pflichthegeschauen für Rehwild durch die ehemalige rot-grüne Landesregierung muss daher als Versuch interpretiert werden, die Jägerschaft aus dem öffentlichen Blickfeld zu drängen. Schon alleine um diesem Versuch entgegenzutreten, gehört es sich für jede Jägerin und jeden Jäger, seine erlegten Trophäen auch ohne Pflicht für die ausgeschriebenen Hegeschauen zur Verfügung zu stellen.

 

Über die zahlreichen weiteren Gründe für die Ausrichtung von Hegeschauen hatte der Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung NRW, Dr. Michael Petrak, sich im Rheinisch-Westfälischen Jäger 1/2018 in seinem Artikel „Landeshegeschauen im Wandel der Zeit“ geäußert. Den Artikel finden Sie hier http://bit.ly/2Ga7ttT

 

Die nächste Landeshegeschau findet turnusgemäß im Jahr 2021 statt.

 

Dann werden auch die Trophäen des aktuell auslaufenden Jagdjahres 2018/19 ausgestellt werden.

 

Alle Verantwortlichen in den Kreisjägerschaften, Hegegemeinschaften und Hegeringen werden gebeten, bei den jetzt anstehenden Versammlungen die besten Trophäen der jeweiligen Hegeschauen unmittelbar zu notieren und die Erleger entsprechend zu informieren, damit ein späterer Zugriff auf die Trophäen möglich ist.

 


DJV Newsletter Februar #1 1/2/19

Berlin, 01. Februar 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

bereits im vierten Jahr haben wir auf der Messe "Jagd und Hund" in Dortmund die Gewinnerinnen und Gewinner der Aktion "Gemeinsam Jagd erleben" gekürt. Dabei haben JägerInnen Nicht-JägerInnen zur Jagd, zum Wild kochen oder zur Revierpflege mitgenommen und die Geschichten in Wort und Bild festgehalten. Knapp 50 unterhaltsame und spannende Erzählungen sind so über das Jahr zusammenkommen. Die Gewinnerinnen und Gewinner konnten sich über hochwertige Preise - von einer Blaser R8 Success bis zu einem Jagdscheinkurs an der Landesjagdschule Dornsberg - freuen. Wir danken allen Sponsoren: DJV-Premiumpartner Swarovsi, Blaser, Geco, Wildling, Capra, Rottumtaler Wildlocker, Landesjagdschule Dornsberg und Fellwechsel.

Wollen auch Sie Botschafter der Jagd werden? Dann nehmen Sie am fünfjährigen Jubiläum der Aktion ab 1. Mai 2019 teil. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!

Wir wünschen Ihnen ein tolles Wochenende. Falls Sie in Dortmund sind, schauen Sie unbedingt an unserem Wild-auf-Wild-Stand in Halle 1 B.46 vorbei und spenden Sie für die Tafel in Dortmund.

Ihre DJV-Pressestelle

"Was ist ehrlicher, als seinem Steak in die Augen zu sehen?"

Ein Tier zu verwerten ist eines der ältesten Handwerke des Menschen. Jungjäger Fabian Grimm beschreibt in seinem Buch Schritt für Schritt, wie aus einem Lebewesen ein Lebensmittel wird.

Zur Meldung

Jagd auf Schraubenziege ist Erfolg für Artenschutz

Ein amerikanischer Jäger hat legal eine seltene Schraubenziege in Pakistan erlegt. Der Aufschrei von Tierrechtlern war groß. CIC und DJV fordern mehr Sachlichkeit.

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Interesse für die Jagd wächst

Im Vergleich zu 2009 hat sich die Anzahl der Prüfungsteilnehmer 2018 fast verdoppelt: In Deutschland legten über 20.000 Menschen die Jägerprüfung ab

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„Der Jäger hat gerechtfertigt gehandelt“

Ein Jäger hat einen Wolf getötet, weil dieser sich nicht abhalten ließ Jagdhunde zu attackieren. Ob der Jäger sich auf Notstand berufen kann, erläutert Anwalt Dr. Heiko Granzin im DJV-Interview.

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DJV Newsletter Januar #4 26/1/19

Berlin, 25. Januar 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

wir haben gute Nachrichten für das Wochenende! Pünktlich zur Internationalen Grünen Woche (IGW) präsentieren wir den neuen WILD-Bericht 2017, den Sie online herunterladen können. Die Druckversion können Sie bei der DJV-Service GmbH (zwei Exemplare kostenfrei bis 31. März 2019) bestellen. Dank der Beteiligung von fast 25.000 Revierinhabern haben wir bundesweit umfangreiche Informationen zu insgesamt 17 Tierarten sammeln können.

Neben Zahlen und Fakten zu verschiedenen Wildgänsen finden Sie Infos zum aktuellen Zustand des Niederwilds und tierischer Einwanderer Deutschlands. Für Ihr großes Engagement möchten wir Ihnen herzlich danken! Ihr Engagement ermöglicht es uns, Naturschutzstrategien weiterzuentwickeln und jagdpolitische Diskussionen zu versachlichen. Denn mit validen Daten können wir besser gegenüber Umweltverbänden und Jagdgegnern argumentieren.

Kaum einer kennt unsere Reviere und Wildtiere besser als wir Jäger. Wir sind es, die in Wald und Wiesen über Jahrzehnte die Entwicklung der Natur beobachten und deshalb über die wichtigen Informationen für das Wildtier-Informationssystem verfügen. Um unsere Wildbestände nachhaltig nutzen zu können, ist es wichtig ihr Vorkommen und ihre Populationsentwicklung zu kennen. Deshalb werden alle Jagdbezirksinhaber aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen. Je mehr mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse! Interessierte erhalten mehr Informationen von den jeweiligen Länderbetreuern, die Sie unter folgendem Link finden https://www.jagdverband.de/content/ansprechpartner.

 

Auch neu: die Tierfund-Kataster App jetzt im neuen Gewand!

Mit der App kann jeder Todfunde melden und helfen Wildunfallschwerpunkte zu identifizieren. So können wir unsere Straßen für Mensch und Tier sicherer machen. Wir haben die Nutzerwünsche umgesetzt und die Tierfund-Kataster-App moderner und noch nutzerfreundlicher gestaltet. Neben dem neuen Logo, gibt es weitere Neuerungen wie die Möglichkeit eigene und andere Tierfundmeldungen aus der Umgebung zu sehen.

Um die neue Version zu erhalten, müssen Sie ein Update durchführen. Alle Interessierten finden die Tierfund-Kataster-App (TFK) im Google Play und Apple Store.

Wir hoffen auch Sie bald als Nutzer des Tierfund-Katasters begrüßen zu dürfen und wünschen ein erholsames Wochenende!

 

Ihre DJV-Pressestelle

WILD-Bericht 2017: DJV veröffentlicht neue Monitoringdaten

Jäger veröffentlichen Monitoringdaten – Der WILD-Bericht 2017 liegt vor. Im Fokus stehen neben dem Niederwild auch invasive Arten wie Waschbär und Marderhund sowie verschiedene Wildgänse. Insgesamt haben Jäger Daten zu 17 Tierarten erhoben.

Zur Meldung

Wolf greift Jagdhunde im Einsatz an und wird getötet

Medienberichten zufolge hat ein Wolf in Brandenburg mehrere Jagdhunde bei einer Drückjagd attackiert und ließ sich auch nicht durch Rufen und Warnschuss vertreiben. Ein Jagdgast hat den Wolf dann getötet. Es wäre der erste Vorfall in Deutschland, der für den Wolf tödlich endet. Der DJV fordert eine lückenlose Aufklärung des Falls und Rechtssicherheit für Jäger.

Zur Meldung

Tierfund-Kataster: App jetzt noch einfacher zu bedienen

Das Tierfund-Kataster ermöglicht erstmals eine bundesweit einheitliche Erfassung von Wildunfällen. Mit der neu gestalteten App können Tierfunde schneller gemeldet werden.

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Tierschutzgerechter Einsatz von Fallen

Wissenswertes zur Fangjagd in Deutschland: Der DJV stellt auf der Internationalen Grünen Woche 2019 eine neue Broschüre vor. Die Fangjagd gewinnt stetig an Bedeutung. Jährlich wächst beispielsweise die Zahl der dämmerungsaktiven Neozoen Waschbär und Marderhund, deren Bestände reduziert werden sollen.

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Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände
für den Schutz von Wild, Jagd und Natur
Torsten Reinwald, Pressesprecher
Chausseestraße 37, 10115 Berlin
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DJV Newsletter Januar #3 19/1/19

Berlin, 18. Januar 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

anlässlich der Agrarministerkonferenz haben wir im Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) ein 40-seitiges Managementkonzept für den Wolf vorgestellt. Darin fordern wir unter anderem ein aktives Bestandsmanagement in Anlehung an die skandinavischen Schutzjagden. Grundlage ist ein gesellschaftlich definierter Akzeptanzbestand. Die Meldung hat in dieser Woche für viel Aufruhr gesorgt. Fakt ist jedoch: Wir werden um eine Reduzierung von Wölfen in Deutschland nicht herumkommen.

Basis für den Schutzjagdansatz ist eine wildökologische Raumplanung. Demnach gibt es drei Kategorien: In Wolfsschutzarealen soll sich der Wolf unbeeinflusst entwickeln können, etwa in großen Waldgebieten oder auf Truppenübungsplätzen. In Wolfsmanagementarealen soll der Wolf grundsätzlich toleriert sein, seine Bestände aber auf Basis der individuellen Akzeptanzgrenzen in den Ländern reduziert werden. In Wolfsausschlussarealen sollen territoriale Wolfsrudel nicht toleriert werden, insbesondere in Hinblick auf die Gefahrenabwehr. Städtische Gebiete gehören dazu ebenso wie der alpine Raum oder Weidetierhaltung mit großem Konfliktpotenzial.

Der Wolfsbestand wächst jährlich um etwa 30 Prozent. Nach unserer Schätzungen leben inzwischen über 1.000 Tiere in Deutschland. Da in den kommenden drei Jahren eine Verdoppelung dieser Zahl realistisch ist, werden auch die Konflikte weiter zunehmen.

Die Broschüre "Wildtiermanagement Wolf - Handlungsvorschlag für ein praxisorientiertes Wolfsmanagement in der Kulturlandschaft Deutschlands" erhalten Sie hier.

Weiterhin haben wir zum Start der Grünen Woche die Broschüre "Wissenswertes zur Fangjagd" vorgestellt. Außerdem haben wir gegenüber dem Bundesinnenministerium eine bundesweit einheitliche Regelung beim Thema Schalldämpfer gefordert und Zahlen aus dem WILD-Monitoring vorgestellt.

Am kommenden Wochenende finden Sie die DJV-Mitarbeiter auf der Internationalen Grünen Woche (Halle 4.2, Stand 200). Sollten Sie in Berlin sein, kommen Sie gern vorbei! Wir freuen uns auf Sie.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Alle Jäger sollen künftig Schalldämpfer nutzen können

Das Bundesinnenministerium (BMI) hat in einem Schreiben an die Verbände signalisiert, dass Änderungen des Waffengesetzes im Bezug auf die Nutzung von Schalldämpfern bundesweit Klarheit schaffen könnten. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und Partnerverbände begrüßen das Vorhaben und drängen auf eine bundeseinheitliche Lösung.

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Neue Wege im Wolfsmanagement gehen

Landnutzer fordern Schutzjagd nach skandinavischem Vorbild. Grundlage soll eine wildökologische Raumplanung sein. Für die sich schnell ausbreitenden Wölfe wird ein Akzeptanzbestand empfohlen.

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Jagd immer beliebter

384.428 Menschen in Deutschland haben mittlerweile einen Jagdschein. 2018 gab es die meisten neuen Jäger in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die meisten Jäger pro Einwohner lebten in Schleswig-Holstein.

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Exotische Gänse breiten sich aus

Die afrikanische Nilgans hat ihr Verbreitungsgebiet in Deutschland innerhalb von acht Jahren um 71 Prozent ausgedehnt. Bei der nordamerikanischen Kanadagans sind es sogar plus 91 Prozent. Der DJV fordert für die invasive Nilgans eine einheitliche flächendeckende Bejagung, um heimische Arten zu schützen.

Zur Meldung

Graugans breitet sich aus in Deutschland

Jäger haben 2017 aus 40 Prozent der Reviere das Vorkommen von Graugänsen gemeldet - ein Anstieg von 58 Prozent in acht Jahren. Die Zahl der Reviere mit Brutvögeln hat sich sogar verdoppelt auf 19 Prozent. Der DJV fordert eine nachhaltige Bejagung statt Begasung wie in den Niederlanden.

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Schießnachweis 2019 13/1/19

Für Donnerstag, den 24.01.2019, von 18.00 - 20.00 Uhr ist für die Mitglieder des Hegeringes das Schießkino bei der Fa. Schmidhüsen in Xanten reserviert.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Anmeldungen ab sofort bei Jörg Hoffmann (Telefon: siehe interne Seite).


DJV Newsletter Januar #2 11/1/19

Berlin, 11. Januar 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

das Jahr hat erst angefangen und wir starten hochtourig mit Vollgas für Sie: Messevorbereitungen Grüne Woche, Jagd&Hund, IWA und didacta. Da heißt es "ab unters Volk". Für viele Jägerinnen und Jäger sind das knackige Tage im Vollkontakt mit vielen interessierten Mitmenschen. Wenn wir das gute Image der Jagd in der Öffentlichkeit erhalten und verbessern wollen, müssen wir offen und ehrlich darüber reden, was wir da eigentlich machen "auf der Jagd". Aus diesem Grund haben wir für die beste Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unserer Basis einen DJV-Sonderpreis Kommunikation anlässlich des Bundesjägertages 2019 ausgelobt, der mit 10.000 Euro dotiert ist!

Bewerben können sich Verbandsmitglieder, Hegeringe und Kreisgruppen. Eingereicht werden können fortlaufende Projekte sowie solche, die 2018 oder 2019 auslaufen. Bewertet werden verschiedene Kriterien. Entscheidend ist beispielsweise wie originell das Projekt ist, wie kreativ dessen Umsetzung oder wie viele Menschen damit erreicht werden.

Haben Sie für einen guten Zweck Wild gegrillt, ein Lernort-Natur-Programm für Ihren Kindergarten gestaltet oder mit anderen lokalen Naturschutzvereinen Biotope gepflegt? Dann bewerben Sie sich gern bis zum 30. April 2019 per E-Mail an pressestelle@jagdverband.de.

Nicht so lange Zeit haben Sie, wenn Sie noch Tickets für den ersten YouTube-Filmwettbewerb "Sophie Award" am 12. Juli 2019 in Berlin ergattern wollen. Der Vorverkauf startet nämlich am 2. Februar auf dem Stand unseres Partners Jagdstolz (4.E22) anlässlich der Messe Jagd&Hund in Dortmund.

Noch weniger Zeit haben Sie, wenn Sie die Tierfundkataster-App installiert haben und noch nicht alle Tierfund an die zentrale Datenbank übertragen haben. In der kommenden Woche gibt es ein Update, nachdem alle Funde verloren gehen, wenn Sie diese nicht abgeschickt haben. Wie das funktioniert, erklären wir Ihnen hier. (Vielen Dank, dass Sie sich mit dem Aufzeichnen von Tierfunden für unsere heimischen Wildtiere und mehr Sicherheit im Straßenverkehr einsetzen.)

Wir hoffen, dass wir uns auf einer der Messen sehen und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Neue App für das Tierfund-Kataster

In der kommenden Woche (KW 3) gibt es ein Update für die Tierfund-Kataster App. Auf dem Handy gespeicherte Tierfunde müssen versendet werden, da diese sonst verloren gehen.

Zur Meldung

Sophie Award: Kartenvorverkauf startet

Am 2. Februar starten der Deutsche Jagdverband und Partner Jagdstolz auf der Messe „Jagd und Hund“ in Dortmund den Kartenvorverkauf für den YouTube-Filmwettbewerb „Sophie Award“. Das Event findet am 12. Juli im Kant-Kino in Berlin statt. Es richtet sich an junge Jägerinnen und Jäger, die ihre Passion auf Social-Media-Plattformen darstellen.

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Grüne Woche 2019: Der Countdown läuft

In sieben Tagen öffnet die Internationale Grüne Woche ihre Pforten. Der Deutsche Jagdverband präsentiert gemeinsam mit den Partnern Deutscher Falkenorden und Jagdgebrauchshundverband den Facettenreichtum der Jagd.

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DJV Newsletter Januar #1 5/1/19

Berlin, 04. Januar 2019

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

hatten Sie erholsame Feiertage und sind Sie gut ins Jahr 2019 gestartet? Das ist wunderbar, denn im ersten Quartal können Sie den DJV gleich mehrfach in Aktion erleben: Auf verschiedenen Messen zeigt der Jagdverband mit spannenden und interaktiven Programmen, wie vielfältig Jagd, Wild und Natur sind.

Am 18. Januar startet die Internationale Grüne Woche in den Messehallen unter dem Funkturm in Berlin. Auf der weltgrößten Verbrauchermesse informiert der DJV in Halle 4.2 (Stand 200) rund um die Themen Jagd, Wild, Natur- und Artenschutz. Mit dabei sind die Falkner und Hundeführer der Partnerverbände Deutscher Falkenorden und Jagdgebrauchshundverband mit ihren Greifvögeln und Jagdhunden.

Mit dem Schwerpunktthema „Lebensraum Feldflur“ macht der DJV in seinem Biotop auf den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt im Offenland aufmerksam. Im Fokus steht das Rebhuhn als Leitart für eine intakte Feldflur. Am Themenstand „Achtung Wildunfall!“ lernen Sie das Tierfund-Kataster kennen und können Ihre Reaktionsgeschwindigkeit in einer Gefahrensituation am Bremssimulator testen. Zudem stellt sich die Fellwechsel GmbH vor und informiert über Pelz aus heimischer Jagd. Kinder pirschen auf den Spuren von Waschbär, Fuchs & Co. mit dem „Tatort Biotop“-Quiz. Auf der halleneigenen Bühne zeigen unsere Wild-Köche die Vielfalt von Wildbret. Hungrige Besucher sind willkommen!

Wer noch mehr Lust auf vitaminreiche Wildspezialitäten hat, darf sich auf Europas größte Jagdmesse freuen. Die Dortmunder „Jagd und Hund“ startet am 29. Januar und endet am 3. Februar. Besucher der Messe erhalten zudem Eintritt zum ersten „Wild Food Festival“, das zeitgleich in der Westfalenhalle stattfindet. Der DJV unterstützt das Festival mit der Kampagne „Wild auf Wild“ und ist am Stand B46 zu finden. In Workshops und auf der Bühne präsentieren Experten die kulinarische Vielfalt von Wildbret und zeigen, wie einfach es sich zubereiten lässt. Melden Sie sich jetzt für die Workshops an! Tickets und weitere Infos gibt es unter www.wildfoodfestival.de.

Viel zu erleben gibt es auch bei unseren Jägerinnen und Jägern auf der Bildungsmesse „didacta“ vom 19. bis 23. Februar in Köln. Mit der Initiative „Lernort Natur“ ist der DJV dort seit Jahren Stammgast. In Halle 8 im Ausstellungsbereich „Schule/Hochschule“ informiert der Verband über die Vielfalt der Naturpädagogik und Materialien für den naturkundlichen Unterricht.

Alles, was das Jägerherz rund um Jagdwaffen und Outdoor-Ausrüstung begehrt, finden Sie vom 8. bis 11. März auf der IWA Outdoor Classics 2019, der internationalen Fachmesse für Jagd und Schießsport im Messezentrum Nürnberg.

 

Auf ein Wiedersehen bei einer oder allen Messen!

In diesem Sinne: Waidmannsheil,

Ihre DJV-Pressestelle

Waschbär, Marderhund und Mink

Waschbären kamen 2017 in mehr als der Hälfte der Reviere in Deutschland vor - eine Verdopplung in elf Jahren. Wie bei Marderhund und Mink liegt der Verbreitungsschwerpunkt im Nordosten. DJV fordert Bekenntnis zur Fallenjagd, um die EU-Vorgaben für invasive Arten zu erfüllen.

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Zahl der erlegten Wildschweine höher als erwartet

836.865 Wildschweine haben die Jäger in der Saison 2017/18 erlegt. Das sind knapp 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wurden die Hochrechnungen aus dem September noch deutlich übertroffen. Etwa 16,7 Millionen Stunden jagdlicher Einsatz waren notwendig.

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Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen 22/12/18


Nachrichten-Telegramm:

·         Zweites Wolfsgebiet in NRW – wachsende Sorgen bei Tierhaltern

·         WILD FOOD FESTIVAL: Kochen mit TV-, Sterne- und Spitzenköchen

·         DJV vergibt Sonderpreis Kommunikation

·         LJV-Seminare 2019 (Auszug)

·         LJV-Geschäftsstelle zwischen den Jahren geschlossen

 

Termine:

  • 29. Januar – 3. Februar 2019: Messen JAGD & HUND, FISCH & FANG, WILD FOOD FESTIVAL

 

 

Nachrichten-Volltext:

Zweites Wolfsgebiet in NRW - wachsende Sorgen bei Tierhaltern

 

Eine zweite Wölfin ist in NRW heimisch geworden. Das Land weist ein weiteres Wolfsgebiet aus, damit Tierhalter Fördergeld für den Schutz ihrer Herden beantragen können. Die Sorgen der Landwirte nehmen zu.

 

21. Dezember 2018, Detmold/Düsseldorf/Dortmund (dpa/lnw/LJV) - Heide, Birken, Kiefern und Moore: In der malerischen Sennelandschaft mit zahlreichen seltenen Pflanzen und Tierarten ist eine Wölfin heimisch geworden. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat deshalb ein 922 Quadratkilometer großes Areal zwischen Bielefeld, Paderborn und Detmold zum Wolfsgebiet Senne erklärt. Damit können Tierhalter Fördergelder für Schutzmaßnahmen beantragen. Es ist das zweite Wolfsgebiet des Bundeslandes nach dem Anfang Oktober das Gebiet Schermbeck zwischen Wesel und Bottrop als solches ausgewiesen wurde. Auch in dem Fall war eine Wölfin durch Genspuren nachgewiesen worden, die wohl in diesem Gebiet bleibt.

 

Wann die wenige Jahre alten und wohl aus dem benachbarten Niedersachsen stammenden Wölfinnen einen Partner finden und Nachwuchs bekommen, ist ungewiss. «Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Tiere sich treffen, ist nicht null, aber auch nicht riesengroß», sagte ein Ministeriumssprecher. Sie müssten einander wittern und es gebe weiter große wolfsfreie Gebiete in NRW. Die Wandersaison der Wölfe, bei der Tiere ihre Rudel verlassen, habe gerade begonnen.

 

Bei der Wölfin in der Senne, die in den Listen der Behörden die Bezeichnung GW1044f trägt, ist die genaue Herkunft noch nicht geklärt, wie das NRW-Umweltministerium mitteilte. Bei der Wölfin GW954f im Gebiet Schermbeck am Niederrhein sei aber bereits klar, dass sie aus dem Rudel Schneverdingen aus dem Heidekreis in Niedersachsen stammt. Beide Wölfinnen haben auch schon mehrere Nutztiere gerissen, wie aus einem Verzeichnis des Landes hervorgeht.

Allerdings sei das Problem am Niederrhein stärker, weil dort mehr Schafsherden gehalten werden. «Die Senne-Wölfin ernährt sich fast nur von Wildtieren», sagte der Ministeriumssprecher. Aber auch die Wölfin am Niederrhein ernähre sich überwiegend von Wildtieren. Erfahrungen in anderen Bundesländern zeigten, dass Schutzzäune und Schutzhunde die Zahl der Nutztierrisse senkten.

 

Der Rheinische Landwirtschaftsverband mahnt an, dass die Fördergelder für den Herdenschutz erhöht werden sollten. Zudem müssten DNA-Untersuchungen nach Tierrissen beschleunigt werden. Die jüngsten Geschehnisse in Hünxe im Wolfsgebiet Schermbeck vergrößerten die Sorgen. Binnen weniger Tage sei eine Schafherde dort zweimal Opfer von Angriffen geworden. Dabei wurden mehrere Tiere verletzt und getötet, wie der Verband mitteilte. Die Ursache und Umstände seien noch nicht geklärt.

 

Sollte herauskommen, dass ein Wolf geeignete Herdenschutzmaßnahmen zweimal überwunden und Nutztiere gerissen habe, sei man für eine Tötung des Wolfes, erklärte der Fachausschuss Rinder des Verbandes.

Nicht nur die Halter von Schafen, sondern auch die Halter von Mutterkühen beispielsweise in der Eifel seien in Sorge. Auch Kälber könnten Wolfsopfer werden und eine Herde in Panik versetzt werden.

 

Das NRW-Umweltministerium will die Förderrichtlinien ändern, so dass solche Schutzmaßnahmen wie der Kauf von Elektrozäunen künftig zu 100 Prozent statt zu 80 Prozent gefördert werden könnten. Auch die Anschaffung und Haltung von Herdenschutzhunden, die eine spezielle Ausbildung benötigten, sei für die Tierhalter kostenintensiv und soll künftig stärker gefördert werden. Es gebe Gespräche auf EU-, Bundes- und Landesebene, die finanzielle Unterstützung zu verstärken.

Hier geht´s zur Pressemitteilung des NRW-Umweltministeriums: http://bit.ly/2QLIJ0I

 

WILD FOOD FESTIVAL: Kochen mit TV-, Sterne- und Spitzenköchen

Wildbret-Event lockt Besucher mit exklusiven Kochworkshops und starkem Bühnenprogramm

 

20. Dezember 2018, Dortmund (Messe Westfalenhallen/LJV). Zeitgleich zur JAGD & HUND und FISCH & ANGEL öffnet vom 29. Januar bis zum 03. Februar das WILD FOOD FESTIVAL erstmalig seine Messetore. In der Arena Westfalenhalle dreht sich dann sechs Tage lang alles um das Thema Wildbret. Feinschmecker können an diversen Ständen nach Herzenslust Wildspezialitäten und passende Aperitifs dazu kosten, das geeignete Zubehör und Equipment erwerben und sich bei Kochvorführungen von Experten inspirieren lassen. In exklusiven und vielseitigen Workshops mit Köchen wie Johann Lafer, Lisa Angermann oder Michael Keller können die Teilnehmer in kleinen Gruppen auch selbst einmal den Kochlöffel schwingen. Der Festival-Eintritt für jedermann kostet nur 5 Euro.

Sie können Ihr Ticket online bestellen und den Workshop Ihrer Wahl buchen. Auch wer noch ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk braucht, wird hier sicher fündig.

Tickets gibt´s hier: https://bit.ly/2rLnygv

 

DJV vergibt Sonderpreis Kommunikation

20. Dezember 2018, Berlin (DJV). Gelungene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder Mitgliederkommunikation von Jägern: Der DJV vergibt auf dem kommenden Bundesjägertag in Berlin einen Sonderpreis Kommunikation, der mit insgesamt 10.000 Euro dotiert ist. Herausragende, innovative Projekte mit Vorbildcharakter sollen honoriert werden und damit zum Nachahmen anregen. "Wir freuen uns über zahlreiche Einsendungen von großen und kleinen Projekten, die das Bild von Jagd und Jägern in der Öffentlichkeit positiv beeinflussen", sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Ob Wild-Kochkurs mit sozial benachteiligten Jugendlichen, Nistkastenbau mit dem örtlichen Kindergarten, besonders kreative Mitgliederzeitschrift oder Wild-Kochbuch: Die Pallette preisverdächtiger Jäger-Projekte ist groß.

Bewerben können sich für den Preis Verbandsmitglieder, Hegeringe und Kreisgruppen mit ihren Projekten bis zum 30. April 2019. Eingereicht werden können fortlaufende Projekte sowie solche, die 2018 oder 2019 auslaufen. Bewertet werden verschiedene Kriterien. Entscheidend ist beispielsweise wie originell das Projekt ist, wie kreativ dessen Umsetzung oder wie viele Menschen damit erreicht werden.

Teilnehmer müssen neben dem Anmeldeformular eine Projektbeschreibung von maximal drei DIN-A4-Seiten einreichen sowie Foto- oder Videomaterial. Die Unterlagen müssen bis Ende April per E-Mail an folgende E-Mail-Adresse gehen: pressestelle@jagdverband.de. Das Formular zum DJV-Sonderpreis Kommunikation gibt es auf der Internetseite jagdverband.de zum Herunterladen.

 

LJV-Seminare 2019 (Auszug)

Bitte beachten Sie auch die Gesamtübersicht aller Seminare in jedem RWJ sowie in dem LJV-Service-Flyer (Zustellung erfolgt Mitte Januar 2019 an alle LJV-Mitglieder).

 

 

Raubwild mit der Falle waidgerecht bejagen

Nach § 29 der Durchführungsverordnung zum novellierten Landesjagdgesetz NRW darf die Jagd mit Fanggeräten nur von Revierjägern, Bestätigten Jagdaufsehern oder von Personen ausgeübt werden, die an einem vom zuständigen Ministerium anerkannten Ausbildungslehrgang für die Fangjagd teilgenommen haben.

Der Fangjagdlehrgang des LJV ist anerkannt!

Die intensive Bejagung der Prädatoren mittels der Fallenjagd und die Verbesserung der Biotope stärken ihren Niederwildbesatz. Der LJV NRW bietet interessierten Jägern mit Fangjagdseminaren die Möglichkeit, sich für die Saison optimal vorzubereiten.

Inhalte dieser Ganztagsveranstaltung (08:00 bis 18:15 Uhr): Gesetzliche Grundlagen im Zusammenhang mit der Fangjagd, Fanggeräte, Ausübung der Fangjagd.

Für die folgend genannten Termine sind noch Plätze frei:

Rheinberg:

3181: 08.01., 3182: 11.01., 3183: 15.01.,

3184: 18.01., 3185: 22.01., 3186: 25.01.

 

 

Wichtiger Hinweis:

Zugelassen werden Inhaber von Jahresjagdscheinen, Jugendjagdscheinen oder Personen, die an einem Lehrgang zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung teilnehmen. Letztere erhalten die Teilnahmebescheinigung erst mit Bestehen der Jägerprüfung nach § 15 Abs. 5 Bundesjagdgesetz (BJG) ausgehändigt. Die Jugendjagdscheininhaber erhalten eine Teilnahmebescheinigung mit dem zusätzlichen Hinweis, dass sie die Fangjagd bis zur Aushändigung eines Jahresjagdscheines nur in der in § 16 Abs. 2 BJG vorgeschriebenen Begleitung ausüben dürfen.

Eine Kopie des Jagdscheins, Jugendjagdschein oder der Nachweis über die Teilnahme an einem Lehrgang zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung sind den Bewerbungsunterlagen beizufügen.

 

Die Teilnahmegebühr: 70,- Euro inkl. Verpflegung.

 

 

Motorsägenführerschein in Hagen

 

Der Umgang mit der Motorsäge ist nicht ungefährlich. Unfälle beim Einsatz der „Buschmopeds“ bedrohen die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit. Wer mit der Motorsäge arbeitet, sollte deshalb alles tun, um Unfälle zu vermeiden.

 

Im Jahr 2018 bietet der LJV seinen Mitgliedern in einer Kooperation mit dem Wirtschaftsbetrieb Hagen Abteilung Forst wieder zwei Lehrgänge zur Bedienung der Motorsäge („Motorsägenführerschein“) an. Der erste Lehrgang findet vom 14. bis 15. Februar 2019 in Hagen statt.

 

Die Schulung erfolgt durch erfahrene Forstwirtschaftsmeister und Sicherheitsbeauftragte. An den praktischen Übungen kann man nur mit der erforderlichen kompletten Schutzausrüstung und eigener Motorsäge teilnehmen. Eine weitere Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren!

 

Teilnahmegebühr: 150,00 € (ohne Unterkunft und Verpflegung).

 

 

Lehrgang zur Vorbereitung auf die Jagdaufseherprüfung

 

Dieser Lehrgang (Teilnahmevoraussetzung: Jagdpachtfähigkeit!) dient eigentlich zur Vorbereitung auf die Jagdaufseherprüfung. Die Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Jagdschutz- und einem Fangjagdlehrgang dient als Nachweis der fachlichen Eignung als Jagdaufseher. Auf Antrag eines Jagdausübungsberechtigten kann man sich damit als Jagdaufseher bestätigen lassen.

 

Die Ausübung der Jagd erfordert aber in der heutigen Zeit ein immer umfangreicheres Wissen. Nicht umsonst wird der Jagdschein deshalb auch das „grüne Abitur“ genannt. Um sein jagdliches „Know How“ auf den neuesten Stand zu bringen bietet sich deshalb der Besuch eines Jagdschutzlehrganges im Biotop- und Artenschutzzentrum in Rheinberg an. Über einen Zeitraum von 10 Tagen werden sie mit den folgenden Ausbildungsschwerpunkten von namhaften Referenten unseres Landes ihr jagdliches Wissen aktualisieren können:

1. Jagdgesetze und jagdliche Nebenvorschriften, 2. Wild- und Jagdschaden, Biotophege und Wildschutz, 3. Wildstandsbewirtschaftung, Jagdbetriebslehre, Waldbau Artenschutz und Wildbrethygiene.

 

Von den zahlreichen Teilnehmern in den zurückliegenden Jahren wurde nicht nur die Wissensvermittlung gelobt, sondern vor allem auch der intensive Informationsaustausch von Gleichgesinnten über einen Zeitraum von 10 Tagen.

Für den Lehrgang vom 07. bis 16. März 2019 im Biotop- und Artenschutzzentrum des LJV in Rheinberg sind noch ein paar wenige Plätze frei.

 

Teilnahmenvoraussetzung für den Jagdschutzlehrgang ist, dass Sie die Jagdpachtfähigkeit besitzen.

Jagdpachtfähig ist nach § 11 BJG Abs. 5 S. 1 „wer einen Jahresjagdschein besitzt und schon vorher einen solchen während dreier Jahre in Deutschland besessen hat“. Sie müssten also zurzeit einen Jahresjagdschein besitzen und während dreier Jahre (36 Monate) einen besessen haben.

Um Ihre Jagdpachtfähigkeit zu dokumentieren, legen Sie bitte Ihrer Anmeldung eine entsprechende Kopie Ihres Jahresjagdscheines bei.

 

Teilnahmegebühr: 155,- € (ohne Unterkunft)

 

Prüfungsgebühr: 120,- €

 

 

Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft…

 

…stellen bei der stark angewachsenen Schwarzwildpopulation ein großes Problem für die Revierinhaber in NRW dar. Der LJV bietet am 29. März in Buke im Rahmen seines Fortbildungsprogramms wieder ein Wildschaden-Seminar an.

Mit LJV-Vizepräsident RA Hans-Jürgen Thies und Dr. Michael Petrak konnten namhafte Referenten gewonnen werden.

 

Das Seminar behandelt rechtliche Grundzüge des Wildschadenersatzes, Wildschäden an land- und forstwirtschaftlichen Kulturen, Ansprache der Verursacher (Wildkaninchen, Hasen, Fasanen, Wildtauben, Schalenwild) sowie Berechnungsbeispiele.

 

Teilnahmegebühr: 50,- € inkl. Verpflegung

 

 

Mein erster Jagdhund

 

Nach den gesetzlichen Vorgaben (§ 30 Landesjagdgesetz NRW) sind bei der Such- und Bewegungsjagd, bei der Jagd auf Wasserwild sowie bei jeder Nachsuche brauchbare Jagdhunde zu verwenden.

Um die richtige Auswahl des passenden Jagdhundes für mein Revier oder meine Jagdgelegenheit zu treffen, bietet der LJV das Seminar „Mein erster Jagdhund“ am 05. April im Biotop- und Artenschutzzentrum in Rheinberg an.

 

Ziele und Inhalte dieses Seminar sind, z. B.:

  • Vorstellung der passenden Jagdhunde für entsprechende Reviere (z. B. Schalenwildrevier, Niederwildrevier, Wasserwildrevier etc.)
  • Hinweise und Tipps bei der Welpenauswahl
  • Früherziehung und Gehorsam
  • Häufige Erkrankungen des Hundes und Bedeutung der Impfungen
  • Besonderheiten der Haltung und Pflege von Jagdgebrauchshunden
  • Praktische Einweisung in die Hundearbeit und Hundeausbildung

 

Für dieses Seminar haben wir als Referenten erfahrene Praktiker gewinnen können.

 

Teilnahmegebühr: 30,- € inkl. Verpflegung

 

 

Schwarzwildbewirtschaftung

 

Die stark angewachsene Schwarzwildpopulation ist ein großes Problem (Wildschäden, Schweinepest). Der LJV NRW bietet dazu am 12. April in Rheinberg ein Seminar zur Schwarzwildbewirtschaftung an.

 

Die Lebensweise der Sauen ist für viele Jäger immer noch ein Buch mit sieben Siegeln.

Das Seminar soll verdeutlichen, wie hoch intelligent Sauen sind, wie verheerend sich die falsche Bejagung auswirkt und wie man Schwarzwild waidgerecht bewirtschaftet.

 

Mit Ministerialrat a. D. Heimo van Elsbergen, Dr. Klaus Mann (Amtstierarzt, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Siegburg) und Wildmeister Peter Markett (Davert Hochwildring) konnten namhafte Referenten gewonnen werden.

 

Das Seminar behandelt Schwarzwild in NRW (Hegeauftrag und Realität), Klassische Schweinepest in NRW (Die Schweinepest bei Wildschweinen – Eine

Tierseuche und ihre Bedeutung für den Jagdbetrieb), Biologie des Schwarzwildes sowie verantwortungsvolle Bewirtschaftung.

 

Teilnahmegebühr: 30,- € inkl. Verpflegung

 

 

Für die vorgenannten Seminare anmelden können Sie sich hier:

Landesjagdverband NRW

Geschäftsstelle

Frau Martina Junge

Gabelsbergstr. 2

44141 Dortmund

Tel.: 0 23 04 – 2 50 55 86 (Mo. bis Do. 08:00 – 10:00 Uhr und 14:30 – 17:00 Uhr)

Fax.: 0 23 04 – 9 78 96 10

E-Mail: mjunge@ljv-nrw.de

 

 

 

 

LJV-Geschäftsstelle zwischen den Jahren geschlossen

In der Zeit vom 24. Dezember bis 1. Januar 2019 ist die LJV-Geschäftsstelle geschlossen.

 

Das LJV-Team wünscht allen ein besinnliches Weihnachtsfest und sagt nochmals herzlichst danke für die Unterstützung im Jahr 2018!

 

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr 2019 und verbleiben

 

mit besten Grüßen und

einem kräftigen Waidmannsheil!


DJV Newsletter Dezember #2 21/12/18

Berlin, 21. Dezember 2018

Liebe Jägerinnen und Jäger,

"Was soll denn diese Stockente an Weihnachten auf dem Newsletter-Cover?", werden Sie sich fragen. Das Bild hat zweierlei Gründe: Zum einen ist der Kern eines solchen Vogels immer ein guter Weihnachtsbraten und zum anderen wollen wir auf ein Forschungsprojekt der Universität Giessen aufmerksam machen, das Ihre Unterstützung gut gebrauchen könnte:

Der Arbeitskreis Wildbiologie arbeitet an einer Methode zur Altersbestimmung von erlegten Stockenten im Rahmen des hessischen Niederwildmonitorings. Es werden insgesamt 1.000 Schwingenpaare benötigt, um die Methode zu entwickeln. Bitte senden Sie bis zum Ende der Jagdsaison die Schwingen von möglichst vielen erlegten Enten paarweise an die:

Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische
Arbeitskreis Wildbiologie - Entenmonitoring
Frankfurter Straße 91
35392 Gießen
 

Wichtig: Jedes Revier kann das hessische Niederwildmonitoring unterstützen. Die Einsendung muss nicht über die Hegegemeinschaft koordiniert werden.

Bitte die Schwingen abtrennen, paarweise zusammenbinden, trocknen lassen und auf einem Zettel den Erlegungstag sowie die Hegegemeinschaft notieren. Diesen Zettel an dem zusammengebundenen Paar Entenschwingen befestigen und dann mit dem Begleitschein in einem normalen Versandumschlag direkt an den Arbeitskreis Wildbiologie senden.

Hier finden Sie noch einmal alle wichtigen Hinweise im Überblick.

Bitte leiten Sie diese E-Mail auch an Ihre Mitglieder und Jagdfreunde weiter. Gerne können diese den DJV-Newsletter auch direkt abonnieren (www.jagdverband.de/newsletter).

Verleihen Sie also der Wissenschaft Flügel, möge Ihr neues Jahr auf selbigen gleiten. Wir wünschen Ihnen gesegnete Weihnachten!

Ihre DJV-Pressestelle

 

(Die DJV-Geschäftsstelle ist bis einschließlich 2. Januar 2019 geschlossen.)

 

Alternativtext nicht vergessen

DJV vergibt Sonderpreis Kommunikation

Insgesamt 10.000 Euro Preisgeld: Herausragende Projekte mit Vorbildcharakter sollen prämiert werden. Einsendeschluss ist der 30. April 2019.

Zur Meldung
Alternativtext nicht vergessen

Aktuelle Monitoringdaten: Rebhuhn weiter auf dem Rückzug

Etwa 64.000 Rebhuhn-Paare gibt es in Deutschland noch. Der Zensus im Jahr 2017 ergab zudem: Das Verbreitungsgebiet ist innerhalb von acht Jahren um ein Drittel geschrumpft.

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DJV Newsletter Dezember #1 8/12/18

Liebe Jägerinnen und Jäger,

Zebra zu Weihnachten? "Super Idee", hat sich ein großer deutscher Discounter gedacht und einen gewaltigen vorweihnachtlichen Shitstorm geerntet. Doch das angebotene Steppen-Zebra (nicht gefährdet) stammt aus nachhaltiger, legitimer Jagdwirtschaft in Südafrika. Es wurde eingefroren und gesammelt vermarktet für den Export.

Die BILD-Zeitung bat uns um einen Koch- und Geschmackstest. Im Vergleich dazu haben wir Rehwild aus Brandenburg serviert. Eins haben Zebra und Reh gemein: Sie sind artgerecht und in Freiheit aufgewachsen. So weit, so gut. Nur beim postmortalen Tiertransport gibt es einen Unterschied: Das Reh hat 35 km bis nach Berlin hinter sich, das Zebra mindestens 13.000 km.

Unser Fazit: wenn es an Weihnachten etwas Ausgefallenes auf dem Teller sein soll, dann ist unser heimisches Wild eine nachhaltige und ethisch einwandfreie Alternative mit verdammt kurzen Transportwegen. Mehr Werbung für die Jagd geht nicht.

Werbung für die Jagd und im besonderen für die DJV-Tochter Fellwechsel gab es übrigens gestern im Deutschlandfunk. Reinhören in der Mediathek lohnt sich.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und hoffentlich bis Weihnachten noch die eine oder andere Gelegenheit, eines der besten Lebensmittel für Familie und Freunde dort zu erwerben, wo es aufwächst: in Wald und Feld.

In diesem Sinne: Waidmannsheil,

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Grüne Woche: Bedrohte Arten der Feldflur im Mittelpunkt

Mit dem Schwerpunktthema „Lebensraum Feldflur“ macht der DJV auf den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt im Offenland aufmerksam. Messebesucher können sich auf der Internationalen Grünen Woche 2019 (IGW) über den Facettenreichtum der Jagd informieren.

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Wildbret-Abgabe: die meisten Jäger fallen nicht unter das Verpackungs-gesetz

Das vom DJV in Auftrag gegebene Gutachten bestätigt, dass nur Jäger vom neuen Verpackungsgesetz betroffen sind, die gewerbsmäßig mit Wildbret handeln. Dennoch gibt es einige wichtige Dinge zu beachten.

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Ehrenamt: Jäger sind Vorbilder

Die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement ist bei Jägern deutlich höher ausgeprägt als im Bundesdurchschnitt. 41 Prozent sind aktiv im Ehrenamt, Frauen sogar noch mehr als Männer. Rund 86 Millionen Euro geben Jäger allein für Naturschutzarbeiten aus.

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Weihnachtsbraten mit gutem Gewissen

Aus dem Wald auf den Tisch: Wildfleisch aus heimischer Jagd ist gesund, lecker und einfach in der Zubereitung. Wer Weihnachten in den Genuss der Delikatesse kommen möchte, sollte sich rechtzeitig kümmern.

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Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände
für den Schutz von Wild, Jagd und Natur
Torsten Reinwald, Pressesprecher
Chausseestraße 37, 10115 Berlin
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DJV Newsletter November #5 30/11/18

Berlin, 30. November 2018

Liebe Jägerinnen und Jäger,

sicher haben Sie es den Medien entnommen: Ein Gemeindemitarbeiter im niedersächsischen Steinfeld soll am vergangenen Mittwoch von einem Wolf gebissen worden sein. Im Anschluss wollten viele Medien wissen, wie wahrscheinlich es sei, dass es sich wirklich um einen Wolf gehandelt habe. Wichtig für uns ist: keine Spekulationen! Wollen wir glaubwürdig bleiben, müssen wir auf der Basis von Fakten argumentieren. Im Moment müssen wir die Untersuchungsergebnisse des Senckenberg-Institutes abwarten.

Unsere Kernforderung bleibt jedoch: Der Wolf gehört ins Jagdrecht, um in Konfliktfällen schneller und unbürokratischer als zum gegenwärtigen Zeitpunkt eingreifen zu können. Dies fordert übrigens auch die CDU/CSU-Fraktion in einem Positionspapier, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Eine langfristige gesellschaftliche Akzeptanz des Wolfes kann nur hergestellt werden, wenn der Wolf den Menschen respektiert. Dazu gehört unserer Ansicht nach, dass der Wolf lernt, Nutztiere und menschliche Siedlungen zu meiden. Wie denken Sie darüber? Diskutieren Sie gern mit auf Facebook oder Twitter.

+++ Aktuelles zur ASP in Belgien +++

In Belgien ist die Zahl der infizierten Tiere auf 184 gestiegen.

Wir wünschen Ihnen an diesem Wochenende ein kräftiges Waidmannsheil für alle laufenden Treib- und Drückjagden!

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Bundesverwaltungsgericht verwehrt einem Jäger den Schalldämpfer

Ein Urteil des Bundesverwaltungs-gerichts verschärft die Rechtsunsicherheit bei der Frage, ob Jäger Schalldämpfer besitzen dürfen. Der DJV kritisiert das Urteil und sieht jetzt den Gesetzgeber in der Pflicht.

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DJV begrüßt Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion zum Wolf

Nach Hochrechnungen leben bereits jetzt mehr als 1.000 Wölfe in Deutschland. Die länderübergreifende Population ist im günstigen Erhaltungszustand. Der Wolf sollte ins Bundesjagdgesetz überführt werden.

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Afrika-Preis 2018: Artenschützer aus Tansania ausgezeichnet

Der Biologe und Artenschützer Gerald Bigurube aus Tansania erhält den Afrika-Preis 2018 für sein Lebenswerk im Bereich des Wildtierschutzes. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble überreicht den durch die Deutsche Afrika Stiftung initiierten Preis in Berlin.

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DJV Newsletter November #4 23/11/18

Liebe Jägerinnen und Jäger,

einige Medien hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass der Weg zu einem Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) geebnet sei. Dies hätten Forscher in Spanien bestätigt. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat die Aussage uns gegenüber jedoch relativiert. Bis ein solcher Impfstoff zum Einsatz käme, vergingen noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, so das FLI.

Das Ergebnis der Spanier sei lediglich die Entdeckung eines möglichen Impfstoffkandidaten, der aus einem ASP-Virus aus dem Baltikum extrahiert wurde. Nach wie vor fehlen Daten zu Schutzwirkung, Sicherheit und Verträglichkeit des Impfstoffkandidaten. Daher sei mit einer kurz- bis mittelfristigen Verfügbarkeit zur Immunisierung von Wildschweinbeständen nicht zu rechnen, so das FLI.

Womit Sie aber mittelfristig in jedem Fall rechnen können, ist der Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen im kommenden Jahr. Dieser findet am 15. und 16. Juni in Kranichstein statt. Hier geht's zur Ausschreibung.

Und aufgepasst - der DJV vergibt Preise: Bis zum 31. Dezember 2018 können sich Journalisten auch weiterhin für den DJV-Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“ bewerben. Die besten Arbeiten - Artikel, Audio-Feature, Film oder Online-Beiträge  - werden mit je 5.000 Euro prämiert. Mitmachen lohnt sich!

+++ Aktuelles zur ASP in Belgien +++

In Belgien ist die Zahl der infizierten Tiere bislang nicht weiter angestiegen. Sie liegt bei 167 Tieren. Die Belgischen Behörden haben zuletzt die Kernzone um ca. 2.200 Hektar nach Nord-Osten vergrößert.

Wir wünschen Ihnen an diesem Wochenende ein kräftiges Waidmannsheil für alle laufenden Treib- (vielen Dank für den berechtigten Hinweis aus Niedersachsen per E-Mail) und Drückjagden!

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Igeln über den Winter helfen

Eigentlich halten Igel jetzt Winterschlaf. Einige Tiere sind jedoch noch aktiv. Der DJV erklärt, woran der Laie hilfebedürftige Tiere erkennt und was Gartenbesitzer für den Igelschutz tun können.

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Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen 2019 mit neuem Reglement

Im Juni 2019 richtet der Deutsche Jagdverband den Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen im hessischen Kranichstein aus. Es wird ein neues Reglement geben, das sich über alle Wertungsklassen erstreckt. Bläserinnen und Bläser können sich ab sofort anmelden.

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DJV Newsletter November #3 16/11/18

Liebe Jägerinnen und Jäger,

es gibt eine Menge Dinge, die zunächst kurios erscheinen, dann aber doch irgendwie Realität sind: Eins davon ist das neue Verpackungsgesetz. Dieses tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft. Es sieht vor, dass sich jeder registrieren muss, der Verpackungen gewerbsmäßig in Umlauf bringt. Ob es für Jäger gilt, die ihr Wildbret vakuumiert abgeben, ist bislang in vielen Fällen noch unklar. Wir haben einen Verpackungsrechtsexperten (auch das gibt es) beauftragt, die offenen Fragen zu beantworten. In jedem Fall raten wir zunächst von einer Registrierung ab! Mehr Informationen finden Sie in unserem aktuellen Fragen-und-Antworten-Papier, das voraussichtlich Anfang Dezember vervollständigt wird.

Aktuelles zur ASP:

Die Anzahl der an der ASP erkrankten Wildschweine in Belgien hält sich relativ konstant. Sie ist leicht gestiegen auf 167 Tiere.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und auf den Drückjagden Waidmannsheil!

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Deutscher Jagdrechtstag beschäftigt sich mit den Themen Wolf und ASP

Der Deutsche Jagdrechtstag hat vom 4. bis zum 9. November in Berlin getagt. 70 Fachexperten unterbreiten Empfehlungen für die Bundesregierung. Hier ist die Übersicht.

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DJV klärt für Jäger offene Fragen zum Verpackungsgesetz

Das neue Verpackungsgesetzt tritt im kommenden Januar in Kraft. Ob dieses für Jäger gilt, soll ein Gutachten klären, das der DJV in Auftrag gegeben hat. Erste Antworten liefert der Verband bereits jetzt in einem Frage-Antwort-Papier.

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Winterzeit: Wildtiere sind wahre Überlebenskünstler

Im Herbst stellt sich die Natur auf den Winter ein. Viele heimische Wildtiere haben raffinierte Strategien entwickeln, um die karge Jahreszeit gut zu überstehen.

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Expertenanhörung zum Landesjagdgesetz 14/11/18

Landesjagdverband erläutert Verbesserungsbedarf

13. November 2018, Düsseldorf (MULNV). In der gestrigen Expertenanhörung zur Novellierung des Landesjagdgesetzes im Umweltausschuss des Landtages erläuterten Präsident Ralph Müller-Schallenberg und Vizepräsident Hans-Jürgen Thies die bereits schriftlich eingereichte Stellungnahme des Landesjagdverbandes NRW.
In der zweieinhalbstündigen Anhörung wurde klar, dass die Novellierung des Landesjagdgesetzes ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung ist. Müller-Schallenberg: „Jagd ist anerkannter Natur-, Tier- und Artenschutz! Die angestrebten Verbesserungen des Jagdrechtes sind dringend erforderlich.“
Zugleich erläuterten die Vertreter des Landesjagdverbandes aber auch, dass noch wesentlicher Nachbesserungsbedarf am Entwurf besteht. Dabei geht es insbesondere um die Aufnahme folgender Regelungen:

1.   Uneingeschränkte Aufnahme des Federwilds entsprechend dem Bundesjagdgesetz in das Landesjagdgesetz. Die derzeitige Regelung gilt als nicht praktikabel, ein Schutz bestimmter Federwildarten über ganzjährige Schonzeiten als wirksamer.
2.   Wiedereinführung der Pflichthegeschau beim Rehwild zur Transparenz auch gegenüber der nichtjagenden Bevölkerung.
3.   Ermöglichung flächendeckender Bejagung auch in Naturschutzgebieten zur Abwendung von Seuchengefahren wie der Afrikanischen Schweinepest (Landesnaturschutzgesetz).
4.   Finanzierung der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung aus öffentlichen Mitteln statt aus der Jagdabgabe.

Während die Befragung selbst weitgehend sachlich ablief, versuchen interessierte Kreise auch weiterhin Medien und die Öffentlichkeit zu manipulieren.
So wollen sie glauben machen, alle zukünftig dem Jagdrecht unterstellten Tierarten sollten auch bejagt werden, verschweigen aber, dass die meisten durch die vorgesehenen ganzjährigen Schonzeiten einen deutlich besseren Schutz als im Naturschutzrecht erfahren.
Der Landesjagdverband geht gegen entsprechende Manipulationsversuche vor. Auch Jäger selbst sollten tunlichst die unzutreffende Formulierung „jagdbare Tierarten“ vermeiden, die einen falschen Eindruck vermittelt.
Müller-Schallenberg rechnet damit, dass das künftige Landesjagdgesetz zum neuen Jagdjahr am 1. April 2019 in Kraft sein wird. Er wies darauf hin, dass die Leistungen der Jägerschaft für Natur und Gesellschaft stets parteiübergreifend anerkannt worden seien.


Seminare 13/11/18

Ganztagsseminar in den Räumen der JAGDPARCOURS BUKE GMBH am 14. Dezember 2018

Verwertung und Zubereitung von Wildbret – Tipps und Tricks für leckere Schwarzwildgerichte
Wild ist ein ökologisches und hochwertiges Lebensmittel. Auch neben den Buchstaben von Gesetzen und Verordnungen gilt es eine Menge zu beachten, damit Ihr Wildessen zum Genuss wird.
In diesem Jahr beschäftigen wir uns am 14. Dezember intensiv mit dem Schwarzwild. Im Rahmen dieses Seminars wird Ihnen anschaulich gezeigt, welche Schritte sie beachten müssen, um aus einem fachgerecht erlegten Stück Schwarzwild eine leckere und schmackhafte Mahlzeit zubereiten zu können.
Mit Dr. med. vet. Michael Schürmann und der Wildköchin Ina-Maria Klups konnten wir namhafte Praktiker gewinnen.

Teilnahmegebühr: 50,- € inkl. Verpflegung

 

Halbtagesseminar „Hege und Bejagung von Wildkaninchen“ am 14. Dezember in Rheinberg
Wildkaninchen – man hat sie oder man hat sie nicht – so sagen einige Jäger.
Im LJV Lehrrevier wurde Anfang der 1990er ein hervorragender Besatz aufgebaut und bis heute nachhaltig bewirtschaftet. Dass man dort einiges von dieser kleinen und schnellen Niederwildart versteht, zeigt sich an den hohen Jahresstrecken.
Anders in so manchen NRW Revieren, dort sind Wildkaninchen durch Myxomatose und Chinaseuche oft so stark reduziert worden, dass sie jetzt dringend der hegenden Hand des Jägers bedürfen.
Im Rahmen dieses LJV-Seminars werden u. a. die Rückgangsursachen und typische Wildkrankheiten beleuchtet sowie Praxisempfehlungen zur Biotopverbesserung und nachhaltigen Bejagung vorgestellt. Eine Exkursion zu den Kaninchenvorkommen im Lehrrevier schließt sich an.

Teilnahmegebühr: 15,- € inkl. Verpflegung


Anmeldungen für die Seminare:

Landesjagdverband NRW
Geschäftsstelle
Frau Martina Junge
Gabelsbergerstr. 2
44141 Dortmund
Tel.: 0 23 04 – 2 50 55 85     Fax.: 0 23 04 – 9 78 96 10

E-Mail: mjunge@ljv-nrw.de


DJV Newsletter November #2 9/11/18

Liebe Jägerinnen und Jäger,

wenn es um Waffen in Privathand geht, sind die Deutschen skeptisch: In einer repräsentativen Umfrage stimmten 71 Prozent dafür, den privaten Waffenbesitz zu verbieten, 83 Prozent wollen die "Waffen für Brauchtum, Sport und Freizeit" in einem zentralen Lager sehen (Statista, 2016). Für uns Jäger ist das natürlich aus vielerlei Hinsicht nicht akzeptabel. Deshalb müssen wir über das Thema Waffen reden und zwar mit ausnahmslos allen, die uns dazu fragen. Kürzlich fragte der Sender 3sat an, der eine 45-minütige Dokumentation über den Legalwaffenbesitz in Deutschland drehen wollte. Mit Unterstützung des Landesjagdverbandes Brandenburg begleiteten wir den Dreh und interviewten im Anschluss die Redakteurin. Ihr Fazit: "Es ist etwas anderes, einen Jäger zu begleiten, als die Informationen im Internet zu lesen". Die Wissenschaftsdoku "Die neue Lust am Schießen - Werden Schusswaffen salonfähig?" ist seit gestern in der 3sat-Mediathek abrufbar. Ein sachlicher, sehr informativer und ausgewogener Bericht. Schauen Sie rein, es lohnt sich.

Aktuelles zur ASP:

Erstmals steigt die Zahl der in Belgien aufgefundenen, verendeten Tiere nicht mehr so stark an wie in den Wochen seit Bekanntwerden der ASP. Sie liegt jetzt bei 161 Tieren. Alle wichtigen Informationen zur ASP finden Sie auf www.jagdverband.de/ASP.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und viel Waidmannsheil für die laufende Jagdsaison,

Ihre DJV-Pressestelle

 

"Es ist etwas anderes einen Jäger zu begleiten, als die Informationen im Internet zu lesen."

Am Donnerstag, 8. November strahlt 3Sat die Wissenschaftsdoku „Die neue Lust am Schießen - Werden Waffen salonfähig?“ aus. Wir haben den Dreh begleitet und die zuständige Redakteurin und Nichtjägerin Greta Zimmermann interviewt.

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Umweltministerkonferenz soll Lösungen präsentieren

DJV fordert pragmatische Lösungen im Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen: Nachhaltige Entnahme von Einzeltieren oder Rudeln widerspricht nicht dem Schutzzweck.

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Vogelwarten: Ringfunde melden!

Werden beringte Gänse oder Enten erlegt, liefern die Daten der Vogelringe wichtige Erkenntnisse, beispielsweise über ihr Zugverhalten. Erfolgt diese Weitergabe von Ringdaten an die zuständigen Vogelwarten nicht, gehen viele wertvolle Informationen unnötigerweise verloren.

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Afrikanische Schweinepest: Land mahnt weiterhin zu Umsicht 7/11/18

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser: "Einschleppungsgefahr ist nach wie vor hoch"          

6. November 2018, Düsseldorf (MULNV). Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser bittet weiterhin um achtsames und aufmerksames Verhalten in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest: "Die Gefahr der Einschleppung ist nach wie vor hoch. Es ist sehr wichtig, dass sich alle so verantwortungsbewusst wie möglich verhalten, um einen Ausbruch hierzulande zu verhindern." Als Hauptübertragungsquellen der ASP gilt neben den Wildschweinen vor allem das Verhalten von Menschen. So kann der Erreger über Kleidung, Autoreifen oder Nahrungsmittel, wie zum Beispiel ein achtlos entsorgtes Wurstbrot übertragen werden.  

Ministerin Heinen-Esser ruft abermals die breite Öffentlichkeit - insbesondere Jäger, Förster, Reisende, Fernfahrer, Waldbesucher, Pilzsammler sowie vor allem auch Tierhalter - dazu auf, von Jagdreisen in aktuelle Ausbruchsgebiete abzusehen, keine Lebensmittelreste in offenen Mülleimern zu entsorgen sowie Biosicherheitsmaßnahmen in den Schweine haltenden Betrieben strikt einzuhalten. "Ich unterstütze ausdrücklich den Appell von Bundesministerin Julia Klöckner, auch Pflegekräfte sowie Soldatinnen und Soldaten für die besondere Gefahr der Einschleppung zu sensibilisieren", sagte Ministerin Heinen-Esser. Wichtig sei zudem, Funde von toten Wildscheinen unmittelbar unter der Telefonnummer 0201/714488 oder per Mail an nbz@lanuv.nrw.de der Bereitschaftszentrale des Landesumweltamtes zu melden. Die Zentrale kümmert sich in Abstimmung mit den Kommunen um die schnelle Sicherung und Untersuchung des aufgefundenen Wildschweins.

Per Schreiben hat das Landwirtschaftsministerium explizit die Jägerinnen und Jäger gebeten, auf Hygiene zu achten, keine Jagdreisen insbesondere nach Belgien und andere betroffene Regionen anzubieten und diese zu meiden sowie keine Jagdhunde aus den betroffenen Gebieten einzusetzen. Die Kostenübernahme des Landes für die Trichinenuntersuchung soll auch im Jahr 2019 fortgeführt werden. Zeitnah soll zudem die - maßgeblich durch Nordrhein-Westfalen angeregte - Änderung von Bundesgesetzen in Kraft treten, konkret das Tiergesundheitsgesetz und das Bundesjagdgesetz, um im Ausbruchsfall schneller handeln zu können. Mit der Änderung wird beispielsweise ermöglicht, Gebiete abzusperren, Personen- und Fahrzeugverkehr einzuschränken und vermehrte Fallwildsuche anzuordnen.

Um die aktuelle ASP-Lage fortlaufend zu bewerten und die einzuleitenden Maßnahmen abzustimmen, finden fortlaufend Gespräche mit den Bezirksregierungen und Kreisen statt. Ministerin Heinen-Esser hat daneben unter der Leitung des zuständigen Abteilungsleiters eine abteilungsübergreifende Sonder-Arbeitsgruppe einberufen. Die Ministerin und Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann nehmen regelmäßig an den Sitzungen teil.

Als weitere Vorsorgemaßnahme und Anreiz einer vermehrten Bejagung führt das Land derzeit Gespräche, um die Vermarktung von Wildfleisch zu verbessern. "Gastronomie, Handel und Fleischwirtschaft können dazu beitragen, dass das hochwertige und regionale Produkt besser abgesetzt wird", betonte Ministerin Heinen-Esser.
In den zurückliegenden Monaten wurden in Nordrhein-Westfalen und koordiniert in der gesamten Bundesrepublik eine Vielzahl von Vorsorgemaßnahmen ergriffen, um einem drohenden Ausbruch der Tierseuche zu begegnen. Unter Vorsitz Nordrhein-Westfalens haben Bund und Länder ein koordiniertes und abgestimmtes Vorgehen zur Verhinderung einer Einschleppung der ASP vereinbart. Unter anderem wurden in Nordrhein-Westfalen Krisenübungen durchgeführt, um im Falle eines Ausbruchs der ASP im Wildschweinbestand bestmöglich vorbereitet zu sein. Auch für diesen Fall sieht sich das Umweltministerium gut gerüstet. Eine weitere gemeinsame Krisenübung im Kreis Steinfurt und Kreis Osnabrück wird in Kürze stattfinden.

Weitere Informationen auf den Seiten des Landwirtschaftsministeriums und des Landesumweltamtes:

https://www.umwelt.nrw.de/landwirtschaft/tierhaltung-und-tierschutz/tiergesundheit/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/

 https://www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tiergesundheit/tierseuchenbekaempfung/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/


DJV Oktober #3 19/10/18

Liebe Jägerinnen und Jäger,

in Belgien ist die Zahl der an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verendeten Wildschweine auf 104 Tiere gestiegen. Die Belgische Regierung hat mittlerweile die Maßnahmen angepasst und das 63.000 ha große Sperrgebiet in drei Zonen unterteilt: In der Kernzone herrscht Betretungs-, Bewirtschaftungs- und Jagdverbot. Die darum befindliche Pufferzone darf eingeschränkt betreten werden. In der dritten Zone sind Jagd und Bewirtschaftung möglich. Zusätzlich bilden die zuständigen Behörden regionale Jäger für die verstärkte Wildschweinjagd aus. Auch der Falleneinsatz wird zur Zeit erwogen.

In Deutschland war der Wolf das Hauptthema der vergangenen Woche. Die Länder Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg fordern heute in einer Initiative im Bundesrat ein nationales Konzept, um die Möglichkeit einer Bestandsregulierung vorzunehmen. Wir unterstützen diesen Vorstoß, was nicht bei allen Jägerinnen und Jäger für Zuspruch sorgt. Der Verband würde "die Jägerschaft ins offene Messer laufen lassen", der Vorstoß "Wolf ins Jagdrecht" sei "zu früh" oder wir würden "an der Jägerschaft vorbei" Politik betreiben, schreiben uns Mitglieder auf Facebook. Fakt ist: Der Großteil der Landesjägerschaft steht hinter den Länderinitiativen. In Brandenburg etwa liegt sogar ein einstimmiger Beschluss der Delegiertenversammlung vor. Es sind genau die Länder, die am meisten vom Wolf betroffen sind. Und dann fragen wir Sie: Was wäre die Alternative?

Wollen Sie behördlich finanzierte Wolfsmanager zu jeder Tag- und Nachtzeit in Ihren Revieren, so wie es einige Länder fordern, die ohne Abstimmung mit dem Revierpächter auffällige Wölfe aufsuchen und entnehmen sollen? Wollen Sie eine Aufteilung der Zuständigkeit für Wildtiere? Oder wollen Sie Ihrem Auftrag als Jäger, ehrenamtlicher Naturschützer und Mittler bei Nutzungskonflikten nachkommen und diesem gerecht werden?

Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen und geschlossen hinter dem ländlichen Raum zu stehen. Wenn es um Wildtiere geht, ist und bleibt der Jäger der erste Ansprechpartner. Das gilt auch für verhaltensauffällige Wölfe. Erst wenn der Jagdpächter sich nicht in der Lage fühlt, diese Aufgabe zu übernehmen, muss die Behörde in Abstimmung mit dem Pächter eine Alternative suchen.
Sind Sie anderer Meinung? Dann diskutieren Sie mit auf Facebook.
 

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Wochenende, viel Waidmannsheil,

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Afrikanische Schweinepest: Bundesrat stimmt gesetzlichen Änderungen zu

Ende September hatte der Bundestag wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) Änderungen am Tiergesundheitsgesetz und am Bundesjagdgesetz beschlossen. Diese haben heute den Bundesrat passiert. In Kürze wird auch die Schweinepestverordnung geändert.

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Umgang mit dem Wolf soll sich ändern

DJV begrüßt Bundesratsinitiative zum Wolf: Ein nationales Konzept soll Interessenskonflikte ausgleichen. Wegen des rasant steigenden Bestands wird die Möglichkeit einer Bestandsregulierung gefordert. In der Praxis bietet das Bundesjagdgesetz die besten Voraussetzungen.

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Frage-und-Antwort-Papier zum Wolf

Der Wolf polarisiert. Die Rückkehr des Wolfes hat vielfach positive Emotionen geweckt. Vor allem aus der Ferne betrachtet tendieren viele Menschen zu einer gewissen Euphorie. Anderseits führt die Rückkehr auch zu Konflikten im ländlichen Raum. Der DJV hat Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Wolf zusammengefasst.

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"Aktives Wolfs-management jetzt!"

Aufruf zur Teilnahme an Kundgebung am 10. November 2018 in Potsdam

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LANUV bestätigt Wolfsnachweis in Hünxe (Kreis Wesel) 9/10/18

Pressemitteilung_LANUV_NR...

DJV Newsletter 5/10/18

Berlin, 05. Oktober 2018

Liebe Jägerinnen und Jäger,

packen Sie den Grill noch nicht zur Seite, denn am Wochenende wird es heiß in Leipzig. Wir treten bei den ersten sächsischen Wildgrillmeisterschaften mit dem "Wild-auf-Wild"-Team an und grillen WILD um die Wette. Wir, das sind unser Wild-auf-Wild-Koch Sebastian Kapuhs und Feinkost-Dealer Torsten "Pistole" Pistol von Hardcore-Food. Sie haben vier Stunden Zeit für vier Gänge und müssen nicht nur das Publikum, sondern auch eine Jury überzeugen. Wir sind gespannt und berichten am Wochenende live auf Facebook und Instagram. Schauen Sie mal rein. Auf wild-auf-wild.de gibt es im Anschluss auch die neuen Rezepte! Lassen Sie den Grill also in Reichweite und ... heizen Sie am besten schon mal ein. Sollten Sie in Leipzig und Umgebung wohnen, kommen Sie bitte unbedingt vorbei.

Vielleicht sehen wir uns am Wochenende,

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Europameister im Jagdhornblasen kommen aus Thüringen

Die Bläser aus Ottmannshausen gewinnen die Klasse „Es“. Bereits 2006 wurden sie Europameister, damals im Fürst-Pless-Horn-Blasen.

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Namibia: Uneingeschränktes Bekenntnis zur Bedeutung der Jagd

„Die Annahme ist völlig falsch, dass andere Tourismusformen die Jagd ersetzen könnten“: In einem Brief wendet sich die Namibische Staatsregierung gegen das von Kalifornien geplante Importverbot bestimmter Trophäen.

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Feuertaufe beim Lernort-Natur-Training bestanden

2 Kinder, 10 Teilnehmer und 4 Referenten machten am vergangenen Freitag den Leißlinger Wald in Sachsen-Anhalt zum Lernort Natur. Das Training war Teil der Ausbildung zum DJV-Naturpädagogen.

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Newsletter #05 DJV 28/9/18

Berlin, 28. September 2018

Liebe Jägerinnen und Jäger,

das lange Warten hat ein Ende. Der erfolgreiche Dokumentarfilm "Auf der Jagd - wem gehört die Natur?" ist ab dem 11. Oktober in einer limitierten DJV-Sonderedition erhältlich. Der Clou: Die DVD können Sie noch vor dem offiziellen Verkaufsstart im DJV-Shop (djv-shop.de) erwerben. Die Sonder-edition enthält einen DJV-Aufkleber und einen Extra-Beileger mit Informationen rund um die Jagd sowie einem exklusiven Interview mit der Regisseurin Alice Agneskirchner. Freuen Sie sich auf großartige Naturbilder mit denen Frau Agneskirchner ein unvoreingenommenes und wirklichkeitsnahes Bild der Jagd schafft.

Der Dokumentarfilm zeigt Jagd als gesellschaftliches Phänomen jenseits von Pathos und Natur-Tümelei. Er veranschaulicht nachvollziehbar, dass jeder seine eigene Beziehung zur Jagd hat. Die DVD ist daher ein ideales Geschenk für Freunde und Bekannte, die sich ein objektives Bild über die Jagd machen wollen.

+++ Aktuelle ASP-Meldung aus Belgien +++

Seit dem 13. September 2018 sind bisher 18 ASP-positive Wildschweine in der südbelgischen Provinz Luxemburg gefunden worden (Stand: 27. September 2018). Weitere Informationen zur ASP finden Sie auf den Seiten des DJV.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

Es wird heiß in Leipzig

An der ersten Sächsischen Wildgrillmeisterschaft auf der Messe Jagd und Angeln nehmen 30 deutsche und internationale Teams teil. Mit dabei: das Team „Wild auf Wild“. Der DJV unterstützt den Wettbewerb als offizieller Partner.

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DJV-Präsident Hartwig Fischer kandidiert nicht mehr

Aus gesundheitlichen Gründen verzichtet Hartwig Fischer 2019 auf eine Kandidatur für weitere vier Jahre. Eine Findungskommission soll Personalvorschläge für das geschäftsführende Präsidium sichten.

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"Waschbären kennen keine Ländergrenzen"

Jäger fordern anlässlich der Agrarministerkonferenz einheitliche Standards für die Eindämmung von Waschbär und Co. Unnötige Beschränkungen für die Jagd mit Falle und Waffe sollen fallen.

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Rekord-Jagdbilanz für Wildschweine

Vorläufiges Ergebnis: Über 820.000 Wildschweine haben Deutschlands Jäger in der Saison 2017/18 erlegt. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Etwa 16,4 Millionen Stunden Einsatz waren notwendig.

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Afrikanische Schweinepest in Belgien nachgewiesen 14/9/18

Das ASP-Virus ist noch 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Verantwortlich für die Verbreitung ist der Mensch, etwa über Transitstrecken. Reste infizierter Rohwurst reichen aus für einen Ausbruch der Tierseuche. Der DJV fordert deshalb mehr Biosicherheit an Bahnhöfen, Parkplätzen und Grenzübergängen. 

4. September 2018 (DJV) Berlin

Behörden haben die Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei zwei verendeten Wildschweinen in Belgien festgestellt, etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Nach dem jüngsten Fall in Bulgarien ist das ASP-Virus jetzt offensichtlich in Westeuropa angekommen und hat hunderte Kilometer in wenigen Tagen überwunden. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Mensch verantwortlich ist für die schnelle Verbreitung des für Menschen ungefährlichen, für Haus- und Wildschweine aber tödlichen Viruses. Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert vor diesem Hintergrund von den Behörden, die Biosicherheit insbesondere an Parkplätzen, Bahnhöfen oder Grenzübergängen entlang von Transitstrecken dringend zu verbessern. Dazu gehören verschließbare Abfallbehälter ebenso wie Wildschwein sichere Zäunungen. Der DJV befindet sich daher bereits in enger Abstimmung mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium und dessen nachgeordneten Einrichtungen.

„Die ASP kann jederzeit irgendwo in Deutschland ausbrechen. Ein achtlos entsorgter Rest infizierter Rohwurst reicht aus, um Schweine anzustecken“, sagte Veterinär und DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe. Die Früherkennung eines möglichen Ausbruchs sei entscheidend, um eine Ausbreitung zu verhindern. Nach Angaben europäischer Behörden sterben infizierte Schweine innerhalb kürzester Zeit, die natürliche Ausbreitung des Viruses geht entsprechend langsam voran: etwa 20 Kilometer pro Jahr. „Wir rufen alle Jäger dazu auf, an den Früherkennungsprogrammen der Länder aktiv teilzunehmen. Der reflexartige Ruf nach verstärkter Jagd auf Wildschweine bringt uns nicht weiter“, sagte Dr. Bethe. Vielmehr müssten jetzt besonders Landwirte, Förster und Jäger die Augen offen halten und verendete Wildschweine sofort melden. Verdächtige Wildschwein-Kadaver sollten laut DJV vor Ort liegen bleiben und der zuständige Amtstierarzt muss umgehend informiert werden. Ein Abtransport des Kadavers ist wegen der Verschleppungsgefahr des Viruses nur in einem dichten Behälter durch Experten zulässig.

Das von Jägern mit Wissenschaftlern entwickelte Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) ermöglicht es, Fundorte von Wildschwein-Kadavern schnell und unbürokratisch den Veterinärbehörden zu melden. Gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut hat der DJV zudem einen Maßnahmenkatalog nach dem Werkzeugkasten-Prinzip entwickelt: Je nach Jahreszeit, Topographie oder Vegetation müssen unterschiedlichste Maßnahmen kombiniert werden. Der Maßnahmenkatalog hat Empfehlungscharakter, die Krisenstäbe vor Ort müssen im Seuchenfall dann die besten Maßnahmen kombinieren.

In Deutschland sind die Behörden alarmiert und bereiten sich vielerorts seit längerem auf einen Seuchenfall vor. In den Bundesländern gibt es fertige Krisenpläne. In vielen Bundesländern und Landkreisen wurden auch schon Übungen abgehalten, zum Teil unter Einbeziehung der Jägerschaft.

Aktuelle Informationen zur ASP gibt es auf den Seiten des Friedrich-Loeffler-Instituts.


Was sind die Symptome der ASP bei Schweinen?

Die Infektion führt zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit.

Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen zum Tod des Tieres etwa innerhalb einer Woche. Beim Aufbrechen der Stücke (Entnehmen der Organe durch einen Jäger) sollte auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt. Das Fehlen solcher Auffälligkeiten schließt nicht aus, dass es sich dennoch um ASP handelt. In Schweinebeständen in Afrika überleben Tiere häufig eine Infektion.


Erster ASP-Fall in Bulgarien 3/9/18

In Bulgarien ist ein erster Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen worden. Die Seuche ist an der Ostgrenze im Raum Warna unweit des Schwarzen Meeres ausgebrochen. Der bulgarische Landwirtschaftsminister lässt in einer drei Kilometer breiten Schutzzone alle Schweine auf ASP testen. In Rumänien schlagen Eindämmungsversuche fehl.

3. September 2018, Berlin (DJV). Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist erstmals in Bulgarien nachgewiesen worden. Das bestätigte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am 31. August 2018. Bulgarischen Medien zufolge ist die Krankheit im Dorf Tutrakanzi im Raum Warna ausgebrochen, unweit des Schwarzen Meeres. Sie wurde in sieben Schweinen nachgewiesen, von denen vier bereits tot waren. Drei weitere wurden getötet und entsorgt.

 

Bulgarien hatte im Juli begonnen, einen 130 Kilometer langen Schutzzaun zum im Norden angrenzenden Rumänien zu errichten, wo die Seuche erstmals im Juni 2018 nachgewiesen wurde. Dem landwirtschaftlichen Fachmedium agrarheute.com zufolge ist Rumänien derzeit mit 700 erkrankten Tieren europäischer Spitzenreiter bei ASP-Infektionen in Hausschweinbeständen. Dabei sei auch der größte rumänische Schweinemastbetrieb betroffen, wo in den kommenden Wochen 350.000 Tiere getötet werden sollen.

 

Der Direktor der rumänischen Tiergesundheitsbehörde, Gigu Dragna, hat gegenüber agrarheute.com eingeräumt, dass man sich beim Versuch der Eindämmung auf den Landweg konzentriert habe. Nach mehreren Vorfällen von schwimmenden Hausschweinkadavern in der Donau liege nun die Vermutung nahe, dass Kleinsthalter ihre toten Tiere im Fluss entsorgt hätten und sich die ASP auch über den Wasserweg verbreite.

 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft Jagdreisende in osteuropäische Länder zu besonderer Vorsicht auf. Jäger sollten nach dem Jagdaufenthalt ihre Ausrüstung wie Messer, Bekleidung und Stiefel noch im Gastland sorgfältig reinigen und desinfizieren. Das BMEL empfiehlt Jägern, die mit dem eigenen Auto anreisen, dieses möglichst nicht für Revierfahrten zu nutzen und noch vor Antritt der Rückreise zu desinfizieren. Schwarzwild-Trophäen müssen ebenfalls desinfiziert sein. Der Import von Wurst, Fleischwaren oder Hundefutter aus Restriktionszonen sollte unbedingt vermieden werden. Sollte der Jäger gleichzeitig Schweinehalter sein, bittet das Bundeslandwirtschaftsministerium auf Jagdreisen in betroffene Gebiete zu verzichten. Die größte Gefahr für die Einschleppung der Krankheit nach Deutschland und eine mögliche Verbreitung ist der Mensch - etwa über infizierte und falsch entsorgte Wurstwaren.

 

Links:

https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2018%20BMEL-Publikation%20Was%20Jagdreisende%20tun%20koennen.pdf


Seminar für Jagdhornbläser - 28./29. September in Bielefeld 3/9/18

3. September 2018, Dortmund (LJV-NRW). Es handelt sich um ein Grundlagenseminar für B- und Es-Hornbläser. Das Seminar wird in jeweils einer Gruppe für B und Es durchgeführt. Für die Teilnahme am Seminar sind Kenntnisse der Grundlagen des B – und Es-Hornblasens Voraussetzung.
Mit Carsten Porath und Günter Lunemann sowie den LJV-Obleuten Michael Müller und Birte Lütke-Bornefeld stehen erfahrenen Jagdmusiker als Referenten zur Verfügung.
Am Freitagabend und Samstag werden Themen wie Ansatz, Atmung und Blastechnik, Instrumentenkunde, Erarbeiten von Vortragsstücken, Übungstipps, Hörnerklang, Nachwuchsarbeit und vieles mehr besprochen. 
Es stehen je Gruppe (B und Es) jeweils 25 Plätze zur Verfügung. Bitte bei der Anmeldung angeben für welche Gruppe (B oder Es) diese gilt. Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern.

Seminargebühr: 75,00 €
Anmeldeschluss: 16. September

Anmeldungen an:
Landesjagdverband NRW
Frau Martina Junge
Gabelsbergstr. 2, 44141 Dortmund
Tel.: 02304 / 250 5586 (Mo. bis Do. 08:00 – 10:00 Uhr und 14:30 – 17:00 Uhr)
Fax.: 02304 / 978 9610
E-Mail: mjunge@ljv-nrw.de

Imagefilm „Jagd - Natur leben, lieben und schützen!“ läuft auf Schalke 2/9/18

3. September 2018, Dortmund (LJV-NRW).
Im Vorprogramm des gestrigen Spiels FC Schalke 04 gegen Herta BSC lief der Imagefilm des Landesjagdverbandes NRW „Jagd - Natur leben, lieben und schützen“ http://bit.ly/2oyXweM.

Auch vor Schalkes kommenden beiden Bundesliga-Heimspielen (gegen Bayern München am 22. September und gegen den 1. FSV Mainz 05 am 29. September) wird der Film gezeigt werden.

Ohne die großzügige und spontane Unterstützung von Schalke-Boss Clemens Tönnies, nachdem er das Video über die Jagd in NRW gesehen hatte, wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön an ihn und den FC Schalke 04!


 



Sicherheit geht vor Jagderfolg! 26/7/18

Berlin, 20. Juli 2018

Liebe Jägerinnen und Jäger,

Sicherheit geht vor Jagderfolg! Ein Grundsatz, der bei jeder Jagd – wirklich bei jeder – beachtet werden muss. Und doch passieren Unfälle – drei innerhalb der vergangenen Tage: Nach dem tragischen Vorfall mit einem angeschossenen Mädchen am vergangenen Wochenende in Thüringen haben sich in dieser Woche zwei tödliche Jagdunfälle ereignet – in Thüringen und in Nordrhein-Westfalen.

Wir sind entsetzt und tief betroffen. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen. Das ließ der DJV auch in einer Stellungnahme gegenüber der Presse verlautbaren. Es muss nun alles getan werden, um die Ursachen zu ermitteln. Jeder Unfall ist einer zu viel, auch wenn es nur sehr selten dazu kommt: 2016 gab es neun Verletzte durch Schusswaffen bei der Jagd, 2017 zwei Menschen – und bedauerlicherweise zwei Tote.

Unglücke oder auch das Fehlverhalten einzelner Jäger fallen fast immer auf die gesamte Jägerschaft zurück. Sollten Journalisten Sie zu den aktuellen Unfällen oder Jagdunfällen im Allgemeinen anfragen, bitten wir Sie darum, den DJV oder Ihren jeweiligen Landesverband zu informieren. Die Verbände sind erfahren in der Krisenkommunikation und können Hinweise und Unterstützung geben.

Sicherheit hat höchste Priorität bei der Jagd. Erfahrene Jäger wissen das und doch ist es wichtig, sich die Sicherheitsmaßnahmen immer wieder vor Augen zu führen. Der DJV hat zum Thema „Sicherheit bei der Jagd“ ein Video auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht.

Wir wünschen Ihnen trotz der schrecklichen Ereignisse ein gutes Wochenende,

Ihre DJV-Pressestelle

"Jeder Unfall ist einer zu viel"

Der Deutsche Jagdverband zeigt sich tief betroffen über den tödlichen Jagdunfall bei Unterwellenborn (Thüringen). „Wir sind entsetzt und tief betroffen. Jeder Unfall ist einer zu viel, auch wenn es nur sehr selten dazu kommt“, teilte der DJV mit.

Zur Meldung

Kind angeschossen - Jagdunfall?

In Thüringen ist am vergangenen Sonnabend ein sechsjähriges Mädchen angeschossen und schwer verletzt worden. Im nahe gelegenen Wald fand zeitgleich eine Jagd statt. Die Polizei ermittelt nun gegen sieben tatverdächtige Jäger. Der DJV bedauert den Unfall und spricht sein Mitgefühl aus.

Zur Meldung

Raus aus der Stadt - mit "Nettis Naturkindern" auf Erlebnisreise

Beeren pflücken, Wildsteaks grillen, Karpfen füttern, ein Insektenhotel aufstellen – DJV-Präsident Hartwig Fischer und Spargelbauer Heiner Meyer empfangen Stadtkinder aus Hamburg für einen gemeinsamen Tag in der Natur.

Zur Meldung
DJV Deutscher Jagdverband

Fiep-Show beim Rehwild 24/7/18

Im August geht es wild her in Feld und Flur: Das Reh hat Paarungszeit.
Im Rahmen der Aktion "Gemeinsam Jagd erleben" laden Jäger vielerorts dazu ein, dieses spannende Spektakel hautnah zu beobachten.

(Berlin, 6. Juli 2018) Selten kann Rehwild aus so geringer Distanz beobachtet werden wie während der Paarungszeit Anfang August.
Dann können Jäger durch das Imitieren des Ricken-Fiepens (dem Lockton desweiblichen Rehs) Rehböcke reizen.
Es ist der perfekte Zeitpunkt, umJagdgästen zu zeigen, was Jagd ausmacht: Ruhe, Naturbeobachtung, Spannung, Wissen und Faszination.
Naturinteressierte Menschen sind im Rahmen von „Gemeinsam Jagd erleben“, einer Aktion von DeutscherJagdverband (DJV) und dlv-Jagdmedien, eingeladen,
dieses Schauspiel mitzuerleben. „Gemeinsam Jagd erleben“ bringt bereits im vierten Jahr Jäger und Nichtjäger zusammen und informiert über die Facetten der Jagd.

„Wir machen unsere Passion transparent und zeigen, was Jäger tun und warum sie es tun“, sagt Dr. Hermann Hallermann, Vizepräsident des DJV.
„Was könnte einen besseren Einblick verschaffen, als selbst dabei zu sein?“ Ob Beobachten von Wild, gemeinsames Wild grillen, Hochsitzbau
oder Biotoppflege – in den Jagdrevieren gibt es viel zu erleben.
Interessierte können sich beim DJV oder einem seiner 15 Landesjagdverbände melden. Nach Möglichkeit nehmen Jägerinnen und Jäger Interessierte mit ins Revier.
Wer sein Erlebnis in Wort und Bild festhält (Minimum: 280 Zeichen) und den Bericht per E-Mail an jaeben@jagderleben.de sendet, kann hochwertige Preise gewinnen.
Weitere Informationen gibt es unter
und bei

Einsendeschluss ist der 30. November 2018. Die Aktion "Gemeinsam Jagd erleben" findet seit 2015 statt.
Sie hat das Ziel, Nichtjäger über die Jagd zu informieren, die Begeisterung für die Natur zu wecken oder auch mit Vorurteilen über die Jagd aufräumen.

Fokus Biodiversität 29/6/18

DJV legt Eckpunktepapier für die GAP-Reform 2020 vor. Ökologische Vielfalt muss Produktionsziel werden. Fördermaßnahmen sollten weniger bürokratisch sein.

Blhstreifen im Feld Quelle BrnerDJV
Blühstreifen im Feld (Quelle: Börner/DJV)

28. Juni 2018 (DJV) Berlin

Biologische Vielfalt muss ein Produktionsziel der Landwirtschaft werden: Nach Veröffentlichung der Verordnungsentwürfe zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 durch die EU-Kommission Anfang Juni sieht der Deutsche Jagdverband (DJV) die Bundesregierung in der Pflicht, einen nationalen Strategieplan zu entwickeln. Ziel muss es sein, die Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten in der Agrarlandschaft zu steigern. Der DJV hat heute ein entsprechendes Eckpunktepapier mit Forderungen für die Neuausrichtung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) ab 2020 vorgelegt.

Der DJV begrüßt die angestrebte Weiterentwicklung und Neuausrichtung der GAP. Angesichts des Verlustes von biologischer Vielfalt im agrarisch genutzten Raum sieht es der DJV als dringend notwendig an, die Förderstrukturen gezielter und insbesondere auch unbürokratischer auszurichten. Derzeit werden 50 Prozent der Ackerfläche Deutschlands (6,8 Mio. Hektar) mit nur noch drei Fruchtarten – Mais, Raps und Weizen – bestellt und intensiv bewirtschaftet. Ein Profiteur ist das anpassungsfähige Wildschwein, das dort in der Vegetationsperiode von Anfang Mai bis in den Oktober nur schwerlich bejagt werden kann. Auch anpassungsfähige Fleischfresser wie der heimische Fuchs oder der eingeschleppte Waschbär kommen gut in unserer Kulturlandschaft zurecht, die Bestände steigen. Auf dem Rückzug sind hingegen spezialisierte Arten wie Feldhase, Rebhuhn oder Fasan und andere Bodenbrüter sowie viele weitere auf Agrarlebensräume angewiesene Arten von Flora und Fauna.

Jagdschneise im Frhjahr

Jagdschneise im Frühjahr (Quelle: DJV)

Der Aufbau eines wissenschaftlichen Monitoringzentrums zur Biodiversität ist längst überfällig. Der DJV sieht hier gute Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Monitoringprogramm WILD (Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands).

 

 

DJV-Kernforderungen im Überblick:

  • Keine Kürzung des EU-Agrarhaushaltes
  • Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zur Notwendigkeit der Neuausrichtung der GAP.
  • Abkehr von starren Greening-Regeln und -vorschriften. Stattdessen sollten sich Direktzahlungen an den Zielen des Umwelt-, Natur- und Klimaschutzes vor Ort orientieren. Hierfür muss Deutschland qualitative und quantitative Anforderungen festlegen.
  • Den rechtlichen Rahmen auf nationaler Ebene flexibilisieren und vereinfachen: Mögliche Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität sollten über Ziele definiert werden und nicht über technische Details – etwa Blühstreifenbreite und -länge, Wuchshöhe, Fristen für Ansaat und Bearbeitung, eingesetzte Technik, Flächenschärfe im Agrarantrag.
  • Anerkennung von örtlichen Konzepten und Kooperationen als Beitrag zum Erreichen der Biodiversitätsziele.
  • Einführung gestaffelter Zusatzprämien innerhalb des Systems der Direktzahlungen (1. Säule) für gezielte Biotop- und Artenschutzmaßnahmen
  • Stärkere Verzahnung von erster (altes Greening) und zweiter Säule (AUM, Investitionsprogramme)
  • Erhalt und Pflege von Grünland mit dem zusätzlichen Fokus auf Bodenbrüter- und Jungwildschutz

 


Wolf in Polen beißt zwei Kinder und wird erschossen 28/6/18

In Ostpolen soll ein Wolf am Dienstag zwei Kinder angegriffen haben. Der Vorfall habe sich im Dorf Przynslup an den Grenzen zu Slowakei und Ukraine ereignet. Unmittelbar nach dem Übergriff sei der Wolf erschossen worden. DJV: Untersuchungsergebnisse abwarten. 

28. Juni 2018 (DJV) Berlin

In Polen soll am vergangenen Dienstag ein Wolf zwei Kinder angegriffen und verletzt haben. Im Anschluss sei das Tier nach Verordnung durch eine regionale Umweltbehörde von einem Jäger erschossen worden. Dies bestätigte der Polnische Jagdverband heute gegenüber dem Deutschen Jagdverband (DJV). Der Vorfall soll sich im Karpatenvorland im Dorf Przynslup nahe der slowakischen Grenze ereignet haben. Der Wolf soll zuerst ein 8-jähriges Mädchen verletzt haben, kurze Zeit später wenige hundert Meter entfernt einen 10-jährigen Jungen. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich. Beide Kinder werden polnischen Medien zufolge derzeit im Krankenhaus behandelt. Polnische Medien berichten jetzt, dass vermutlich derselbe Wolf wenige Wochen zuvor bereits eine Frau auf einem Campingplatz gebissen haben soll.

Ein Jäger wurde nach der Beißattacke auf die Kinder beauftragt, das Tier zu töten, was ihm nach Medienberichten am selben Tag mit Unterstützung der Polizei gelang. Veterinäre sollen den Tierkörper nun auf Tollwut untersuchen und anhand der DNA eine mögliche Hybridisierung prüfen. „Wir müssen die Untersuchungen abwarten, um eindeutig festzustellen, ob es tatsächlich ein Wolf war. In Deutschland muss es unabhängig davon möglich sein, Einzeltiere oder ganze Rudel unverzüglich zu töten, wenn sie verhaltensauffällig sind“, sagte Helmut Dammann-Tamke, zuständig für den Wolf im DJV-Präsidium. Eine natürliche Scheu vor dem Menschen besitze der Wolf nicht, er müsse lernen, sich vom Menschen und seinen Nutztieren fernzuhalten, so Dammann-Tamke weiter. Anders als das Bundesamt für Naturschutz bewertet der DJV es bereits als verhaltensauffällig, wenn sich Wölfe mehrfach tagsüber Siedlungen nähern oder nachts queren.


Bundesjägertag 2018: Delegierte besuchen erfolgreiches Vogelschutzprojekt 21/6/18

Etwa 400 Delegierte und Gäste kamen Mitte Juni nach Bremen. Lebensraum gestalten und Fressfeinde bejagen: BUND und Landesjägerschaft Bremen demonstrierten im Bremer Blockland erfolgreichen Wiesenbrüterschutz. ASP, Wolf, Artenschutz: Experten diskutierten auf dem Podium über drängende jagdliche Fragen.

(Berlin, 21. Juni 2018) Vergangene Woche trafen sich etwa 400 Delegierte und Gäste auf dem Bundesjägertag in Bremen. Schwerpunkte waren erfolgreicher Wiesenbrüterschutz in der Praxis und eine Podiumsdiskussion zu den aktuellen jagdpolitischen Themen Wolf, Afrikanische Schweinepest (ASP) und Artenschutz in Agrarlandschaften.

Die Landesjägerschaft Bremen zeigte zusammen mit dem BUND auf einer Exkursion ins Bremer Blockland die erfolgreiche Zusammenarbeit für den Vogelschutz. Seit 2014 hat sich dort die Anzahl der Wiesenbrüter mehr als verdoppelt - durch Kombination von Lebensraumverbesserung und Fuchsbejagung. 2018 gab es erstmals mehr als 500 Brutpaare. Besonders erfolgreich ist der Kiebitz mit 350 Brutpaaren. Eindrucksvoll ist die Entwicklung beim Großen Brachvogel: Innerhalb von vier Jahren ist die Zahl der brütenden Vogelpärchen von 10 auf 50 gestiegen.

Im Anschluss an die Delegiertenversammlung diskutierten Experten zu den Themen Wolf, ASP und Artenschutz in Agrarlandschaften. Teilnehmer der Diskussion waren Jürgen Hammerschmidt (Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossen und Eigenjagdbesitzer), Bernd Bahr (Bundesverband Deutscher Berufsjäger), Gregor Beyer (Forum Natur Brandenburg), Gerhard Dohme (Deutscher Bauernverband), Max Freiherr von Elverfeldt (Familienbetriebe Land und Forst NRW) und DJV-Präsident Hartwig Fischer. Auf dem DJV-Facebook-Kanal kann die Aufzeichnung der Diskussion verfolgt werden. Auf Anfrage stellt der DJV die Diskussionsbeiträge zum Herunterladen bereit.

Ausgewählte Zitate aus der Podiumsdiskussion

DJV-Präsident Hartwig Fischer zum Wolf: „Die Population des Wolfes wächst jährlich um 30 Prozent, entsprechend nehmen die Konflikte zu. Mobile Eingreiftruppen, die auffällige Wölfe letal entnehmen sollen, lehnen wir ab. Erster Ansprechpartner muss der Revierpächter sein. Wir schlagen eine Opt-out-Lösung vor: Lehnt der Pächter ab, kann die Behörde in Abstimmung mit ihm eine Alternativlösung suchen."

Wildmeister Bernd Bahr (Vorsitzender Bundesverband der Berufsjäger) zu Afrikanische Schweinepest (ASP) und Nachtsichtoptik: „Die Nachtzieltechnik wird uns nicht weiter bringen (...) Jeder Schritt weiter in der Technisierung macht die Jagd ärmer. Wenn wir ausgerüstet wie das Militär gegen das Wild vorgehen, leidet die Akzeptanz der Jagd in der öffentlichen Wahrnehmung.“

Gregor Beyer (Geschäftsführer Forum Natur Brandenburg) zum Thema ASP: „Wenn die ASP ausgebrochen ist, ist es zu spät. Wir brauchen jetzt eine Strategie. (...) Stattdessen führen wir alle möglichen Scheindebatten über Nachtzielgeräte."

Gerhard Dohme (stv. Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes) zum Thema Wolf: „Auf Deichen und in Heidelandschaften hat der Wolf nichts verloren. Da müssen wir konsequente Entnahmen durchführen."

Jürgen Hammerschmidt (Vorsitzender BAGJE) zum Thema ASP: „Jagdschneisen unter 1 Prozent der gesamten Feldfläche sind bereits hilfreich bei der Schwarzwildbejagung. Eine Beantragung ohne bürokratische Hürden, etwa großartige Vermessung, muss möglich sein."

Max Frhr. von Elverfeldt (Vorstandsvorsitzender des Verbandes Familienbetriebe Land und Forst NRW) zum Thema Artenvielfalt in der Kulturlandschaft: "Das Problem ist in unseren Köpfen: Es kommt darauf an, was wir sehen wollen und wofür wir ein Gespür haben. Der Acker muss so angelegt werden, dass auch Wildtiere etwas davon haben. Das muss in die Köpfe."


Medienbeiträge zum Bundesjägertag 2018

http://bit.ly/Buten_un_Binnen

http://bit.ly/Weser_Kurier

 

Im Rahmen des Bundesjägertages fand eine Exkursion ins Bremer Blockland statt.
Quelle: Kapuhs/DJV

Die dunkle Seite der Tierrechte 15/6/18

(Berlin/Bremen, 15. Juni 2018) Menschenrechte für Tiere und vegane Ernährung für alle: Weil kein empfindungsfähiges Wesen mehr leiden solle, entwickelt die Tierrechtslobby gefährliche antidemokratische Allmachtsphantasien. Die Jagd soll ebenso verboten werden wie Haus- und Nutztiere oder Nahrungsmittel wie Eier, Käse und Honig. Der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht anlässlich des Bundesjägertages ein Comic und zeigt, welche Konsequenzen die Forderung hätte, dass jedes Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und Glück habe. "Fressen und gefressen werden ist ein Gesetz, das auf der Erde gilt, seit es Lebewesen gibt. Bereits hier versagt die Glückstheorie der Tierrechtsszene jämmerlich: Ein Löwe, der eine Gazelle frisst, empfindet sicherlich etwas anderes als seine Beute", sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Einige Philosophen wie David Pearce wollen dieses Dilemma jetzt lösen und forschen an Möglichkeiten, Fleischfresser genetisch auf vegane Ernährung umzuprogrammieren. "Tierrechtsanhänger haben offensichtlich Schwierigkeiten, die Natur so zu akzeptieren, wie sie ist. Wir Jäger leben von und mit der Natur, Jagd ist eine ursprüngliche schonende Nutzung", so Fischer. Es gehe nicht darum, Ernährungsformen zu verdammen, sondern vielmehr darum, nachhaltig mit der Natur umzugehen. Toleranz und Realitätssinn seien gefragt.

„Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Mensch“: Die Gründerin der wohl bekanntesten Tierrechtsorganisation PETA, Ingrid Newkirk, prägte diese provokante These. Um Menschenrechte für Tiere durchzusetzen, schrecken radikale Verfechter auch vor Beleidigungen und Straftaten nicht zurück. "Dies können und werden wir nicht tolerieren", sagte DJV-Präsident Fischer. Deshalb geht der Dachverband gegen Hetze im Internet vor. Eine junge Jägerin, Sinah B., bekannt als "Waidfräulein", hat kürzlich mehr als 2.000 Hasskommentare auf Facebook erhalten, weil sie einen erlegten Fuchs zeigte. „Widerliches Stück Dreck, du bekommst noch, was du verdienst“, ist noch eine vergleichsweise harmlose Äußerung. Selbst davor, die Betroffene zu Hause aufzusuchen und einzuschüchtern, schreckten selbsternannte vermeintliche „Tierrechtler“ nicht zurück. Alle relevanten Rechtsverletzungen sind zwischenzeitlich zur Anzeige gebracht. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Namen und IP-Adressen der teilweise unter Pseudonym agierenden Täter ermittelt. "Wer glaubt, aus der vermeintlichen Anonymität des Internets heraus Straftaten zu Lasten einer jungen Jägerin begehen zu können, dürfte sich bald wundern", sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer.

Anschauen können Interessierte das Kurzvideo auf Facebook und YouTube.


Umweltbildung mit Jägern immer beliebter 14/6/18

Innerhalb von sechs Jahren hat die Bildungsinitiative Lernort Natur weiter an Bedeutung gewonnen. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Zahl der pädagogisch tätigen Jäger ist in sechs Jahren um 80 Prozent gestiegen – mehr als 7.000 waren es 2017. Mehr als 800.000 Menschen haben im selben Jahr an Veranstaltungen teilgenommen. Für Bildungsarbeit investierten Jägerschaften 2017 knapp 410.000 Euro – plus 24 Prozent gegenüber 2011.

(Berlin, 14. Juni 2018) Lernort Natur, das naturpädagogische Angebot der Jäger, wird immer beliebter, zeigt eine aktuelle Befragung: Mehr als 800.000 Menschen haben 2017 an Veranstaltungen teilgenommen oder Stände besucht. Die Zahl der ehrenamtlich tätigen, pädagogisch geschulten Jäger ist von 2011 bis 2017 um 80 Prozent gestiegen – und zwar auf mehr als 7.000. Insgesamt knapp 11.400 Stunden verbringen diese monatlich mit Umweltpädagogik in den knapp 500 Kreisjägerschaften unter dem Dach des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Teilgenommen hat an der bundesweiten Befragung (ohne Bayern) ein Viertel der Jägerschaften. Vorgestellt hat der DJV die Ergebnisse heute auf dem Bundesjägertag in Bremen.

Für Lernort-Natur-Material und Ausrüstung investierten Jägerschaften 2017 hochgerechnet rund 410.000 Euro. Das ist knapp ein Viertel mehr Geld als sechs Jahre zuvor. Hauptzielgruppen der naturpädagogischen Bildungsarbeit sind Menschen im Kindergarten- und Grundschulalter. Fast jede dritte Jägerschaft gestaltet inzwischen Projekttage an Schulen und Ferienprogramme. Immer beliebter sind Kooperationen mit anderen Naturschutzverbänden: Knapp zwei Drittel der Jägerschaften gingen solche 2017 ein, das sind 50 Prozent mehr als 2011. Die Prognosen für die Zukunft der Bildungsinitiative Lernort Natur sind gut: 80 Prozent der Jägerschaften berichten von einer Zunahme der Nachfrage.

Seit 1991 bieten pädagogisch geschulte, ehrenamtlich tätige Jäger im DJV mit Lernort Natur erlebnisreiche Reviergänge an. Ziel ist es, dass Kinder die Natur mit allen Sinnen entdecken und lernen, nachhaltig mit natürlichen Ressourcen umzugehen. Lernort Natur ist ein anerkanntes Projekt der „Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 – 2014“ und wurde zwei Mal von der UNESCO ausgezeichnet. Der DJV bildet laufend Jäger zum DJV-Naturpädagogen aus. Für die Zertifizierung ist die Teilnahme an fünf Seminar-Modulen der Reihe "Lernort Natur kompakt" notwendig. Das entspricht rund 15 Seminartagen mit rund 80 Stunden theoretischem und praktischem Unterricht.


Marke Jagd auf neuen Wegen 13/6/18

Rund 400 Delegierte und Gäste nehmen ab morgen in Bremen am Bundesjägertag 2018 teil. Gastgeber sind der Deutsche Jagdverband und die Landesjägerschaft Bremen. Wolf, Afrikanische Schweinepest, Artenschutz in der Agrarlandschaft – kontroverse Themen sind Inhalt einer Podiumsdiskussion. Eine Exkursion führt zudem zu einem vorbildlichen Artenschutzprojekt.

(Bremen/Berlin, 13. Juni 2018) Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die Landesjägerschaft Bremen laden ab morgen zum Bundesjägertag 2018 ein. Etwa 400 Gäste aus ganz Deutschland werden erwartet – darunter Delegierte der Landesjagdverbände sowie Vertreter von Verbänden und Unternehmen. Unter dem Motto „Die Marke Jagd auf neuen Wegen“ stehen unter anderem Felle aus heimischer Jagd als nachhaltige Ressource im Fokus.

Zum Auftakt führt eine Exkursion am Donnerstag unter Leitung von Markus Henke, Vizepräsident der Landesjägerschaft Bremen, in das „Bremer Blockland“: Dort arbeiten Landesjägerschaft und BUND gemeinsamen in einem Artenschutzprojekt zusammen. Ziel ist eine nachhaltige und effektive Raubwildbejagung, um vor allem Bodenbrüter in einem der bedeutendsten Wiesenvogelschutzgebiete Norddeutschlands zu erhalten. Zudem werden verschiedene Rebhuhn-Projekte einzelner Landesjagdverbände am Veranstaltungsort vorgestellt.

Mit einer Podiumsdiskussion zu kontroversen Themen wie Afrikanische Schweinepest, Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und künftiger Umgang mit dem Wolf schließt der öffentliche Teil des Bundesjägertages am Freitag: Teilnehmer sind unter anderem Jürgen Hammerschmidt (Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossen und Eigenjagdbesitzer), Max Freiherr von Elverfeldt (Familienbetriebe Land und Forst), Gregor Beyer (Forum Natur Brandenburg), Bernd Bahr (Bundesverband Deutscher Berufsjäger) und Gerald Dohme (Deutscher Bauernverband).

Die Delegiertenversammlung findet jährlich auf dem Bundesjägertag statt und ist das höchste Beschlussgremium. Ausgerichtet wird der Bundesjägertag vom DJV und jeweils einem Landesjagdverband. Weitere Informationen gibt es auf www.jagdverband.de. Der DJV berichtet fortlaufend via Facebook, Instagram und Twitter unter dem Hashtag #BJT18.

 

 

Der DJV berichtet vom Bundesjägertag in Bremen fortlaufend via Facebook, Instagram und Twitter (#BJT18).
Quelle: Kapuhs/DJV

ASP: DJV kritisiert Regierungspläne 11/6/18

Die Änderung des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes muss präzisiert werden: Weitreichende Befugnisse der Behörden dürfen nur örtlich begrenzt im Seuchenfall gelten. Die Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest ist nur durch eine kooperative Zusammenarbeit mit Jägern möglich.

(Berlin, 11. Juni 2018) Die Bundesregierung hat vergangene Woche einen Gesetzentwurf zur Änderung des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes beschlossen. Damit sollen Behörden schneller reagieren können, um die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Ernstfall zu bekämpfen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert, dass die sehr weitreichenden Befugnisse bereits vor einem möglichen Seuchenfall ausgeschöpft werden könnten. Dies wäre nach Ansicht des DJV unverhältnismäßig und damit rechtswidrig. Die Folge wären aufwändige Gerichtsverfahren. Vor allem aber wäre das Vertrauensverhältnis zwischen Behörden und Jägern empfindlich gestört. Eine kooperative Zusammenarbeit, die insbesondere im Seuchenfall dringend notwendig ist, wäre unmöglich. Der DJV fordert deshalb, dass die Änderungen des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes präzisiert werden: Die sehr weitgehenden Behördenbefugnisse dürfen nur für den Seuchenfall und ein eng eingegrenztes Gebiet gelten – dort sind sie wichtig. In einer Stellungnahme hat der Dachverband der Jäger bereits Mitte Mai auf die Gefahr hingewiesen, dass einzelne Veterinärbehörden den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit missachten könnten.

Der DJV hat in seiner Stellungnahme weiterhin darauf hingewiesen, dass eine Reduzierung der Wildschweinbestände mit legalen jagdlichen Mitteln vor einem Seuchenfall zwar sinnvoll ist, die Einschleppung der ASP aber nicht verhindern kann. Das größte Risiko geht vom Personen- und Güterverkehr auf Transitstrecken aus. Hier ist mehr Biosicherheit notwendig, also beispielsweise wildschweinsicher gezäunte Rastplätze und verschließbare Abfalleimer. Die europäische Lebensmittel-sicherheitsbehörde EFSA hat nachgewiesen, dass sich das ASP-Virus innerhalb der Wildschweinbestände lediglich mit höchstens 25 Kilometer pro Jahr ausbreitet. Auf der Autobahn kann das Virus beispielsweise durch kontaminierte Lebensmittel oder Schlamm in Radkästen mit 90 Stundenkilometern verbreitet werden. In Osteuropa sind Seuchensprünge von mehreren hundert Kilometern innerhalb kürzester Zeit belegt. 2017 brach die ASP in Tschechien aus, 400 Kilometer vom nächsten bekannten Seuchenherd in der Ukraine entfernt.

Der Gesetzentwurf wird in den kommenden Wochen vom Bundestag und Bundesrat beraten und voraussichtlich nach der Sommerpause verabschiedet.

 

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind.
Quelle: FLI

Jagdhund ist Familienmitglied mit Beruf 8/6/18

Am 9. und 10. Juni feiert der Verband für das Deutsche Hundewesen den Tag des Hundes. In zwei von drei Jägerhaushalten lebt mindestens ein Vierbeiner – im Bundesschnitt sind es lediglich 11 Prozent der Haushalte. Es muss nicht immer der Dackel sein, zeigt eine aktuelle Befragung des DJV.

(Berlin, 8. Juni 2018) Morgen und übermorgen begeht der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) den Tag des Hundes. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Jagdverbands (DJV) zeigt: Jäger sind besonders hundelieb, in zwei von drei Haushalten lebt mindestens ein Vierbeiner. Bundesweit gesehen lebt übrigens nur in etwa jedem zehnten Haushalt ein Hund. Für Jäger sind Hunde Jagdbegleiter und vollwertige Familienmitglieder zugleich. Die Bindung von Mensch und Hund ist alt: Bereits etwa 10.000 vor Christus jagten sie gemeinsam.

Besonders beliebt bei Jägern sind Vorstehhunde wie Deutsch Kurzhaar, Deutsch Drahthaar oder Weimaraner: In jedem vierten Jägerhaushalt kommen sie vor. Ihr Einsatzgebiet ist vielfältig. Das besondere Verhalten, das diese Hunde auszeichnet, ist das sogenannte Vorstehen: Wittern sie bei der Suche Wild im hohen Gras, bleiben sie ruckartig davor stehen und zeigen es damit dem Jäger. An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala liegen die kurzbeinigen Teckel (12 Prozent). Diese sind aufgrund ihrer guten Nase sogar für die Suche von verletztem Wild geeignet: Sie können eine Spur aus winzigen Blutströpfchen auch nach 48 Stunden noch zielsicher verfolgen. Danach kommen Apportierhunde (10 Prozent) und Terrier (8 Prozent). In Deutschland gibt es mehrere Dutzend vom Jagdgebrauchshundverband (JGHV) anerkannte Rassen für ganz unterschiedliche Einsatzgebiete.

Die Ausbildung von Jagdhunden erstreckt sich über mehrere Jahre und ist vielfältig. Über allem steht der Tierschutz: Hunde sollen Wildtiere nicht hetzen. Der Einsatz von geprüften Hunden bei der Jagd ist übrigens gesetzlich vorgeschrieben und ein Nachweis über erbrachte Leistungen Pflicht.

Jagdhunde haben es auch längst in private Wohnzimmer geschafft, darunter Rassen wie Golden Retriever, Labrador, Setter, Jack-Russel-Terrier oder Vizsla. Jagdhunde sind grundsätzlich anspruchsvoller in der Haltung als sogenannte Gesellschaftshunde wie Chihuahua, Mops oder Zwergpudel. Weimaraner beispielsweise werden aufgrund ihres schönen Aussehens immer beliebter. Leider wird dabei oft vergessen, dass diese Hunde einen starken Jagd- und Beschützerinstinkt haben. Ohne das richtige Training, viel Bewegung und artgerechte Beschäftigung sind Konflikte vorprogrammiert. Jeder, der sich einen Hund anschafft, sollte an die Worte des kleinen Prinzen denken: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“

Eine Übersicht über die verschiedenen Jagdhunderassen und ihre Einsatzgebiete gibt es hier:

www.jagdverband.de/content/hunderassen-einsatzgebiete

 

 

Jäger sind Hundeliebhaber: In zwei von drei Jägerhaushalten lebt mindestens ein Vierbeiner.

Quelle: DJV
Jagdhunde sind längst in privaten Wohnzimmern heimisch. Sie sind in der Haltung allerdings anspruchsvoller als sogenannte Gesellschaftshunde.
Quelle: G. D. Klein

Stärkung der Jagd auf Waschbär und Co. gefordert 5/6/18

Der DJV stellt anlässlich der Umweltministerkonferenz ein 5-Punkte-Papier vor: Die Jagd auf invasive Arten mit Falle und Waffe ist wirkungsvoll und tierschutzgerecht. Absurde Kastrationspläne der Tierschutzlobby für den Waschbär haben in Managementplänen keinen Platz.

(Berlin, 5. Juni 2018) Eingeschleppte Arten wie Waschbär, Mink oder Marderhund bedrohen die heimische Artenvielfalt und sollen nach EU-Vorgaben reduziert werden. Anlässlich der in dieser Woche stattfindenen Umweltministerkonferenz fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) von der Politik ein wissensbasiertes und praxisorientiertes Vorgehen bei der Umsetzung der EU-Verordnung zum Management invasiver Arten. Dies kann nur auf Basis bundeseinheitlicher Standards gelingen, da Tiere keine Ländergrenzen kennen. Der DJV hat heute dazu ein 5-Punkte-Papier vorgelegt. Demnach ist die Jagd mit Falle und Waffe das wirkungsvollste tierschutzgerechte Instrument, um die Ausbreitung von Waschbär, Marderhund, Mink und Co. einzudämmen. Die Jagd auf diese Tiere sollte laut DJV vereinfacht werden: Keine Verbote in Siedlungs- und Schutzgebieten und keine Schonzeiten. Der Elterntierschutz muss allerdings erhalten bleiben.

Der Dachverband der Jäger hält Vorschläge aus Hessen für praxisfern, beispielsweise Waschbären zu kastrieren und wieder freizulassen. "Über 134.000 Waschbären haben Jäger im Jagdjahr 2017/18 gefangen oder erlegt. Es ist eine Utopie zu glauben, dass es gelingen könnte, dieselbe Zahl an wilden Tieren einzufangen, zu betäuben und zu kastrieren", sagte DJV-Präsidiumsmitglied Professor Jürgen Ellenberger. Ein nachträgliches Freilassen sei überdies gesetzlich verboten und ein Bärendienst am Artenschutz: Schließlich hätten auch kastrierte Waschbären Appetit auf bedrohte Vögel oder Schildkröten.

Besondere Verantwortung habe die hessische Umweltministerin Priska Hinz, so Professor Ellenberger. Sie dürfe nicht vor den abstrusen Vorschlägen der Tierschutzlobby im eigenen Land einknicken, sondern sei dem Artenschutz verpflichtet. Ende Mai hatte die Ministerin auf dem hessischen Landesjägertag angekündigt, die Managementpläne würden noch vor der Sommerpause veröffentlicht und hätten dann bundesweite Gültigkeit. Bereits Ende 2017 hat der DJV auf der Internetplattform www.anhoerungsportal.de Stellung genommen zu den geplanten Managementplänen für invasive Arten.

5-Punkte-Papier zum Management invasiver Arten

Weltweit gelten neben der Lebensraumzerstörung invasive gebietsfremde Arten als Hauptursache für den Verlust heimischer Artenvielfalt. Deutschland ist gefordert, Managementpläne zu entwickeln und umzusetzen. Dies geschieht auf Basis der "EU-Verordnung Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten".

Invasive Arten kennen keine Ländergrenzen. Um sie effektiv zu reduzieren, braucht es bundeseinheitliche Regeln für das Management. Der DJV kritisiert, dass es bereits unkoordinierte Vorstöße einzelner Bundesländer gibt. Als praxisfern bezeichnet der DJV die Idee von Tierschützern, beispielsweise Waschbären einzufangen, zu kastrieren und wieder freizulassen. Die Kosten hierfür würden dem Steuerzahler zur Last fallen. Es ist völlig unverständlich, warum einmal gefangene Tiere wieder frei gelassen werden sollen: Auch kastrierte Waschbären fressen weiter gefährdete Bodenbrüter oder plündern deren Nester.

Folgende 5 Punkte sind laut DJV elementar für eine konsequente Umsetzung der EU-Verordnung zum Management invasiver Arten:

1. Der Jäger ist erster Ansprechpartner, wenn es um die Eindämmung von Waschbär, Marderhund & Co. geht.

Die Jagd ist ein wirkungsvolles tierschutzgerechtes Instrument des Wildtiermanagements und daher bei der Umsetzung der EU-Verordnung für das Management invasiver Arten unerlässlich. Revierinhaber sind erste Ansprechpartner für die Umsetzung dieser öffentlichen Aufgabe. Die zuständigen Behörden müssen sich mit ihnen im Vorfeld abstimmen. Nur wenn ein Jagdausübungsberechtigter die Aufgabe nicht wahrnehmen kann, dürfen Behörden in Absprache nach anderen Lösungsmöglichkeiten suchen.

Die Umsetzung der EU-Verordnung erfolgt durch eine Ergänzung im Bundesjagdgesetz (§28a). Auf dieser Basis ist eine bundeseinheitliche Vorgehensweise wünschenswert. Denn invasive Arten kennen keine Ländergrenzen. Der Einsatz von Fanggeräten und Schusswaffen zum Eingriff in Bestände von Arten, die als Wild definiert sind, ist gemäß §1 BJagdG Jagdausübung.

2. Unnötige Einschränkungen der Jagd erschweren die Umsetzung der EU-Verordnung und müssen aufgehoben werden.

Die Jagd auf Arten wie Waschbär, Marderhund oder Mink, die als invasive Arten gelistet sind und dem Jagdrecht unterliegen, muss ganzjährig möglich sein. Davon unberührt bleibt der Elterntierschutz (§22 BJagdG): Für die Aufzucht des Nachwuchses notwendige Elterntiere dürfen nicht erlegt werden. Eine gesonderte Schonzeit für invasive gebietsfremde Arten ist deshalb nicht sinnvoll und erschwert ein effektives Management.

Zur wirkungsvollen Bejagung dämmerungs- und nachtaktiver Tiere wie Waschbär und Marderhund ist der Einsatz von Fallen dringend nötig – und nach dem heutigen technischen Stand auch tierschutzgerecht. Daher darf es keine unnötigen Beschränkungen für die Fangjagd geben. Die invasiven Arten Nutria, Waschbär, Nilgans und Marderhund müssen in allen Bundesländern in den Katalog der jagdbaren Arten aufgenommen werden, damit ihre Bestände effektiv reduziert werden können.

3. Bejagungsverbote in Siedlungsgebieten und in Schutzgebieten müssen aufgehoben werden.

Die EU-Verordnung zum Management invasiver gebietsfremder Arten sieht vor, bereits bestehende Populationen zu reduzieren und eine Ausbreitung zu verhindern. Dies ist nur möglich, wenn die Bejagung flächendeckend durchgeführt wird – also auch in Siedlungsräumen und in Schutzgebieten. Ein Verbot der Jagd auf invasive Arten in Schutzgebieten kann sogar den Schutzzweck gefährden: einen Rückzugsraum für gefährdete Arten zu erhalten.

4. Personelle und finanzielle Ressourcen müssen effektiv für die Reduktion invasiver, gebietsfremder Arten eingesetzt werden.

Ein internationales Expertengremium hat die EU-Liste für invasive gebietsfremde Arten nach wissenschaftlichen Kriterien erstellt. Eine nochmalige Bewertung einer Art wie des Waschbärs durch nationale Forschungsprojekte ist daher überflüssig und Ressourcenverschwendung. Vielmehr sollten die vorhandenen Kapazitäten genutzt werden, um eine effektive Reduzierung voranzutreiben.

5. Nichtjagdliche Maßnahmen müssen praktikabel und wirkungsvoll sein.

Es kann lokal sinnvoll sein, neben der Bejagung zusätzliche Maßnahmen für das Management invasiver gebietsfremder Arten anzuwenden. Beispielsweise mindern Zäune um Laich- und Brutgewässer oder Schutzmaßnahmen an Horstbäumen und Nistkästen die Verluste durch Prädation. Im Gegensatz dazu ist die "Unfruchbarmachung" von Neozoen, wie das von Tierschutzverbänden für den Waschbär gefordert wird, aus mehreren Gründen unsinnig. Im Jagdjahr 2017/18 haben Jäger beispielsweise 134.000 Waschbären erlegt. Abgesehen von der fehlenden Praktikabilität kostete es 13 Millionen Euro, dieselbe Zahl an Wildtieren zu kastrieren. Das Freilassen nach der Kastration verstößt zudem gegen die EU-Verordnung und das Bundesjagdgesetz. Die Anti-Baby-Pille für den Waschbären (immunologische Kontrazeption) – ein weiterer Vorschlag der Tierschutzlobby – wäre ein nicht abschätzbarer Eingriff in heimische Ökosysteme. Ohne Erfolgsgarantie: Es ist nicht steuerbar, wer die Futterköder aufnimmt, die richtige Dosierung ist damit reines Glücksspiel. Nach Auskunft des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) müsste darüber hinaus pro Tierart mit einem finanziellen Forschungsaufwand von etwa einer Million Euro kalkuliert werden.

 

 

Invasive Arten wie der Waschbär kennen keine Ländergrenzen. Um sie effektiv zu reduzieren, braucht es bundeseinheitliche Regeln für das Management.
Quelle: Rolfes/DJV

Rückkehr des Wolfes geht nur mit Akzeptanz und Regulierung 4/6/18

Breites Verbändebündnis legt zur Umweltministerkonferenz Aktionsplan Wolf vor 

(Berlin, 04. Juni 2018) Die zunehmende Ausbreitung des Wolfes in Deutschland führt im ländlichen Raum zu wachsenden Konflikten und stellt gleichzeitig die Haltung von Weidetieren grundsätzlich in Frage. Anlässlich der Umweltministerkonferenz vom 6. bis 8. Juni 2018 in Bremen legt daher ein breites Bündnis von 18 Verbänden des ländlichen Raums - das Aktionsbündnis Forum Natur und die Verbände der Weidetierhalter - einen gemeinsamen Aktionsplan Wolf vor. Gemeinsam fordern die Verbände von den Umweltministern von Bund und Ländern, dass der Schutz des Menschen eindeutig Priorität vor der Ausbreitung des Wolfes in Deutschland haben und die Weidetierhaltung flächendeckend möglich bleiben muss. Es sei nicht länger vertretbar, der Bevölkerung und den betroffenen Tierhaltern mit bewusst kleingerechneten Wolfsbeständen die realen Verhältnisse in Deutschland vorzuenthalten. Die Verbände gehen davon aus, dass in Deutschland im Jahr 2018 eine Wolfspopulation von über 1.000 Tieren lebe und die Population jährlich um über 30 Prozent exponentiell wachse.

Die Verbände des Aktionsbündnisses Forum Natur und die Verbände der Weidetierhalter halten die derzeitige Praxis bei der Meldung von Wolfsrissen, dem Verfahren der Rissbegutachtung bis hin zur Kompensation von Schäden für unzulänglich und fordern eine grundlegende Neujustierung. Aufgrund von Zweifeln an der Genauigkeit der bisherigen genetischen Analyse, fordern die Verbände die Einführung einer B-Probe. Die B-Probe ist in Zweifelsfällen durch ein unabhängiges, anerkanntes und akkreditiertes Labor zu untersuchen. Die Verbände fordern darüber hinaus eine Umkehr der Beweislast bei der Entschädigung von Wolfsrissen. Zukünftig muss eine Entschädigung bereits dann erfolgen, wenn ein Wolfsriss nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Verbände betonen, dass zur Vermeidung von Wolfsrissen der Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen eine große Bedeutung zukommt. Jedoch habe die Prävention auch Grenzen. Eine kleinparzellierte Einzäunung aller Weideflächen in Deutschland sei weder naturschutzfachlich verantwortbar und wirtschaftlich darstellbar noch gesellschaftlich akzeptiert. Bund und Länder seien gefordert, bei der Prävention mehr auf die tatsächlichen Verhältnisse Rücksicht zu nehmen und beim Herdenschutzmanagement abgestimmt und bundesweit nach einheitlichen Maßstäben vorzugehen. Basis für die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen müsse die Einzäunung sein, die zur Verhinderung des Ausbruchs der Weidetiere in der Region üblich ist.

Ferner fordern die Verbände der Weidetierhalter und Landnutzer, dass die wissenschaftlich belegten Fakten anerkannt werden, wonach es sich bei den in Deutschland lebenden Wölfen nicht um eine eigenständige Population handelt, sondern um den Westrand des Nordosteuropäischen Vorkommens. Dessen günstiger Erhaltungszustand stand nie in Frage. Von daher bestehe keine Notwendigkeit mehr, den Wolf in Anhang IV der FFH-Richtlinie zu belassen, betonen die Verbände.

Das Aktionsbündnis Forum Natur und die Verbände der Weidetierhalter bekräftigen ferner, dass zu einem vernünftigen Umgang mit dem Wolf künftig auch die Entnahme gehören wird. Die Erhaltung der Weidetierhaltung in einer vielgestaltigen Kulturlandschaft mit großflächigen Grünlandregionen ist mit einer uneingeschränkten Ausbreitung des Wolfes nicht vereinbar. In Ländern wie Frankreich und Schweden werde bereits heute auf Basis des bestehenden europäischen Naturschutzrechts regulierend in die Wolfsbestände eingegriffen. Die in Schweden praktizierte Schutzjagd von Wölfen dient explizit dem Schutz der Tierhaltung und ist EU-rechtskonform. Für ein Management sollte der Wolf bereits jetzt auf Grundlage des bestehenden europäischen Rechts in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Eine Regulierung soll über das bewährte Reviersystem erfolgen. Nach Ansicht der Verbände wird es erforderlich sein, Wölfe zu entnehmen, die die Nähe zum Menschen suchen, Schutzmaßnahmen überwinden oder sich auf den Riss von Weidetieren spezialisiert haben. Darüber hinaus könne es Regionen geben, in denen eine dauerhafte Ansiedlung eines Wolfsrudels zu unauflöslichen Konflikten mit anderen Zielen führt, etwa der Deichsicherheit oder dem Erhalt der Almwirtschaft. Auch in Gebieten, in denen Präventionsmaßnahmen nicht umsetzbar sind bzw. Grünlandregionen, die nicht flächendeckend wolfsabweisend eingezäunt werden können, wird eine Entnahme von Wolfsrudeln zur Verhinderung der Ansiedelung nötig sein.

 

Der Aktionsplan Wolf des Aktionsbündnis Forum Natur und der Verbände der Weidetierhalter wird von den folgenden Verbänden unterstützt:

AGDW - Die Waldeigentümer

Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer

Bundesverband Deutscher Berufsjäger

Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter

Bundesverband Mineralische Rohstoffe

Bundesverband Rind und Schwein

Bundesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung

Deutscher Bauernverband

Deutscher Fischerei-Verband

Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft

Deutscher Jagdverband

Deutsche Reiterliche Vereinigung

Deutscher Weinbauverband

Familienbetriebe Land und Forst

Orden Deutscher Falkoniere

Orden "Der Silberne Bruch"

Verbindungsstelle Landwirtschaft-Industrie

Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände

 

 

Wölfe sind nicht von Natur aus scheu.

Quelle: Rolfes/DJV

Hitze-Alarm: Wie Tiere den heißesten Tag des Jahres überstehen 31/5/18

Viele Tiere können nicht schwitzen. Um sich bei der aktuellen Affenhitze abzukühlen, nutzen sie andere Strategien.

(Berlin, 31. Mai 2018) So heiß war es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1893 im Mai noch nie. Kein Wunder, dass die Deutschen am vergangenen Dienstag, dem bislang heißesten Tag des Jahres, gehörig ins Schwitzen kamen. Damit unterscheiden sie sich von anderen Säugetieren, die wenige bis gar keine Schweißdrüsen besitzen. Der Deutsche Jagdverband erklärt wie Wildschwein, Feldhase und Co. dennoch "cool" durch die anhaltende Hitzewelle kommen.

Ab ins Wasser

Seen und andere Gewässer dienen Wildtieren als Badestellen. Hirsche waten bis zum Hals ins tiefe Wasser, Wildschweine ziehen die Schlammpackung in matschigen Pfützen vor. Suhlen sie sich darin, bleibt die feuchte Erde an ihren Borsten hängen und kühlt die Haut. Das hat auch einen positiven Nebeneffekt: Lästige Insekten bleiben in der zentimeterdicken Schicht kleben und werden später an Bäumen einfach abgescheuert.

Hecheln gegen Hitze

Überschüssige Körperwärme geben Füchse, Wölfe und auch Haushunde ab, indem sie sehr schnell ein- und ausatmen und dabei ihre Zunge aus dem Maul hängen lassen. Durch die Atmung entsteht ein Luftzug, sodass Feuchtigkeit auf der Zunge und die Mundschleimhäute leichter verdunsten kann.

Wärme ableiten

Feldhasen pumpen an heißen Tagen mehr Blut in ihre langen Löffel. Über die dünne Haut an den wenig behaarten Ohren, geben sie so überschüssige Wärme an die Umgebung ab.

Kühlendes Lüftchen

Vögel leiten Körperwärme über Stellen ab, wo sie keine Federn haben: Mit einem Luftzug um die Beine oder den Füßen im Wasser kühlen sie ihre Körpertemperatur herunter. Störche haben dabei eine ganz eigene Methode entwickelt: Sie beschmieren ihre Beine mit flüssigem Kot. Das enthaltene Wasser verdunstet und sorgt so für einen kühlenden Effekt.

Siesta halten

Wenn es so heiß ist wie jetzt, sind schattige Plätzchen auch bei Tieren beliebt. Während der schwülen Mittagszeit dösen Dachse, Füchse und Wildkaninchen in ihrem unterirdischen Bau, wo sie von feuchter, kühler Erde umgeben sind.

 

 

Dieser Rothirsch nimmt ein kühlendes Bad im See.
Quelle: Tierfotoagentur T. Harbig

NRW-Regierung rasch handlungsfähig 27/5/18

Landesjagdverband: Heinen-Esser erfahrene und vernünftige Umwelt- und Landwirtschaftspolitikerin – Kurs in der Jagdpolitik bestätigt

24. Mai 2018, Dortmund (LJV-NRW). Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen hat auf die bevorstehende Ernennung von Ursula Heinen-Esser zur neuen NRW-Umweltministerin positiv reagiert. „Ministerpräsident Armin Laschet zeigt zügig Handlungsfähigkeit und hat eine erfahrene Landwirtschafts- und Umweltpolitikerin für das Amt gewonnen, mit der wir möglichst schnell zu einem ersten Gespräch zusammenkommen und die vertrauensvolle Zusammenarbeit gern fortsetzen wollen“, sagte LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg. Der Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung in der Jagdpolitik sei mit der Koalitionsvereinbarung nach der Landtagswahl vor einem Jahr klar und mit dem Entwurf des neuen Landesjagdgesetzes Anfang Mai eindrucksvoll und zuverlässig bestätigt worden. Frau Heinen-Esser kenne die Jägerschaft und habe schon auf dem Bundesjägertag 2010 eine vernünftige und ausgewogene Jagd- und Forstpolitik vertreten.

Es bleibe das Verdienst der zurückgetretenen Ministerin Christina Schulze Föcking, die jagdpolitische Wende zu mehr jagdpraktischer Orientierung und zu bundeseinheitlichen Regelungen im Jagdrecht entschlossen vorangebracht zu haben. Jetzt komme es weiter darauf an, die nächsten Schritte zu tun und konsequent umzusetzen, was die Regierungsparteien vor der Wahl versprochen haben, sagte Müller-Schallenberg.


Der DJV geht offensiv gegen Hetze im Netz vor 26/5/18

Dachverband der Jäger macht sich stark für den Schutz seiner Mitglieder und unterstützt das "Waidfräulein": Beleidigungen und Bedrohungen von Jägerinnen und Jägern sind kein Kavaliersdelikt. Auch nicht in den sozialen Medien.

(Berlin, 25. Mai 2018) Eine junge Jägerin postet auf ihrem Facebook-Profil ein Foto mit erlegtem Fuchs und erhält binnen weniger Tage mehrere hundert hasserfüllte Kommentare: Jagdgegner attackierten das "Waidfräulein" mit wüsten Beleidigungen und Bedrohungen. "Widerliches Stück Dreck, du bekommst noch, was du verdienst", ist noch eine vergleichsweise harmlose Äußerung. Selbst davor, die Betroffene zu Hause aufzusuchen und einzuschüchtern, schreckten selbsternannte vermeintliche „Tierschützer“ nicht zurück. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat sich unmittelbar nach den Vorfällen eingeschaltet und wird die Betroffene bis zur vollständigen Aufklärung unterstützen. „Es ist ein Phänomen der sozialen Netzwerke, dass völlig natürliche Dinge wie eine Bombe einschlagen können und manche Beteiligte jegliche Benimmregeln vergessen“, so Rechtsanwalt Dr. Heiko Granzin, der mit dem DJV in der Sache zusammenarbeitet.

Alle relevanten Rechtsverletzungen seien zur Anzeige gebracht, so Dr. Granzin weiter: „Die Staatsanwaltschaft nimmt die Sache recht ernst und ermittelt jetzt die Namen und IP-Adressen der teilweise unter Pseudonym agierenden Täter.“ Wer geglaubt hat, aus der vermeintlichen Anonymität des Internets heraus Straftaten zu Lasten einer jungen Jägerin begehen zu können, dürfte sich also bald wundern. Der DJV unterstützt die betroffene junge Frau nicht nur bei den strafrechtlichen Ermittlungen. Neben polizeilichen Vorladungen und Strafbefehlen erwarten die Täter auch zivilrechtliche Schadenersatz- und Unterlassungsklagen. „Das wird alles seine Zeit dauern“, so DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald, „das Ergebnis zählt letztlich und wir Jäger sind es ja gewohnt, zu warten.“  
 

 

Screenshot des Facebook-Posts
Quelle: Screenshot Facebook/DJV

Bundesjägertag 2018 in Bremen 17/5/18

Rund 400 Delegierte und Gäste aus ganz Deutschland kommen Mitte Juni nach Bremen zum Bundesjägertag. Gastgeber sind der DJV und die Landesjägerschaft Bremen. Wolf, Afrikanische Schweinepest, Artenschutz in der Kulturlandschaft – kontroverse Themen sind Inhalt einer Podiumsdiskussion. Ebenfalls auf dem Programm: eine Exkursion zu einem vorbildlichen Artenschutzprojekt.

(Bremen/Berlin, 17. Mai 2018) Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die Landesjägerschaft Bremen laden am 14. und 15. Juni zum Bundesjägertag in das Kongresszentrum Bremen ein. Etwa 400 Gäste aus ganz Deutschland werden erwartet – darunter Delegierte der Landesjagdverbände, Landes- und Bundespolitiker sowie Vertreter von Verbänden und Unternehmen. Unter dem Motto „Die Marke Jagd auf neuen Wegen“ stehen unter anderem Felle aus heimischer Jagd als nachhaltige Ressource im Fokus.

Zum Auftakt informieren sich die Teilnehmer bei einer Exkursion in das „Bremer Blockland“ über ein gemeinsames Artenschutzprojekt von Landesjägerschaft Bremen und BUND. Ziel ist eine nachhaltige und effektive Raubwildbejagung, um vor allem Bodenbrüter in einem der bedeutendsten Wiesenvogelschutzgebiete Norddeutschlands zu erhalten. Markus Henke, Vizepräsident der Landesjägerschaft Bremen, leitet die Exkursion. Zudem werden verschiedene Rebhuhn-Projekte einzelner Landesjagdverbände am Veranstaltungsort vorgestellt.

Mit einer Podiumsdiskussion endet der öffentliche Teil des Bundesjägertages: Vertreter von Landnutzerverbänden diskutieren kontroverse Themen wie der künftige Umgang mit dem Wolf, Artenschutz in der Agrarlandschaft oder Afrikanische Schweinepest. Geplant ist ein Live-Übertragung im Internet.

Auf dem Bundesjägertag findet jährlich die Delegiertenversammlung statt, sie ist das höchste Beschlussgremium des DJV. Die Delegierten von 15 Landesjagdverbänden treffen Grundsatzentscheidungen und diskutieren über aktuelle jagdliche Themen. Ausgerichtet wird der Bundesjägertag vom DJV und jeweils einem Landesjagdverband. Weitere Informationen zur diesjährigen Veranstaltung gibt es hier: www.jagdverband.de/node/8515.
 

 

Delegiertenversammlung auf dem Bundesjägertag.
Quelle: Bergemann/DJV

"Die Natur ist eine Kulturlandschaft in der es Regeln gibt" 9/5/18

Am 9. Mai kommt der Dokumentarfilm "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?" bundesweit in die Kinos. Im Gespräch mit dem DJV verrät Regisseurin Alice Agneskirchner, warum sich der Film sowohl für Jäger, als auch für Zuschauer ohne Jagdschein lohnt. 

(Berlin, 08. Mai 2018) Alice Agneskirchner ist keine Jägerin. Trotzdem hat sie einen Film über die Jagd gedreht, der diese Woche in über 160 Kinos in Deutschland anläuft. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mit ihr kurz vor Kinostart über ihren neuen Film "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur" gesprochen.

DJV: Frau Agneskirchner, wie kam es zu der Idee einen Film über die Jagd zu machen?

Agneskirchner: Als Dokumentaristin bin ich Chronistin unserer Gesellschaft und unserer Zeit. Ich war neugierig, wie die Jagd in einem Land, in dem ein hoher Wildbestand vorhanden ist, geregelt wird. Wie leben wir mit dem Wild, was es da draußen gibt?

Was haben Sie dabei über Jagd und Jäger gelernt?

Vielen von uns, die keinen Jagdschein haben, ist gar nicht klar, wieviele Interessensgruppen in der Natur unterwegs sind. Die Natur ist eine Kulturlandschaft, in der es Regeln gibt. Wildtiere fressen, vermehren sich und stören Menschen, die ein Nutzungsinteresse an der Natur haben. Hier stehen landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Interessen vor jedem Wildtier. Die Mehrheit der Menschen macht sich darüber keine Gedanken. Ich wollte zeigen, dass man genauer hingucken muss. In diesem Zusammenhang sehe ich die Jägerinnen und Jäger. Sie haben eine Funktion in der Natur und Freude daran, draußen zu sein. Dies ist manchmal schwer zu vermitteln, weil die Jagd mit einem Tötungsvorgang zu tun hat.

Wie haben Bekannte und Freunde darauf reagiert, dass sie sich in ihrem Film der Jagd widmen?

Mit viel Skepsis: 'Was willst du denn bei den Jägern, ist das wirklich nötig? Und wie kann man sich mit jemandem beschäftigen, der tötet?' Ich finde aber, wenn man Schnitzel isst, kann man auch nachsehen, wo es herkommt.

Warum sollten Jäger sich Ihren Film anschauen?

Warum schauen wir uns gerne Liebesfilme an? Weil wir gerne verliebt sind. Genauso ist es mit diesem Film. Wir waren nah an den Tieren dran, es sind Naturaufnahmen entstanden, die sich jeder Jäger, Förster oder Landwirt gerne ansieht.

Und was nimmt der nicht-jagende Zuschauer mit?

Die Nicht-Jäger verstehen oft nicht, was die Jäger machen, der Film zeigt es. Die öffentliche Haltung ist auch, dass Jäger mit niemandem reden wollen. Meist stimmt das auch, Jäger reden nicht so gern. Aber in diesem Film tun sie es. Wir alle – alle gesellschaftlichen Gruppen – teilen eine Lebenswelt, wir müssen also gemeinsam darüber nachdenken wie wir mit ihr umgehen. Der Film ist ohne lobbyistische Interessen entstanden, keiner hat mir gesagt, wie ich drehen soll. Er bringt alle Meinungen zusammen und stößt so einen Diskurs an.

 

Regisseurin Alice Agneskirchner mit Kameramann Johannes Imdahl.

Filmstart: "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?" 3/5/18

Ab 9. Mai zeigen über 160 Kinos den Dokumentarfilm "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?". Auf mehreren Kanälen verlost der DJV Kinogutscheine. 

(Berlin, 03. Mai 2018) Jedes zehnte Kino in Deutschland zeigt ab 9. Mai den Film "Auf der Jagd - Wem gehört die Natur?". Nach Angaben des NFP-Filmverleihs sei diese Zahl für einen Dokumentarfilm außergewöhnlich hoch. Kurz vor Kinostart verlost der Deutsche Jagdverband (DJV) Kinogutscheine auf seiner Internet-Seite www.jagdverband.de und in den sozialen Medien.

Regisseurin Alice Agneskirchner nimmt den Zuschauer mit in einen faszinierenden Mikrokosmos: unseren deutschen Wald. Der Film zeigt die Jagd wirklichkeitsnah, unvoreingenommen und ist ein filmisches Erlebnis mit beeindruckenden Naturbildern. Er thematisiert Jagd als gesellschaftliches Phänomen jenseits von Pathos und Naturtümelei. Es geht um die Frage, was Natur ist, ob es sie noch gibt und wie der Mensch seinen Lebensraum mit dem Wildtier teilt.

Die Liste mit teilnehmenden Kinos in ganz Deutschland auf der Internet-Seite www.wemgehoertdienatur.de wird laufend aktualisiert. Bundesweit begleiten Jägervereinigungen zahlreiche Filmvorführungen mit Aktionen und Wildbretgerichten.


Erster Fall der Afrikanischen Schweinepest in Ungarn 24/4/18

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat heute den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Ungarn bestätigt. Der Deutsche Jagdverband ruft Jagdreisende nach Ungarn zu größtmöglicher Vorsicht und Mitwirkung bei der Seuchenprävention auf.

Berlin, 24. April 2018) Die Afrikanische Schweinepest ist erstmals in Ungarn aufgetreten. Das bestätigte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am 23. April 2018. Das verendete Wildschwein wurde bereits am 20. April im Kreis Heves in Nord-Ungarn gefunden, etwa 350 Kilometer östlich von der österreichischen Grenze entfernt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft zum Beginn der Jagd auf den Rehbock im Mai Ungarnreisende zu besonderer Vorsicht auf. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) informiert Auslandsjäger, wie sie bei der Seuchenprävention mitwirken können.

Jäger sollten nach dem Jagdaufenthalt ihre Ausrüstung wie Messer, Bekleidung und Stiefel noch im Gastland sorgfältig reinigen und desinfizieren. Das BMEL empfiehlt Jägern, die mit dem eigenen Auto anreisen, dieses möglichst nicht für Revierfahrten zu nutzen und noch vor Antritt der Rückreise zu desinifizieren. Schwarzwild-Trophäen müssen ebenfalls desinifiziert sein. Der Import von Wurst, Fleischwaren oder Hundefutter aus Restriktionszonen sollte unbedingt vermieden werden. Sollte der Jäger gleichzeitig Schweinehalter sein, bittet das Bundeslandwirtschaftsministerium auf Jagdreisen in betroffene Gebiete zu verzichten.
 

 

Erster Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Ungarn: Der DJV ruft Jagdreisende zu größtmöglicher Vorsicht auf.


"Besseres Konfliktmanagement durch Jagdrecht" 24/4/18

Der DJV stellt ein Frage-Antwort-Papier vor und erläutert, warum der Wolf ins Bundesjagdgesetz sollte. Für die Entnahme von verhaltensauffälligen Wölfen sind Jäger die ersten Ansprechpartner, bewaffnete Eingreiftrupps lehnt der DJV ab.

(Berlin, 24. April 2018) Im Koalitionsvertrag hat sich die amtierende Bundesregierung dafür ausgesprochen, den Schutzstatus des Wolfes abhängig vom Erhaltungszustand zu überprüfen, um eine notwendige Bestandsreduzierung herbeiführen zu können. Maßnahmen für die Entnahme von auffälligen Wölfen sollen ebenfalls entwickelt werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat vor diesem Hintergrund vergangene Woche gefordert, den Wolf vom Naturschutzgesetz ins Bundesjagdgesetz zu überführen. Die Hintergründe erläutert der Dachverband der Jäger jetzt in einem Frage-Antwort-Papier. "Es geht nicht um eine reguläre Bejagung, sondern um ein besseres Konfliktmanagement", sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer.

Mit einem Zuwachs der Wolfspopulation von rund 30 Prozent pro Jahr nehmen die Konflikte weiter zu – insbesondere mit Weidetieren. Diese müssen gelöst werden, sonst schwindet die Akzeptanz des Fleischfressers in der Bevölkerung. Das Naturschutzrecht ist als reines Schutzrecht konzipiert, hingegen ist das Jagdrecht in seiner Grundkonzeption sowohl Schutzrecht als auch Instrument zur Lösung von Konflikten und zum Ausgleich von Interessen. Mit dem Wolf im Jagdrecht wird eine Grundlage geschaffen, um bundesweit gültige Managementmaßnahmen auf Basis des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zu erarbeiten.

Der DJV lehnt es vehement ab, dass Behörden bewaffnete, ortsunkundige Eingreiftrupps entsenden wollen. Wenn es um die Entnahme von Wölfen gehe, müsse immer der ortskundige Jäger erster Ansprechpartner sein, so DJV-Präsident Hartwig Fischer. Nur wenn der Jagdausübungsberechtigte notwendige Managementmaßnahmen nicht umsetzen könne oder wolle, sollten Behörden tätig werden.

Der Wolf ist bereits jetzt eine Herausforderung für Deichschutz, Grünlandwirtschaft und Landschaftspflege. Es ist inakzeptabel, dass der Wolf die schonende extensive Viehhaltung oder den Deichschutz erheblich einschränken könnte. Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigen einige Fakten und Beispiele:

  • Wölfe haben seit vielen Jahren eine Vermehrungsrate von rund 30 Prozent jährlich. Das Wachstum ist exponentiell. Die Population verdoppelt sich in weniger als drei Jahren.
  • Dementsprechend nehmen auch die Nahkontakte von Wolf und Mensch zu. Wölfe haben keine genetisch verankerte Scheu vor dem Menschen. Seine Nutztiere gehören zu seinem natürlichen Beutespektrum. Der Wolf muss lernen: Halte dich vom Menschen und seinen Nutztieren fern.
  • Im Landkreis Cuxhaven haben Wölfe 2017 erstmals bundesweit Deichschafe gerissen. Einige haben sich sogar auf ausgewachsene Rinder spezialisiert. 2017 gab es 61 gerissene Kälber und Rinder in Niedersachsen – drei mal mehr als im Vorjahr.
  • Im Jahr 2007 haben Wölfe offiziell etwa 100 Nutztiere verletzt oder getötet, 2016 wurde die Grenze von bundesweit 1.000 Nutztieren erstmals überschritten.
  • Es ist unmöglich, tausende Kilometer Deich oder Weideland wolfssicher zu zäunen.

 

Frage-Antwort-Papier zum Wolf

Stand: April 2018
 

Vorbemerkung

Der Wolf polarisiert. Die Rückkehr des Wolfes hat vielfach positive Emotionen geweckt. Vor allem aus der Ferne betrachtet tendieren viele Menschen zu einer gewissen Euphorie. Anderseits führt die Rückkehr auch zu Konflikten im ländlichen Raum.

Wie viele Wölfe gibt es in Deutschland?

Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sowie der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes (DBBW) gab es im Monitoringjahr 2016/2017 60 Wolfsrudel mit jeweils fünf bis zehn Individuen, 13 Wolfspaare und drei residente Einzelwölfe. Die durch den Wolf am häufigsten besiedelten Bundesländer sind Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Der DJV schätzt den aktuellen Bestand an Wölfen im Frühjahr 2018 auf Grund bekannter Mittelwerte von Rudelzusammensetzung und -stärke auf etwa 800 Tiere in Deutschland.

Wie haben sich Übergriffe auf Nutztiere entwickelt?

Die Übergriffe auf Nutztiere haben in den vergangenen zehn Jahren rasant zugenommen. Waren es im Jahr 2007 etwa 30 Fälle, ist die Zahl im Jahr 2016 auf knapp 300 gestiegen. Die meisten Übergriffe fanden 2016 in Brandenburg (91), Niedersachsen (68), Sachsen und Sachsen-Anhalt (jeweils 44) statt. Im Jahr 2007 haben Wölfe etwa 100 Nutztiere verletzt oder getötet, 2016 wurde die Grenze von 1.000 Nutztieren erstmals überschritten.

In Niedersachsen haben sich die Zahlen innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt: Während es im Jahr 2016 251 Nutztierrisse gab, stieg die Zahl 2017 auf 488 an. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Risse von Kälbern und Rindern von 44 auf 61 gestiegen. Im wenig bewaldeten Kreis Cuxhaven wurden im Jahr 2017 95 Risse gemeldet, 22 davon Rinder. Daraufhin ist die Mindesthöhe für einen wolfssicheren Zaun von 1,20 auf 1,40 Meter erhöht worden. Doch auch diese Zaunhöhe haben Wölfe bereits übersprungen. Kritiker äußern, dass eine stufenweise Erhöhung der Zäune eher einen Trainingseffekt für die physisch robusten und intelligenten Wölfe darstellt.

Wie Zäune tatsächlich gebaut werden müssen, damit Wölfe sie nicht überwinden können, zeigt das Gutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums über Mindestanforderungen zur Haltung von Säugetieren (2014), etwa in Zoos. Es empfiehlt für Hundeartige wie den Wolf: "Es sind Umzäunung mit Überhang nach innen, auch glatte Wände bzw. Gräben möglich. Vor allem kleine Arten, wie Füchse und Schakale, aber auch Wölfe, wenn sie Kämpfen ausweichen wollen, klettern und springen äußerst hoch (bis zu 2,8 Meter). Fast alle Arten graben, deshalb sind die Umzäunung bzw. Wände mit Fundament und Untergrabschutz von mindestens 60 Zentimeter Tiefe zu versehen."

Nachdem er fast ausgerottet war, ist der Wolf nach Deutschland zurückgekehrt. Nun wollen Jäger ihn wieder bejagen. Warum?

Es geht jetzt nicht darum, den Wolf zu bejagen, wie anderes Wild. Es geht darum, auffällige Wölfe erlegen zu dürfen. Auffällig sind Wölfe beispielsweise, wenn sie keine Scheu vor dem Menschen zeigen oder sich auf Nutztiere als Beute spezialisieren. Jagdrecht heißt nicht gleich Bejagung, der Wolf bliebe nach wie vor streng geschützt. Nur ein kleiner Teil der Arten, die im Jagdrecht sind, haben überhaupt eine Jagdzeit. Die anderen wie Fischotter, Luchs oder Seehund sind ganzjährig geschont. Durch die Verpflichtung zur Hege sind sie sogar besser geschützt als nach dem Bundesnaturschutzgesetz.

Das illegale Töten von Wölfen verurteilt der DJV und distanziert sich ausdrücklich von schwarzen Schafen, die Wölfe illegal töten. Leider erlangen diese Ausnahmen die größte Aufmerksamkeit.

Warum soll der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen werden und nicht im Naturschutzrecht bleiben, obwohl er streng geschützt ist?

Mit einem Zuwachs der Wolfspopulation von 30 Prozent pro Jahr nehmen die Konflikte zu. Das Naturschutzrecht ist als reines Schutzrecht konzipiert, da geht es nur ganz am Rande um die Lösung von Konflikten. Das Jagdrecht hingegen ist von seiner Grundkonzeption sowohl Schutzrecht als auch Instrument zur Lösung von Konflikten und zum Ausgleich von Interessen. Mit dem Wolf im Jagdrecht wird eine Grundlage geschaffen, um bundesweit gültige Managementmaßnahmen auf Basis des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zu erarbeiten. Wenn es um die "Entnahme" von Wölfen geht, ist das Jagdrecht das bessere Instrument. Jedenfalls, sofern es nicht nur um seltene Einzelfälle geht, wie im April 2016 in Niedersachsen und Februar 2018 in Sachsen.

Es ist wichtig, einen vernünftigen Umgang mit dem Wolf zu finden, insbesondere um die Akzeptanz in der Gesellschaft zu erhalten. Neben Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigungszahlungen für Nutztierhalter wird dabei mittelfristig auch eine Entnahme eine Rolle spielen. Dafür sind die Jäger prädestiniert, denn nur sie sind flächendeckend vertreten, haben nötige Ortskenntnis, richtige Ausrüstung und Ausbildung. Der DJV lehnt Vorstöße wie in Brandenburg und Südwestdeutschland ab, über Behörden bewaffnete Eingreiftrupps installieren zu wollen. Nur wenn der Jagdausübungsberechtigte notwendige Managementmaßnahmen nicht umsetzen kann oder möchte, sollten Behörden eingreifen können.

Der Wolf ist doch in Anhang IV der FFH-Richtlinie und gar nicht im "günstigen Erhaltungszustand". Wie kann er dann ins Jagdrecht aufgenommen werden?

Auch Arten aus Anhang IV der FFH-Richtlinie und solche, die nicht im "günstigen Erhaltungszustand" sind, können ins Jagdrecht aufgenommen werden. Sie können allerdings keine Jagdzeit bekommen. Die FFH-Richtlinie schreibt nur ein bestimmtes Schutzniveau vor - wie die Mitgliedsstaaten das umsetzen bleibt ihnen überlassen. Einige Arten, die in Anhang IV der FFH-Richtlinie gelistet sind und keinen "günstigen Erhaltungszustand" haben, unterliegen in Deutschland bereits dem Jagdrecht, etwa Luchs, Wisent, Wildkatze oder Fischotter. Das ist europarechtlich zulässig, solange sie keine Jagdzeit bekommen.

Was ist der günstige Erhaltungszustand einer Population?

Der günstige Erhaltungszustand einer Art ist in der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) definiert. Man versteht darunter die Gesamtheit der Einflüsse, die sich langfristig auf die Verbreitung und die Größe der Population der betreffenden Art in einem bestimmten Gebiet auswirken können. Die Kriterien dafür sind in Art. 1 Buchst. i der FFH-Richtlinie genannt. Eine Art soll demnach langfristig überleben können, das Verbreitungsgebiet soll nicht kleiner werden und der Lebensraum ausreichend groß sein.

Die Kriterien orientieren sich an wildbiologischen Erkenntnissen. Gemäß des im Auftrag der EU-Kommission erarbeiteten Leitfadens der LCIE (2008) reichen 1.000 erwachsene Tiere für einen "günstigen Erhaltungszustand" einer isolierten Population aus. Bei einer Population, die im genetischen Austausch mit anderen Populationen steht - wie im Fall des sogenannten deutsch-polnischen Wolfsvorkommens -, gilt eine Grenze von 250 Tieren. Ländergrenzen spielen dabei keine Rolle. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) geht derzeit von 150 bis 160 adulten Tiere allein in Deutschland aus, die Population umfasst aber auch Wölfe in Polen. Neue Zahlen für das Monitoringjahr 2017/2018 werden im September 2018 erwartet.

Der DJV bezweifelt daher, dass der Wolf noch nicht im "günstigen Erhaltungszustand" ist. Bei einer so anpassungsfähigen Art mit einer Vermehrungsrate von 30 Prozent pro Jahr kann daran kein Zweifel bestehen. Der Wolf ist auch international gesehen nicht gefährdet.

Sie fordern eine Anhangsänderung der FFH-Richtlinie für den Wolf in Deutschland. Warum?

Wir fordern eine Statusänderung von Anhang IV „streng geschützt“ zu Anhang V „bedingt geschützt“, mit der Möglichkeit des Verwaltungshandelns. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass jeder Jäger Wölfe jagen kann. Aber wir müssen den derzeitigen sehr schnell verlaufenden Veränderungen Rechnung tragen: Die Anzahl der in Deutschland lebenden Wölfe (wissenschaftlich korrekt: der Wolfsrudel) nimmt kontinuierlich zu, dies ist seit Jahren ein sehr dynamischer Prozess. Der Wolf breitet sich immer mehr auch in anderen europäischen Ländern aus. Wir wollen für die Zukunft vorbereitet sein. Unser Land ist dicht besiedelt. Begegnungen zwischen Menschen und Wölfen werden immer wahrscheinlicher, die Konflikte nehmen zu. Die Praxis im Umgang mit anderen Tierarten, wie Biber oder Kormoran, die sich ebenfalls ausbreiten und dadurch zu vermehrten Problemen führen, hat gezeigt, dass ein frühzeitiges Handeln notwendig ist. Ausnahmen vom strengen Schutz sind in der Praxis nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich, wie verschiedene Verfahren aus Bayern und Brandenburg im Umgang mit dem Biber zeigen.

Nach unserer Auffassung erfüllt der Wolf nicht mehr die Kriterien für die Aufnahme in Anhang IV der FFH-Richtline, die in Art. 1 Buchst. g der FFH-Richtlinie niedergelegt sind. Das Bundesamt für Naturschutz sieht das allerdings anders.

Müssen Jäger Schadensersatz für gerissene Schafe zahlen, wenn er im Jagdrecht ist?

Schäden durch Wolfsrisse müssten auch bei einer Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht nicht gezahlt werden, weder vom Jagdpächter noch von der Jagdgenossenschaft. Denn Wildschadensersatz gibt es nur für Schäden an Grundstücken (einschließlich der darauf wachsenden Pflanzen), aber nicht für gerissene Weidetiere. Und außerdem sind Grundstückschäden gar nicht bei allen WIldtieren ersatzpflichtig, sondern nur bei denen, die ausdrücklich genannt sind: Schalenwild, WIldkaninchen und Fasanen. Die Rückkehr des Wolfes ist in erster Linie ein gesellschaftiches Anliegen. Daher sollten Weidetierhalter aus öffentlichen Mitteln entschädigt werden.

Kann der Wolf in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland überhaupt artgerecht leben?

Die Wiederansiedlung zeigt uns, dass der Wolf in unserer Kulturlandschaft bestens zurecht kommt. Er findet hier geeigneten Lebensraum und ausreichend Beute. Die Frage ist nicht, ob er artgerecht in der Kulturlandschaft leben kann, sondern ob er die Akzeptanz der Bevölkerung findet. Der Wolf muss lernen, sich von Menschen und Nutztieren fern zu halten.

Durch das Fehlverhalten von Menschen (z.B. Fütterung) werden Wildtiere in Siedlungsnähe gelockt und gewöhnen sich an den Menschen. Das muss unbedingt vermieden werden. Beispiel Wildschwein: Diese intelligente Spezies legt ein Verhalten in der Stadt an den Tag, das etwa die Berliner mehr oder weniger tolerieren. Es weiß, dass es nicht bejagt wird, sogar gefüttert wird und hat jegliche Scheu verloren. Außerhalb der Städte wird es bejagt und lernt dadurch, menschlichen Kontakt zu vermeiden.

Wenn wir es zulassen, wird der Wolf vermutlich jegliche Räume wieder besiedeln. Der Wolf ist eine neugierige Art, er testet seine Grenzen aus. Es ist kein Zufall, dass der Wolf auch nachts in Städten gesichtet werden kann, wie jüngst in Walsrode. Dieses Verhalten wird jedoch von der Bevölkerung nicht akzeptiert.

Kann man Herden im Alpenraum und an Deichen schützen?

Wirksame und durchführbare Lösungen gibt es derzeit noch nicht, es gibt ein Pilotprojekt in Schleswig-Holstein. Schäferverbände gehen davon aus, dass sich Deichschafe grundsätzlich vor Wölfen schützen lassen, wenn genügend Geld für Personal und Sachmittel zur Verfügung steht. Dann müssten sich allerdings auch die Bewirtschaftungsformen ändern: So müsste tagsüber eine Behütung der Schafe, ggf. auch mit Herdenschutzhunden, stattfinden und nachts jeweils eine Einpferchung. Problematisch könnte das Verhalten von Herdenschutzhunden in Deichbereichen sein, die auch touristisch genutzt werden. Bei den Almen ist die Situation noch anspruchsvoller.

 

 

Wölfe haben seit vielen Jahren eine Vermehrungsrate von rund 30 Prozent jährlich: Die Population verdoppelt sich in weniger als drei Jahren.

Quelle: Rolfes/DJV

Alarmstufe Reh 23/4/18

Im Frühjahr kracht's besonders häufig zwischen Wildtier und Wagen. Der Deutsche Jagdverband appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, in Waldgebieten und an Feldern die Fahrweise anzupassen.

(Berlin, 23. April 2018) Mit dem Frühjahr steigt die Aktivität vieler heimischer Wildtiere rapide an. Vor allem Pflanzenfresser wie das Reh sind jetzt besonders viel unterwegs und haben Heißhunger auf zartes Grün. Hinzu kommen Revierkämpfe: Die männlichen Tiere stecken jetzt ihre Territorien neu ab. Kommt dem Platzbock ein Jüngling ins Gehege, wird er vehement verjagt. Dabei geht es auch blindlings über Straßen. Keine andere Säugetierart ist derart häufig in Wildunfälle verwickelt: Laut einer aktuellen Statistik des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ereigneten sich allein in der Zeit vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 knapp 195.400 Unfälle mit Rehen. Das sind knapp 85 Prozent aller Wildunfälle.

Gas weg und Augen auf

Um Zusammenstöße zu vermeiden, rät der (DJV), Wildwechsel-Warnschilder zu beachten und besonders entlang von Wald-Feld-Rändern sowie im Wald aufmerksam und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Gerade in der Morgen- und Abenddämmerung steigt die Wildunfallgefahr. Was viele Autofahrer nicht wissen: Selbst ein 20 Kilogramm schweres Reh besitzt bei einer Kollision mit Tempo 60 ein Aufschlaggewicht von 800 Kilogramm.

Was tun im Fall der Fälle?

Wenn es doch gekracht hat, Ruhe bewahren und als Erstes die Unfallstelle absichern: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen. Bei Personenschäden Erste Hilfe leisten und gegebenenfalls den Notruf wählen (112). Jäger oder Polizei (110) verständigen und Standort melden. Der DJV appelliert an Autofahrer, jeden Unfall aus Tierschutzgründen zu melden – auch wenn kein sichtbarer Schaden entstanden ist. Tote Tiere möglichst – ohne dabei sich oder andere zu gefährden – an den Straßenrand ziehen (Handschuhe tragen). Zu lebenden Tieren Abstand halten. Für die Versicherung eine Wildunfallbescheinigung vom Jäger ausstellen lassen.

Tierfund-App der Jäger nutzen

Nur etwa 1 Prozent der Unfälle mit großen Säugetieren erfasst das Statistische Bundesamt. Beim Großteil der Kollisionen werden weder Ort, Zeit oder Tierart erfasst. So fehlt die Grundlage, Wildunfallschwerpunkte zu erkennen und anschließend zu entschärfen. Das Tierfund-Kataster der Jäger (www.tierfund-kataster.de) ist die erste bundesweite Initiative, die Abhilfe schafft: Jeder Verkehrsteilnehmer kann verunfallte Tiere sogar per App melden, Wissenschaftler der Universität Kiel werten die Daten aus. Mehr als 45.000 Datensätze liegen bereits vor und Verkehrsbehörden nutzen diese. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hat das Kataster entwickelt.


Checkliste: Wildunfälle verhindern und richtig handeln im Ernstfall

Wie lässt sich ein Wildunfall verhindern?

  • Reduzierte Geschwindigkeit entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder.
  • Besonders gefährlich sind neue Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibehält.
  • Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, bei Nacht und bei Nebel.
  • Tier am Straßenrand: Abblenden, Hupen, Bremsen.
  • Ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollten stets mit Nachzüglern rechnen.

Was ist nach einem Wildunfall zu tun?

  • Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warndreieck aufstellen und Polizei anrufen.
  • Aufgrund der Infektionsgefahr niemals tote Tiere ohne Handschuhe anfassen. Abstand halten zu lebenden Tieren.
  • Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.
  • Einem geflüchteten Tier nicht folgen. In der Unfallmeldung die Fluchtrichtung mitteilen. So kann der Jäger das verletze Tier leichter finden.
  • Für die Versicherung Wildunfallbescheinigung von Jäger oder Polizei ausstellen lassen.

 

 

Schwer einzuschätzen: Selbst ein 20 Kilogramm schweres Reh besitzt bei einer Kollision mit Tempo 60 ein Aufschlaggewicht von 800 Kilogramm.
 
Quelle (2): DJV

Runter vom Gas in der Dämmerung, bei Nacht und bei Nebel: Schon durch eine reduzierte Geschwindigkeit können Zusammenstöße mit Wild vermieden werden.

Quelle: Kapuhs/DJV

Brut- und Setzzeit: Rücksicht nehmen 18/4/18

Naturbesucher aufgepasst: Im Frühling gleichen Wald und Flur einer großen Kinderstube. Wildtiere sind jetzt besonders schutzbedürftig.

(Berlin, 17. April 2018) Mit den wärmeren Temperaturen beginnt die sogenannte Brut- und Setzzeit – die heimische Natur verwandelt sich in eine große Kinderstube. Hase, Hirsch, Ente, Reh oder Wildschwein: Viele heimische Wildtiere bringen in den Frühjahrsmonaten ihren Nachwuchs zur Welt und brauchen viel Ruhe. Damit die Jungtiere problemlos aufwachsen können, bittet der Deutsche Jagdverband (DJV) Erholungssuchende und Hundehalter um Rücksicht und Einhaltung einiger einfacher Verhaltensregeln.

Wege nicht verlassen

Wildtiere halten sich besonders gern im Dickicht der Wälder, Knicks und Feldhecken oder im hohen Gras auf. „Es ist daher unbedingt notwendig, diese Ruhezonen zu meiden und die Wege nicht zu verlassen”, appelliert Detlef Zacharias, DJV-Präsidiumsmitglied. Vor allem frei laufende Hunde können eine Gefahr für trächtige Tiere und brütende Vögel sowie deren Nachwuchs darstellen. Vierbeiner sollten deshalb in diesen sensiblen Bereichen am besten an die Leine. Über die unterschiedlichen Regelungen informiert das örtliche Ordnungsamt.

Wildtiernachwuchs nicht anfassen

Aufgefundenes Jungwild auf keinen Fall berühren! Scheinbar verwaiste Rehkitze oder Junghasen sind meistens gar nicht so hilflos, wie es vielleicht den Anschein hat. Der gut getarnte Nachwuchs wird in den ersten Lebenswochen von den Müttern oft viele Stunden allein gelassen und nur zum Säugen aufgesucht – der beste Schutz vor Fressfeinden. Die Küken bodenbrütender Vögel sind oft „Nestflüchter“ und laufen selbstständig umher, werden aber dennoch weiter von den Eltern versorgt. Erst durch Menschengeruch werden Jungtiere wirklich zu Waisen.

Wildtier gefunden, was nun?

Naturbesucher sollten vermeintlich verletzte, geschwächte, kranke oder anderweitig gefährdete Wildtiere aus sicherer Entfernung beobachten und im Zweifelsfall einen ortsansässigen Jäger kontaktieren, der den Zustand einschätzen kann, oder die Polizei informieren.
 

 

Spaziergänger sollten derzeit Ruhezonen von Wildtieren meiden und Wege nicht verlassen. Aufgefundenes Jungwild darf auf keinen Fall berührt werden!
Quelle (3): Kaufmann/DJV

 

"Wer's wild mag, bleibt ruhig": Broschüre, Plakat und wetterfeste Informationstafel im A2-Format sind im DJV-Shop erhältlich.

Imagefilm 18/4/18

Im Dezember 2017 ging der Landesjagdverband NRW mit einem vielbeachteten Image-Film auf Sendung. Selbst in den nordrhein-westfälischen Kinos lief der 75-Sekünder äußerst erfolgreich und eröffnet seither gerade Nichtjägern einen neuen emotionalen Blick auf die Passion der Jäger und deren tiefe Beziehung zur Natur.

Jetzt geht der Landesjagdverband noch einen Schritt weiter. Aus dem gleichen Filmmaterial wurde ein Recruiting-Film geschnitten. Er macht Lust auf mehr. Sein Appell: „Mach Dich gemeinsam mit uns stark für die Natur!“

Der Film soll den Kreisjägerschaften und Hegeringen neue Interessenten für deren Jungjägerkurse zuführen und fordert zudem zur Mitgliedschaft auf.

Den Film können Sie sich auf unserer Webseite, auf unserem YouTube Kanal und auf Facebook online ansehen.
Außerdem besteht unter beigefügtem Link die Möglichkeit des Downloads. Bitte beachten Sie, dass der Link nur 7 Tage gültig ist.

http://bit.ly/2qD2Y1L


PR-Handbuch „Wild auf Wild“ neu aufgelegt 17/4/18

Bereits nach wenigen Monaten war das PR-Handbuch vergriffen. Eine überarbeitete Auflage ist jetzt erhältlich. Der Leitfaden gibt praktische Tipps zur Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen mit Schwerpunkt Wildbret. Mit der Kampagne „Wild auf Wild“ unterstützt der DJV die Öffentlichkeitsarbeit der Jäger.

(Berlin, 17. April 2018) Ob Gulasch oder Bratwurst – viele Jäger nutzen Wildbret, um auf Märkten oder Festen Öffentlichkeitsarbeit für die Jagd zu machen. Jetzt hat der Deutsche Jagdverband (DJV) im Rahmen der Kampagne „Wild auf Wild“ das überarbeitete PR-Handbuch für Jäger herausgebracht. Darin finden Jäger viele Tipps und Informationen für den gelungenen Auftritt auf Veranstaltungen. Wildbret steht dabei im Fokus. Die erste Auflage war bereits nach wenigen Monaten vergriffen.

Fallbeispiele, Anleitungen für erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit und praktische Tipps zur Fleischhygiene helfen bei der Planung von Veranstaltungen, bei denen Wildbret angeboten wird. Welche Vorschriften müssen Jäger bei der Zubereitung von Fleisch einhalten? Wie muss ein guter Verkaufsstand aussehen, der viele Gäste anzieht? Und wie spreche ich die örtliche Presse an? Antworten auf solche Fragen gibt das PR-Handbuch. Kostenlose Einzelexemplare können im DJV-Shop zuzüglich Versandkosten bestellt oder auf www.wild-auf-wild.de als PDF heruntergeladen werden.

Mit „Wild auf Wild“ baut der DJV das positive Image der Jagd über Wildbret weiter aus. Mit Rezepten, Videos und zahlreichen Aktionsmitteln stellt die Kampagne Jägern das nötige Handwerkszeug für einen erfolgreichen Auftritt in der Öffentlichkeit zur Verfügung. Mehr dazu gibt es im Internet auf www.wild-auf-wild.de.
 

 

Die Kampagne "Wild auf Wild" liefert Jägern das nötige Handwerkszeug für einen erfolgreichen Auftritt in der Öffentlichkeit.

Hundearbeit im Wolfsgebiet 17/4/18

Die überarbeitete Version des DJV-Flyers "Hundearbeit im Wolfsgebiet" ist ab sofort erhältlich. Sie enthält Verhaltenstipps für die Jagd, informiert über Vorsichtsmaß­nahmen und gibt Hinweise zu Versicherungsfragen.

(Berlin, 17. April 2018) Der DJV hat eine aktualisierte Version der Broschüre "Hundearbeit im Wolfsgebiet: Leitfaden für Jagdleiter und Hundeführer" veröffentlicht. Dieses mit zahlreichen Illustrationen versehene Faltblatt gibt Hinweise zu Planung und Durchführung einer Jagd oder Nachsuche. Besonders wichtig: In der Paarungszeit von Januar bis März empfiehlt es sich, Hunde im Wolfsgebiet an der Leine zu lassen. Um ein Aufeinandertreffen mit dem Wolf während einer Bewegungsjagd zu minimieren, sollten Jagdhunde erst 30 Minuten nach Beginn des Treibens geschnallt werden.

Der DJV weist darauf hin, den Jagdhund niemals für das Anzeigen von Wolfsspuren zu loben, eine positive Verknüpfung wäre fatal. Falls es trotz aller Sicherheitsmaßnahmen zu einem Unfall kommt, ist erster Ansprechpartner die Behörde. Nicht alle Bundesländer kommen allerdings für Übergriffe durch Wölfe und daraus resultierende Schäden auf. Betroffene sind aufgerufen, Schadensfälle auch der Jägerschaft oder dem Jagdgebrauchshundverband zu melden.

Die Broschüre im Format DIN lang kann kostenfrei bei der DJV-Service GmbH angefordert werden:

www.djv-shop.de

. Bitte beachten: Anfallende Porto- und Versandkosten müssen vom Besteller übernommen werden. Die Online-Version gibt es unter

www.jagdverband.de/content/publikationen

.


 

 


Wolf soll ins Bundesjagdgesetz 12/4/18

DJV fordert bundeseinheitliche Managementvorgaben für den großen Fleischfresser. Bewaffnete Eingreiftrupps lehnt der Verband ab: Erster Ansprechpartner muss der Jagdausübungsberechtigte vor Ort sein.

(Berlin, 11. April 2018) Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert in einem aktuellen Positionspapier zeitnah die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz, um bundeseinheitliche Regelungen zum künftigen Umgang mit dem Wolf auszugestalten. Eine generelle Bejagung ist damit nicht möglich, da der große Fleischfresser über die FFH-Richtlinie weiterhin streng geschützt ist. Allerdings wird so eine Grundlage geschaffen, um bundesweit gültige Managementmaßnahmen auf Basis des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zu erarbeiten. Der DJV lehnt Vorstöße wie in Brandenburg und Südwestdeutschland ab, über Behörden bewaffnete Eingreiftrupps installieren zu wollen. "Wenn es um die Entnahme von Wölfen geht, muss immer der ortskundige Jäger erster Ansprechpartner sein, alles andere wäre ein inakzeptabler Eingriff ins Eigentumsrecht", so DJV-Präsident Hartwig Fischer. Nur wenn der Jagdausübungsberechtigte notwendige Managementmaßnahmen nicht umsetzen kann oder möchte, sollten Behörden eingreifen können.

Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung verpflichtet, einen gesellschaftlichen Konsens herzustellen zwischen Wolfsschutz, Sicherheit des Menschen und Erhalt der Artenvielfalt. "Wir nehmen die Politik beim Wort und erwarten, dass Konflikte offen benannt und auch gelöst werden", so Fischer. Die Zeit drängt: Im Herbst 2017 haben Wölfe erstmals in Deutschland Deichschafe tödlich verletzt. Schafe sind unersetzlich für die Instandhaltung von Hochwasserschutzanlagen. Zudem haben sie wichtige Aufgaben in der Landschaftspflege, extensive Beweidung ist eines der wichtigsten Naturschutzinstrumente in Deutschland. Auch ausgewachsene Rinder haben Wölfe 2017 vermehrt getötet, die ökologisch hochwertige Grünlandwirtschaft wird stark beeinträchtigt.

Der DJV begrüßt es, dass laut Koalitionsvertrag der Schutzstatus des Wolfes überprüft werden soll, um „eine notwendige Bestandsreduktion herbeiführen zu können“. Zudem soll ein Kriterien- und Maßnahmenkatalog zur Entnahme von Wölfen entwickelt werden. Der DJV hat bereits mehrfach praktikable Lösungen, insbesondere im Umgang mit verhaltensauffälligen Tieren, angemahnt. Für den Dachverband der Jäger sind Wölfe bereits verhaltensauffällig, wenn sie tagsüber mehrfach in Siedlungsnähe auftauchen oder es verstärkt zu Nahkontakten kommt. Eine natürliche Scheu vor dem Menschen besitzt der Wolf nicht.

 

Hintergrundinfos zu Konflikten mit dem Wolf

Knapp 20 Jahre nach der ersten Reproduktion in der Lausitz erschließen sich Wölfe in Deutschland zunehmend neue Lebensräume. Der jährliche Zuwachs der Population liegt bei über 30 Prozent. Mit einem weiter exponentiell wachsenden Wolfsbestand ist zu rechnen. Der DJV geht von einem derzeitigen Bestand von etwa 800 Tieren in Deutschland aus.

Ende 2017 hat das Bundesamt für Naturschutz erstmals öffentlich festgestellt, dass der Wolf keine natürliche Scheu vor dem Menschen hat. Damit er diese wieder erlernt, hat der DJV einen konsequenten Umgang mit „Problemtieren“ gefordert und die vom BfN publizierten „Empfehlungen zum Umgang mit auffälligen Wölfen“ als nicht ausreichend kritisiert. Demnach sei es „ungefährlich“, wenn Wölfe in Dunkelheit durch Siedlungen laufen oder tagsüber in Sichtweite von Häusern. Die Sorgen und Ängste der ländlichen Bevölkerung müssen ernst genommen werden.

Die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere hat sich in den vergangenen zehn Jahren rasant entwickelt. Waren es im Jahr 2007 bundesweit noch etwa 100 verletzte oder getötet Nutztiere, wurde 2016 erstmals die Grenze von 1.000 Nutztieren überschritten (Quelle: DBBW). Im Landkreis Cuxhaven haben Wölfe 2017 die ersten Deichschafe getötet und 22 ausgewachsene Rinder. Daraufhin wurde die Mindesthöhe für einen wolfssicheren Zaun von 1,20 Meter auf 1,40 Meter erhöht. Diese Höhe wurde jedoch bereits überwunden.

Bei der weiteren Ausbreitung des Wolfes müssen auch höherrangige Ziele gewahrt bleiben. So sind z.B. Küstendeiche und Almen nicht durch Zäunung zu schützen. Problematisch ist dies auch in Grünlandregionen mit hoher Weidetierdichte. Gerade die Weidetierhaltung stellt eine besonders naturverträgliche Form der Landnutzung dar. In den genannten Gebieten besteht zudem die Gefahr einer Verdrahtung der Landschaft, die dem Gedanken einer Biotopvernetzung widerspricht.

Was die Nutztierhaltung anbetrifft, so kann die Aufrüstungsspirale beim Herdenschutz (u.a. durch Erhöhung von Zäunen, Installation zusätzlicher Elektrolitzen, Flatterbändern, Einsatz von Herdenschutzhunden) zu Lasten der Betroffenen nicht zielführend sein. Wirksame und legale Mittel zur Vergrämung von Wölfen stehen nicht zur Verfügung. Problemtiere müssen daher konsequent entnommen werden, ggf. auch ganze Rudel, damit erlernte Erfahrungen (Erbeuten von Nutztieren) nicht weitergegeben werden können.
 

 

Der jährliche Zuwachs der Wolfspopulation liegt bei mehr als 30 Prozent – Tendenz steigend. 2017 haben Wölfe  im Landkreis Cuxhaven die ersten Deichschafe getötet und 22 ausgewachsene Rinder.
Quelle: Rolfes/DJV

Feldhasenbestand stabil 26/3/18

Im vergangenen Frühjahr haben Jäger durchschnittlich 11 Feldhasen pro Quadratkilometer auf Wiesen und Feldern in Deutschland gezählt. Die meisten Tiere haben im Nordwestdeutschen Tiefland gelebt: 17 pro Quadratkilometer. Im Vergleich zum Herbst haben die Bestände im Schnitt um sechs Prozent zugenommen.

(Berlin, 26. März 2018) Rund 11 Feldhasen pro Quadratkilometer besiedeln im Schnitt Felder und Wiesen in Deutschland. Damit bleiben die Bestände stabil. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler nach der vorläufigen Auswertung von Daten aus knapp 550 Referenzgebieten (ohne Bayern und Sachsen) für das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD). Die meisten Langohren haben Jäger im Nordwestdeutschen Tiefland (17 pro Quadratkilometer) gezählt, insbesondere in der Wesermarsch, im Münsterland und am Niederrhein. Danach folgt das Südwestdeutsche Mittelgebirge (12), mit Schwerpunkten entlang des Rheins und im Großraum Stuttgart. Danach kommt das Alpenvorland (11) und das Westdeutsche Mittelgebirge (10). Im Nordostdeutschen Tiefland und im Ostdeutschen Mittelgebirge (jeweils 6) leben deutlich weniger Feldhasen. WILD ist ein Projekt des Deutschen Jagdverbands (DJV) und seiner Landesverbände.

Zuwachs wieder positiv

Nach einem Negativwert im Vorjahr lag die Nettozuwachsrate 2017 bundesweit bei plus sechs Prozent. Wissenschafler haben hierfür die Zählergebnisse aus dem Frühjahr mit denen des Herbstes verglichen. Im vergangenen Jahr wurden also mehr Feldhasen geboren als gestorben sind. Besonders hoch war die Nettozuwachsrate im Südwestdeutschen Mittelgebirge (11 Prozent), gefolgt vom Nordwestdeutschen Tiefland (10). Im Nordostdeutschen Tiefland (-3) und im ostdeutschen Mittelgebirge (-7) waren die Werte allerdings negativ.

Klima, Lebensraum und Fressfeinde sind entscheidend

„Nasskaltes Wetter im Frühjahr setzt Junghasen ebenso zu wie viele Fressfeinde oder mangelhafte Habitate“, sagte DJV-Vizepräsident Dr. Volker Böhning. Die Bejagung von Raubsäugern wie Fuchs oder Marder ist besonders wichtig. Hasen benötigen zudem strukturreiche Flächen mit nahrhaften Wildkräutern und Gräsern sowie Rückzugsräume. Vor allem in Ostdeutschland sind die bewirtschafteten Flächen allerdings groß und strukturarm. Durch ungünstige Witterungsverhältnisse, insbesondere im Frühjahr, kommt es zur Unterkühlung der Junghasen und somit zu erhöhter Sterblichkeit. Zwar war der März 2017 sehr warm, Kälteeinbrüche mit Frost in der zweiten Aprilhälfte setzten den Hasen allerdings zu. Vor allem im Norden war der Sommer zudem reich an Niederschlägen, eine nachgewiesene Ursache für tödliche Infektionen bei Junghasen. Auch der Straßenverkehr ist eine Gefahr: Aktuelle DJV-Statistiken zeigen, dass der Anteil der Verkehrsopfer in der Jagdstatistik bundesweit bei über 33 Prozent, in Brandenburg sogar bei 76 Prozent liegt.

Daten aus 17 Jahren

Mit dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands dokumentieren Jäger und Wissenschaftler seit 2001 die bundesweite Entwicklung der Feldhasenbestände. Grundlage ist eine sogenannte Scheinwerfertaxation im Frühjahr und Herbst: Jäger zählen Feldhasen nachts mit normierten Scheinwerfern auf festgelegten Strecken, Wissenschaftler werten die Daten anschließend aus. Weitere Informationen zu WILD bietet der jährliche Bericht: bit.ly/2I6AAvb
 

 

Die Nettozuwachsrate des Feldhasen lag 2017 bundesweit bei plus sechs Prozent.  
Quelle: DJV
Hasen benötigen strukturreiche Flächen mit nahrhaften Wildkräutern und Gräsern sowie Rückzugsräume.
Quelle: Rebstock/DJV

Tag des Ehrenamtes 16/3/18

Am 4. März veranstaltete die Stadt Nettetal den Tag des Ehrenamtes.

Hier ein ausführlicher Bericht auf der Homepage der Stadt:
https://www.nettetal.de/de/veranstaltung/markt-der-moeglichkeiten-zum-nettetaler-tag-des-ehrenamtes/

Selbstverständlich war auch der Hegering Nettetal mit der "Rollenden Waldschule" vertreten.
Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

Weitere Bilder in der Galerie....


Neue Videoserie: Wildbrethygiene in der Praxis 8/3/18

Der DJV veröffentlicht eine 12-teilige Videoserie auf www.wild-auf-wild.de. Diese kann ab sofort kostenfrei und hochauflösend heruntergeladen werden. Bereits mehr als 300.000 Aufrufe wurden in den sozialen Medien erzielt.

(Berlin, 7. März 2018) Ab sofort bietet der DJV eine 12-teilige Videoserie zu Wildbrethygiene kostenfrei zum Herunterladen an (www.wild-auf-wild.de/lehrvideos). Fachleute geben praktische Tipps zum Aufbrechen, Abschwarten oder Zerwirken von Schwarz- und Rehwild. Zudem werden die bedenklichen Merkmale bei Rehen und Wildschweinen anschaulich erläutert. Die Videoserie eignet sich für die Aus- und Weiterbildung von Jägern. Die einzelnen Videos sind hochauflösend und können auch auf Großbildschirmen gezeigt werden. Auf seinem YouTube- und Facebook-Kanal hat der DJV schon neun Videos veröffentlicht, die innerhalb von knapp vier Monaten bereits 300.000 mal aufgerufen wurden.

Dr. Wolfgang Bethe, zuständig für Wildbrethygiene im DJV-Präsidium, spricht von einem großen Erfolg: "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz. Die Bewertungen reichen von 'super Serie des DJV' bis hin zu 'danke für diese informativen Videos'". Wie Rehwild aus der Decke geschlagen wird, haben auf Facebook mehr als 31.000 Menschen angeschaut. Auf YouTube hat der Beitrag "Schwarzwild küchenfertig zerwirken" die meisten Klicks erzielt – knapp 50.000. Drei weitere Videos werden in Kürze veröffentlicht. Schwerpunkt: Aufbrechen von Schwarz- und Rehwild.

 

 


Jagdverbände fordern länderübergreifendes Wolfsmanagement 7/3/18

DJV und LJV Baden-Württemberg kritisieren den Alleingang im Südwesten Deutschlands. Der Wolf kennt keine Ländergrenzen, deshalb ist ein bundesweiter Ansatz notwendig. Jäger und Landwirte müssen in die Planung einbezogen werden. 

(Berlin, 06. März 2018) Wie gestern bekannt wurde, wollen die obersten Naturschutzbehörden der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und des Saarlands beim Herdenschutz und beim Wolfsmanagement enger zusammenarbeiten und dazu eine Kooperationsvereinbarung abschließen. Wölfe kennen keine Landesgrenzen, deshalb ist eine länderübergreifende Vereinbarung zu einem effektiveren Wolfsmanagement durchaus sinnvoll, betonen der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV BW) und der Deutsche Jagdverband (DJV). Eine Vereinbarung zwischen vier Bundesländern ist allerdings nicht zielführend, vor allem, wenn Betroffene überhaupt nicht eingebunden werden, kritisieren die Jäger. „Die letzten in Baden-Württemberg bestätigten Wölfe kamen aus Niedersachsen“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. Der Vorstoß sei blanker Aktionismus und ein unnötiger Vorgriff, weil der Bund – so sieht es der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vor – eine bundeseinheitliche Regelung schaffen will.

Der Landesjagdverband Baden-Württemberg ist verärgert, dass bei den vorgesehenen Steuerungs- und Managementgruppen im Rahmen der Kooperation weder Landwirte noch Jäger einbezogen werden sollen. Zudem fand eine Abstimmung mit dem Landwirtschaftsministerium in Baden-Württemberg bisher nicht statt. „Eine länderübergreifende Kooperation ohne Einbeziehung Betroffener ist ein Weg in die falsche Richtung“, so Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann, „wir fühlen uns regelrecht ausgegrenzt, obwohl wir uns seit Jahren für ein Wolfsmanagement im Land einsetzen.“ Der Wolf unterliege zwar dem Naturschutzrecht, aber von Einwirkungen des Wolfes seien Landwirte, Schafhalter und Jäger direkt betroffen.

Jägerinnen und Jäger sind flächendeckend im Land in den Jagdrevieren präsent, sie sind deshalb für ein Wolfsmonitoring auf der Fläche ebenso wie für den Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen prädestiniert. „Wir lehnen es aber vehement ab, dass über unsere Köpfe hinweg in den von uns gepachteten Revieren anonyme, nicht ortskundige, bewaffnete Eingreiftrupps Jagd auf Problemwölfe machen sollen. Der Versuch, sich eine alleinige Zuständigkeit zu sichern, ist nur politisch motivierter Aktionismus“, so Friedmann weiter. Dammann-Tamke ergänzt: „Insbesondere Niedersachsen zeigt, dass die Jäger den Aufgaben des Wolfsmonitorings und gewachsen sind, wenn sie diese Aufgabe übertragen bekommen.“

Die Zahl der Wölfe in Deutschland steigt weiter und damit die Herausforderungen. Warum sich das baden-württembergische Umweltministerium seit langem weigert, den Handlungsleitfaden Wolf zu einem umfassenden Managementplan weiterzuentwickeln, bleibt unklar. Wildtiermanagement ist mehr als das Beharren auf Zuständigkeiten. Anstatt Aktionismus in Baden-Württemberg brauchen wir bundeseinheitliche Richtlinien für das Wolfsmanagement, betonen Dr. Friedmann und Dammann-Tamke.

Eine Monitoringmöglichkeit der Jäger: Aufnahmen mit Wildkameras
Quelle: Noltenius/LJV Sachsen

Frühjahrsputz im Revier 6/3/18

Altglas im Gebüsch, Autoreifen am Wegrand und jede Menge illegal entsorgter Verpackungsmüll. Da hilft nur eins: aufräumen! Mit der Aktion "Frühjahrsputz" machen sich Jägerinnen und Jäger stark für den Natur- und Artenschutz. Der DJV sammelt Bilder von Putzaktionen und verlost attraktive Preise. 

(Berlin, 06. März 2018) Das Frühjahr ist die beste Zeit, um im Revier klar Schiff zu machen. Deutschlandweit befreien Jägerinnen und Jäger jetzt ihre Reviere von Müll und Unrat. Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft alle Jägerinnen und Jäger auf, ihre Arbeit zu dokumentieren und Fotos unter dem Stichwort "Frühjahrsputz" einzusenden.

Verpackungsreste, die von Wildtieren gefressen werden können, stellen ebenso eine erhebliche Gefahr dar wie Metallteile und Drähte, in denen sich Tiere verfangen können. Verpackungsreste und Schnüre finden immer wieder den Weg in Vogelnester, mit fatalen Folgen: Das Regenwasser kann nicht ablaufen, die Jungvögel erfrieren oder ertrinken. "Jedes Frühjahr stehen wir vor Bergen von illegal entsorgtem Müll in unseren Revieren", sagt Prof. Dr. Ellenberger, zuständig im DJV-Präsidium für Naturschutz. "Da hilft kein Jammern. Wir müssen anpacken und freuen uns über jede helfende Hand." Wird die Arbeit dokumentiert, prämiert der DJV die schönsten Bilder mit einer Wildkamera der Firma Dörr, einer DJV-Thermoskanne sowie einem DJV-Auto-Schonbezug. Unter allen Einsendungen werden weitere Preise verlost.

So gelingt der Frühjahrsputz:

  1. Organisation im Revier oder Hegering
  2. Klärung der Entsorgung des Mülls mit Ordnungsämtern oder Recyclinghöfen
  3. Einladung von Interessierten und Naturfreunden, beispielsweise über soziale Medien
  4. Anpacken, einen schönen Tag verbringen und Gutes leisten

Der DJV bittet Jägerinnen und Jäger, Fotos und Texte von ihrem Frühjahrsputz bis zum 31. März 2018 einzureichen - per E-Mail (pressestelle@jagdverband.de), auf Twitter oder über Instagram. Folgende Hashtags sollten verwendet werden: #frühjahrsputz #jägergegenmüll #DJVgewinnspiel.

Die Aktion "Frühjahrsputz" bietet sich an, um über Jagd, Natur und heimische Wildtiere zu informieren. Einem anschließenden, gemütlichen Angrillen steht nichts im Wege - natürlich mit Wildbret!

Gemeinsam aufräumen: Jägerin und Jäger beim Frühjahrsputz im Revier.
Quelle: Rohloff/DJV

Bundesrat beschließt Maßnahmen zur ASP-Prävention 2/3/18

Der DJV begrüßt die Initiative der Bundesregierung, warnt aber vor überzogenen Maßnahmen vor Ort: Jäger und andere Beteiligte müssen einbezogen werden. Jäger sollten Wildschwein-Kadaver nicht transportieren, sondern Tupfer-Proben nehmen. Elterntierschutz bleibt bestehen trotz beschlossener Schonzeitaufhebung für Wildschweine.


(Berlin, 02. März 2018) Der Bundesrat hat heute die Änderung der Schweinepest-Verordnung und der Verordnung über die Jagdzeiten beschlossen. Nach Inkrafttreten haben Veterinärbehörden weitreichende Befugnisse, um Maßnahmen anzuordnen, die eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) möglichst verhindern und eine Früherkennung im Ernstfall ermöglichen sollen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt die Bemühungen der Bundesregierung, die ASP-Ausbreitung möglichst zu verhindern. Allerdings hat der Dachverband der Jäger bereits im Vorfeld in seiner Stellungnahme auf das Risiko überzogener Maßnahmen hingewiesen. Jagdbehörde, Jäger und weitere Betroffene vor Ort müssen unbedingt in die Planung und Umsetzung einbezogen werden. Beispielsweise ist eine mögliche Anordnung einer verstärkten Bejagung durch die Veterinärbehörde nicht ohne das Zusammenwirken von Jägern, Land-, Forstwirtschaft und weiteren Akteuren umsetzbar. Dringend erforderlich sind etwa im Sommerhalbjahr Jagdschneisen in Mais-, Raps- und Weizenfeldern, die zusammen ein Viertel Deutschlands bedecken. "Die Maßnahmen vor Ort müssen geeignet, erforderlich und angemessen sein", sagte Veterinär und DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe. Eine Gängelung funktioniere nicht, vielmehr müssten praxistaugliche Anreize für Jäger geschaffen werden, um Wildschweinbestände zu reduzieren. Und zwar tierschutzgerecht. Dazu gehört auch, den Absatz von Wildbret zu stärken.

Besonders kritisch sieht der DJV die Möglichkeit, Jägern gegenüber den Transport von verendet aufgefundenen Wildschweinen anzuordnen: Ein risikofreier Transport kann nur in auslaufsicheren Spezialbehältnissen erfolgen, denn austretende Körperflüssigkeiten sind für längere Zeit ansteckend. Wegen des hohen Verschleppungsrisikos sollten Jäger ausschließlich Proben - vorzugsweise mit Tupfer - im Auftrag des Amtstierarzts nehmen. Der DJV begrüßt, dass entgegen des ersten Entwurfs diese präferierte Methode zumindest in die Verordnung aufgenommen wurde. Ebenso begrüßt der DJV, dass das von Jägern mit Wissenschaftlern entwickelte Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) als Möglichkeit genannt wird, Fundorte von Wildschwein-Kadavern schnell und unbürokratisch den Veterinärbehörden zu melden.

Die Verordnung über Jagdzeiten sieht künftig keine Schonzeiten für Wildschweine mehr vor. Das heißt, Wildschweine jeden Alters und beider Geschlechter sind ganzjährig bejagbar. Nach wie vor gilt aber der Elterntierschutz: Bachen mit abhängigen Frischlingen dürfen Jäger nicht erlegen. Dies begrüßt der DJV ausdrücklich. Die jüngste Äußerung des Deutschen Tierschutzbundes gegenüber der Nachrichtenagentur dpa zum Abschuss von Muttertieren in Bezug auf die heute beschlossene Aufhebung der Schonzeit für Wildschweine ist irreführend.

Entgegen der Verlautbarung des Bundesrates verhindert eine stärkere Bejagung der Wildschweine die Einschleppung der ASP nicht. Der Mensch ist der Risikofaktor Nummer eins, so wurden in Russland Sprünge in der Verbreitung des Virus von über 1.000 Kilometer nachgewiesen. Eine Verbreitung der in Osteuropa auftretenden Tierseuche über große Entfernungen verursachen laut Experten Menschen. Deswegen sollten besonders Reisende aus den Risikogebieten Osteuropas sensibilisiert werden, keine Rohwurstwaren aus Schweinefleisch einzuführen. Das ASP-Virus überlebt in Lebensmitteln sehr lange Zeit, Reste könnten Wildschweine infizieren.

Die Änderungen der Schweinepest-Verordnung und der Verordnung über die Jagdzeiten treten nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

 

Aufhebung der Schonzeit bedeutet nicht Aufhebung des Elterntierschutzes: Bachen mit abhängigen Frischlingen dürfen weiterhin nicht erlegt werden.
Quelle: Mross/DJV

Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen 28/2/18

Nachrichten-Telegramm:

  • Junge Jäger aus NRW stellen Video vor
  • Afrikanische Schweinepest: Was tun gegen einen möglichen Ausbruch?
  • Wildschweinjagd: DJV stellt 6-Punkte-Katalog für Vereinfachungen vor
  • Bund und Länder koordinieren Maßnahmen gegen Schweinpest
  • Verdacht bestätigt: Jagdhund von Wolf getötet

 

Termine

  • 9. Juni 2018, Köln Landesjägertag, Landeshegeschau und LJV-Mitgliederversammlung

 

Nachrichten-Volltext:

 

Junge Jäger aus NRW stellen Video vor

26. Januar 2018, Köln/Dortmund (LJV). Was bewegt junge Menschen bei der Jagd? Wer sind sie? Welche Rolle spielt die Jagd in ihrem Leben? Antworten geben Hannah, Marlon und Timo, drei Junge Jäger aus Köln.

Hier geht´s zum Film:

http://bit.ly/2F84AJe

 

 

 

Afrikanische Schweinepest: Was tun gegen einen möglichen Ausbruch?

26. Januar 2018, Berlin (dpa). Die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest geht um. Noch ist die Tierseuche in Deutschland nicht angekommen, doch vor allem die Bauern sind alarmiert. Um über präventive Maßnahmen zu beraten, brachte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Montag in Berlin Vertreter der Länder, Jäger, Bauern und der Industrie an einen Tisch.

Was kam bei dem Treffen heraus?

Es ging nicht um neue Maßnahmen, sondern um eine bessere Koordination von Bund und Ländern. Die Strategie stützt sich dabei vor allem auf drei Maßnahmen. Eine Informationskampagne soll verhindern, dass beispielsweise Fernfahrer mit ihrem Reiseproviant das Virus von Osteuropa nach Deutschland bringen. Eine bessere Einzäunung von Raststätten und Tankstellen sowie die schnellere Leerung von Abfallbehältern soll zudem dafür sorgen, dass sich Wildschweine nicht an kontaminierten Abfällen anstecken. Schließlich soll die Zahl der Tiere insgesamt reduziert werden.

Wovor genau fürchten sich die Landwirte?

Schweinehaltern könnte ein Ausbruch der Seuche in Deutschland sehr viel Geld kosten. Wenn infizierte Wildschweine auftauchen, drohen empfindliche Handelsbeschränkungen in den betroffenen Regionen. Das sei kein Automatismus, aber zumindest ein Verhandlungsgegenstand, sagte Schmidt. Außerdem droht Landwirten die Keulung Tausender Tiere, sollte sich das Virus in einem Betrieb ausbreiten.

Was schlagen die Bauern vor?

Der Bauernverband fordert unter anderem mehr Kontrollen bei Lebensmitteln, die nach Deutschland eingeführt werden. Zudem wünschen sich die Bauern, dass mehr Wildschweine geschossen werden.

Ist eine vereinfachte Jagd auf Wildschweine denkbar?

Ja. Die Bundesregierung hat die Aufhebung der Schonzeiten bereits auf den Weg gebracht - zur Freude der Jäger. Sie schlagen gleich sechs weitere Maßnahmen vor, um eine intensivere Bejagung auch sicherstellen zu können. So wünschen sie sich Bejagungsschneisen auf großen Feldern, eine Aufhebung der Jagdverbote in Naturschutzgebieten und Vergünstigungen für die Ausbildung und den Einsatz von Hunden.

Würden mehr Abschüsse denn auch wirklich helfen?

Die Wildschweindichte ist in Deutschland derzeit sehr hoch, daher wird eine Reduzierung auch unabhängig von der Afrikanischen Schweinepest als sinnvoll erachtet. Vorbeugend könnte das aber nur eine flankierende Maßnahmen sein, heißt es vom Friedrich-Löffler-Institut. «Wenn viele Wildschweine da sind, hat das Virus gute Möglichkeiten, sich festzusetzen», sagt eine Sprecherin.


Entscheidender seien aber Informationskampagnen und etwa Maßnahmen an Rastplätzen.

Wildschweinjagd: DJV stellt 6-Punkte-Katalog für Vereinfachungen vor

Anlässlich der "Nationalen ASP-Präventionskonferenz" am 26. Februar 2018 im Bundeslandwirtschaftsministerium stellt der DJV seine Forderungen für eine Vereinfachung der Wildschweinjagd vor.

 

26. Januar 2018, Berlin (DJV). Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat für den heutigen 26. Februar Vertreter aus Forschung, Ministerien und Jagd nach Berlin geladen zur "Nationalen ASP-Präventionskonferenz". Der Deutsche Jagdverband (DJV) weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass eine Einschleppung des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch verstärkte Jagd allein nicht verhindert werden kann. Vielmehr müssen insbesondere Fernfahrer aus europäischen Risikogebieten stärker kontrolliert werden, ebenso wie Raststätten entlang von Transitstrecken: Laut Experten haben achtlos weggeworfene Reste von verseuchter Rohwurst maßgeblich zur bisherigen Verbreitung der ASP beigetragen, Sprünge von mehreren 100 Kilometern in kürzester Zeit sind dokumentiert. Im Sinne der Prävention hält der DJV eine weitere Reduzierung der Wildschweinbestände für notwendig: Sollte das ASP-Virus den Sprung nach Deutschland schaffen, wäre dann zumindest die natürliche Ausbreitung reduziert. Diese beträgt etwa 20 Kilometer pro Jahr.

 

Eine noch intensivere Bejagung der Wildschweine kann nur erfolgreich sein, wenn Politik, Behörden, Landwirte und Jäger Hand in Hand zusammenarbeiten. Der DJV hat dazu heute einen 6-Punkte-Katalog mit Forderungen veröffentlicht, der die Jagd erfolgreicher machen soll.
 

1.  Anlegen von Bejagungsschneisen in allen Feldkulturen, besonders Raps, Mais, Weizen
Ohne Schneisen können 6,8 Millionen Hektar Feldfläche (ein Viertel Deutschlands) von Mai bis Oktober kaum bejagt werden, weil die Vegetation zu hoch ist. Dort wandern Wildschweine im Sommerhalbjahr ein.

 

2.  Aufheben von Jagdverboten in Naturschutzgebieten
Feuchte Lebensräume mit Deckung wie Schilfgürtel oder Bruchwälder sind beliebte Rückzugsgebiete für Wildschweine.

 

3.  Ganzjährige Bejagung von Wildschweinen in Staats- und Bundesforsten sowie großen Privatforsten

 

4.  Mehr Revier übergreifende Wald-Bewegungsjagden im Winterhalbjahr
Wildschweine haben vergleichsweise große Reviere, eine großflächige Bejagung ist deshalb sinnvoll. Behörden müssen die notwendige Verkehrssicherungspflicht unbürokratisch und kostenfrei unterstützen, am besten mit Personal. Ferner sollten Revierinhaber zur Duldung unbeabsichtigten Überjagens von Hunden verpflichtet sein.

 

5.  Vergünstigungen für Ausbildung und Einsatz von Jagdhunden für die Wildschweinjagd
Für die effektive Wildschweinjagd in Dickungen und Wald sind gut ausgebildete Stöberhunde unerlässlich. Tierschutzgerechte Ausbildung und Schutzausrüstung der Jagdhunde sind teuer, der Jagdeinsatz aufwendig. Eine finanzielle Unterstützung durch die Behörden ist erforderlich. Denkbar wäre auch eine Befreiung von der Hundesteuer.

 

6.  Zulassung von der "kleinen Kugel" für gestreifte Frischlinge
Für gestreifte Frischlinge müssen bundesweit Patronen zugelassen werden, die eine Mindestenergie von 1.000 Joule auf 100 Meter Entfernung haben. Bisher sind 2.000 Joule vorgeschrieben. Geschosse mit dieser Energie können allerdings bei kleinen Frischlingen für so starke Verletzungen sorgen, dass das Wildbret nicht mehr verwertbar ist.

Die bundesweite Aufhebung von Schonzeiten für Wildschweine begrüßt der DJV. Der Dachverband der Jäger weist darauf hin, dass dies nicht die Aufhebung des Elterntierschutzes bedeutet: Bachen, die gestreifte Frischlinge säugen, dürfen auch weiterhin nicht erlegt werden. Im vergangenen Jagdjahr haben Deutschlands Jäger knapp 600.000 Wildschweine erlegt - das vierthöchste Jagdergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1930er Jahren. Nach Auffassung des DJV ist die Jagd alternativlos, um Wildschweinbestände zu reduzieren. Die "Pille für das Wildschwein" lehnt der DJV als Unsinn ab.

 

Bund und Länder koordinieren Maßnahmen gegen Schweinpest

 

26. Januar 2018, Berlin (dpa). Bund, Länder und Verbände koordinieren ihre Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest. «Ein Ausbruch hätte erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen» sagte der geschäftsführende Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Montag. Er hatte zu einer nationalen Präventionskonferenz nach Berlin geladen. In den kommenden Tagen sollen etwa Übungen mit Polen und den angrenzenden Bundesländern stattfinden, bei denen Notfallpläne für den Fall eines Ausbruchs durchgespielt werden sollen.

 

«Beim ersten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Wildbestand muss dieses Gebiet sofort abgeschottet werden können», sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU).

 

Die Afrikanische Schweinepest kursiert hauptsächlich in Osteuropa, Deutschland blieb bislang verschont. Die für Menschen ungefährliche Erkrankung verläuft bei Haus- und Wildschweinen fast immer tödlich.

 

Verbreitet wird sie häufig von Menschen, etwa über achtlos weggeworfene Schweinefleischprodukte. Um zu verhindern, dass die Tierseuche nach Deutschland kommt, soll unter anderem die Schonzeit für Wildschweine aufgehoben werden. Zudem wurden Informationskampagnen gestartet, die sich unter anderem an Fernfahrer richten.

 

 

Verdacht bestätigt: Jagdhund von Wolf getötet

 

26. Januar 2018, Weißkeißel (dpa). Ein Ende Januar auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz gefundener Jagdhund ist wie vermutet von einem Wolf gerissen worden. Ein entsprechender Verdacht sei nun durch genetische Untersuchungen am Kadaver bestätigt worden, teilte das Kontaktbüro «Wölfe in Sachsen» am Freitag mit. Die Deutsche Bracke hatte Wild verfolgt und war nicht wieder zurückgekehrt. Aufgrund eines GPS-Senders am Halsband hatte ihr Besitzer, ein Jäger, schließlich das tote und bereits angefressene Tier finden können.

 

Nach Angaben des Hundebesitzers ist es der erste bekanntgewordene Fall seit Wiederansiedlung der Wölfe in Deutschland, in dem ein Jagdhund während der Jagd durch einen Wolf getötet wurde. «Nun geht es darum, die Gefahren für die Jagdhunde durch die Wölfe zu verringern», schrieb er auf der Internetseite «Jagderleben.de».

 

Laut Wolfs-Kontaktbüro können Angriffe auf Hunde unter besonderen Umständen vorkommen. Insbesondere während der Paarungszeit der Wölfe von Januar bis März könne es sein, dass sie in Hunden Konkurrenten sehen. Generell sollten Hunde im Wolfsgebiet angeleint oder nahe bei ihrem Besitzer geführt werden, empfehlen die Experten. «Kommt es zu einem Zusammentreffen von Wolf und Hund, sollte man seinen Hund zu sich rufen, anleinen und sich ruhig zurückziehen.» Eine Gefahr für den Hundeführer bestehe in diesen Situationen nicht, hieß es.


Wildschweinjagd: DJV stellt 6-Punkte-Katalog für Vereinfachungen vor 27/2/18

Anlässlich der heutigen "Nationalen ASP-Präventionskonferenz" im Bundeslandwirtschaftsministerium stellt der DJV seine Forderungen für eine Vereinfachung der Wildschweinjagd vor.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat für heute Vertreter aus Forschung, Ministerien und Jagd nach Berlin geladen zur "Nationalen ASP-Präventionskonferenz". Der Deutsche Jagdverband (DJV) weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass eine Einschleppung des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch verstärkte Jagd allein nicht verhindert werden kann. Vielmehr müssen insbesondere Fernfahrer aus europäischen Risikogebieten stärker kontrolliert werden, ebenso wie Raststätten entlang von Transitstrecken: Laut Experten haben achtlos weggeworfene Reste von verseuchter Rohwurst maßgeblich zur bisherigen Verbreitung der ASP beigetragen, Sprünge von mehreren 100 Kilometern in kürzester Zeit sind dokumentiert. Im Sinne der Prävention hält der DJV eine weitere Reduzierung der Wildschweinbestände für notwendig: Sollte das ASP-Virus den Sprung nach Deutschland schaffen, wäre dann zumindest die natürliche Ausbreitung reduziert. Diese beträgt etwa 20 Kilometer pro Jahr.

Eine noch intensivere Bejagung der Wildschweine kann nur erfolgreich sein, wenn Politik, Behörden, Landwirte und Jäger Hand in Hand zusammenarbeiten. Der DJV hat dazu heute einen 6-Punkte-Katalog mit Forderungen veröffentlicht, der die Jagd erfolgreicher machen soll.
 

1.  Anlegen von Bejagungsschneisen in allen Feldkulturen, besonders Raps, Mais, Weizen
Ohne Schneisen können 6,8 Millionen Hektar Feldfläche (ein Viertel Deutschlands) von Mai bis Oktober kaum bejagt werden, weil die Vegetation zu hoch ist. Dort wandern Wildschweine im Sommerhalbjahr ein.

2.  Aufheben von Jagdverboten in Naturschutzgebieten
Feuchte Lebensräume mit Deckung wie Schilfgürtel oder Bruchwälder sind beliebte Rückzugsgebiete für Wildschweine.

3.  Ganzjährige Bejagung von Wildschweinen in Staats- und Bundesforsten sowie großen Privatforsten

4.  mehr Revier übergreifende Wald-Bewegungsjagden im Winterhalbjahr
Wildschweine haben vergleichsweise große Reviere, eine großflächige Bejagung ist deshalb sinnvoll. Behörden müssen die notwendige Verkehrssicherungspflicht unbürokratisch und kostenfrei unterstützen, am besten mit Personal. Ferner sollten Revierinhaber zur Duldung unbeabsichtigten Überjagens von Hunden verpflichtet sein.

5.  Vergünstigungen für Ausbildung und Einsatz von Jagdhunden für die Wildschweinjagd
Für die effektive Wildschweinjagd in Dickungen und Wald sind gut ausgebildete Stöberhunde unerlässlich. Tierschutzgerechte Ausbildung und Schutzausrüstung der Jagdhunde sind teuer, der Jagdeinsatz aufwendig. Eine finanzielle Unterstützung durch die Behörden ist erforderlich. Denkbar wäre auch eine Befreiung von der Hundesteuer.

6.  Zulassung von der "kleinen Kugel" für gestreifte Frischlinge
Für gestreifte Frischlinge müssen bundesweit Patronen zugelassen werden, die eine Mindestenergie von 1.000 Joule auf 100 Meter Entfernung haben – auch in Kalibern unter 6,5 Millimeter Durchmesser. Bisher sind 2.000 Joule und ein Mindestkaliber von 6,5 Millimeter vorgeschrieben. Geschosse mit dieser Energie können allerdings bei kleinen Frischlingen für so starke Verletzungen sorgen, dass das Wildbret nicht mehr verwertbar ist.

Die bundesweite Aufhebung von Schonzeiten für Wildschweine begrüßt der DJV. Der Dachverband der Jäger weißt darauf hin, dass dies nicht die Aufhebung des Elterntierschutzes bedeutet: Bachen, die gestreifte Frischlinge säugen, dürfen auch weiterhin nicht erlegt werden. Im vergangenen Jagdjahr haben Deutschlands Jäger knapp 600.000 Wildschweine erlegt - das vierthöchste Jagdergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1930er Jahren. Nach Auffassung des DJV ist die Jagd alternativlos, um Wildschweinbestände zu reduzieren. Die "Pille für das Wildschwein" lehnt der DJV als Unsinn ab.
 

 

Nur wenn Politik, Behörden, Landwirte und Jäger Hand in Hand zusammenarbeiten, kann eine noch intensivere Bejagung der Wildschweine erfolgreich sein.


"Der Mensch ist verantwortlich" 23/2/18

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) hat vergangene Woche ein Positionspapier zum Umgang mit Wildschweinen im Zuge der Diskussion um die Afrikanische Schweinepest (ASP) herausgegeben. Fazit: Das Virus darf keine Ausrede sein, die Gebote des Tierschutzes bei der Jagd zu missachten. Der DJV hat mit der Tierärztin Dr. Susanne Hartmann über das Thema gesprochen. Sie ist Vorsitzende des Arbeitskreises Wildtiere und Jagd der TVT und war bis zur Pensionierung im September 2016 Leiterin des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Karlsruhe.

DJV: Das ASP-Virus hat in den vergangenen Monaten Sprünge von 1.000 Kilometern gemacht in Richtung Westen. Woran liegt das? Sind die Wildschweine schuld an der rasanten Ausbreitung des Virus?

Dr. Susanne Hartmann: Mit Sicherheit nicht. Der Mensch ist verantwortlich, er hat durch Fleischprodukte von infizierten Tieren für die Verbreitung des ASP-Virus gesorgt. Die meisten Wildschweine sterben innerhalb von zwei Tagen nach der Infektion, sie können das Virus gar nicht weit transportieren.


Welche Maßnahmen machen Sinn, um eine Infektion von deutschen Wildschweinen zu verhindern?

Wir müssen die Einfuhr von infizierten Lebensmitteln verhindern. Der beste Schutz: Alle Reisenden, das sind vor allem Lkw-Fahrer aus Gegenden, in denen die ASP vorkommt, dürfen keine Lebensmittel mehr aus Schweinefleisch mitbringen, die nicht erhitzt wurden, also zum Beispiel Mettwurst, Rohschinken oder Salami. Das ASP-Virus kann sich darin mehrere Wochen halten. Fressen Wildschweine Reste verseuchter Fleischprodukte, können sie erkranken. Darüber müssen wir Reisende aufklären, insbesondere Lkw- und Bus-Fahrer. Autobahnraststätten sollten wir wildschweinsicher einzäunen und Mülleimer sollten grundsätzlich fest verschließbare Deckel haben.


Wie lassen sich Hausschweine am besten schützen?

Am besten wäre ein Impfstoff. Die Forschung und Herstellung ist aber nicht banal. Zudem hat die Europäische Union sich einer Nicht-Impf-Politik verschrieben, da sich Fleisch geimpfter Tiere schlecht exportieren lässt. Das Interesse der Pharmaindustrie, einen ASP-Impfstoff herzustellen, geht gegen Null, weil kein Absatzmarkt da ist. Die Entwicklung eines Impfstoffes bis zur Marktreife würde sowieso mehrere Jahre dauern. Hausschweine lassen sich am besten durch die gängigen Maßnahmen der Biosicherheit schützen, die ohnehin zur guten landwirtschaftlichen Praxis gehören. Es dürfen keine fremden Leute in den Schweinestall, Kleidung und Schuhe müssen gewechselt und penibel desinfiziert werden.


Der Bauernverband fordert beständig eine Reduktion der Wildschweinbestände um 70 Prozent, ohne eine räumliche oder zeitliche Bezugsgröße zu liefern. Ließe sich dadurch die Einschleppung des Virus verhindern? Oder welche Maßnahmen sind sinnvoll?

Wer weiß schon, wie viele Wildschweine in Deutschland leben? Und was sind 70 Prozent von "unbekannt"? Die Forderung ist populistisch. Auch wenige Wildschweine stecken sich an, wenn verunreinigte Lebensmittel achtlos weggeworfen werden. Das ist der Dreh- und Angelpunkt. Bei punktuellen Ausbrüchen der ASP, also im Seuchengebiet, wäre natürlich ein Totalabschuss sinnvoll. Solange wir aber kein Seuchengeschehen haben, ist eine solche Forderung sinnlos.

Ganz wichtig ist auch, bei jagdlichen Maßnahmen darauf zu achten, dass keine großräumige Zerstreuung der Rotten erfolgt, etwa durch ungünstig durchgeführte Bewegungsjagden und/oder Abschuss führender Bachen. Kleine Frischlinge verhungern ohne die Bache, was tierschutzwidrig ist, größere führungslose Frischlinge legen oft weite Strecken zurück und können, falls sie infiziert sind, die Seuche verbreiten.


Von Politikern werden jetzt Saufänge als probate Alternative zur klassischen Jagd mit dem Gewehr angeführt. Wie stehen Sie zu dieser Methode, die Wildschweinbestände zu reduzieren?

Wir haben von der TVT einen stationären Saufang vor zwei Jahren besichtigt. Er war überhaupt nicht effektiv. Das Forstamt hatte in einer Jagdsaison genau drei Wildschweine damit gefangen. Aus Sicht des Tierschutzes ist so ein stationärer Saufang mehr oder weniger erträglich. Aber eine Alternative zur herkömmlichen Jagd ist die Methode definitiv nicht. Erfahrungen mit mobilen Saufängen habe ich selbst nicht, von Mitgliedern meines Arbeitskreises wird berichtet, dass sie erheblich tierschutzrelevant seien.


Tierrechtler haben die "Pille für das Wildschwein" in die Diskussion eingebracht – als Alternative zur Jagd. Verwiesen wird auf das Medikament Improvac für Hausschweine. Wie praxisnah ist ein solcher Vorschlag?

Improvac bewirkt eine Immunokastration bei männlichen Tieren. Es wirkt also nicht auf Basis von Hormonen, sondern auf Basis einer Antigen-Antikörper-Reaktion und unterbindet die Produktion von Sexualhormonen. Durch die Impfung mit einem bestimmten Peptid wird die Produktion der körpereigenen Hormone FSH und LH/ICSH bei Hausschweinen verringert, die für die Ausbildung der Hoden zuständig sind. Das Ziel ist es, beim Fleisch den unappetitlichen Ebergeruch zu verhindern und die chirurgische Kastration überflüssig zu machen.

Der Haken: Das Medikament kann nur gespritzt werden. Außerdem muss es zweimal gespritzt werden, damit es wirkt. Als Pille verabreicht würde es nur den Eiweißgehalt des Futters erhöhen. Auf Wildschweine übertragen hieße das, wir müssten jedes männliche Tier zweimal zu definierten Zeitpunkten einfangen und mit Spritzen impfen. Die Wirkung lässt übrigens bereits acht Wochen nach der zweiten Impfung nach. Die Idee der Tierrechtler besteht den Praxistest für Wildschweine also nicht.

Dann wären da noch Gestagene, also weibliche Hormone, wie sie beim Menschen zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt werden. Diese unverdaulichen Steroidhormone könnten tatsächlich in Köderform ausgebracht werden. Allerdings ist das tierschutzwidrig und ein unverantwortbarer Eingriff ins Ökosystem. Die Hormone müssten nämlich regelmäßig verabreicht werden, was in der Natur anders als im Stall nahezu unmöglich ist. Passiert dies nicht, wird die Rausche, also die Fruchtbarkeit bei weiblichen Wildschweinen sogar provoziert. Es kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass Frischlinge die Köder fressen, sie könnten dadurch verfrüht geschlechtsreif, zur Unzeit trächtig werden und unter der Geburt sterben. Andere Säugetierarten, die von den Ködern fressen, würden ebenfalls darunter leiden.


Welche Maßnahmen können Sie als Vertreterin der TVT im Seuchenfall, also bei Ausbruch der Tierseuche, akzeptieren?

Es gibt keine pauschale Antwort, die Maßnahmen hängen sehr vom Einzelfall ab. Das großflächige Vergiften, was auch in der Diskussion ist, hätte natürlich verheerende Nebenwirkungen. Selbst geschützte Arten wie der Wolf oder Haustiere könnten sterben. Ideal wäre sicherlich, das Seuchengebiet mit einem Elektrozaun zu umschließen, der auch flüchtende Wildschweine aushält. Im umgrenzten Seuchengebiet sollte dann möglichst ein Totalabschuss der Wildschweine versucht werden.

 

 

Tierärztin Dr. Susanne Hartmann ist Vorsitzende des Arbeitskreises Wildtiere und Jagd der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Sie war bis zur Pensionierung Leiterin des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Karlsruhe.


Wildschweinbejagung verstärken – gegen Afrikanische Schweinepest vorgehen 22/2/18

Jagdverband und Bauernverband rufen zur Anlage von Bejagungsschneisen im Mais auf 

(Berlin, 22. Februar 2018) Landwirte sollten durch die Anlage von sogenannten Bejagungsschneisen im Mais eine erfolgreiche Bejagung von Schwarzwild durch die Jäger unterstützen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) rufen daher gemeinsam die Landwirte dazu auf, bei der diesjährigen Maisaussaat Bejagungsschneisen anzulegen. Die Voraussetzungen für deren unbürokratische und praxistaugliche Anlage sind bereits im vergangenen Jahr von einigen Bundesländern genutzt worden. Mit den vorhandenen Nutzungscodes im gemeinsamen Agrarförderungsantrag wird die Anlage von Blühstreifen und Bejagungsschneisen erleichtert.

Mit Nachdruck fordern die Verbände gleichzeitig die Regierungen aller Bundesländer auf, den vorhandenen agrarpolitischen Spielraum für die Anlage von Bejagungsschneisen zu nutzen und die sogenannten Mischcodes für Bejagungsschneisen auch tatsächlich zur Antragstellung 2018 anzubieten. Bejagungsschneisen müssten zudem künftig in allen Feldkulturen unbürokratisch möglich sein. „Länder, Jäger und Landwirte müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag zur Schwarzwildbejagung im Sinne der Reduzierung der Risiken eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest leisten“, betonten die beiden Verbände.

DBV und DJV erklären, dass es inzwischen ohne großen bürokratischen Aufwand möglich ist, Schneisen zur Bejagung anzulegen, sofern die Bundesländer diese Möglichkeit anbieten. Für Jäger sind diese Schneisen eine gute Möglichkeit, die Schwarzwildbestände in der Feldflur zu reduzieren und somit das mögliche natürliche Verbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Seuchenfall zu senken. Der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Jagdverband appellieren an die Jäger, über die gesamte Jagdsaison jede Gelegenheit zu nutzen, Schwarzwild zu bejagen.

Die bisherigen Erfahrungen im Rahmen der EU-Agrarpolitik mit Nutzungscodes für Flächen mit Schneisen, die einen untergeordneten Teil der Gesamtfläche einnehmen, seien durchweg positiv gewesen. Infolge geeigneter Mischcodes entfalle die Notwendigkeit des Herausrechnens dieser Flächen, wodurch sich bürokratischer Aufwand und Rechtsunsicherheit reduzierten. Jetzt müsste diese Möglichkeit in allen Bundesländern zum nächstmöglichen Zeitpunkt geschaffen werden, forderten beiden Verbände.

 

 

Jagdschneisen: Die Jagd im Mais ist von Mai bis Oktober möglich.

Quelle: DJV

Jagdschneisen (hier im Mais) erleichtern die Jagd in allen Feldkulturen wie etwa Raps und Weizen.

Quelle: DJV

Jagd und Jäger im Überblick 15/2/18

Die neu gestaltete Broschüre „Wissenswertes zur Jagd in Deutschland“ enthält aktuelle Daten und Fakten, aufbereitet durch zahlreiche Grafiken und Schaubilder.

(Berlin, 15. Februar 2018) Wie wird man Jäger, warum entscheiden sich Menschen für den Jagdschein und woher kommen sie? Die inhaltlich überarbeitete Broschüre "Wissenswertes zur Jagd" enthält aktuelle Zahlen und gibt teils überraschende Antworten: So liegt der Frauenanteil in den Jägerkursen bereits bei 24 Prozent – ein Fünftel mehr als noch vor sieben Jahren. In der grafisch neu gestalteten Broschüre des Deutschen Jagdverbandes (DJV) erfährt der Leser, was Jagd ausmacht und welche Anforderungen Jäger erfüllen müssen. Begeisterte Waidfrauen und -männer kommen zu Wort und erläutern, warum sie sich für die Jagd entschieden haben.

Wussten Sie, dass Jäger auch anerkannte Naturschützer sind? Die Förderung der frei lebenden Tierwelt, Natur- und Landschafts-, Umwelt- und Tierschutz gehören zu den Kernaufgaben der Jäger. Die große Bandbreite der Verbandsprojekte wird in der Broschüre vorgestellt, zum Beispiel die Bildungsinitiative "Lernort Natur", die Kampagne "Wild auf Wild“, das Projekt "Fellwechsel“ oder das Monitoring-Programm „WILD“. Die 32-seitige Broschüre im DIN-A-5-Format enthält nicht nur Zahlen und Daten, sondern auch grafisch ansprechende Schaubilder, Diagramme und Grafiken. Zudem enthalten sind die Adressen der Landesjagdverbände unter dem Dach des DJV.

Die Broschüre kann kostenfrei bei der DJV-Service GmbH angefordert werden: www.djv-shop.de.

Bitte beachten: Anfallende Porto- und Versandkosten müssen vom Besteller übernommen werden. Die Online-Version gibt es ab sofort hier: www.jagdverband.de/content/publikationen

 

 

Die Broschüre gibt es in der Print-Version über die DJV-Service GmbH oder als Online-Version: www.jagdverband.de/content/publikationen

Wildtier-Monitoring: Jäger legen neue Zahlen vor 10/2/18

Im Fokus des WILD-Berichtes 2016 steht die Auswertung der Jagdstatistik verschiedener Raubwildarten. Vor allem bei den invasiven Arten Waschbär und Marderhund sind starke Streckenzunahmen zu verzeichnen. Der Bericht enthält zudem Gastbeiträge zur Verbreitung des Goldschakals und nachhaltigen Nutzung von Bälgen.

(Berlin, 09. Februar 2018) Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute den Jahresbericht 2016 für das Wildtierinformationssystem der Länder Deutschlands (WILD) veröffentlicht. Im Fokus stehen die Jagdstatistiken verschiedener Raubsäuger. Dargestellt werden aktuelle Werte und die Entwicklung im 10-Jahres-Vergleich. Besonders eindrucksvoll sind die Ergebnisse für den Waschbären: In fast der Hälfte aller Landkreise (46 Prozent) zeigt sich eine teils starke Zunahme der Jagdstrecken. Dabei hat sich die Zahl der zur Strecke gekommenen Waschbären pro 100 Hektar Jagdfläche innerhalb von zehn Jahren um teilweise mehr als das 10-fache erhöht. Insgesamt umfasste die Strecke im Jagdjahr 2015/16 knapp 130.000 Waschbären. Diese Werte lassen den Schluss zu, dass die Population des aus Nordamerika stammenden Kleinbären kontinuierlich zunimmt. Dies gilt auch für den aus Asien stammenden Marderhund:  Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2015/16 mit 28.000 Tieren rund 16 Prozent mehr Marderhunde erlegt. Nach einem Populationseinbruch Mitte der 2000er-Jahre aufgrund von Räude- und Staupeerkrankungen hat die Marderhundstrecke mittlerweile wieder das Niveau von vor zehn Jahren erreicht.

Der WILD-Bericht 2016 enthält weiterhin Daten zur Entwicklung der Jagdstatistik von Fuchs, Dachs, Mink, Iltis sowie Stein- und Baummarder. Auch aktuelle Daten zum Feldhasen sind im neuen Jahresbericht enthalten: Bereits seit über fünfzehn Jahren werden im Rahmen von WILD auf Initiative der Landesjagdverbände die Feldhasenbesätze in ausgewählten Zählgebieten Deutschlands systematisch erfasst. Dabei führen geschulte Jäger die Zählungen jeweils im Frühjahr und Herbst ehrenamtlich in ihren Revieren durch. Neben aktuellen Populationsdichten beleuchtet der Bericht die Entwicklung der Hasenbesätze vom Frühjahr zum Herbst 2016, die sogenannte Nettozuwachsrate.

Ergänzt wird der Bericht durch Gastbeiträge von Wissenschaftlern, die Einblicke in aktuelle Projekte und Forschungsthemen geben. Neben der Verbreitung des Goldschakals in Deutschland und Europa, wird das Projekt Fellwechsel vorgestellt, welches eine nachhaltige Nutzung von Bälgen ermöglicht. Auch eine erste Auswertung des seit 2016 bundesweit laufenden Projektes Tierfund-Kataster ist enthalten.

Der 44-seitige WILD-Bericht 2016 ist mit zahlreichen Karten und Grafiken illustriert. Die Online-Version gibt es ab sofort hier: www.jagdverband.de/content/ergebnisse-und-publikationen. Bis zu drei Printexemplare können ebenfalls ab sofort kostenfrei über die DJV-Service GmbH angefordert werden, bei mehr Ausgaben sind die Versandkosten zu zahlen: Friesdorfer Str. 194a, 53175 Bonn, Tel. 0228/3 87 29-00, E-Mail: info@djv-service.de
 

 

Der umfassende WILD-Bericht 2016 stellt unter anderem neue Daten zur Jagdentwicklung heimischer Raubwildarten, wie Dachs, Iltis und Marder vor.

Quelle: DJV

Koalitionsvertrag sieht Änderungen im Bundesjagdgesetz vor 9/2/18

Der DJV begrüßt die vorgesehenen Änderungen des Bundesjagdgesetzes hinsichtlich Munition, Schießübungsnachweis und Jungjägerausbildung. Auch die Ankündigung, den Schutzstatus des Wolfes zu überprüfen, stößt auf Zustimmung.

(Berlin, 09. Februar 2018) Die Parteien CDU, CSU und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt, dass die künftige Bundesregierung die in der vergangenen Legislaturperiode gescheiterte Novellierung des Bundesjagdgesetzes nun doch vornehmen möchte. Geplant sind bundeseinheitliche Regelungen für Jagdmunition mit dem Ziel, die Tötungswirkung zu optimieren und gleichzeitig den Bleieintrag ins Wildbret zu minimieren. Zudem soll es einen deutschlandweit einheitlichen Schießübungsnachweis geben, ebenso eine einheitliche Jäger- und Falknerausbildung sowie -prüfung. "Wir haben in den vergangenen Jahren einen wissensbasierten Weg unterstützt und begrüßen es sehr, dass die Politik unseren Empfehlungen nun folgen wird", sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer.

Wolf: Ängste und Sorgen ernst nehmen

Positiv beurteilt der DJV, dass der Schutzstatus des Wolfes überprüft werden soll, um "eine notwendige Bestandsreduktion herbeiführen zu können". Zudem soll ein Kriterien- und Maßnahmenkatalog zur Entnahme von Wölfen entwickelt werden. Hartwig Fischer: "Die Politik nimmt damit die berechtigten Ängste und Sorgen der vom Wolf betroffenen ländlichen Bevölkerung ernst!" Der DJV hatte im vergangenen Jahr immer wieder auf die zunehmenden Konflikte mit Wölfen hingewiesen und praktikable Lösungen im Umgang mit verhaltensauffälligen Tieren angemahnt. Im Gegensatz zum Bundesamt für Naturschutz sind für den Dachverband der Jäger Wölfe verhaltensauffällig, wenn sie mehrfach in Siedlungsnähe auftauchen oder sogar nachts hindurchgehen. Eine natürliche Scheu vor dem Menschen besitzt der Wolf nicht. Situationen wie in Cuxhaven, wo Wölfe sich zwischenzeitlich auf ausgewachsene Rinder spezialisiert und die ersten Deichschafe getötet haben, müssen künftig von Beginn an unterbunden werden. Den aktuellen Wolfsbestand schätzt der DJV auf rund 800 Tiere in Deutschland, die Fortpflanzungsrate liegt bei über 30 Prozent pro Jahr. Der Wolf ist eine Herausforderung für Weidetierhaltung und Artenvielfalt in Deutschland und damit für Deichschutz, Grünlandwirtschaft und Landschaftspflege.

Fördermaßnahmen in der Landwirtschaft unbürokratischer gestalten

Der DJV begrüßt die angestrebte Weiterentwicklung und Neuausrichtung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) ab 2020. Angesichts des Verlustes von biologischer Vielfalt im agrarisch genutzten Raum sieht es der DJV als dringend notwendig an, die Förderstrukturen gezielter und insbesondere auch unbürokratischer auszurichten. Derzeit werden 50 Prozent der Ackerfläche Deutschlands (6,8 Mio. Hektar) mit nur noch drei Fruchtarten - Mais, Raps und Weizen - bestellt und intensiv bewirtschaftet. Profiteur ist das anpassungsfähige Wildschwein, das dort in der Vegetationsperiode von Anfang Mai bis in den Oktober nur schwerlich bejagt werden kann. Auf dem Rückzug sind hingegen spezialisierte Arten wie Feldhase, Rebhuhn oder Fasan. In diesem Zusammenhang bewertet der DJV die geplante Ackerbaustrategie (inklusive Aktionsprogramm Insektenschutz) positiv. Nach Ansicht der Jäger gehören dazu auch produktionsintegrierte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Jagdschneisen mit Blühstreifen kombinieren

Darüber hinaus sollten alle zur Verfügung stehenden förderrechtlichen Möglichkeiten umgesetzt werden, um eine effektive Bejagung des Schwarzwildes in der Agrarlandschaft zu ermöglichen - etwa die unbürokratische Anlage von Bejagungsschneisen. Dazu gehört auch eine konsequente Umsetzung der Agrarzahlungenverpflichtungen-Verordnung und ein sinnvoller Umbau der Agrarumweltmaßnahmen mit Nutzungsmöglichkeit für den Landwirt nach der Brut- und Setzzeit. In der Praxis könnte dies bedeuten: Der Landwirt legt im Frühjahr mit der Aussaat in allen Kulturen Jagdschneisen aus mehrjährigen Wildplanzenmischungen an, die zur Biogasgewinnung genutzt werden können. Bis Ende Juni bieten die Blühstreifen Insekten und Bodenbrütern Nahrung und Lebensraum. Danach werden die Wildpflanzen für die Biogasproduktion geerntet, zurück bleiben Stoppelflächen für die effektive Bejagung der Wildschweine.

Der DJV begrüßt den vorgeschlagenen Dialog zwischen Landwirten, Jägern und anderen Naturschützern, um den Schutz der heimischen Flora und Fauna vor nicht heimischen Tier- und Pflanzenarten zu verbessern. Auch der Aufbau eines wissenschaftlichen Monitoringzentrums zur Biodiversität ist längst überfällig. Der DJV sieht hier gute Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Monitoringprogramm WILD (Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands).

Bundesprogramm Wiedervernetzung umsetzen

Besonders bedauert der DJV das fehlende Bekenntnis der möglichen Koalitionspartner zum Themenkomplex "Biotopverbund/Wiedervernetzung/Grüne Infrastruktur". Hierzu hatte der DJV im März 2017 eine große Fachtagung in Berlin unter Mitwirkung des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz ausgerichtet und zusammen mit ADAC und Naturschutzverbänden ein breites Bündnis für die Vernetzung von Lebensräumen geschmiedet. Das ausführliche Forderungspapier sieht konkrete Maßnahmen für die Umsetzung in der Praxis vor. Das bereits bestehende Bundesprogramm Wiedervernetzung ist nach wie vor nicht mit einem konkreten Finanzvolumen hinterlegt. Knapp 100 prioritäre und 30.000 sekundäre Konfliktstellen im Verkehrsnetz warten immer noch auf eine Entschärfung zugunsten der Verkehrssicherheit und des Artenschutzes.

Ob auf der Grundlage des ausgehandelten Koalitionsvertrages eine neue Bundesregierung gebildet wird, steht noch nicht fest: Die Parteigremien müssen noch zustimmen, bei der SPD wird es sogar ein Mitgliedervotum geben. Der Bundestag wählt dann die Bundeskanzlerin. Der Deutsche Jagdverband wird in jedem Fall gegenüber der neuen Bundesregierung die Interessen der Natur, des Wildes und der 384.000 Jägerinnen und Jäger in Deutschland mit Nachdruck vertreten - wissensbasiert und praxisorientiert.

 


Auftritt mit Tempo 1/2/18

Schnell und richtig reagieren, bevor es kracht – das Thema „Wildunfall-Prävention“ war ein Schwerpunkt des Deutschen Jagdverbandes während der Internationalen Grünen Woche 2018. Wildbret, Naturbildung, Jagdhornbläser, Jagdhunde und Greifvögel natürlich auch. Ein buntes Programm, das gezeigt hat, wie vielfältig Jagd ist.

(Berlin, 1. Februar 2018) Zehntelsekunden, die entscheiden: Um Zeit und schnelle Reaktion ging es in diesem Jahr am Stand des Deutschen Jagdverbandes (DJV) in den Messehallen am Funkturm. Wer zu spät gebremst hatte, dem saß der Rehbock auf der Motorhaube – zumindest theoretisch. Denn der Fahrsimulator ließ die Scheibe des Fahrzeugs nur symbolisch bersten. „In der Realität wäre es hier zu einem Unfall mit gravierenden Folgen gekommen“, sagte Ronald Geyer den Messebesuchern nach Auswertung von Bremsweg und Aufprallgewicht. Der Fahrsicherheitsexperte referiert seit Jahren über das Thema „Wildunfälle“ – wie sie vermieden werden können und was zu tun ist, wenn es doch gekracht hat.

Etwa alle zweieinhalb Minuten kollidiert laut DJV-Wildunfallstatistik ein Wildtier mit einem Auto. Etwa 228.500 Rehe, Hirsche und Wildschweine haben im Jagdjahr 2016/17 ihr Leben auf Deutschlands Straßen gelassen. Mehr Verkehrsaufkommen, kleinere Lebensräume und gewachsene Wildtier-Bestände sind einige Ursachen. Grund für den DJV, das Thema in den Fokus seines Auftritts auf der weltweit größten Agrar- und Verbrauchermesse zu stellen. „Durch richtiges Fahr- und Bremsverhalten können viele Wildunfälle vermieden werden“ sagte Pressesprecher Torsten Reinwald. „Das wollten wir den Besuchern zeigen.“

Zudem stellte der DJV die dynamische Wildwarn-App „Wuidi“ und das digitale Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) vor, das im Straßenverkehr getötete Wildtiere erstmals bundesweit erfasst. So können Wildunfall-Schwerpunkte entdeckt und Straßen sicherer gemacht werden. Dafür bedarf es allerdings der Mitarbeit der Verkehrsteilnehmer, Wildunfälle aktiv im Tierfund-Kataster einzutragen. Über diese Funktion können überdies auch Meldewege verkürzt und etwa ein Auftreten der Afrikanischen Schweinepest früh erkannt werden.

Mehr als 100 Helfer und Akteure

Wer sich von den Anstrengungen am Fahrsimulator erholen wollte, hatte dazu bei Erich Einecke und seinem Team Gelegenheit. Der Gastronom vom Brandenburger Gasthaus am Gorinsee, der den Verband seit Jahren hervorragend mit kulinarischen Wild-Spezialitäten unterstützt, hatte erneut Wild aufgetischt: unzählige knackige Würstchen, Buletten, Gulasch, Braten und Medaillons wurde über die Theke gereicht.

Insgesamt mehr als 100 Helfer sorgten an zehn Messetagen für einen gelungenen Auftritt des DJV: Die Falkner vom Partnerverband Deutscher Falkenorden (DFO) beeindruckten mit ihren Greifen und stellten das immaterielle Kulturerbe Beizjagd vor. Warum Hunde so wichtig für die Jagd sind, erklärten Vertreter des Jagdgebrauchshundverbands (JGHV) und Hundetrainerin Alexandra Weibrecht mit ihrem Team. In der Show-Küche auf der halleneigenen Bühne zeigte Wild-Koch und Jäger Georg Barta, der eigens aus Baden-Württemberg angereist war, seine kulinarischen Zauberkünste. Mehr als 50 Bläser von vier Jagdhornbläsergruppen präsentierten die Jagd in Halle 4.2 unüberhörbar.

Lernen und Spaß haben

Beliebt und großer Anziehungspunkt war erneut das Biotop mit seinem Erlebnispfad: Kleine und große Besucher erfuhren Wissenswertes über die heimische Natur. Etwa 3.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie viele Kita- und Schülergruppen folgten den Fährten von Hoch- und Niederwild. Etwa 30 geschulte, fachkundige Jäger beantworten kompetent an allen Tagen die vielen Fragen zu Jagd, Wild und Natur. Es galt, nicht nur das richtige Lösungswort zu finden, sondern auch etwas zu lernen und für Jagd, Wild und Natur zu sensibilisieren.

In ruhigerer Atmosphäre wurden mit zahlreichen führenden Politikern von Bund und Land intensive Gespräche geführt: Im Fokus standen etwa die aktuellen Entwicklungen zur Afrikanischen Schweinepest, die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik und das Management invasiver Arten: So fördert der DJV mit der Fellwechsel GmbH etwa die Verwertung von Fellen aus heimischer Jagd.

Wer den Stand des Deutschen Jagdverbandes noch nicht kennt, hat in circa elf Monaten Gelegenheit: Die Internationale Grüne Woche 2019 beginnt am 18. Januar.

Eindrücke von der Grünen Woche gibt es auf Facebook und dem YouTube-Kanal des DJV.

DJV-Präsident Hartwig Fischer (li.) und DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann (M. hi.) empfingen die ersten Gäste: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (M.), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (2.v.l.) und weitere Ehrengäste während des Eröffnungsrundgangs. Tradition: Vier Bläsergruppen mit insgesamt mehr als 60 Teilnehmern haben den DJV in Halle 4.2 wunderbar klangvoll unterstützt.
Quelle: DJV/Kapuhs
Quelle: DJV/Kapuhs
 
Immer wieder beliebt: Der Naturlehrpfad der Jägerinitiative Lernort Natur zog erneut große und kleine Besucher magisch an. Für knifflige Fragen standen fachkundige Jäger jederzeit bereit. Ausprobieren, staunen, lernen: Mit dem Tierquiz am Stand des DJV hatten auch die ganz Kleinen Spaß.  
Quelle: DJV
Quelle: DJV
Alle 2,5 Minuten passiert in Deutschland ein Wildunfall. Wie man in Gefahrensituationen richtig reagiert, erklärte Fahrsicherheitsexperte Ronald Geyer. Vorgestellt wurden auch das Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) und die Wildwarn-App "Wuidi".   Weit gereist für den DJV: Jäger und Wild-Koch Georg Barta aus Baden-Württemberg tischte an allen Messetagen heiß und wild auf.
Quelle: DJV
Quelle: DJV
Steinadler oder Seeadler? Die Mitglieder vom Deutschen Falkenorden (DFO) gaben Auskunft. "Was ist eigentlich ein Jagdhund?" und "Darf ich den mal streicheln?" waren die häufigsten Fragen am Stand vom Jagdgebrauchshundverband (JGHV) und Hundetrainerin Alexandra Weibrecht (re.).
Quelle: Kapuhs/DJV
Quelle: DJV

Anpassungsfähige Raubsäuger breiten sich aus 31/1/18

Jagdstatistik 2016/17 zeigt sprunghafte Anstiege für die eingewanderten Arten Waschbär und Marderhund. Auch beim Dachs sind die Zuwächse hoch, wogegen die Fuchsstrecke nahezu konstant bleibt. Die Bejagung leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz

(Berlin, 31. Januar 2018) Die aktuelle Jagdstatistik für Waschbär, Marderhund, Dachs und Fuchs hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute anlässlich Europas größter Jagdmesse, Jagd und Hund, veröffentlicht. Alle vier Arten gelten als anpassungsfähig, breiten sich in Deutschland aus und haben auf ihrem Speiseplan auch Jungvögel und Eier. Im Jagdjahr 2016/17 (1. April bis 31. März) haben Deutschlands Jäger 134.098 Waschbären erlegt. Im Vergleich zum Durchschnitt der vorangegangenen 5 Jahre ist das ein Plus von 30 Prozent. Einher geht diese Steigerung mit einer zunehmenden räumlichen Ausbreitung des aus Nordamerika stammenden Kleinbären. Mit einem Plus von 44 Prozent fällt die Steigerungsrate beim Marderhund noch größer aus. Von der ursprünglich aus Nordostasien stammenden Art haben Jäger vergangene Saison 30.272 Tier erlegt. Vom heimischen Dachs erlegten Jäger 69.275 Tiere (plus 8,7 Prozent) und vom Fuchs 435.700 (minus 5,2 Prozent).

Mit der Bejagung der anpassungsfähigen Fleischfresser leisten Jäger einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz in Deutschland. Die zweite Stellschraube sind Erhalt und Verbesserung von Lebensräumen. Laut DJV ist der Elterntierschutz bei der Jagd sehr wichtig: Insbesondere Muttertiere mit abhängigen Jungen dürfen nicht erlegt werden. Weitergehende Schonzeiten für Raubsäuger hält der DJV für kontraproduktiv, weil eine effektive Bejagung zum Schutz von seltenen Arten erschwert wird.

Aufgrund der erfolgreichen Tollwutimpfung zum Schutz des Menschen hat sich die Zahl der anpassungsfähigen Füchse in Deutschland seit den 1980er Jahren verdreifacht. Mit negativen Folgen für Bodenbrüter wie Kiebitz oder Feldlerche, die zur Beute gehören. Wegen des negativen Einflusses auf die Artenvielfalt hat die Europäische Union (EU) den Waschbären 2016 in die Liste der invasiven, gebietsfremden Arten aufgenommen. Primäres Ziel: die Eindämmung. Der Waschbär hat sein Verbreitungsgebiet deutschlandweit von 2006 bis 2015 nahezu verdoppelt und kommt fast in jedem zweiten Jagdrevier vor (43 Prozent).

Die Bemühungen der EU werden jedoch an verschiedenen Stellen konterkariert. In Hessen etwa ist die Jagdzeit des Waschbären auf den Zeitraum vom 1. August bis zum 28. Februar reduziert worden. Und in Berlin ist die Fangjagd komplett verboten. Fallen sind jedoch enorm wichtig, um die nachtaktiven Prädatoren zu erbeuten. Ebenso kontraproduktiv ist ein Jagdverbot auf Schutzflächen - etwa in Feuchtgebieten. Dort hält sich der Waschbär besonders gern auf und sucht nach Fressbarem wie Vogeleiern, Nestlingen, Amphibien und Reptilien.

Es ist laut DJV nicht möglich, Waschbär oder Marderhund aus Deutschland wieder zu entfernen. Sie haben sich etabliert und werden Deutschland weiter erobern. Allerdings kann Jagd die Ausbreitung und den räuberischen Einfluss auf heimische Arten stark reduzieren. Die Eindämmung gebietsfremder Arten ist laut DJV eine Herkulesaufgabe. Sie erfordert gemeinsame Anstrengungen in staatlich und privat betreuten Flächen, besonders in Naturschutzgebieten. Jäger sind dabei kompetente Ansprechpartner.
 

 

Besonders bei den Waschbären wurden 30 Prozent mehr Tiere erlegt als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.
Quelle: Seifert/DJV

Mehr Jäger in Deutschland 29/1/18

Die Zahl der Jagscheininhaber steigt kontinuierlich. Nordrhein-Westfalen liegt mit mehr als 91.000 Waidfrauen- und männern an vorderster Stelle. Bezogen auf die Bevölkerung gibt es im Norden die meisten Jäger: In Mecklenburg-Vorpommern kommt ein Jäger auf 124 Einwohner.

(Berlin, 29. Januar 2018) So viele wie nie zuvor: 383.828 Menschen in Deutschland besaßen im Jagdjahr 2016/17 (1. April bis 31. März) einen Jagdschein, 2.000 Personen mehr als noch 2015/16. Seit der Wiedervereinigung vor 27 Jahren gibt es nun über 72.500 Jägerinnen und Jäger mehr – ein Anstieg von knapp einem Viertel (23,3 Prozent). Die Bevölkerung wuchs im gleichen Zeitraum nur geringfügig. Den stärksten prozentualen Zuwachs gab es innerhalb des vergangenen Jagdjahres in Hamburg und in Mecklenburg-Vorpommern: Um jeweils über 7 Prozent stieg die Zahl der Jäger auf nun knapp 2.700 beziehungsweise rund 13.000. Diese und weitere Statistiken veröffentlicht der Dachverband der Jäger heute anlässlich der "Jagd und Hund", Europas größter Jagdmesse.

Die meisten Jäger bezogen auf die Bevölkerung sind vor allen in den schwächer besiedelten, nördlichen Bundesländern zu Hause: in Mecklenburg-Vorpommern kommen auf einen Jäger 124 Einwohner, in Schleswig-Holstein sind es 126 und in Niedersachsen 132 Einwohner. Platz vier teilen sich Sachsen-Anhalt und Thüringen (187 Einwohner pro Jäger). Nordrhein-Westfalen landet mit 195 Einwohnern pro Jäger im Ländervergleich auf dem fünften Platz. Im Vergleich der absoluten Jägerzahlen liegt das bevölkerungsreichste Bundesland allerdings ganz vorn mit 91.456 Waidfrauen und -männern. Deutschlandweit kommt ein Jäger auf 214 Einwohner.

Laut aktueller DJV-Befragungen gibt es inzwischen 7 Prozent Jägerinnen, in den Jägerkursen liegt die Frauenquote bereits bei knapp einem Viertel. Im Ehrenamt tätig sind 41 Prozent der Jäger, dabei Frauen öfters als Männer. Im Vergleich die Gesamtbevölkerung: Hier sind nur 9 Prozent ehrenamtlich im Umwelt- und Naturschutz aktiv. Bezogen auf die berufliche Tätigkeit entspricht die Zusammensetzung der Jägerschaft weitgehend dem Querschnitt der Bevölkerung.

                       

 

Trend ungebrochen: Noch nie gab es so viele Jägerinnen und Jäger in Deutschland
Quelle: DJV

Gemeinsam gegen Wildunfälle 24/1/18

DJV fordert bessere Finanzierung des Bundesprogramms Wiedervernetzung und ruft Verkehrsteilnehmer auf, Wildunfälle aktiv im Tierfund-Kataster einzutragen.

(Berlin, 23. Januar 2018) Straßen zerschneiden Lebensräume von Tieren und gefährden damit die biologische Vielfalt, weil Tiere nur noch schwer wandern können oder verunglücken. Eine Herausforderung für den Tierschutz: Alle zweieinhalb Minuten kollidiert ein Reh, Wildschwein oder Hirsch mit einem Fahrzeug, zeigt die Statistik der Jäger. Seit zwei Jahrzehnten arbeiten das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Deutsche Jagdverband (DJV) in verschiedenen Projekten eng zusammen, um Lebensräume mit Hilfe von Grünbrücken aktiv wieder zu vernetzen und das Risiko von Wildunfällen zu minimieren. Im Sinne von mehr Tierschutz ruft  der DJV jetzt Verkehrsteilnehmer und Naturliebhaber auf, das Tierfund-Kataster (tierfund-kataster.de) aktiv zu unterstützen. In diesem Projekt werden erstmals Wildunfälle bundesweit einheitlich und standortgenau erfasst. „Ein erster Schritt für mehr Artenschutz und weniger Wildunfälle“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Anhand von systematisch erfassten Daten könnten Wissenschaftler Gefahrenpunkte für Tier und Mensch bundesweit erkennen. Dies sei ein entscheidender Schritt, um etwa Grünbrücken oder elektronische Wildwarnanlagen dort zu bauen, wo sie gebraucht würden, so Fischer.

Wie effektiv Grünbrücken sein können, die optimal in die umgebende Landschaft eingebunden sind, zeigt das BfN-Projekt „Holsteiner Lebensraumkorridore“ bei Kiebitzholm: Seltene Arten wie Haselmaus, Blutströpfchen (Schmetterling) oder Kammmolch nutzen inzwischen die Grünbrücke, der Fischotter ist im benachbarten Ottertunnel nachgewiesen worden. Die Zahl der Wildunfälle vor Ort geht inzwischen gegen null. „Mit den Holsteiner Lebensraumkorridoren konnten wir zeigen, dass Grünbrücken einen wichtigen Beitrag leisten können, die grüne und die graue Infrastruktur der Verkehrswege miteinander in Einklang zu bringen. Denn wir brauchen beides, die graue ebenso wie die grüne Infrastruktur: Ein Netzwerk, dessen Leistungen für uns Menschen und für die Erhaltung der biologischen Vielfalt unverzichtbar sind“, sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel bei ihrem Besuch am DJV-Stand auf der Internationalen Grünen Woche. „Straßen zerschneiden Lebensräume und gefährden dadurch die biologische Vielfalt. Dieser Entwicklung kann mit dem Bundesprogramm Wiedervernetzung nur dann entgegengewirkt werden, wenn die Finanzierung dieses Programms langfristig gesichert ist und wenn vermehrt Maßnahmen in die Umsetzung gebracht werden.“

DJV-Präsident Fischer fordert eine systematische Entschärfung von kritischen Straßenabschnitten im Sinne des Tier- und Artenschutzes. Es gelte, die aus dem Bundesprogramm Wiedervernetzung bekannten knapp 100 prioritären Konfliktstellen endlich zu entschärfen. „Ich appelliere an die zukünftige Bundesregierung, das Bundesprogramm Wiedervernetzung finanziell auszustatten. Zum Wohle von Mensch und Tier“, so Fischer.

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin informiert der DJV in Halle 4.2 über das Thema Wildunfälle. Besucher können unter anderem mit einem Bremssimulator ihre Reaktionszeit testen. Zudem stellen Mitarbeiter das Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) vor. Jeder Verkehrsteilnehmer kann die App kostenlos herunterladen. Mehr als 45.000 Datensätze liegen bereits vor und werden bereits von Behörden genutzt.

Weitere Informationen zu Wildunfällen und Biotopvernetzung:

Auf Bundesstraßen liegt das Verkehrsaufkommen durchschnittlich bei etwa 9.000 Fahrzeugen pro Tag und Streckenabschnitt. Ab einem Wert von 10.000 wagen sich selbst große Säugetiere kaum mehr über die Straße. Allein im vergangenen Jagdjahr – die Zeit vom 1. April 2016 bis zum 31. März 2017 – kollidierten rund 229.000 Rehe, Wildschweine und Hirsche mit einem Fahrzeug. Für seltene Arten wie Fischotter, Wildkatze oder Wolf ist der Straßenverkehr sogar eine der häufigsten Todesursachen. Die Dunkelziffer verunfallter Säugetiere insgesamt liegt nach Schätzungen des DJV um ein Vielfaches höher. Zudem sind Angaben zum genauen Unfallort in den meisten Fällen unzureichend.

Weitere Informationen zum Tierfund-Kataster:

Mehr als 33.000 Datensätze zu Wildunfällen liegen bundesweit bereits vor. In Schleswig-Holstein, dem Ursprungsland, greifen Behörden bereits auf die Daten zurück. Nach einmaliger Registrierung können Daten zu Wildunfällen über die Internetseite www.tierfund-kataster.de eingegeben werden. Zudem ist es online möglich, sich auf einer Karte alle erfassten Funde anzuschauen. Noch einfacher können Tierfunde mobil von unterwegs über die kostenlose Smartphone-App (Android und iOS) eingetragen werden. Standort und Zeitpunkt werden automatisch erfasst. Andere relevante Daten wie die Tierart und Todesursache werden zusätzlich abgefragt. Das Hochladen eines Fotos ermöglicht Wissenschaftlern im Nachgang eine gesicherte Artbestimmung.

                       

 

Die BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel und DJV-Präsident Hartwig Fischer auf der Internationalen Grünen Woche: Mehr Biotopvernetzung ist gut für die biologische Vielfalt und reduziert Wildunfälle.
Quelle: Kapuhs/DJV

Fragen und Antworten zur ASP 19/1/18

Aufgrund des medialen Interesses hat der Deutsche Jagdverband die häufigsten Fragen zum Thema Afrikanische Schweinepest (ASP) in einem Faktenpapier beantwortet.

Was sind die Symptome der ASP?

Bei europäischem Schwarzwild führt die Infektion zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen zum Tod des Tieres etwa innerhalb einer Woche. Beim Aufbrechen der Stücke (Entnehmen der Organe durch einen Jäger) sollte auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt. Das Fehlen solcher Auffälligkeiten schließt nicht aus, dass es sich dennoch um ASP handelt. In Schweinebeständen in Afrika überleben Tiere häufig eine Infektion.

 

Wie viele Wildschweine gibt es in Deutschland?

Derzeit gibt es noch keine wissenschaftliche Methode, um Wildschweine zu zählen. Lediglich grobe Schätzungen sind möglich. Ausgehend von der durchschnittlichen jährlichen Reproduktionsrate von 230 Prozent (Tierärztliche Hochschule Hannover) und der DJV-Streckenstatistik (2016/17: knapp 600.000 Wildschweine) liegt der Frühjahrsbestand bei etwa 300.000 Tiere. Diese Schätzung basiert auf der Annahme, dass Jäger nahezu den gesamten Nachwuchs abschöpfen. Bezogen auf den Herbstbestand erlegen Deutschlands Jäger also bereits jährlich zwei Drittel der Schweine.
 

Wie ist die ASP übertragbar?

Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann ein unachtsam entsorgtes Wurstbrot ausreichen, um die Seuche einzuschleppen und auch in Deutschland Ausbrüche zu provozieren. Besonders effizient ist die Übertragung über Körperflüssigkeiten, besonders Schweiß (Blut). Kleinste Tropfen reichen für eine Infektion.
 

Ist ASP ansteckend für den Menschen?

Die Afrikanische Schweinepest zählt nicht zu den Zoonosen und kann dementsprechend nicht auf den Menschen übertragen werden. Haus- und Wildschweine sind gleichermaßen empfänglich für das Virus.
 

Kann infiziertes Schweinefleisch gegessen werden?

Infiziertes Schweinefleisch ist völlig ungefährlich für den Menschen und könnte gegessen werden. Um eine Verschleppungsgefahr allerdings komplett auszuschließen, sollten infizierte Schweine nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden. Nachweislich wurde die Seuche beispielsweise von der Ukraine ins Baltikum über kontaminierte Rohwurst eingeschleppt.
 

Wie schnell breitet sich die ASP aus?

Die natürliche Ausbreitung der ASP über Wildschweine geht langsam voran und beträgt nach Angaben der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA mit höchstens 25 Kilometern pro Jahr. Besorgnis erregend ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit über den Menschen: Auf Transitstrecken kann sich das Virus mit 90 Kilometern pro Stunde fortbewegen - beispielsweise im Schlamm in den Radkästen eines Lkw oder über kontaminierte Lebensmittel aus (Wild-)schweinfleisch (z.B. Salami, Räucherschinken). Das Virus kann selbst am Schuh mehrere Monate überleben. Biosicherheit an Parkplätzen, Bahnhöfen oder Grenzübergängen ist besonders wichtig, also beispielsweise verschlossene Abfallbehälter: Ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen reicht, um die Seuche nach Deutschland zu bringen.
 

Welche Rolle spielen Wolf und andere Fleisch- und Aasfresser wie Fuchs bei der Ausbreitung der ASP?

Nach Auskunft des Friedrich-Loeffler-Instituts kann sich das Virus der Afrikanischen Schweinepest nur in Schweinen vermehren und wird daher nicht von Beutegreifern oder Aasfressern ausgeschieden, die es mit einem gerissenen Stück Schwarzwild oder an einem Kadaver aufgenommen haben. Alle Prädatoren, Greifvögel und Aasfresser könnten prinzipiell eine mechanische Vektorfunktion haben, wobei es keine Hinweise gibt, dass eine spezielle Art einen größeren Einfluss hat. Der Wolf nimmt keine Nahrungsvorräte über lange Distanzen mit, wie es der Mensch tut. Eine direkte Verschleppung ist somit unwahrscheinlich. Es gibt keine Hinweise, dass sich das Virus längerfristig über kontaminierte Zähne oder Haare übertragen lässt. Insbesondere Aasfressern kommt unter Umständen sogar eine positive Rolle bei der Beseitigung von Kadavern zu.
 

Die Schweinepest steht vor der Tür. Was muss jetzt getan werden?

Der Fokus muss auf Maßnahmen der Prävention liegen. Dazu gehört es, Wildschweine mit allen legalen Mitteln zu bejagen, vornehmlich junge Bachen. Ziel ist es, die Bestandsdichte und den Zuwachs weiter zu reduzieren. Ein weiterer Fokus muss auf der Biosicherheit liegen: Entlang von Transitstrecken sind verschlossene Abfallbehältnisse wichtig, damit Wildtiere infizierte Fleisch- und Wurstreste nicht verschleppen können. Ein dritter Fokus muss auf Früherkennung liegen: Verdächtige Wildschwein-Kadaver müssen vor Ort liegen bleiben und der zuständige Amtstierarzt muss umgehend informiert werden. Ein Abtransport des Kadavers ist wegen der Verschleppungsgefahr nur in einem dichten Behälter zulässig.
 

Wie stehen Jäger zum Wegfall von Beschränkungen bei der Wildschweinjagd?

Eine Aufhebung von Schonzeiten sehen wir unkritisch. In der jetzigen Phase der Prävention ist allerdings der Elterntierschutz nicht verhandelbar: Eine Bache mit abhängigen Frischlingen darf nicht erlegt werden. Es macht Sinn, verstärkt junge weibliche Wildschweine zu bejagen. Die bis 2-jährigen Tiere tragen maßgeblich zur Fortpflanzung bei: 7 von 10 Frischlingen werden von jungen Bachen geboren.
 

Was fordern die Jäger, um besser jagen zu können?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die eine Bejagung von Wildschweinen erleichtern und dringend umgesetzt werden sollten:

  • Anlegen von Bejagungsschneisen im Frühjahr - in allen Feldkulturen, z.B. Raps, Mais, Weizen
  • Aufheben von Jagdverboten in Naturschutzgebieten, insbesondere in Schilfgebieten und Bruchwäldern. Dort halten sich Wildschweine bevorzugt auf.
  • Aufheben von Jagdruhezeiten
  • Aufwandsenschädigung für Monitoring und Beprobung (Trichinen, Blut- und Tupferproben) sowie ausreichend Probeabgabestellen
  • Unterstützung bei der Verkehrssicherung für Bewegungsjagden (weniger Bürokratie, Kostenübernhame und Personal)

 

Was ist von der angeblichen Forderung des Bauernverbandes zu halten, 70 Prozent der Wildschweine abzuschießen?

Die Forderung, den Bestand um 70 Prozent zu reduzieren, ist haltlos, weil keine Bezugsgröße genannt wird – weder räumlich noch zeitlich. Die Zahl beruht ausschließlich auf mathematischen Modellen der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA für den Fall eines Ausbruchs der Schweinepest und hat nichts mit der praktischen Umsetzbarkeit zu tun. Bezugsgröße ist hier lediglich das klar umgrenzte Seuchengebiet. Maßnahmen wie Aushungern, Vergiften oder Schießen sind nur einige, die in Frage kommen, um dieses Ziel im Ernstfall möglichst zu erreichen (EFSA AHAW Panel, Scientific opinion on African swine fever. EFSA Journal 2015:13(7):4136, 92pp).

 

Welche Maßnahmen müssen bei einem ASP-Ausbruch eingeleitet werden?

Es gibt kein Allheilmittel gegen die Afrikanische Schweinepest. Ganz besonders wichtig ist die Früherkennung: Wenn ein Ausbruch umgehend gemeldet wird, können Maßnahmen eingeleitet werden, um die Verbreitung sofort zu unterbinden. Gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut hat der DJV einen Maßnahmenkatalog nach dem Werkzeugkasten-Prinzip entwickelt: Je nach Jahreszeit, Topographie oder Vegetation müssen unterschiedlichste Maßnahmen kombiniert werden. Der Maßnahmenkatalog hat Empfehlungscharakter, die Krisenstäbe vor Ort müssen im Seuchenfall dann die besten Maßnahmen kombinieren. Am besten ist es, wenn die Verantwortlichen bereits jetzt mögliche Szenarien durchdenken.

Der ASP-Maßnahmenkatalog von FLI und DJV.

 

Wie stehen Sie zum Einsatz von Nachtzielgeräten oder Sauenfängen?

Der Einsatz von Nachtzielgeräten ist waffenrechtlich verboten. Ob mit deren Einsatz ein langfristiger Jagderfolg zu erreichen ist, bleibt fraglich. Der Einsatz von Sauenfängen ist unter Tierschutzaspekten und Effektivität kritisch zu hinterfragen. Abgesehen von wenigen Ausnahmeregelungen ist der Einsatz von Saufängen in Deutschland verboten.
 

Was sollten Jäger in Hinblick auf Jagdreisen beachten?

Jäger sollten Regionen, die von der ASP betroffen sind, unbedingt meiden. In Osteuropa, insbesondere in Polen, Tschechien, im Baltikum, der Ukraine, Weißrussland sowie Russland gibt es regionale Seuchenherde. Jäger müssen auf Biosicherheit achten: Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge und Jagdausrüstung müssen gründlich gereinigt oder desinfiziert werden.

                       

 

Wildschwein im Winterversteck.
Quelle: Rolfes/DJV

Was tun, wenn es kracht? 16/1/18

Etwa alle zweieinhalb Minuten kollidiert laut DJV-Wildunfallstatistik ein Wildtier mit einem Auto. Wie lassen sich Wildunfälle vermeiden? Was bedeutet die Geschwindigkeit für den Bremsweg? Der Deutsche Jagdverband berät auf der Grünen Woche und beantwortet Fragen zu Wild, Jagd und Natur.

(Berlin, 15. Januar 2018) Etwa 228.550 Rehe, Hirsche und Wildschweine haben im Jagdjahr 2015/16 ihr Leben auf Deutschlands Straßen gelassen - Tendenz steigend. Mehr Verkehrsaufkommen, kleinere Lebensräume und gewachsene Wildtier-Bestände durch ein Übermaß an Nahrung sind einige der Ursachen. Wie Wildunfälle durch richtiges Fahr- und Bremsverhalten vermieden werden können, erläutert der Deutsche Jagdverband (DJV) an seinem Stand in Halle 4.2 ab Freitag auf der Internationalen Grünen Woche, der weltweit größten Verbrauchermesse. Besucher können beispielsweise mit einem Bremssimulator ihr Reaktionsvermögen in einer Gefahrensituation testen und verbessern. Experten erklären, wann die Wildunfallgefahr am größten ist.

Zudem stellt der Verband das digitale Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) vor, dass im Straßenverkehr getötete Wildtiere erstmals bundesweit erfasst. So können Wildunfall-Schwerpunkte entdeckt und Straßen sicherer gemacht werden.

Auf seinen rund 350 Quadratmetern zeigt der Verband noch vieles mehr: Auf einem Erlebnispfad im naturnahen Biotop erfahren kleine und große Besucher, wie vielfältig die heimische Natur ist: Wer kennt zum Beispiel den Unterschied zwischen Uhu, Eule und Kauz? Was haben Wildschwein und Fuchs gemeinsam? Wie unterscheiden sich die Spuren von Reh- und Schwarzwild? Wer im Biotop auf der richtigen Fährte ist, darf sich über tolle Preise freuen.

Führungen durch das Biotop unter fachkundiger Anleitung von geschulten Jägern können schon jetzt online gebucht werden. Weitere Termine sind auf Anfrage möglich: telefonisch (0 30/ 2 09 13 94-22) oder per E-Mail (pressestelle@jagdverband.de).

Etwa 60 Helfer und Mitarbeiter beantworten an zehn Messetagen kompetent Fragen zu Wild, Jagd und Natur. Zudem erläutern die Partner des DJV, der Deutsche Falkenorden und der Jagdgebrauchshundverband, den Einsatz von Greifvögeln und Hunden bei der Jagd. Hundetrainerin Alexandra Weibrecht gibt Tipps zu Erziehung und Umgang mit Jagdhunden und stellt unterschiedliche Rassen vor.

Wer wissen möchte, wie frisch zubereitetes Wild aus der Region duftet, darf Georg Barta über die Schulter schauen. Der Koch und Gastronom zaubert schmackhafte und unkomplizierte Wildgerichte der modernen Wildküche. Probieren ist ausdrücklich erwünscht!

Die Internationale Grüne Woche findet vom 19. bis 28. Januar 2018 in den Messehallen unter dem Funkturm, Berlin, statt. Der Deutsche Jagdverband ist zu finden in Halle 4.2 ("Lust aufs Land"), Stand-Nummern 200/201.
 


DJV und JGHV starten Online-Projekt "Jagdhund vermisst" 12/1/18

Nach einer Jagd kann es vorkommen, dass Jagdhunde vermisst werden. Ein gemeinsames Projekt von Deutscher Jagdverband und Jagdgebrauchshundverband bietet nun eine Anlaufstelle für Jäger und Unterstützung bei der Suche.

(Berlin, 12. Januar 2018) Die neue Facebook-Seite "Jagdhund vermisst" hilft bei der Suche nach vermissten Jagdhunden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat in Kooperation mit dem Jagdgebrauchshundverband (JGHV) das Projekt ins Leben gerufen. Facebook-Nutzer können dort ohne bürokratischen Aufwand verlorene oder gefundene Hunde melden. Die Seite wird täglich aktualisiert. In den ersten 24 Stunden hatte die Seite bereits mehr als 1.000 Likes. "In der vergangenen Jagdsaison haben uns mehr Bitten zur Weiterleitung von Vermisstenanzeigen als je zuvor erreicht", sagt DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Hermann Hallermann.

Das ehrenamtliche 16-köpfige Redaktionsteam bittet um gezielte Teilung der Beiträge in der jeweiligen Region. Zudem infomieren die Mitarbeiter regionale Tierheime, Forstämter und Veterinäre.

Während der Jagdsaison kann es häufiger vorkommen, dass Jagdhunde die Orientierung verlieren oder sich etwa bei ihrer Arbeit verletzen und nicht mehr in der Lage sind, zurück zu finden. DJV und JGHV bieten mit "Jagdhund vermisst" direkte und kompetente Hilfe.

Seite hier abonnieren: https://www.facebook.com/jagdhundvermisst

Wie funktioniert "Jagdhunde vermisst"?

Betroffene können per Privatnachricht oder über die E-Mail-Adressen jagdhund-gefunden@jagdverband.de und roettgen@jghv.de Informationen bezüglich vermisster Jagdhunde melden. Dazu werden folgende Angaben benötigt:

  • Name des entlaufenden Hundes (Ruf und Zwingername)
  • Rasse, Geschlecht und Alter des entlaufenden Hundes
  • Zeitpunkt und Ort der letzte Ortung/Sichtung mit möglichst detaillierter Angaben (nächster Ort UND (wenn möglich) Koordinaten)
  • Hund gechipt: ja/nein
  • Bild des entlaufenen Hundes
  • Besondere Merkmale
  • Information zum Halter (Name, Kontakt)

                         

 

DJV und JGHV bieten auf der Facebook-Seite "Jagdhund vermisst" direkte und kompetente Hilfe.

Begehrtes Lebensmittel: Wildfleisch 19/12/17

Fleisch von Wildschwein, Reh, Rot- und Damwild ist nach wie vor ein geschätztes Lebensmittel: Knapp 26.800 Tonnen Wildbret verspeisten die Deutschen im letzten Jagdjahr.

(Berlin, 19. Dezember 2017) Saftiger Wildschweinschinken oder zarte Rehkeule stehen nicht nur zu Weihnachten hoch im Kurs. Nach einer aktuellen Hochrechnung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) wurden in der vergangenen Jagdsaison (1. April 2016 bis 31. März 2017) 26.800 Tonnen heimisches Wildbret zubereitet und gegessen. Das Fleisch vom Wildschwein mit 13.900 Tonnen ist nach wie vor am begehrtesten. Auch Reh erfreut sich mit 8.900 Tonnen großer Beliebtheit. Vom Rotwild wurden 2.700 Tonnen verzehrt, gefolgt vom Damwild mit 1300 Tonnen.

Nach einer DJV-Umfrage ist Wildfleisch ein beliebtes Lebensmittel: 60 Prozent der Deutschen essen mindestens einmal im Jahr Wild. Beim Kauf empfiehlt der DJV allerdings genau hinzuschauen und auf Regionalität zu achten. „Idealerweise kaufen Verbraucher direkt beim Jäger oder Metzger ein", sagt DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Jürgen Ellenberger. Die Marke „Wild aus der Region" garantiert dabei die Herkunft aus heimischen Revieren.

Mit der Kampagne „Wild auf Wild" macht der DJV Appetit auf mehr: Über 200 Rezepte für die moderne Küche gibt es zum Herunterladen auf wild-auf-wild.de, einige sogar mit Videoanleitung. Wildbretanbieter in der Nähe finden Interessierte über die Postleitzahlensuche.

 

Fast 27.000 Tonnen heimisches Wildbret kamen im vergangenen Jagdjahr auf den Teller.
Quelle: DJV

Videoserie: Richtig handeln bei Unfällen im Revier 15/12/17

Manchmal werden Jäger im Revier mit medizinischen Notfällen konfrontiert. Der DJV erklärt in vier Erste-Hilfe-Videos was im Ernstfall zu tun ist.

(Berlin, 14. Dezember 2017) Jäger verunglücken gelegentlich während der Jagd durch Stürze vom Hochsitz, Herzversagen oder bei Waldarbeiten. Beteiligte sind oft ratlos und wissen nicht wie sie verletzten Personen helfen können, doch gerade im Wald ist eine effektive und schnelle Hilfe überlebenswichtig. Der Deutsche Jagdverband (DJV) lässt Experten des Deutschen Verbandes für Jagdmedizin zu Wort kommen, die richtiges Verhalten in Notfallsituationen zeigen. Ab heute ist das zweite Video einer 4-teiligen Serie zum Thema "Erste Hilfe bei der Jagd" online verfügbar. Der rund fünfminütige Clip erklärt, was bei stark blutenden Wunden, etwa nach einer Keilerattacke, beachtet werden muss.

Alle Videos sind nach der Veröffentlichung auf dem DJV-Youtube-Kanal auf folgender Seite abrufbar: bit.ly/2B61Vhk Jägerschaften können die Clips auf der eigenen Internetseite einbetten oder in den sozialen Medien teilen. Auf Anfrage bietet der DJV die Videoclips zum Download an.

 

Erste Hilfe bei schweren Blutungen – das neue DJV-Video zeigt wie Beteiligte richtig handeln.
Quelle: Stifter/DJV

Wirkungsmechanismus von Wildwarnreflektoren weiterhin unklar 14/12/17

Vorgestellte Studien zeigen, dass blaue Reflektoren die Zahl der Wildunfälle senken können, die Wirkweise ist allerdings umstritten. Rund 200 Experten nahmen an der Fachtagung von ADAC und DJV teil.

(Berlin, 14. Dezember 2017) "Reflektoren wirken / nicht": Am Rande der Messe Pferd und Jagd trafen sich Anfang Dezember 2017 rund 200 Experten aus Wissenschaft, Behörden und Verbänden, um über die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren zu diskutieren. Wissenschaftler des Instituts für Wildbiologie Göttingen und Dresden stellten das Ergebnis einer Langzeitstudie aus Schleswig-Holstein vor, die ADAC, DJV und weitere Partner unterstützt haben: Auf den mit Reflektoren ausgestatteten Strecken wurden im Schnitt 60 Prozent weniger Wildunfälle registriert. Während vier Jahren trat weder ein Gewöhnungseffekt noch eine Verlagerung des Unfallgeschehens auf. Über ähnlich hohe Rückgänge bei Wildunfällen berichteten die Initiatoren der Aktion Lichtzaun in Baden-Württemberg, die auf 4.000 Straßenkilometern Reflektoren angebracht hatten. Ein Langzeitprojekt der Universität für Bodenkultur Wien kommt zu dem Schluss: Wenn der richtige Reflektor richtig eingesetzt, montiert und gewartet wird, dann wirkt er. Jäger, Verwaltung, Polizei und Tierschützer müssten mehr kooperieren um Unfälle effektiv zu reduzieren.

Deutlich kritischer beurteilten Vertreter vom Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV), Technische Universität (TU) Dresden sowie Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren. Der FVA-Wissenschaftler wies nach, dass die Farbe Blau für Rehe keine Warnfarbe ist. Bei verschiedenen Versuchen zeigten die Tiere keine Verhaltensänderung oder gar einen Fluchtreflex. Der GDV-Vertreter konnte noch keine Ergebnisse der eigenen Untersuchung präsentieren, verwies aber auf internationale Studien, die mehrheitlich keine Wirksamkeit von Reflektoren nachweisen konnten. Die lichttechnische Untersuchung der TU Dresden hatte zum Ergebnis, dass Wildwarnreflektoren überhaupt keine für Wildtiere wahrnehmbaren Lichtreflexe in den Straßenseitenraum abstrahlen können. Allerdings hat eine kleine Befragung unter Autofahrern ergeben, dass 70 Prozent aufmerksamer oder langsamer fahren, wenn sie Reflekoren wahrnehmen. Bei künftigen Forschungsprojekten sollte der Faktor Mensch entsprechend stärker berücksichtigt werden.

Einig waren sich die Teilnehmer der Tagung, dass es nicht die eine Präventionsmaßnahme gibt, die für alle Situationen geeignet ist. Vielmehr müsse je nach Verkehrssituation und Rahmenbedingungen ein Maßnahmenpaket geschnürt werden. Beispielsweise sollten Fehler bei der Straßenrandbegrünung vermieden werden. Attraktive Futterpflanzen wie Hartriegel oder Obstbäume wirken wie ein Magnet auf Rehe und andere Pflanzenfresser, ebenso viele Kräuter- und Grasmischungen. Hier sollten Pflanzen mit hohem Bitterstoffgehalt zum Einsatz kommen. Ähnliches gilt auch für Streusalz. Teilnehmer äußerten die Sorge, dass die Straßenbauverwaltungen auf Grundlage der vorgestellten Untersuchungen die Duldung von Wildwarnreflektoren widerrufen könnten. Auch wenn die Wirkweise nicht abschließend geklärt sei, könne eine Wirkung nicht ausgeschlossen werden. Eine Tierschützerin ergänzte, dass jeder verhinderte Wildunfall als Erfolg gewertet werden muss.

Am Rande der Fachtagung stellte der DJV das Tierfund-Kataster (tierfund-kataster.de) vor: Über Internet und App können Verkehrsteilnehmer Wildunfälle melden. Sogar ein Foto lässt sich für die bessere Bestimmung des Wildtieres hochladen. Wissenschaftler der Universität Kiel werten die Daten aus. So sollen Wildunfallschwerpunkte ermittelt und schließlich entschärft werden. Mehr als 40.000 Datensätze liegen inzwischen bundesweit vor.

Die Vorträge aus der Fachveranstaltung gibt es beim ADAC zum Herunterladen: http://bit.ly/WU-Tagung_Vorträge

Eine Videoaufzeichnung der abschließenden Podiumsdiskussion gibt es auf der DJV-Facebookseite: http://bit.ly/WU-Tagung_Video

Eine Fotostrecke mit wichtigen Zitaten der Experten gibt es hier: http://bit.ly/WU-Tagung_Fotos

 

Die Wirkungsweise der blauen Wildwarnreflektoren ist noch immer unbekannt.
Quelle: DJV/ADAC

Strategische Neuausrichtung des DJV 12/12/17

Das DJV-Präsidium hat auf Basis der Beschlüsse des diesjährigen Bundesjägertages ein umfangreiches Personal- und Finanzkonzept einstimmig beschlossen.  

(Berlin, 12. Dezember 2017) Das Präsidium des Deutschen Jagdverbandes (DJV) hat in seiner Sitzung Anfang Dezember 2017 unter anderem die personelle Stärkung der Bereiche „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ sowie „Wildtiermonitoring“ beschlossen. Darüber hinaus wird der derzeitige DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann seinen Arbeitsschwerpunkt schrittweise verlagern. Ein Stufenplan sieht vor, dass Leppmann sich verstärkt auf seine Tätigkeit als Geschäftsführer der neu gegründeten Fellwechsel GmbH konzentriert und Olaf Niestroj, derzeitiger Assistent der Geschäftsführung, die Aufgaben von Leppmann im DJV übernimmt. Ab dem Bundesjägertag 2019 soll dann die Geschäftsführung des Verbandes vollständig an Niestroj übergehen. Stellvertretender Geschäftsführer bleibt DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald.

„Wir stellen damit sicher, dass wir das Know-how der Geschäftsstelle in den essentiellen Kernbereichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, politische Lobbyarbeit und Wissenschaft stärken. Wir nehmen damit den Auftrag ernst, den uns unsere Jägerinnen und Jäger in der Mitgliederbefragung 2016 gegeben haben“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Durch den Stufenplan für die Übergabe der Geschäftsführung sei ein reibungsloser Übergang gewährleistet, so Fischer.

Andreas Leppmann wird nach über 10-jähriger Tätigkeit beim DJV eine neue berufliche Herausforderung annehmen und sich künftig auf die Tätigkeit als Geschäftsführer der Fellwechsel GmbH konzentrieren. „Die Fellwechsel GmbH, ein Gemeinschaftsprojekt von DJV und LJV Baden-Württemberg, ist mir ein persönliches Anliegen. Mit diesem neuartigen Projekt wollen wir die konsumtive Nutzung von Fellen aus heimischer Jagd voranbringen und deren Akzeptanz in der Gesellschaft fördern“, sagte Leppmann. Dieses Nachhaltigkeitsprojekt sei eine einzigartige Chance für den Artenschutz und die Jägerschaft vor Ort.

Olaf Niestroj arbeitet seit 2014 als Assistent der Geschäftsführung in der DJV-Geschäftsstelle. Zuvor war der studierte Politikwissenschaftler seit 2004 in verschiedenen Positionen und Aufgabenfeldern im Deutschen Bundestag tätig. Als Assistent der Geschäftsführung hat er bisher Kontaktaufbau und -pflege zu politischen Institutionen und Organisationen auf Bundes- und Europaebene mit verantwortet. „Meine Erfahrungen und Kontakte im politischen Umfeld sowie zur Wirtschaft will ich als Geschäftsführer noch intensiver nutzen, um die Position des DJV als Meinungsführer in der Jagdpolitik auf Bundesebene gemeinsam mit dem DJV-Präsidium und unserem Team weiter auszubauen“, sagte Olaf Niestroj.

Weitere Informationen zum Team der DJV-Geschäftsstelle gibt es hier: http://www.jagdverband.de/content/team 

 


Wildunfälle in Deutschland 8/12/17

ADAC und DJV: Besser langsam als Wild. Broschüre gibt wichtige Verhaltenstipps für Verkehrsteilnehmer.

(Berlin/München, 8. Dezember 2017) Jährlich kommen bis zu zwanzig Verkehrsteilnehmer durch Wildunfälle zu Tode, zirka 2 500 werden verletzt; die versicherten Sachschäden stiegen zuletzt auf 680 Millionen Euro an. Deshalb haben ADAC und Deutscher Jagdverband gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Broschüre „Besser langsam als Wild“ entwickelt. Sie soll Verkehrsteilnehmer sensibilisieren und gibt wichtige Verhaltenstipps wie beispielsweise:

Wie kann ein Wildunfall verhindert werden?

  • Reduzierte Geschwindigkeit entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder
  • Besonders gefährlich sind neue Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibehält.
  • Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, bei Nacht und bei Nebel.
  • Tier am Straßenrand: abblenden, hupen, bremsen. Lenkrad festhalten, keine unkontrollierten Ausweichmanöver.
  • Ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollen stets mit Nachzüglern rechnen.

Was ist nach einem Wildunfall zu tun?

  • Unfallstelle sichern: Warnweste anlegen, Warnblinkanlage anschalten, Warndreieck aufstellen.
  • Bei Personenschäden Erste Hilfe leisten und Rettung rufen (Notruf 112).
  • Aufgrund der Infektionsgefahr niemals tote Tiere ohne Handschuhe anfassen. Abstand halten zu lebenden Tieren.
  • Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.
  • Einem geflüchteten Tier nicht folgen, in der Unfallmeldung die Fluchtrichtung mitteilen. So kann der Jäger das verletze Tier leichter finden.
  • Jäger oder Polizei (Notruf 110) kontaktieren und Standort melden. Für die Versicherung Wildunfallbescheinigung ausstellen lassen.

Die Broschüre "Besser langsam als Wild" ist ab sofort erhältlich. Sie kann im Internet auf www.adac.de und www.jagdverband.de kostenfrei bestellt werden. Außerdem können Verkehrsteilnehmer über das Tierfundkataster (www.tierfund-kataster.de) erstmals bundesweit Wildunfälle ortsgenau eintragen - auch per App. Wissenschaftler werten die Daten aus und helfen so Behörden, Straßen sicherer zu machen für Tiere und Menschen. Mehr als 40.000 Daten liegen bereits vor.


Wildunfälle in Deutschland 7/12/17

Aktuelle DJV-Statistik: Knapp 228.500 Wildunfälle im Jagdjahr 2016/17 / Experten diskutieren auf einer Fachtagung von ADAC und DJV in Hannover über die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen.

(Berlin/München, 7. Dezember 2017) Laut aktueller Statistik des Deutschen Jagdverbands (DJV) gab es im vergangenen Jagdjahr – die Zeit vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 – knapp 228.500 Wildunfälle. Während das im Vergleich zum Vorjahr eine Stagnation bedeutet, ist es gemessen am Schnitt der vorangegangenen fünf Jahre eine Steigerung um fünf Prozent. Hauptverursacher ist das Reh (86 Prozent), gefolgt vom Wildschwein (12 Prozent).

Diese aktuellen Zahlen hat der DJV heute anlässlich der Fachtagung „Reflektoren wirken/nicht“ zur Wildunfallprävention vorgestellt, die der Verband gemeinsam mit dem ADAC in Hannover veranstaltet. Gut 200 Experten aus Wissenschaft, Straßenbau, Politik und Polizei diskutieren kontrovers über die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren, die häufig an Straßenleitpfosten angebracht werden. Vorgestellt werden unter anderem die Forschungsergebnisse eines Langzeitprojektes, das ADAC, DJV und regionale Partner in Schleswig-Holstein durchgeführt haben.

"Wildtiere kennen keine Verkehrsregeln, sie müssen über Straßen wandern, etwa um zu fressen oder Partner zu finden“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Wolfgang Heins am Rande der Tagung. „Der beste Schutz gegen Wildunfälle sind angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren“, so Ulrich Klaus Becker, ADAC Vizepräsident für Verkehr. Wer Tempo 80 statt 100 fährt, reduziert den Bremsweg um 25 Meter. Besonders unfallträchtig sind unübersichtliche Wald- und Feldränder in der Dämmerung.

Für Verkehrsteilnehmer haben ADAC und DJV gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Broschüre „Besser langsam als Wild“ herausgebracht. Diese enthält Verhaltenstipps und Hinweise rund um das Thema Wildunfall. Sie ist ab sofort erhältlich und kann im Internet auf www.adac.de und www.jagdverband.de kostenfrei bestellt werden.


DJV begrüßt Beschlüsse der Umweltministerkonferenz zum Wolf 17/11/17

Eine bessere Zusammenarbeit mit Polen und die Diskussion um den "günstigen Erhaltungszustand" des Wolfes haben die heute zu Ende gegangene Umweltministerkonferenz (UMK) in Potsdam geprägt. Der Deutsche Jagdverband begrüßt diese Beschlüsse, kritisiert jedoch weiterhin die politische Grundhaltung.

(Berlin, 17. November 2017) Der DJV begrüßt, dass der Erhaltungszustand des Wolfes nun jährlich durch den Bund einzuschätzen ist. Darüber hinaus soll der Bund bereits im ersten Quartal 2018 praxistaugliche Vergrämungsmöglichkeiten veröffentlichen. "Seit Jahren ist dies eine unserer Hauptforderungen", sagt DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. "Ich freue mich, dass Themen nun mit einer gewissen Realitätsnähe diskutiert und Maßnahmen greifbarer werden." Der DJV begrüßt die beabsichtigte Intensivierung eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Monitorings und Managements mit dem EU-Partnerland Polen. Ungeachtet dessen weist der DJV auf eine aktuelle Expertise der Technischen Universität Dresden hin, die besagt, dass die Wolfspopulation in Mitteleuropa bereits in einem günstigen Erhaltungszustand ist. Aus Sicht des DJV ist das angestrebte einheitliche Vorgehen beim Umgang mit „verhaltensauffälligen Wölfen“, insbesondere seine Entnahme, ebenfalls längst überfällig. Diese muss rechtssicher und praktikabel umsetzbar sein.

Unverständnis äußert der DJV dagegen in Bezug auf die zu erarbeitende neue Habitatanalyse, die überflüssig und nicht zielführend sei. In den vergangenen Jahren habe sich mehr und mehr gezeigt, dass der Wolf das Potenzial zum Kulturfolger hat. Er sucht sich auch außerhalb von abgelegenen Truppenübungsplätzen seinen Lebensraum selbst. Er zeigt dabei wenig Scheu. Entscheidende Punkte sind die Nahrungsverfügbarkeit, die in weiten Teilen Deutschlands ausreichend gegeben ist sowie geeignete Rückzugsgebiete.

Auf der heute in Potsdam zu Ende gegangenen Konferenz haben die Umweltminister der Bundesländer die Empfehlungen einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe zum Wolf diskutiert. Vorausgegangen waren massive Unstimmigkeiten zwischen Bund und Ländern über das weitere Vorgehen.

 

 

Durch ausreichende Nahrungsverfügbarkeit und geeignete Rückzugsgebiete gilt der Wolf als potenzieller Kulturfolger.
Quelle: Rolfes/DJV

Erhaltungszustand des Wolfes in Mitteleuropa günstig 16/11/17

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert die Umweltministerkonferenz auf, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse für das Wolfsmanagement zu berücksichtigen. Das BfN-Handlungskonzept zum Umgang mit auffälligen Wölfen sollte überarbeitet werden. 

15. November 2017, Berlin (DJV). Anlässlich der kommenden Umweltministerkonferenz (UMK) unter Vorsitz des Landes Brandenburg fordert der Deutsche Jagdverband (DJV), neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich des Wolfsmanagements zu berücksichtigen. So empfiehlt der Genetiker Prof. Dr. Sven Herzog, TU Dresden, in einer gerade veröffentlichten Expertise, die Definitionen einer „Wolfspopulation“ zu vereinheitlichen und operational zu gestalten. Sowohl im Rahmen der Gesetz- und Verordnungsgebung als auch im Rahmen des praktischen Managements scheine es sinnvoll, die Definition aus klassischen populationsbiologischen Kriterien herzuleiten. So sei auch die Festlegung eines günstigen Erhaltungszustandes nur auf Ebene der gesamten Population sinnvoll. Auf dieser Ebene und unter Zugrundelegung der in der FFH-Richtlinie genannten Kriterien sei der Erhaltungszustand des Wolfes in Mitteleuropa als günstig zu bezeichnen.

 

Der DJV bekräftigt seine Kritik an dem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorgelegten „Handlungskonzept zum Umgang mit auffälligen Wölfen“ (Link: http://bit.ly/2iUc8SE). Die Umweltminister sollten die Konferenz nutzen, um die Schwächen des Konzeptes zu benennen und praktikable Maßnahmen im Umgang mit auffälligen Wölfen einzufordern. Für Außenstehende drängt sich der Eindruck auf, dass der politische Handlungsdruck zum Thema Wolf in der UMK maßgeblich von der unterschiedlichen Betroffenheit der jeweiligen Bundesländer abhängt. Deshalb tun sich die Konferenzteilnehmer offensichtlich weiterhin schwer damit, pragmatische Lösungen zu finden. Der DJV mahnt eine ausgewogene Beschlussfassung an hinsichtlich den naturschutzfachlichen Verpflichtungen und der Akzeptanz in der Bevölkerung.

 

Vom 15. bis 17. November 2017 findet in Potsdam unter Vorsitz des Landes Brandenburg die 89. Umweltministerkonferenz statt. Sie wird sich unter anderem mit dem Umgang geschützter Tierarten wie Wolf und Biber beschäftigen. Mit besonderer Spannung erwartet wird der Bericht der länderoffenen Ad-Hoc-Arbeitsgruppe zum „Wolf“. Viermal hatten sich Amtschefs und Staatssekretäre getroffen und über das weitere Management des Wolfes und den Umgang mit „Problemwölfen“ beraten. Insider berichteten, dass weiterhin umfassender Beratungsbedarf bestehe. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus forderte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa vergangene Woche "schnellstmöglich einen rechtssicheren und bundeseinheitlichen Handlungsrahmen" im Umgang mit Wölfen, "die ein notorisch unerwünschtes Verhalten aufweisen".

 

Die Studie gibt es hier zum Herunterladen: http://bit.ly/2hxky5N


Managementpläne für invasive Arten auf dem Prüfstand 14/11/17

Jägerinnen und Jäger können bis zum 20. November den Entwurf der Managementpläne für invasive Arten auf einem Anhörungsportal im Internet kommentieren. Der DJV fordert zur regen Beteiligung auf: Möglichst viele Waidmänner und -frauen sollten Wissen einbringen.

(Berlin, 14. November 2017) Bis zum 20. November 2017 können Behörden, Verbände und anderen Interessensgruppen eine Stellungnahme zu den geplanten Managementplänen für invasive Arten unter www.anhoerungsportal.de abgeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat zu den Entwürfen der Management- und Maßnahmenblätter für jagdlich relevante Arten Nutria und Waschbär bereits Position bezogen und diese entsprechend begründet. Der DJV bittet Jäger, die geplanten Maßnahmen ebenfalls zu bewerten und bei Kritik möglichst nachvollziehbare Begründungen anzuführen.  

Laut DJV ist eine konsequente und wirkungsvolle Umsetzung der EU-Verordnung (EU-VO) ohne Jagd nicht möglich. Zur Eindämmung von in Deutschland bereits weit verbreiteter und etablierter Arten ist eine intensive Bejagung mit Schusswaffe und Fallen dringend geboten. Ein Fangen und Kastrieren von Tieren, wie dies derzeit in Hessen für den Waschbären diskutiert wird, ist praxisfern. Tierschutzverbände haben bereits im Sommer eine „Unfruchtbarmachung“ gefordert. Der DJV hält dies vor dem Hintergrund der starken Ausbreitung von Arten wie dem Waschbär für realitätsfern. „Diese Vorschläge mögen sich zwar eignen, um Spenden zu sammeln, sie helfen aber weder dem Tier- noch dem Artenschutz, weil sie keine praktikable Lösung darstellen“, sagt Professor Jürgen Ellenberger, DJV-Präsidiumsmitglied. Auch kastrierte Waschbären müssen fressen und ernähren sich von heimischen Arten, ohne Unterschied ob diese häufig oder stark gefährdet sind. Zudem verstößt das Freilassen einer invasiven Art - nach der Kastration - gegen die EU-Verordnung.

Wenn Deutschland die Umsetzung der EU-Verordnung ernst meint, müssen kontraproduktive gesetzliche Regelungen schnellstmöglich abgebaut werden. Eine Schonzeit für den Waschbären von nahezu einem halben Jahr, wie dies beispielsweise in Baden-Württemberg und Hessen der Fall ist, dämmt den Erfolg der Umsetzung der EU-VO ein und nicht die Populationen dieser invasiven Art. Ebenso ist in diesem Kontext die Sinnhaftigkeit von Bejagungsverboten im Siedlungsgebiet und in Schutzgebieten zu hinterfragen. Mit Lebendfangfallen und Fallenmelder können in den genannten Arealen Raubsäugerbestände erfolgreich und störungsarm reduziert werden. Damit Jagd als effektives Managementinstrument flächendeckend zum Einsatz kommen kann, müssen laut DJV Nutria und Waschbär in allen Bundesländern in den Katalog der jagdbaren Arten und ganzjährig bejagt werden.  

Die auf der Unionsliste aufgeführten Arten wurden durch ein internationales Wissenschaftsgremium als invasiv bewertet. Einige deutsche Politiker und Naturschützer stellen trotzdem die negativen Auswirkungen des Waschbären auf heimische Ökosysteme in Frage. Dies ist aus Sicht des DJV nicht nachvollziehbar. Denn deutsche Waschbären unterscheiden sich in ihrer Ökologie nicht von ihren Artgenossen in anderen EU-Ländern. Eine Verharmlosung der Situation wird weder Arten- noch Tierschutz gerecht.
 

 

Bejagen oder kastrieren? Der Bestand des Waschbären muss in Deutschland reduziert werden.
Quelle: T. Harbig/DJV

BfN: Wolf hat keine Scheu vor Menschen 9/11/17

DJV begrüßt offizielles Eingeständnis des amtlichen Naturschutzes und moniert gleichzeitig die kritiklose Grundhaltung gegenüber dem Fleischfresser. Das jetzt in "Natur und Landschaft" veröffentlichte Handlungskonzept skizziert eine Bauernhofidylle, in der Wolf und Mensch auf engstem Raum friedlich nebeneinander leben. Ein steigendes Risiko von Übergriffen ist programmiert.

(Berlin, 08. November 2017) Erstmals erkennt der amtliche Naturschutz offiziell an, dass der Wolf keine natürliche Scheu vor dem Menschen hat. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt diese Einsicht ausdrücklich, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) jetzt in Heft 11 der hauseigenen Zeitschrift "Natur und Landschaft" veröffentlicht hat. Allerdings betrachtet der Dachverband der Jäger das skizzierte „Handlungskonzept zum Umgang mit auffälligen Wölfen“ mit großer Sorge: Die kritiklose Grundhaltung gegenüber dem Wolf sorgt dafür, dass die Akzeptanz für den Fleischfresser zusehends schwindet. Laut Managementempfehlung "verlangt" es lediglich "Aufmerksamkeit", wenn Wölfe mehrere Tage weniger als 30 Meter entfernt von bewohnten Häusern gesehen werden. "Ungefährlich" sei es, wenn Wölfe in Dunkelheit durch Siedlungen laufen oder tagsüber in Sichtweite von Häusern. Vorgestellt werden sollte das gesamte Konzept heute auf einer Pressekonferenz, die gestern am späten Abend überraschend abgesagt wurde.

Mit Blick auf die kommende Woche anstehende Umweltministerkonferenz fordert der DJV vom BfN und den zuständigen Politikern, ihre Verantwortung ernster zu nehmen und statt theoretischer, verharmlosender Konzepte praktikable, lösungsorientierte Maßnahmen für den Umgang mit dem Wolf vorzuschlagen. "Dieser große geplante Feldversuch nach dem Motto 'Versuch und Irrtum' ist risikoreich und einzigartig in Europa. Die Finnen reagieren auf Nahkontakte viel offensiver, Problemwölfe werden erlegt", sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. Der Wolf teste seine Grenzen aus und mache auch an der willkürlichen 30-Meter-Grenze nicht Halt. "Die Politik muss die Sorgen und Nöte der Bevölkerung endlich ernst nehmen, mehr Realitätssinn ist gefragt", so Dammann-Tamke. Der Wolf sei keine blutrünstige Bestie, aber eine Bauernhofidylle mit friedlicher Koexistenz von Mensch und Wolf auf engstem Raum sei ebenso abwegig.

Nach Auffassung des DJV provoziert der amtliche Naturschutz mit seiner naiven Herangehensweise und willkürlich festgelegten Fluchtdistanzen ein steigendes Risiko von Übergriffen. Das Handlungskonzept empfiehlt für Wölfe, die sich mehrfach unter 30 Metern Menschen nähern, eine "frühzeitige" Besenderung und Vergrämung. Allerdings gibt es bis heute kein Konzept, wie Vergrämung in der Praxis funktionieren soll und folgerichtig in Deutschland noch keinen einzigen Erfolg. Vergrämung wird auch von ausländischen Experten als sehr kritisch eingeschätzt und wie in Schweden so gut wie nicht mehr praktiziert.

Übergriffe von Wölfen auf Menschen hat es in der Vergangenheit gegeben, wenn diese mit Tollwut infiziert waren oder habituiert: Bewusste oder unbewusste Fütterung führt zu einer schwindenden Fluchtdistanz. Als intelligenter, anspruchsloser Nahrungsgeneralist ist der Wolf ein potenzieller Kulturfolger. Kritische Situationen, wie sie mit an den Menschen gewöhnten Wildschweinen etwa in Berlin an der Tagesordnung seien, müssten in Hinblick auf den Wolf um jeden Preis verhindert werden, so Dammann-Tamke. Sonst schwinde die Akzeptanz des Wolfes auch im urbanen Raum in Rekordgeschwindigkeit.

 

 

Offensichtlich doch weniger scheu als vom Amtsnaturschutz kommuniziert: der Wolf
Quelle: Rolfes/DJV

Europas seltenste Gänseart im westfälischen Lippborg zu Gast 8/11/17

Erstmals seit Beginn der 1980er Jahre hat es ein großer Schoof handaufgezogener Zwerggänse aus einem schwedischen Artenschutzprojekt nach Deutschland geschafft. Die seltenste Gänseart Europas gastiert im Moment im westfälischen Lippborg.

(Berlin, 07. November 2017) Vor wenigen Tagen ist im Schutzgebiet Disselmersch in Lippborg ein Schoof Zwerggänse (anser arythropus) aus Schweden gelandet. Die in Europa äußerst seltenen Tiere stammen aus dem „Projekt Fjällgas“ (Projekt Zwerggans) des Schwedischen Jagdverbandes, das zum Ziel hat, den in Europa gefährdeten Wildbestand zu stützen. Innerhalb der EU-Grenzen liegt der einzig bekannte Brutplatz der Zwerggänse in Lappland in der Nähe von Arjeplog. Der schwedische Jagdverband leitet das Artenschutzprojekt im Rahmen des schwedischen Naturschutzplans. Die in Lippborg gelandeten Vögel stammen aus einer Handaufzucht, die den Wildbestand stützen sollen.

Der Projektleiter, Niklas Liljebäck (siehe Interview), freut sich über den Ausflug seiner Zöglinge: „Wenn sie nächstes Jahr ins Brutgebiet nach Lappland zurückkommen, wäre das ein Meilenstein für unser Projekt und ein riesiger Schritt vorwärts, um den Wildbestand zu stützen.“ Auch die lokale Jägerschaft hat die sehr seltenen Gäste im Kreis Soest und Warendorf bereits beobachten können. „Einmal mehr bedeutet dies für uns jetzt: Augen auf bei der Gänsejagd“, sagt Wolfgang Heins, zuständig im DJV-Präsidium für Gänsejagd. „Ein solches Projekt wird von uns als Jägerschaft voll unterstützt. Schließlich unternehmen wir einen ähnlichen Aufwand, wenn es um die Bestandsstützung bei Rebhuhn und Fasan geht.“

Die Zwerggans ist besonders auffällig durch ihre große, weiße Blässe über dem Schnabel, weshalb sie auch oft Zwergblässgans genannt wird. Mit etwas Glück sind die schwedischen Gäste aus der Beobachtungshütte Disselmersch in Lippborg zu beobachten.

 

Dr. Niklas Liljebäck mit einer Zwerggans.
Quelle: Projekt Fjällgås

Interview mit Dr. Niklas Liljebäck

Dr. Niklas Liljebäck ist Projektleiter des schwedischen Reintegrationsprojektes für Zwerggänse, in dem bereits hunderte Gänse per Hand aufgezogen und auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet wurden.

24 ihrer Zwerggänse sind im Kreis Soest und Warendorf gelandet. Was bedeutet das für Sie?

Liljebäck: Das sind wahnsinnig gute Neuigkeiten! Wenn diese Vögel dort in einem Schoof zusammen bleiben und dann wieder zurückkommen, ist das ein riesiger Schritt vorwärts im schwedischen Artenschutz.

Wo fliegen die Gänse jetzt hin und was ist dort ihr Ziel?

Liljebäck: Das ist eine gute Frage. Ganz ehrlich, wir wissen es nicht. Normalerweise fliegen sie weiter in die Überwinterungsgebiete in den Niederlanden, aber eigentlich werden sie auch von einer älteren, erfahrenen Gans geleitet. Diese Vögel sind aber handaufgezogen und auf ihrem ersten Vogelzug unterwegs. Sie bleiben wahrscheinlich in der Umgebung, wenn sie gute Rastgebiete finden. Wenn nicht, fliegen sie weiter. Wenn ich richtig informiert bin, ist das Gebiet um Lippborg für Zwerggänse sehr geeignet.

Das Projekt ist Kooperationsprojekt der Jäger, die aber zumindest in weiten Teilen Asiens für den starken Rückgang der Population verantwortlich sind. Was sagen Sie dazu?

Liljebäck: Wir schwedischen Jäger haben das Projekt bereits Anfang der 1980er Jahre gestartet. Im Moment sind wir glücklich, dass unsere Gänse in die Niederlande migrieren und nicht in Richtung Osten. Ich wünsche mir, dass der Schutz dieser Art auch bald in Asien das notwendige Maß findet. Für uns Jäger bedeutet Jagd, Verantwortung für Wildtiere zu übernehmen. Wir hatten auch Projekte, in denen wir Uhu- und Otterschutz vorangetrieben haben. Ich glaube, dass uns Jägern Wildtiere mehr am Herzen liegen als den meisten Menschen auf der Welt.

 

Zwergans (anser erythropus) Steckbrief

Die Zwerggans oder Zwergblässgans, ist die seltenste Gänseart Europas. Sie wiegt zwischen 1,5 bis 2,2 kg, hat eine Flügelspannweite von 120 bis 135 cm und eine Körperlänge von etwa 60 Zentimetern. Im Flug ähnelt sie sehr stark der europäischen Blässgans (Anser albifrons), sie ist nur geringfügig kleiner, aber wesentlich dunkler im Federkleid. Im Profil ist sie klar durch die längere Blässe, die sich zwischen die Augen zieht und den gelben Augenring zu erkennen, welchen bereits die Jungvögel tragen. Ursprünglich war sie über Skandinavien hinweg über den Ural bis nach Sibirien verbreitet. In den vergangen 25 Jahren ist die Population jedoch rasant eingebrochen, auch aufgrund übermäßiger Bejagung in Russland sowie verschiedenen Ländern Ost- und Südosteuropas. In Schweden gibt es nur noch wenige Dutzend Brutpaare. Im Winter zieht die Zwerggans nach Süden und bildet dabei den für Gänse charakteristischen V-Zug. Häufig mischt sie sich in einen Schoof anderer Gänsearten. Sie ernährt sich von kurzen Gräsern und Kräutern und ist deshalb häufiger Gast auf kurzen Weiden.

 

 

Fliegende Zwerggänse in Formation.
Quelle: Projekt Fjällgås

NRW erlaubt Schalldämpfer und hebt Verbot der Baujagd auf Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-NRW-erlaubt-Schalldaempfer-fuer-Jagdgewehre-8826834.html 7/11/17

Jäger in Nordrhein-Westfalen können ab sofort Schalldämpfer für ihre Jagdgewehre verwenden. Das Innenministerium hat das in einem Erlass an die Waffenbehörden geregelt. „Diese Entscheidung war längst überfällig. Es geht darum, den Mündungsknall zu reduzieren, um das Gehör der Jägerinnen und Jäger sowie das ihrer Hunde effektiv zu schützen“, erklärte Innenminister Herbert Reul.
 
Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking begrüßte die Entscheidung. „Unterm Strich bleibt ein großes Plus für die Gesundheit der Jäger - ohne Einbußen bei der Sicherheit“, sagte die Ministerin.
 
Bedenken, die Freigabe von Schalldämpfern könnte die Sicherheit der Menschen beeinträchtigen, teilen beide Minister nicht. „Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern und Staaten zeigen, dass diese Bedenken grundlos sind. Völlig lautloses Schießen wie in Filmen ist auch mit Schalldämpfer nicht möglich, der Schuss ist auch weiterhin deutlich zu hören“ sagte Minister Reul.

Fuchsjagd im Kunstbau wieder erlaubt

Im Oktober bereits hatte die neue Landesregierung die Unteren Jagdbehörden angewiesen, per Allgemeinverfügung das Verbot der Baujagd im Kunstbau für die Jagdjahre 2017/18 bis 2021/22 jeweils für die Zeit vom 16.7. bis 28.2. (Jagdzeit der Altfüchse) zum Schutz der Tierwelt aufzuheben. Die Verfügung ist zunächst befristet bis zum 31.3.2022.

Zur Begründung werden Zahlen der Fotschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung herangezogen, wonach die Besätze von Hase, Fasan und Bodenbrütern durch den Fuchs gefährdet seien. "Die sofortige Vollziehung der Verfügung ist notwendig, damit eine Klage gegen die zeitweise Baujagd im Kunstbau keine aufschiebende Wirkung der Vollziehung der Anordnung bewirkt", heißt es.



DJV weist NABU-Vorwürfe über illegal getötete Vögel zurück 2/11/17

Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) werden in Deutschland "bis zu 146.000 Vögel" illegal getötet. Diese Zahl entbehrt jedoch jeglicher nachvollziehbarer und belastbarer Grundlage. Dies hat der Deutsche Jagdverband bereits im Vorfeld der Veröffentlichung kritisiert.

(Berlin, 02. November 2017) Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife International geht von 146.000 illegal getöteten Vögeln in Deutschland pro Jahr aus. Als nationaler Partner von BirdlLife hatte der NABU den Datensatz für Deutschland erarbeitet. Hauptgrund der Tötung: illegale Jagd. Daraus abgeleitet fordert der NABU ein verbessertes staatliches Monitoring illegaler Verfolgung und die Einrichtung von auf Artenschutzkriminalität spezialisierten Anlaufstellen für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte.

Zu der Entwurffassung hatte der DJV bereits im Frühjahr des Jahres über seine europäische Organisation FACE kritisch Stellung bezogen und insbesondere die spärliche Datengrundlage aus Deutschland bemängelt: sie sei einerseits nur schwer nachvollziehbar, andererseits beruhe sie im Wesentlichen auf Einschätzungen bzw. Hochrechnungen von Einzelfällen. Damit seien die Angaben höchst spekulativ und unseriös.

Einen besonders krassen Fall unzulässiger Hochrechnung angeblich illegal getöteter geschützter Arten auf das Bundesgebiet konnte der DJV in Zusammenarbeit mit der Wildforschungsstelle Baden-Württemberg herausarbeiten. So wurden im Jahr 2000 auf drei Jagden am Rohrsee in Baden-Württemberg 13 Wasservögel erlegt, darunter 2 Schnatterenten (keine Jagdzeit) und 1 Reiherente (Schonzeitvergehen). Diese Fehlabschüsse gingen auf das Konto nur eines einzelnen Schützen zurück, der auch zur Rechenschaft gezogen wurde. Mit dem Sachverhalt konfrontiert, gab der zuständige Mitarbeiter im NABU zu, dass die Datenlage für seine Schätzung von bis zu 20 Prozent illegaler Abschüsse "sehr dünn" sei und "bisher nur Hinweise und keine handfesten Nachweise“ vorlägen.

Der DJV kritisiert überdies auch das grundsätzliche Vorgehen bei der Erarbeitung der Studie: Warum wurden keine unabhängigen Wissenschaftler damit beauftragt? Wie kann es sein, dass der Datensatz für Deutschland von einer Einzelperson eines Interessenverbandes (NABU) erarbeitet wurde?

Erfahrungen der Jäger zeigen, so Wolfgang Heins, zuständiges Präsidiumsmitglied im DJV, dass geschützte Arten an durchschnittlichen Gewässern, an denen eine Bejagung erlaubt ist, in aller Regel selten vorkommen. Fehlabschüsse sind nicht gänzlich auszuschließen, seien jedoch die absolute Ausnahme.

Der DJV verweist explizit auf die Regelungen in der Bundesjagdzeiten-VO: Um eine Verwechslungsgefahr gerade auch bei der Bejagung von Wasservögeln zu vermeiden, hat der Gesetzgeber in Deutschland über § 1, Abs. 3 der Bundesjagdzeiten-VO den Jägern das vorherige, genaue Ansprechen der Arten auferlegt: „Die in Abs. 1 festgesetzten Jagdzeiten umfassen nur solche Zeiträume einschließlich Tageszeiten, in denen nach den örtlich gegebenen äußeren Umständen für einen Jäger die Gefahr der Verwechslung nicht besteht.“ Auf die Pflicht des artengenauen Ansprechens weist der DJV seit vielen Jahren ausdrücklich auch in seiner Empfehlung zur „guten fachlichen Praxis“ bei der Jagd auf Wildgänse hin.

Letztendlich bleibt mit der Studie auch völlig unberücksichtigt, ob die Aktivitäten aus populationsökologischer Sicht überhaupt einen Einfluss auf die entsprechenden Populationen haben. Der DJV bewertet die BirdLife-Studie als wissenschaftlich unzulässig und absolut unseriös.

 

 


Neues DJV-Video: Der Mensch und die Natur 26/10/17

Regelt sich die Natur ohne den Menschen? Das wird oft behauptet. Auch der DJV stellt sich diese Frage und veröffentlicht heute ein Video, das Antworten liefert.

(Berlin, 26. Oktober 2017) "Der Mensch ist Teil der Natur. Schon seit hunderten von Jahren nimmt er großen Einfluss auf seine Umgebung": Der Deutsche Jagdverband (DJV) erklärt in einem kurzen Video-Comic die Rolle des Menschen im Ökosystem. Demnach hat die Jagd als aktive Artenschutzmaßnahme einen wichtigen Platz in der Gesellschaft. In den sozialen Netzwerken ist das Interesse groß: Bei Facebook wurde es innerhalb der ersten vier Stunden bereits 20.000 mal angesehen und über 600 mal geteilt.

Anschauen können Interessierte das Kurzvideo "Regelt sich die Natur ohne den Menschen?" auf Facebook und Youtube. Bereits letztes Jahr erregte der DJV Aufmerksamkeit mit einem ähnlichen Clip, das die Funktionen und Aufgaben von Jägern erklärt.

 

Das neue DJV-Video zeigt: Der Mensch ist Teil der Natur.
Quelle: DJV

Die jagdpolitische Wende in NRW setzt sich beim Fuchs weiter fort 22/10/17

Jagd am Kunstbau wird im ganzen Land wieder erlaubt werden – Ministerium mahnt intensive Bejagung von Beutegreifern zum Schutz der Tierwelt an

Die jagdpolitische Wende in Nordrhein-Westfalen nimmt schon weiter Gestalt an, bevor die von der neuen Landesregierung angekündigten und notwendigen gesetzlichen Regelungen nach den erforderlichen Beratungen durch den Landtag verabschiedet werden können. Das Landesministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat in einer dienstlichen Mitteilung vom 17. Oktober alle Unteren Jagdbehörden der Kreise und kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens aufgefordert, in deren jeweiligen Zuständigkeitsgebieten die Jagd auf den Fuchs im Kunstbau zu erlauben.

„Das Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen wird wieder vom Kopf auf die Füße gestellt “, sagte dazu Ralph Müller-Schallenberg. Der Präsident des Landesjagdverbandes zeigte sich einmal mehr überzeugt, dass es in NRW nach dem Regierungswechsel insgesamt zu einer modernen und sachgerechten Jagdgesetzgebung mit den Hauptbetroffenen und nicht gegen sie kommen werde.

Die generell von der Vorgängerregierung verbotene Jagd auf den Fuchs im Kunstbau war 2015 für zwei Jahre in bestimmten Regionen des Landes örtlich ermöglicht worden („kartografische Gebietskulisse“). Nun hat die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung die Lage neu bewertet und kommt zu dem Ergebnis, die Gebietskulisse zum Schutz der Tierwelt auf das gesamte Landesgebiet Nordrhein-Westfalens mit Ausnahme befriedeter Bezirke auszuweiten. Feldhase, Fasan und andere Tierarten gehen demnach im Bestand weiter zurück, die Fuchsbesätze dagegen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Das Ministerium hat deshalb die Unteren Jagdbehörden gebeten, „die Baujagd auf den Fuchs im Kunstbau in Ihrem Zuständigkeitsgebiet von Amts wegen für fünf Jahre (Jagdjahr 2017/18 bis 2021/22) zu erlauben.“

Zudem weist die Forschungsstelle nach Angaben des Ministeriums darauf hin, dass angesichts der prekären Bestandssituation vieler Arten die Raubwildbejagung auch durch andere Jagdmethoden nicht vernachlässigt und nicht auf die Fuchsbejagung am Kunstbau fokussiert werden sollte. „Vielmehr ist es geboten, die Bejagung aller Prädatoren, die für den Feldhasen und die Bodenbrüter relevant sind, in ihrer gesamten Bandbreite zu aktivieren“, heißt es aus dem Ministerium.

Die Weisung des Ministeriums bezieht sich derzeit ausdrücklich nur auf die Fuchsjagd im Kunstbau. Nachfragen des LJV haben ergeben, dass für die Anlage von Kunstbauten auch in bisherigen Nicht-Kulisse-Gebieten kein Antrag auf Genehmigung erforderlich sein wird, sondern die Anlage- und Jagderlaubnis auf dem Weg einer Allgemeinverfügung erteilt werden soll.


Vom Schuss bis zum küchenfertigen Lebensmittel 19/10/17

DJV veröffentlicht Videoserie zur Wildbrethygiene in der Praxis. Fachleute geben Tipps zum korrekten Umgang mit dem Lebensmittel Wild. Das erste Video widmet sich bedenklichen Merkmalen beim Schwarzwild.

(Berlin, 19. Oktober 2017) In der neuen Videoserie des Deutsche Jagdverbandes „Wildbrethygiene in der Praxis“ erklären Experten wie Amtstierarzt Dr. Thomas Stegmanns oder Wildmeister Christoph Hildebrandt, worauf es ankommt. Den Auftakt macht ein Video zu den bedenklichen Merkmalen beim Wildschwein. Vor dem Hintergrund der nahenden Afrikanischen Schweinepest werden die Symptome ausführlich erläutert.

Es folgt in Kürze ein Video zu bedenklichen Merkmalen beim Rehwild. Aus der Deckeschlagen von Rehwild, Abschwarten von Schwarzwild sind ebenso Inhalte weiterer Videos wie das Zerwirken und Portionieren des küchenfertigen Lebensmittels Wildbret.

Der Jäger als kundige Person ist ausgebildet um gesundheitsbedenkliche Merkmale beim Wild zu erkennen. Dies beginnt bereits vor dem Schuss. Ausschlaggebend für eine hohe Fleischqualität ist auch die Verarbeitung des Wildtieres nach dem Schuss. Hierzu gehört es, die Genusstauglichkeit zu beurteilen, mögliche Krankheiten zu erkennen, das Wildtier fachgerecht aufzubrechen, abzuschwarten oder aus der Decke zu schlagen und letztlich küchenfertig zu zerwirken.

In der neuen Videoserie des Deutsche Jagdverbandes „Wildbrethygiene in der Praxis“ erklären Fachleute in neun einzelnen Folgen das korrekte Aufbrechen von Reh- und Schwarzwild, zeigen worauf bei der Organbeschau zu achten ist und geben Tipps bei der Verarbeitung zum küchenfertigen Lebensmittel.  

Den ersten Teil unserer Hygiene-Reihe finden Sie unter folgendem Link: http://bit.ly/2gtgbIv

Weitere Videos folgen auf unserem YouTube-Kanal .

 

 
DJV veröffentlicht eine neunteilige Videoreihe zur Wildbrethygiene.
Quelle: DJV

Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest 12/10/17

Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und Deutscher Jagdverband (DJV) veröffentlichen Empfehlungen zum Umgang mit der Tierseuche. Für Früherkennung und möglichen Seuchenfall sollten Behörden, Jäger und Landwirte eng zusammenarbeiten.

(Riems/Berlin, 10. Oktober 2017) Der Deutsche Jagdverband (DJV) und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) haben gemeinsam Empfehlungen zum Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erarbeitet, die sich in drei Kernthemen gliedern: Früherkennung, Übersicht der möglichen Maßnahmen im Seuchenfall sowie deren örtliche und zeitliche Anwendung anhand von konkreten Fallbeispielen. Der Fokus des Empfehlungspapiers liegt auf jagdlichen Mitteln für Wildschweine. Die Viruserkrankung wurde zuletzt in Tschechien, etwa 350 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze, nachgewiesen. Ein Impfstoff gegen die ASP ist auf absehbare Zeit nicht verfügbar. Daher können ausschließlich hygienische Maßnahmen und die Reduktion der Wildschweinbestände zur Vorbeugung und Bekämpfung der unheilbaren Tierseuche eingesetzt werden. ASP befällt Haus- und Wildschweine gleichermaßen.

Die gemeinsame Empfehlung von DJV und FLI stellt Vor- und Nachteile möglicher Gegenmaßnahmen für den Seuchenfall vor. Falls das ASP-Virus nach Deutschland in Wildschweinbestände eingeschleppt wird, müssen unverzüglich räumliche Ausdehnung, Anzahl der betroffenen Tiere, Größe der Population im betroffenen Gebiet und weitere Faktoren eingeschätzt werden. Zudem gilt es, die Tierseuche in der betroffenen Wildschweinpopulation schnellstens zu bekämpfen, damit sie sich nicht ausbreitet und sogar auf Hausschweine übergreift. Die geeigneten Maßnahmen hängen jeweils von Landschaftslage, Jahreszeit, Vegetationsperiode, Temperatur, örtlichen Gegebenheiten oder logistischen Bedingungen ab und sind nach dem Baukasten-Prinzip frei kombinierbar.

Konkrete Ausbruchszenarien mit verendeten Wildschweinen für verschiedenen Regionen Deutschlands zu verschiedenen Vegetationszeiten zeigen: Jeder Fall ist differenziert zu betrachten und zu bewerten. Die eingesetzten Krisenstäbe müssen die konkreten Begebenheiten vor Ort berücksichtigen und Maßnahmen jeweils anpassen.

Das Friedrich-Loeffler-Institut und der Deutsche Jagdverband appellieren an Behörden, Jäger und Landwirte bereits jetzt konstruktiv zusammenzuarbeiten. Es gehe vordringlich um bundesweit abgestimmte Maßnahmen, die praktikabel seien. Dies gelte sowohl für die Früherkennung als auch den möglichen Seuchenfall.

Die gemeinsamen Empfehlungen stehen auf den Internetseiten des FLI (www.fli.de) und des DJV (www.jagdverband.de) zur Verfügung.

Laden Sie hier die Maßnahmenkataloge zur Früherkennung, Bekämpfung und exemplarischen Anwendung herunter.

 


Der Jagdhund: Familienmitglied mit Beruf 9/10/17

Morgen ist Welt-Hunde-Tag. Für 11 Prozent der Haushalte in Deutschland ein Grund zum Feiern. Noch mehr Hundeliebe gibt es in Jägerhaushalten: In zwei Dritteln lebt mindestens ein Vierbeiner. Es muss nicht immer der Dackel sein, zeigt eine aktuelle Befragung des DJV.

(Berlin, 9. Oktober 2017) Die Tradition der Jagdhunde ist alt. Schon in der Zeit um 10.000 vor Christus begleiteten Vierbeiner den Menschen bei der Jagd und auch heute noch beherzigen viele Jäger den Leitspruch: „Jagd ohne Hund ist Schund“. In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte ist mindestens ein vierbeiniger Jagdbegleiter vorhanden – das zeigen aktuelle Umfrageergebnisse, die der Deutschen Jagdverband (DJV) anlässlich des Welt-Hunde-Tags veröffentlicht. Sie sind Jagdgefährten und vollwertige Familienmitglieder zugleich – auch der Umgang mit Kindern ist für sie selbstverständlich. Im Bundesschnitt besitzen nur 11 Prozent aller Haushalte einen Hund.

Besonders beliebt bei Jägern sind Vorstehhunde, wie Deutsch Kurzhaar, Deutsch Drahthaar oder Weimaraner: In jedem vierten Jägerhaushalt kommen sie vor. Ihre Aufgaben bei der Jagd sind vielfältig: Die Hunde sind für alle anfallenden Arbeiten in Feld, Wald und Wasser geeignet. Das besondere Verhalten, das diese Hunde auszeichnet, ist das sogenannte Vorstehen: Wittern sie bei der Suche Wild im hohen Gras, bleiben sie ruckartig davor stehen. An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala liegen die kurzbeinigen Teckel (12 Prozent). Diese sind aufgrund ihrer guten Nase sogar für die Suche von verletztem Wild geeignet. Danach kommen Apportierhunde (10 Prozent) und Terrier (8 Prozent). In Deutschland gibt es mehrere Dutzend vom Jagdgebrauchshundverband anerkannte Rassen mit ganz unterschiedlichen Einsatzgebieten. Gut ausgebildete Hunde sind wichtig für eine weid- und tierschutzgerechte Jagd. Das gilt beispielsweise für herbstliche Stöberjagden auf Reh, Hirsch und Wildschwein: Die eingesetzten Hunde sollen Wildtiere in dichtem Gestrüpp aufstöbern und in Bewegung bringen ohne sie zu hetzen. So kann der Jäger gezielte Schüsse abgeben.

Schweißhunde finden verletztes Wild

Die Ausbildung findet unter anderem im sogenannten Schwarzwildgatter statt: An handzahmen Wildschweinen müssen die Hunde beweisen, dass sie sich nicht selbst gefährden, aber die Schweine finden und in Bewegung setzen können. Wissenschaftliche Stresstests zeigen: Die Wildschweine juckt das nicht. Sogenannte Schweißhunde wiederum werden für das Finden von verletztem Wild trainiert. Sie können eine Spur aus winzigen Blutströpchen auch nach 48 Stunden noch zielsicher verfolgen. Die Ausbildung ist vielfältig und jeweils ausgelegt für den späteren Einsatzbereich des Jagdhundes. Der Einsatz von brauchbaren Hunden bei der Jagd ist übrigens gesetzlich vorgeschrieben und ein Nachweis über erbrachte Leistungen Pflicht.

Jagdhunderassen haben es auch längst in private Wohnzimmer geschafft: Golden Retriever, Setter, Jack-Russel-Terrier oder Vizsla – sie haben ihren Ursprung in der Jagd. Jagdhunde sind grundsätzlich anspruchsvoller in der Haltung als sogenannte Gesellschaftshunde wie Chihuahua, Mops oder Zwergpudel. Weimaraner beispielsweise werden aufgrund ihres schönen Aussehens und den tollen Augen immer beliebter. Leider bleibt dabei oft vergessen, dass diese Hunde einen starken Jagd- und Beschützerinstinkt haben. Ohne das richtige Training, viel Bewegung und artgerechte Beschäftigung sind Konflikte vorprogrammiert. Jeder der sich einen Hund anschafft sollte an die Worte des kleinen Prinzen denken: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“

Eine Übersicht über die verschiedenen Jagdhunderassen und ihre Einsatzgebiete: www.jagdverband.de/content/hunderassen-einsatzgebiete

 

Quelle: DJV

 

Sicherheit für Jagdhunde: signalfarbene Stichschutzweste, Halsband und Ortungsgerät sind bei Bewegungsjagden Standard. Angeborenes Verhalten: Der Deutsch-Kurzhaar-Welpe steht vor und zeigt damit ein Wildtier an.Angeborenes Verhalten: Der Deutsch-Kurzhaar-Welpe steht vor und zeigt damit ein Wildtier an.

Quelle: KauerMross/DJV

Quelle: KauerMross/DJV

Ausbildung muss sein: Für eine tierschutzkonfome Jagdausübung.

Schweißhunde sind Spezialisten für die Suche von verletztem Wild. Auch nach 48 Stunden riechen sie noch kleinste Blutströpfchen.
Quelle: Tischner/DJV Quelle: KauerMross/DJV
DJV
Impressum:
Deutscher Jagdverband e.V.
Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände für den Schutz von Wild, Jagd und Natur
Torsten Reinwald · Pressesprecher
Chausseestr. 37 · 10115 Berlin
pressestelle@jagdverband.de · Tel.: (030) 209 1394-23 · Fax.: (030) 209 1394-25
www.jagdverband.de · www.wild-auf-wild.de · jagdfakten.de
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Bauernverband und Jagdverband rufen zu verstärkter Wildschweinjagd auf 7/9/17

ie Afrikanische Schweinepest ist nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt, bedroht sind Haus- und Wildschweine. Das Ansteckungsrisiko im Seuchenfall lässt sich bereits jetzt durch effektive Jagd senken. Die anstehende Maisernte bietet eine gute Möglichkeit dazu.

1. September 2017, Berlin (DJV, DBV). Ab Mitte September beginnt die Maisernte: Für Jäger eine gute Möglichkeit, die Schwarzwildbestände in der Feldflur und somit im Seuchenfall das Ansteckungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu reduzieren. Denn Wildschweine lieben Mais und verbringen ab August viel Zeit in den Feldern. Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an Jäger, über die gesamte Jagdsaison jede Gelegenheit zu nutzen, Schwarzwild zu bejagen. Die ASP-Ausbreitung findet derzeit hauptsächlich über verunreinigte Lebensmittel statt. Auch infizierte Wild- und Hausschweine übertragen das Virus. Über Tschechien ist die Tierseuche inzwischen bis auf 300 Kilometer an Deutschland herangerückt. Für Menschen ist die Afrikanische Schweinpest ungefährlich.

Für eine erfolgreiche Bejagung sollten sich Jäger und Landwirte frühzeitig über Erntezeiten abstimmen, um Vorbereitungen und Sicherheitsmaßnahmen treffen zu können, raten DBV und DJV. Bereits jetzt, zur Milchreife des Maises, sollten Landwirte Bejagungsschneisen einhächseln, um eine Bejagung überhaupt erst zu ermöglichen. Effektiver ist das Anlegen von Bejagungsschneisen schon während des Einsäens im Frühjahr. So wird eine Jagd über mehrere Monate hinweg möglich - das sorgt auch für weniger Wildschäden.

Jäger und Landwirte sind aufgerufen, ungeklärte Todesfälle bei Wildschweinen unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt zu melden, da das Virus hochansteckend und für Schweine immer tödlich ist. DBV und DJV fordern aufgrund der aktuellen Situation Bund und Länder auf, eine effektive und flächendeckende Schwarzwildbejagung in Deutschland sicherzustellen. Dazu gehört insbesondere, die Jagdruhe in Schutzgebieten aufzuheben. Zudem sollten Behörden bundesweit dem Vorbild einiger Bundesländer und Kommunen folgen und künftig keine Gebühren mehr für die Trichinenuntersuchung von Frischlingen erheben.

Symptome für die Afrikanische Schweinepest - Hinweise des Friedrich-Loeffler-Instituts

Bei Schwarzwild führt die Infektion zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen zum Tod des Tieres etwa innerhalb einer Woche.

Beim Aufbrechen der Stücke sollte auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt.

 


Rot-grünes Landesnaturschutzgesetz ebenfalls verfassungswidrig 6/9/17

Das aktuelle „Kirchhof-Gutachten“ bekräftigt, dass neben dem Landesjagdgesetz NRW auch das Landesnaturschutzgesetz in Teilen verfassungswidrig ist. Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg: „Die Gesetzgebung für den ländlichen Raum in NRW muss zügig wieder vom Kopf auf die Füße gestellt und ideologisch entrümpelt werden!“

31. August 2017, Dortmund (LJV). Beide für den ländlichen Raum wichtigen Gesetze waren durch die damalige rot-grüne Landesregierung gegen den vehementen Protest der Betroffenen durchgesetzt worden. In beiden Fällen hatte der Landesjagdverband NRW (LJV) gemeinsam mit seinen 15 Partnerverbänden im Aktionsbündnis Ländlicher Raum bereits im Vorfeld intensiv auf entsprechende verfassungsrechtliche Mängel hingewiesen.
Gegen das Landesjagdgesetz, das 2015 in Kraft trat, hatten zahlreiche Betroffene bereits fachgerichtlich geklagt. In einem Fall (Verwaltungsgericht Arnsberg) hielten auch die unabhängigen Richter das rot-grüne Gesetzeswerk für verfassungswidrig und übergaben den Beschluss an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Dort sind zudem zwei weitere Verfassungsbeschwerden wegen des Landesjagdgesetzes anhängig.

Ralph Müller-Schallenberg begrüßt die Reaktion der neuen NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking auf das Gutachten: „Mit der Ankündigung, diese beiden für den ländlichen Raum wichtigen Gesetze zu prüfen und wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen, ist der erste Schritt in die richtige Richtung getan.“

 

 


Informationen zur Prämie für die Untersuchung von Schwarzwildfrischlingen 3/9/17

28. August 2017, Dortmund (LJV). Per E-Mail vom 16. August 2017 hatten wir über den Start des Pilotprojektes des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) für eine verstärkte Bejagung der Frischlinge berichtet.

Dieses Projekt soll in der Jägerschaft den Anreiz erhöhen, den Bestand an Schwarzwild in NRW zu verringern. Dies ist eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen die afrikanische Schweinepest (ASP), die auch über die Wildschweinpopulation eingeschleppt und verbreitet werden kann. Für die Trichinenuntersuchung bei den Kommunen anfallende Gebühren werden mit maximal zehn Euro je untersuchtem Frischling gestützt. Ein entsprechender Erlass vom 11. August 2017 ist am 14. August 2017 an die zuständigen Behörden verschickt worden. Mit der Verfügung vom 25. August 2017 hat das LANUV die Kreise und kreisfreien Städte mit einem Merkblatt über die Vorgaben zur konkreten Umsetzung informiert:

-       Danach werden nur Kosten für Proben an Frischlingen erstattet. Frischlinge in diesem Sinne sind Wildschweine, welche zum Zeitpunkt der Erlegung ein Körpergewicht von maximal 20 kg aufweisen. Das Gewicht der beprobten Wildschweine ist durch eine geeignete Unterlage (Kopie des Wildursprungsschein) nachzuweisen.

-       Es werden nur Kosten für Proben berücksichtigt, bei denen das Erlegungsdatum des beprobten Frischlings nach dem 11.08.2017 liegt.

Bei Rückfragen Ihrerseits setzen Sie sich bitte mit dem für Sie zuständigen Kreisveterinäramt in Verbindung! Der Landesjagdverband NRW hatte sich bereits in Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium wiederholt und vehement für eine landesweite Abschaffung, jedenfalls aber Senkung, der Untersuchungsgebühren für gestreifte Frischlinge eingesetzt. Durch eine intensive Bejagung muss der Schwarzwildbestand reguliert und dessen natürlicher Aufbau sichergestellt werden. Daher sollte der Abschuss aus mindestens 75 % - besser 80 % - Frischlingen, 15 % Überläufern, 5 % unterrangigen Bachen und 5 % Keilern bestehen. Der hohe Eingriff in die Jugendklasse ist der sichere Garant für die Bestandsregulierung und Wildschadensminderung. Alle Jagdarten sind zu nutzen.

Siehe hierzu auch:

http://www.rwj-online.de/rwj/forschungsstelle/wildbestand/frischlinge-intensiv-bejagen-_6_2014.html#page_2


Wolfsmanagement: Bestandsentwicklung wird völlig unterschätzt 2/9/17

Wolfspopulation wird weiter rasant wachsen, eine Verdopplung alle drei Jahre ist derzeit realistisch. Notwendige Beweidung von Deichen, Naturschutzflächen und Grünland stehen in Frage.

(Berlin, 01. September 2017) Experten gehen davon aus, dass die Wolfspopulation weiter rasant wachsen wird, eine Verdopplung alle drei Jahre ist derzeit realistisch. Es ist zu beobachten, dass die Akzeptanz für den Wolf dort dramatisch zurückgeht, wo er sich etabliert hat. "Wir müssen den Wolf als Wildtier behandeln. Er muss lernen, sich von Menschen und seinen Nutztieren fernzuhalten", sagte Helmut Dammann-Tamke, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbandes (DJV) als Reaktion auf ein aktuelles Eckpunktepapier zum Wolf, das einige Natur- und Tierschutzverbände gestern vorgestellt haben. Es ist laut DJV realitätsfern, höhere Elektrozäune und Herdenschutzhunde anzupreisen, wenn es darum geht, tausende Quadratkilometer Weideland wolfssicher zu machen.

In dem Eckpunktepapier bezeichnen Natur- und Tierschutzverbände eine extensive Weidetierhaltung zwar als unersetzlich für Natur und Landschaft, praktikable Lösungen für den Erhalt fehlen aber. Die Situation für Kleinbauern und Schäfer ist in einigen Regionen bereits jetzt existenzbedrohend. Die Gesellschaft fordert immer mehr ökologische Tierhaltung, diese wird aber bei weiter rasant ansteigenden Wolfszahlen nicht mehr realisierbar sein.

Neben technischen Hürden beim Aufstellen von Elektrozäunen, etwa beim Sichern von Entwässerungsgräben, kommen Hindernisse für unsere Wildtiere hinzu: Was der Wolf nicht überwinden kann, ist auch Barriere für andere Wildtiere. Eine Verdrahtung der Landschaft torpediert alle Bemühungen zur Biotopvernetzung, die dringend notwendig ist, um Artenvielfalt zu erhalten. Gerade dieser Aspekt sollte von Natur- und Tierschutzverbände berücksichtigt werden, findet aber im vorgelegten Eckpunktepapier keinerlei Erwähnung.

Im Kreis Cuxhaven haben in den vergangenen Monaten die Risse von Nutztieren stark zugenommen, sogar ausgewachsene Rinder werden inzwischen von Wölfen gerissen. Einzelne Tiere oder Rudel, die sich offensichtlich auf Nutztiere spezialisiert haben, müssen schnell und unbürokratisch entnommen werden. Es müssen dafür schnelle Entscheidungswege und rechtliche Möglichkeiten geschaffen werden. Die Änderung des Wolf-Schutzstatuses von "streng geschützt" (Anhang 4 der FFH-Richtlinie) auf "geschützt" (Anhang 5) ist deshalb längst überfällig.

Ebenso dringend - und im Eckpunktepapier ausgelassen - ist die Frage der Vergrämung. Wölfe sollen laut Experten beispielsweise mit Gummigeschossen beschossen werden, wenn sie sich Nutztieren oder Menschen nähern. So sollen sie Respekt vor dem Menschen lernen und unerwünschtes Verhalten verändern. Wer das wie und womit machen soll, ist leider bisher ungeklärt. Der Wolf hat laut DJV keine genetisch verankerte Scheu vor dem Menschen. Diese wird erlernt und an die nächste Generation weitergegeben. Wird diese nicht aktiv trainiert, werden abwandernde Jungwölfe ihren Welpen zeigen, das Nutztiere leichte Beute sind und die Nähe des Menschen ungefährlich ist. Bereits in den 1990er Jahren wurden Wolfsfamilien gefilmt, die in rumänischen Großstädten nachts auf Müllplätzen nach Nahrung gesucht haben. "Wir sind der Auffassung, dass wir am Ende des Tages nicht am Instrument Jagd für ein sachgerechtes Wolfsmanagement vorbeikommen", so Dammann-Tamke.

 

Muss lernen sich von Mensch und Nutztier fernzuhalten: der Wolf
Quelle: Rolfes/DJV

 


Bauernverband und Jagdverband rufen zu verstärkter Wildschweinjagd auf 1/9/17

Die Afrikanische Schweinepest ist nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt, bedroht sind Haus- und Wildschweine. Das Ansteckungsrisiko im Seuchenfall lässt sich bereits jetzt durch effektive Jagd senken. Die anstehende Maisernte bietet eine gute Möglichkeit dazu.

(Berlin, 01. September 2017) Ab Mitte September beginnt die Maisernte: Für Jäger eine gute Möglichkeit, die Schwarzwildbestände in der Feldflur und somit im Seuchenfall das Ansteckungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu reduzieren. Denn Wildschweine lieben Mais und verbringen ab August viel Zeit in den Feldern. Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an Jäger, über die gesamte Jagdsaison jede Gelegenheit zu nutzen, Schwarzwild zu bejagen. Die ASP-Ausbreitung findet derzeit hauptsächlich über verunreinigte Lebensmittel statt. Auch infizierte Wild- und Hausschweine übertragen das Virus. Über Tschechien ist die Tierseuche inzwischen bis auf 300 Kilometer an Deutschland herangerückt. Für Menschen ist die Afrikanische Schweinpest ungefährlich.

Für eine erfolgreiche Bejagung sollten sich Jäger und Landwirte frühzeitig über Erntezeiten abstimmen, um Vorbereitungen und Sicherheitsmaßnahmen treffen zu können, raten DBV und DJV. Bereits jetzt, zur Milchreife des Maises, sollten Landwirte Bejagungsschneisen einhächseln, um eine Bejagung überhaupt erst zu ermöglichen. Effektiver ist das Anlegen von Bejagungsschneisen schon während des Einsäens im Frühjahr. So wird eine Jagd über mehrere Monate hinweg möglich - das sorgt auch für weniger Wildschäden.

Jäger und Landwirte sind aufgerufen, ungeklärte Todesfälle bei Wildschweinen unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt zu melden, da das Virus hochansteckend und für Schweine immer tödlich ist. DBV und DJV fordern aufgrund der aktuellen Situation Bund und Länder auf, eine effektive und flächendeckende Schwarzwildbejagung in Deutschland sicherzustellen. Dazu gehört insbesondere, die Jagdruhe in Schutzgebieten aufzuheben. Zudem sollten Behörden bundesweit dem Vorbild einiger Bundesländer und Kommunen folgen und künftig keine Gebühren mehr für die Trichinenuntersuchung von Frischlingen erheben.

Symptome für die Afrikanische Schweinepest - Hinweise des Friedrich-Loeffler-Instituts

Bei Schwarzwild führt die Infektion zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen zum Tod des Tieres etwa innerhalb einer Woche.

Beim Aufbrechen der Stücke sollte auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt.

 

 

Effektive Schwarzwildbejagung dank Schneisen im Maisfeld
Quelle: Mross/DJV

 


Landwirtschaftsministerium startet Projekt für eine verstärkte Bejagung der Frischlinge 16/8/17

16. August 2017, Dortmund (LJV). Im Rahmen eines Pilotprojektes übernimmt das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) einen Großteil der Kosten für die Trichinenschau bei Frischlingen.

Dieses Projekt soll in der Jägerschaft den Anreiz erhöhen, den Bestand an Schwarzwild in NRW zu verringern. Dies ist eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen die afrikanische Schweinepest (ASP), die auch über die Wildschweinpopulation eingeschleppt und verbreitet werden kann.

Für die Trichinenuntersuchung bei den Kommunen anfallende Gebühren werden mit maximal zehn Euro gestützt. Ein entsprechender Erlass vom 11. August 2017, ist am 14. August 2017 an die zuständigen Behörden verschickt worden.

Die Umsetzung dieses Erlasses soll u. a. im Rahmen einer Arbeitsbesprechung, an der auch Vertreter des Landesjagdverbandes teilnehmen, am 17. August 2017 erläutert werden. Sobald uns hierzu weitere Erkenntnisse vorliegen, werden wir unverzüglich darüber berichten.

Der Landesjagdverband NRW hatte sich bereits in Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium wiederholt und vehement für eine landesweite Abschaffung, jedenfalls aber Senkung, der Untersuchungsgebühren für gestreifte Frischlinge eingesetzt.

Durch eine intensive Bejagung muss der Schwarzwildbestand reguliert und dessen natürlicher Aufbau sichergestellt werden. Daher sollte der Abschuss aus mindestens 75 % - besser 80 % - Frischlingen, 15 % Überläufern, 5 % unterrangigen Bachen und 5 % Keilern bestehen. Der hohe Eingriff in die Jugendklasse ist der sichere Garant für die Bestandsregulierung und Wildschadensminderung. Alle Jagdarten sind zu nutzen.

 Siehe hierzu auch:

 http://www.rwj-online.de/rwj/forschungsstelle/wildbestand/frischlinge-intensiv-bejagen-_6_2014.html#page_2


Sicherheit geht vor Jagderfolg 15/8/17

Wenn Landwirte auf den Feldern die Ernte einholen, bietet sich Jägern die Chance, vor allem Wildschweine zu bejagen. In der sonst dicht bewachsenen Feldflur ist die Erntejagd eine effektive Methode. Dabei steht die Sicherheit ganz vorn, Hinweise gibt der DJV.

(Berlin, 15. August 2017) Die Getreide- und Rapsernte bietet Jägern die Möglichkeit zur sogenannten Erntejagd. Nachdem die dicht bewachsenen Felder bisher wenig Chancen auf Jagderfolg boten, besteht von Juli bis Oktober die Gelegenheit, vor allem Wildschweine zu bejagen. Das ist wichtig, da die Schwarzwild-Population dank idealer Lebensbedingungen in der Feldflur stark wächst. Das Eingreifen in die Bestände ist auch aufgrund des Risikos der Afrikanischen Schweinepest notwendig, eine Seuche, die sich von Ost- nach Mitteleuropa ausbreitet und auch Hausschweine bedroht.

Sicherheit geht jedoch vor Jagderfolg: Jäger und Landwirte sollten Erntejagden eng abstimmen und sorgsam vorbereiten. Alle beteiligten Personen sollten aus Sicherheitsgründen gut und weithin sichtbar sein - idealerweise durch das Tragen von Warnwesten. Zur Planung gehört auch, Warnschilder an Straßen aufzustellen und an das Jagdgebiet angrenzende Pferde- oder Viehhalter zu informieren.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) empfiehlt, von erhöhten jagdlichen Einrichtungen zu schießen, damit der Schuss stets in Richtung Boden abgegeben und die Kugel abgefangen wird. Jäger sprechen vom "Kugelfang". Besonders gut eignen sich mobile Ansitzeinrichtungen wie Drückjagdböcke, die leicht umgesetzt werden können. Ein ausreichender Abstand zu Erntefahrzeugen sollte dabei eingehalten werden, der Schusswinkel zum Nachbarn größer als 30 Grad sein. Für das Wild gilt grundsätzlich die Regel "jung vor alt und schwach vor stark", denn besonders junge Tiere sind an der Reproduktion beteiligt. Zudem gilt der Muttertierschutz: Bachen mit Frischlingen dürfen nicht erlegt werden.

Bis Ende Oktober, wenn der letzte Mais von den Feldern geholt wird, ergibt sich wiederholt die Chance, Wild zu bejagen. Denn vor allem Maisfelder sind für Schwarzwild ein Schlaraffenland: In den Sommermonaten leben ganze Rotten in den Feldern, wo sie ausreichend Schutz und Nahrung finden. Für Landwirte bedeuten die ungebetenen Gäste meist hohe finanzielle Einbußen, denn das Wild frisst den Mais und zerstört viele Pflanzen. Wildschweine profitieren davon, dass heute auf etwa zehn Prozent der Fläche Deutschlands - 26 mal größer als noch vor 50 Jahren - Mais und Raps angebaut wird. Umso wichtiger ist die Erntejagd als eine besonders effektive und notwendige Form der Jagd, um regulierend in die Wildschweinpopulation einzugreifen.

Weitere Infos

YouTube-Video - Sicherheit bei der Erntejagd Teil 1: http://bit.ly/ZPORWl
YouTube-Video - Sicherheit bei der Erntejagd Teil 2: http://bit.ly/10vhxFi

Sicherheit bei der Erntejagd fängt bei der Signalkleidung an.
Quelle: Kauer/DJV

 


Zuschüsse für Jäger möglich 11/8/17

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) fördert die Anschaffung von präventionswirksamen Produkten. Die Mitgliedsbetriebe, z.B. Jagdreviere, sollen damit motiviert werden, in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu investieren. Besonders interessant für Revierinhaber: Die SVLFG bezuschusst u.a. aktiven Gehörschutz.

(Berlin, 10. August 2017) Seit Anfang August nimmt die SVLFG entsprechende Anträge entgegen. Die Vergabe erfolgt in der Reihenfolge der Antragseingänge. Die Aktion endet, wenn die Fördergelder ausgeschüttet sind, spätestens jedoch zum 31. Dezember 2017. Antragsberechtigt sind alle Mitgliedsunternehmen der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.

Zu den geförderten Produkten gehört auch aktive Gehörschutz, was besonders für Jäger wichtig ist.

Jeder Betrieb kann ein Produkt fördern lassen, pro Stück wird maximal ein Zuschuss von 100 Euro ausgezahlt. Bei Anschaffung unter 100 Euro wird maximal der Kaufpreis erstattet. Es stehen in diesem Jahr 200.000 Euro zur Verfügung.

Die Rahmenbedingungen sowie Anforderungen und Hinweise je Maßnahme sind zwingend einzuhalten, um eine Förderung zu bekommen.

  • Anträge können für Neukäufe (keine gebrauchten Produkte) ab 1. August bis zum 31.Dezember 2017 gestellt werden.
  • Gefördert werden können nur Produkte, die ab dem 1. August 2017 gekauft wurden.
  • Die Produkte müssen den technischen Vorgaben entsprechen.
  • Ein Unternehmen kann maximal eine Förderung in einem Kalenderjahr erhalten.
  • Ein Rechtsanspruch auf die Zuerkennung einer Prämie besteht nicht. Die Gesamtförderung ist begrenzt auf 200.000 Euro.
  • Die Vergabe der Prämien richtet sich nach der Reihenfolge des Eingangs der Prämienanträge.
  • Mitarbeiter der SVLFG sind von der Förderung ausgeschlossen.
     

Hier finden Sie nähere Informationen der SVLFG.
 


Von Spatzen und Katzen 8/8/17

Ausgesetzte Haustiere richten in der Tierwelt oft erheblichen Schaden an. Der DJV appelliert zum Internationalen Tag der Katze am 8. August 2017 an das Verantwortungsbewusstsein von Haustierhaltern.

(Berlin, 08. August 2017) Etwa 2 Millionen streunende, besitzerlose Katzen gibt es in Deutschland nach Angaben von Tierschutzverbänden. In der Urlaubszeit landen besonders viele Haustiere auf der Straße. Teilweise müssen diese dann unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen in freier Wildbahn ihr Leben fristen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) betont, dass nicht nur die Haustiere selbst leiden, sondern auch die heimische Tierwelt: Nach Hochrechnungen auf Basis mehrerer Studien fallen mindestens 14 Millionen Singvögel in Deutschland verwilderten Hauskatzen zum Opfer. Diese machen nur ein Viertel der Beute aus; hinzu kommen 70 Prozent kleine Säuger und zahlreiche Reptilien.

Der DJV fordert aus Tier- und Artenschutzgründen eine bundesweite Melde- und Kastrationspflicht für Hauskatzen nach dem Vorbild des Paderborner Modells. Auf diese Weise soll eine unkontrollierte Fortpflanzung von Freigängern mit verwilderten Artgenossen verhindert werden. Der Nachwuchs wird meist unentdeckt großgezogen, die Hauskatzen verwildern. Katzen paaren sich durchschnittlich zwei mal im Jahr. Überleben pro Wurf etwa drei Junge, resultieren aus einem Hauskatzenpärchen in sieben Jahren etwa 420.000 Nachkommen (lineares Modell).

Tierhalter verstoßen gegen das geltende Tierschutzrecht, wenn sie ihre Schützlinge einfach aussetzen. Der DJV empfiehlt, frühzeitig die Versorgung der Haustiere während der Urlaubszeit sicherzustellen. Wer ein herrenloses Tier findet, sollte das Ordnungsamt oder die Polizei informieren. Alternativ können Fundtiere in Tierheimen abgegeben werden.

Nicht nur Feldhasen, sondern auch andere kleine Säugetiere fallen wildernden Hauskatzen zum Opfer.
Quelle: DJV

Bestandsschutz für Waffenschränke: bisherige Nutzung ausschlaggebend 29/7/17

Forum Waffenrecht weist darauf hin, dass für den Bestandsschutz von A- und B-Waffenschränken die bisherige, rechtmäßige Nutzung relevant ist. Voraussetzung nach §36 Abs. 4 ist nicht die Anmeldung bei der Waffenbehörde.

(Berlin, 29. Juli 2017) Nachdem das neue Waffengesetz in Kraft getreten ist, häufen sich beim DJV Fragen von Jägern zum Bestandsschutz von A- und B-Waffenschränken. Offenbar wollen einige zuständige Behörden die Nachmeldung von Schränken nicht akzeptieren, die vor dem Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes in Benutzung, aber nicht bei der Behörde gemeldet waren. Auf DJV-Nachfrage hat der Geschäftsführer des Forum Waffenrecht, Frank Göpper, klargestellt: Die Voraussetzung für den Bestandsschutz nach § 36 Abs. 4 des Waffengesetzes ist nicht die Anmeldung bei der Waffenbehörde, sondern die Aufrechterhaltung der bisherigen rechtmäßigen Nutzung. Wenn also bis zum 6. Juli 2017, dem Tag, an dem das neue Waffengesetz mit seinen Änderungen in Kraft trat, Waffen zulässig in Schränken der Widerstandsgrade A oder B gemäß VDMA 24992 aufbewahrt worden sind, dürfen diese auch weiterhin vom bisherigen Nutzer verwendet werden.

Das Forum Waffenrecht empfiehlt Jägern, der Behörde, die eine Nutzung vor dem Stichtag anzweifelt, entsprechende Nachweise - etwa Zeugen oder Kaufbelege - anzubieten und um eine schriftliche Bestätigung zu bitten. In letzter Konsequenz müsste das Bestehen der bisherigen Nutzung und damit des Bestandsschutzes durch Verwaltungsgerichte festgestellt werden. Um künftig Unsicherheiten auszuschließen, weist das Forum Waffenrecht Besitzer von A- und B-Schränken darauf hin, Belege für die Nutzung der Schränke vor dem Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes sorgfältig aufzubewahren und ihren Waffenbehörden die genutzten Waffenschränke zu melden.

Zum ausführlichen Frage-Antwort-Papier geht es hier.

Die DJV-Infografik bietet Übersicht über die neuen Waffenaufbewahrungsrichtlinien.
Quelle: DJV

"Artenschutz und Tierrechte sind unvereinbar" 28/7/17

Über philosophische Ansätze zum Mensch-Tier-Verhältnis und die Auswirkungen auf Jagd und Artenschutz hat der DJV mit dem Schweizer Publizisten Alexander Schwab gesprochen. Das 2-teilige Interview gibt Einblicke in die bizarre Gedankenwelt der Tierrechtsbewegung. Den zweiten Teil des Interviews gibt es auf jagdverband.de.

(Berlin, 28. Juli 2017) Tierbefreiung, Tierrechte und Tierschutz: Zwischenzeitlich gibt es viele Theorien, die sich damit beschäftigen, wie Menschen den Tieren auf diesem Planeten ein besseres oder gerechteres Leben ermöglichen könnten. Treibende Kraft sind vor allem Philosophen, die seit den späten 1970er Jahren die Sache der Tiere ideell befeuern. Die Tierrechtsbewegung ist ein Sammelbecken verschiedenster weltanschaulicher Strömungen, aber die wesentlichen praktischen Forderungen bleiben gleich: Tiere haben ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. Die konsequente Folge ist das Bestreben, sämtliche Nutzung von Tieren abzuschaffen, denn diese tangiert und verletzt immer deren vermutete Rechte. Ungeachtet dessen sind die Glücksbestrebungen von Wolf und Reh kaum unter einen Hut zu bringen sind. Aber es gibt ja die Idee vom "Paradise Engineering", also die genetische Manipulation von Fleischfressern. Wie weit die Gedanken der Tierrechtsbewegung bereits verbreitet sind, erläutert der Schweizer Publizist Alexander Schwab im DJV-Interview.

 

DJV: Verbot von Zirkustieren, Einbrüche in Ställe oder Anti-Jagd-Demos: Welche eigentlichen Ziele verfolgt die Tierrechtsbewegung?

Alexander Schwab: Das Ziel der Tierrechtsbewegung ist es, sämtliche Nutzung von Tieren abzuschaffen. Dazu gehören natürlich auch Jagd, tierische Landwirtschaft oder Zoos - und die erzwungene weltweite Einführung des Veganismus. Die konsequente Durchsetzung von Tierrechten würde auch bedeuten, dass zum Beispiel die Ausbildung von Blindenhunden nicht mehr möglich wäre, weil kein Hund aus freien Stücken zum Blindenhund wird. Und so hat der Tierrechtsphilosoph Klaus Petrus folgerichtig zu Protokoll gegeben, dass die Ausbildung eines Blindenhundes der Versklavung eines Menschen gleichkomme. Gleiches gilt natürlich für Lawinen-, Polizei- und Jagdhunde.

Wie weit ist die Philosophie der Tierrechtsbewegung bereits verbreitet?

Die eine Tierrechtsphilosophie gibt es nicht, aber die Tierrechtsbewegung, hauptsächlich getragen von Philosophen, Theologen, Soziologen, Psychologen und Juristen. Sie hat über die Jahre aus den Universitäten heraus den Weg in politische Beratungsgremien und Ethikkommissionen gefunden. Dort hat sie nachweislich großen Einfluss, was sich nicht nur in der Gestaltung von Jagdgesetzen zeigt, sondern auch in der EU-Verfassung, wo Tierrechte im Grundsatz über die Verträge von Lissabon festgehalten sind.

Und wie sieht es in der Schweiz aus?

In der Schweiz ist die „Würde des Tieres“ in der Verfassung verankert, was ebenfalls ein großer Erfolg der Tierrechtsbewegung ist. Dieses Würdekonzept soll nach dem Willen von einigen Mitgliedern der entsprechenden Ethikkommission auch auf Pflanzen übertragen werden, was Tomatenspaghetti zum moralischen Problem machen würde. Tierrechtlich motiviert ist auch die aktuelle Initiative im Kanton Zürich mit dem Ziel, die bürgerliche Jagd (Volksjagd, Milizjagd) abzuschaffen – die Initianten hatten die nötigen 6000 Unterschriften im Nullkommanichts zusammen. Ebenso problemlos verlief die Unterschriftensammlung für die Initiative „Grundrechte für Menschenaffen“ im Kanton Basel Stadt.

Nach Meinung von Tierrechtlern haben Tiere ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. Im wahren Leben frisst allerdings der Wolf das Reh und der Waschbär gefährdet den Uhu. Wie verhält es sich da mit den tierischen Rechten?

Es ist eine Form der intellektuellen Wohlstandsverwahrlosung, Ideologie über Realität zu setzen. Die Vorgänge in der Natur drehen sich im Wesentlichen ums Fressen und Gefressen werden sowie um Fortpflanzung. Die „Glücksvorstellungen“ von Tieren sind eh nicht harmonisierbar. Das durch die Evolution gegebene Wolf-Reh-Dilemma lässt sich „natürlich“ nicht lösen. Die Tierrechtsbewegung hat große Probleme damit, die Natur so zu nehmen, wie sie ist. Also auch zu akzeptieren, dass der Mensch in seiner Lebensgrundlage handeln muss, um zu überleben.

Und wie will die Tierrechtsbewegung dieses Dilemma lösen?

Philosophisch betrachtet kann sie es nicht lösen, denn die Evolution kann man nicht mit Wunschdenken und Haarspaltereien im Nanobereich aushebeln.

Es gibt ja auch das Konzept des "Paradise Engineering" ...

Genau. Der britische Philosoph David Pearce ist der Überzeugung, dass wir das Leiden auf der Welt komplett verschwinden lassen könnten, indem wir die Raubtiere genetisch zu Pflanzenfressern umprogrammieren und damit paradiesische Zustände herstellen: Der Wolf grast friedlich neben dem Reh. Die technischen Voraussetzungen dafür seien bereits gegeben, meint Pearce. Das sind gefährliche Allmachtsfantasien. Das ist der Stoff, aus dem die Albträume gemacht sind.

Die Bundesregierung hat sich in internationalen Abkommen zum Erhalt der biologischen Vielfalt verpflichtet. Wie soll Artenschutz in den Augen der Tierrechtsbewegung aussehen?

Keine Ahnung, dazu müssten Sie einen Tierrechtsphilosophen befragen. Für führende Köpfe der Tierrechtsbewegung steht das Lebensrecht des einzelnen Tieres über jeglichen ökonomischen oder ökologischen Interessen. Das bedeutet im Wesentlichen das Ende aller jagdlichen Eingriffe in der Kulturlandschaft. In dieser Selbstregulierungsromantik werden als Konzession an die Realität einige Ausnahmen gemacht etwa Notwehr oder Bewahrung einer Art vor der kompletten Ausrottung. Erst dann also sind Eingriffe legitim, wenn das Haus schon lichterloh brennt. Wäre ein Lawinenschutzwald durch Rotwild gefährdet, das an Bäumen knabbert, stünde das Lebensrecht einzelner Tiere über dem Ziel den Schutzwald zu erhalten, denn das Rotwild ist nicht von der Ausrottung bedroht. Die Realitätsverweigerung der Tierrechtsbewegung ist zutiefst menschenfeindlich. Außerdem stehen die genannten und andere Ausnahmen, genau betrachtet, im Widerspruch zum grundsätzlichen Lebensrecht eines Einzeltieres. Artenschutz und Tierrechte sind unvereinbar.

Den zweiten Teil des Interviews finden Sie hier.

Zur Person Alexander Schwab

Alexander Schwab (1953) wuchs in Brugg in der Schweiz auf, besuchte das College in Swindon, England und hat in Aberdeen, Schottland, Philosophie und Geschichte studiert. Beruflich war er in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Beratung engagiert. Seit 2003 ist Schwab als Autor, Publizist und Verleger tätig. In der englischsprachigen Welt ist er vor allem durch „Hook, Line and Thinker – Angling & Ethics“ (2003) und den Bestseller „Mushrooming Without Fear“ (2006) bekannt. Auf Deutsch erschienen sind 2016 „Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0“ und „Jagen für Nichtjäger“. Mehr Infos zu Autor und Büchern: www.eichelmändli.ch

 

 

Schweizer Publizist Alexander Schwab im DJV-Interview.

Foto: Alexander Schwab

Brücken für die Artenvielfalt 26/7/17

BfN gibt Leitfaden heraus für das Anlegen von Querungshilfen. Konkrete Beispiele sollen Planern von Grünbrücke, Faunatunnel oder Tierdurchlass helfen, Fehler zu vermeiden. Arten vom Laufkäfer bis zum Rothirsch sollen profitieren. Eingeflossen sind auch die Ergebnisse von Forschungsprojekten, die der DJV maßgeblich unterstützt hat.

(Berlin, 26. Juli 2017) Querungshilfen sollen helfen, die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrswege zu vermeiden, die biologische Vielfalt erhalten und Wildunfälle reduzieren. Doch wie groß müssen Querungshilfen sein und wo sollten sie positioniert sein? Wie muss die Umgebung gestaltet sein und wie lässt sich das Hinterland langfristig anbinden? Eine aktuelle Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) liefert Antworten auf Fragen rund um Planung, Gestaltung und Management von Querungshilfen. Eingeflossen ist das Praxiswissen zahlreicher Projekte zur Wiedervernetzung, an denen auch der Deutsche Jagdverband (DJV) beteiligt war.

Mit dem BfN-Skript 465 "Grünbrücken, Faunatunnel und Tierdurchlässe - Anforderungen an Querungshilfen" werden erstmals integrative Empfehlungen vorgelegt, die auf einer ökosystemaren Betrachtungsweise beruhen, also sich nicht nur auf einzelne Arten beziehen. Die resultierenden Anforderungen an Querungshilfen werden anhand konkreter Gestaltungsbeispiele dargestellt. Auf 50 Seiten erläutern die Autoren des Leitfadens unter anderem, welche Substrate sich für Grünbrücken und Unterführungen eignen, wie deren Relief gestaltet werden sollte oder wie Querungshilfen beruhigt werden können.

Mit den vorgelegten Handlungsempfehlungen haben Planer die Möglichkeit, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Ein wichtiger Schritt hin zur Erfüllung der Ziele der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Der Leitfaden hilft zudem, die aus dem Bundesnaturschutzgesetz resultierenden Anforderungen zur Vermeidung und Verminderung von Zerschneidungswirkungen zu erfüllen.

Kostenfreie Exemplare des Skriptes 465 können beim Bundesamt für Naturschutz per E-Mail über Andrea.Loehnert@BfN.de angefordert werden.

Quelle:
Reck, H., Hänel, K., Strein, M., Georgii, B., Henneberg, M., Peters-Ostenberg, E. und M. Böttcher (2017): Grünbrücken, Faunatunnel und Tierdurchlässe - Anforderungen an Querungshilfen. BfN-Skripten 465, 50 Seiten. ISBN 978-3-89624-202-0

 

Der BfN-Leitfaden hilft Planung, Gestaltung und Management von Querungshilfen zu erleichtern.
Quelle: Innenministerium BW/DJV

„Generation Selfie“ will Natur und Landwirtschaft entdecken 24/7/17

Die Ergebnisse der Studie „Fokus Naturbildung“ räumen mit Vorurteilen auf

Die Natur ist uninteressant, das Landleben langweilig, die Jagd überflüssig und Bäume fällen schlecht für den Wald – diese Vorurteile über Ansichten der „Generation Selfie“ müssen dringend revidiert werden. Denn die neue Studie „Fokus Natur­bildung“ zeichnet ein ganz anderes Bild: Kinder und Jugendliche fühlen sich wohl in der Natur, finden es spannend, sie auf eigene Faust zu entdecken und interessieren sich sehr für die Arbeit der Landwirte, Förster und Jäger. Allerdings kennen sie deren Aufgaben kaum, ebenso wenig wie die eigenen Möglichkeiten, Naturschutz zu betreiben. Außerschulische Lernangebote stellen eine große Chance dar, dies zu ändern.

(Berlin/ Düsseldorf, 19. Juli 2017) Vor allem Freiheit (74 %) und Abenteuer (71 %), aber auch Stille (53 %) und Gesundheit (42 %) ver­binden junge Menschen mit Natur. Dort suchen sie Spaß und Action sowie einen Ausgleich zum Schulalltag (je 74 %). Das sind zentrale Ergebnisse der Studie „Fokus Naturbildung“. Auftraggeber waren der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV), der i.m.a – information.medien.agrar e. V. und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. (SDW).

Wie geht Naturschutz?

Deutlich mehr als die Hälfte (59 %) der Befragten fühlt sich von der Zerstörung der Natur in Deutsch­land bedroht und 88 Prozent ärgern sich über den sorglosen Umgang mit dieser. Als Konsequenz fühlen sich fast drei Viertel (72 %) der Befragten persönlich verantwortlich für Naturschutz und mehr als die Hälfte (56 %) gibt an, etwas zu tun. Bei konkreter Nachfrage beschränkt sich das Engagement allerdings hauptsächlich auf Mülltrennung und -vermeidung. Besonders erschreckend: Fast einem Viertel der Kinder und Jugendlichen ist überhaupt nicht klar, was sie zum Naturschutz beitragen können.

Schüler wollen Wald und Bauernhof erkunden

Eine überwältigende Mehrheit der Befragten will bei Schulbesuchen im Wald (77 %) oder auf dem Bauernhof (82 %), dass ihnen dort Menschen ihre Arbeit zeigen und erklären. Sie fänden es zudem interessant, selbst Hand anzulegen (je 71 %). Ein festes Programm sehen sie dabei eher als hinderlich an.

Klares „Ja“ zu schonender Nutzung

Jugendliche in Deutschland stimmen einer schonenden Nutzung der Natur mehrheitlich zu. So sind mehr als 80 Prozent der Jungen und Mädchen der Auffassung, dass Wälder wirtschaftlich genutzt werden dürfen, „solange nicht mehr Holz entnommen wird, als nachwächst“. Auch sagen mehr als 60 Prozent, dass die Jagd wichtig sei, „damit das Wild nicht zu viele Schäden in Wald und Feld anrichtet“. Und fast 80 Prozent sind überzeugt von der Bedeutung der Landwirtschaft „für Pflege und Erhalt von Natur und Landschaft“. Hatten die Befragten einen Bezug zur Land- bzw. Forstwirtschaft oder Jagd, fiel die Bewertung dieser Bereiche noch positiver aus. Die Notwendigkeit der Jagd erkannten dann knapp 80 Prozent (plus 16 Prozentpunkte). Weniger ausgeprägt war dieses Phänomen bei der Land- (plus sieben Prozentpunkte) und Forstwirtschaft (plus drei Prozentpunkte). Allerdings zeigt die Studie auch, dass oftmals nicht bekannt ist, wie die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen konkret aussieht. Die Aufgaben von Landwirten, Förstern und Jägern sind größtenteils unbekannt.

Chancen für die Bildungsarbeit

Der DJV, der i.m.a und die SDW sehen in diesem Kontext großes Potenzial für die bestehenden außerschulischen Lernangebote: Die von den Kindern und Jugendlichen als überwiegend positiv benannten Gefühle gegenüber der Natur insgesamt sowie der Landwirtschaft und dem Wald im Besonderen können zum Erwerb von Kompetenzen für nachhaltiges Handeln genutzt werden. So können außerschulische Lernangebote einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung umweltbewussten Verhaltens und dem Schutz natürlicher Ressourcen leisten und dazu das konkrete „Handwerkszeug“ anbieten. Insgesamt sind weniger starre Strukturen bei der Wissens- und Erfahrungsvermittlung erforderlich, um auf die Interessen und Bedürfnisse der jungen Menschen flexibler eingehen zu können.

Für die Studie „Fokus Naturbildung“ hat das ECOLOG Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung Antworten von mehr als 1.000 Jungen und Mädchen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren ausgewertet. Die Befragung war in zwei qualitative und eine quantitative Teilstudie gegliedert, deren Daten von Frühjahr bis Winter 2016 erhoben wurden. Der qualitative Teil wurde vom IfA Marktforschung Bremer + Partner durchgeführt. Auftraggeber waren der Deutsche Jagdverband e.V. (DJV), der i.m.a – information.medien.agrar e.V. und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW). Gefördert wurde die Studie von der Landwirtschaftlichen Rentenbank und der Stiftung Unternehmen Wald.

 

Forderungen aus der Studie „Fokus Naturbildung“ für die zukünftige Bildungspolitik und die Angebotsentwicklung

Kurzfristige Ziele: Hinweise für künftige Angebote

Der weit verbreitete Wunsch der Befragten nach Freiheit und Abenteuer sollte bei weniger starren Angeboten die aktive Einbindung und mehr Eigeninitiative der Jugendlichen ermög­lichen.

Jugendliche stimmen einer schonenden Nutzung der Natur zu. Sie haben jedoch kaum Vor­stellungen, wie diese aussehen kann. Die Einbindung von Förstern, Jägern und Landwirten können diese Lücke füllen und zum Beispiel gut in die Nachmittagsangebote der Schulen integriert werden.

Die Studienergebnisse zeigen, dass der Wille zum Naturschutz bei den Kindern und Jugend­lichen groß ist, das Wissen um die eigenen Möglichkeiten allerdings eher gering. Angebote sollten Jugendlichen deshalb Aktionen und Handlungsvorschläge zum Erhalt der natürlichen Ressourcen im Alltag aufzeigen und sie befähigen, das Erlebte in Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt zu setzen und Werthaltungen zu entwickeln. Im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sollen sie sich selbst als aktiven Teil der Natur erleben und Handlungsspielräume finden.

Mittelfristige Ziele: Verbesserung der Rahmenbedingungen

Zur intensiveren Naturbildung vor Ort müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden:

  1. Die Erreichbarkeit naturnaher Räume sollte durch eine geeignete Unterstützung (z. B. ÖPNV-Fahrkostenzuschüsse) erleichtert werden.
  2. In den Bildungsplänen muss ausreichend Zeit für Aufenthalte im Wald, auf dem Bauernhof oder anderen naturnahen Orten vorgesehen werden, beispielsweise in Form eines „Tages für Naturbildung“ pro Schuljahr.
  3. Lehrkräfte müssen über die Angebote ausreichend informiert werden.
  4. Zur Durchführung von Naturbildung vor Ort müssen Kenntnisse über die Bedürfnisse der Jugendlichen und Erfahrungen in der Umsetzung dem pädagogisch arbeitenden Personal der außerschulischen Lernorte vermittelt werden.

 

Über den DJV:
Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist der Dachverband von 15 Landesjagdverbänden mit 245.000 Jägern. Seine Aufgabe ist der Erhalt, die zukunftsgewandte Weiterentwicklung und der Schutz von Wild, Jagd und Natur. Der DJV ist – nach § 63 Bundesnaturschutzgesetz – eine staatlich anerkannte Naturschutzvereinigung, ebenso wie die meisten Landesjagdverbände. Zu den satzungsgemäß verankerten Aufgaben und Zielen des DJV zählt unter anderem die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Rahmen der Aktion “Lernort Natur” laden Jäger Schüler und Jugendliche in ihre Reviere ein, um ihnen die Zusammenhänge in der Natur wieder näher zu bringen.

Kontakt:
Deutscher Jagdverband e. V.
Pressesprecher: Torsten Reinwald
Tel: (0 30) 2 09 13 94-23 Fax: (030) 2 09 13 94-30 | pressestelle@jagdverband.de | Chausseestraße 37 | 10115 Berlin | www.jagdverband.de

Über den i.m.a e.V.:
Als gemeinnütziger Verein informiert der i.m.a e. V. über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, und über die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft. Weil immer mehr Menschen immer seltener Gelegenheit haben, sich selbst ein reales Bild von der Landwirtschaft zu machen, kommt es insbesondere darauf an, bereits Kindern und Jugendlichen durch die Bereitstellung von Lehrmaterialien und mit Hilfe von Pädagogen Einblicke in die heutige Welt der Landwirtschaft zu vermitteln. Die i.m.a-Arbeit wird von den deutschen Bäuerinnen und Bauern getragen und von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell gefördert.

Kontakt:
i.m.a – information.medien.agrar e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Bernd Schwintowski
Tel: (0 30) 8 10 56 02-0 | Fax: (0 30) 8 10 56 02-15 | presse@ima-agrar.de | Wilhelmsaue 37 | 10713 Berlin | www.ima-agrar.de

Über die SDW-Schutzgemeinschaft Deutscher Wald:
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Bundesverband e.V. (SDW) ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Zweck zum Schutz des Waldes und der Landschaft. 1947 wurde die SDW in Bad Honnef gegründet und ist damit eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Die Aktivitäten der SDW richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und Akteure aus den Bereichen Naturschutz, Forstwirtschaft, ländlicher Raum und Bildung. Hierbei werden moderne bildungs- und erlebnispädagogische Kenntnisse und Vermittlungsmethoden angewendet, um so den Wert des Ökosystems Wald den Menschen nahe zu bringen und zum aktiven Naturschutz beizutragen.

Kontakt:
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Bundesverband e.V. (SDW)
Pressereferentin: Sabine Krömer-Butz
Tel: (02 28) 9 45 98-3 56 Fax: (02 28) 9 45 98-33 | sabine.kroemer-butz@sdw.de | Dechenstraße 8 | 53115 Bonn | www.sdw.de

 

 

Kinder und Jugendliche möchten die Natur auf eigene Faust entdecken und interessieren sich sehr für die Arbeit der Landwirte, Förster und Jäger.

Quelle: IMA/SDW/DJV
Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich von der Zerstörung der Natur bedroht und ärgert sich über den sorglosen Umgang mit dieser.
Quelle: IMA/SDW/DJV

In der Natur suchen Kinder und Jugendliche Spaß und Action sowie einen Ausgleich zum Schulalltag.

Quelle: IMA/SDW/DJV

„Trophäenjägerjäger“ bleiben arbeitslos 15/7/17

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Internationale Rat zur Erhaltung der Jagd und des Wildes (CIC) würdigen die wichtige Rolle des Zolls bei der Bekämpfung von Artenschutzkriminalität. Immer wieder beschlagnahmen Behörden geschützte Tier- und Pflanzenarten, die illegal eingeführt werden. Ein neues Werbeplakat sorgt allerdings für Unverständnis.

(Berlin, 14. Juli 2017) Aktuell wirbt der Zoll um neue Nachwuchskräfte mit dem Werbeslogan: „Trophäenjägerjäger gesucht“ – und stößt damit die Jägerschaft vor den Kopf. Der Slogan pauschalisiert und bedient Jagdgegner-Klischees von der Auslandsjagd, die schlecht sei für den Artenschutz. In der Realität sind es allerdings Urlauber, die Einfuhrvergehen begehen: Mehr als 90 Prozent geschützter Tier- und Pflanzenarten, die vom Zoll beschlagnahmt wurden, sind Souvenirs, die Touristen von Auslandsreisen mit nach Deutschland bringen. Gelegentliche Beanstandungen bei Jägern sind in aller Regel harmlose Formfehler, etwa wenn ein Einfuhrdokument in Kopie und nicht als Original vorgelegt wird. Darauf weisen der Deutsche Jagdverband (DJV) und die deutsche Delegation des Internationalen Rats zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) hin. Im Jahr 2000 hat die Internationale Weltnaturschutzunion IUCN nachhaltige Jagd sogar als eine Form des Natur- und Artenschutzes anerkannt.

Ziel der Kampagne für Nachwuchskräfte beim Zoll solle es sein, mit Vorurteilen zu brechen, erklärte der Präsident der Generalzolldirektion, Uwe Schröder: „Wir wollen vor allem zeigen, wie facettenreich und spannend unser Beruf ist und mit Klischees aufräumen [...]“. Das ging mit dem Plakat zur Werbung für Nachwuchskräfte völlig daneben, weil eben Jagdgegner-Klischees bedient werden, meinte DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe: „Deutschlands Jäger halten sich an Gesetze, wenn es um Jagdtourismus und Einfuhr von Trophäen geht. Es gilt eine Null-Toleranz-Politik: Sollten Jäger im Ausnahmefall gegen Artenschutzbestimmungen verstoßen, dann können sie nicht auf Verständnis bei der organisierten Jägerschaft hoffen“. Der Bundesfinanzminister wäre gut beraten, das Werbemotiv einzustampfen, so die Meinung von DJV und CIC.
 

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Das missverständliche Plakat des Zolls.
Quelle: DJV

 




Aus Wald oder Weltall? Besuch im Kornfeld. 13/7/17

Mancher wundert sich zur Zeit über rätselhafte Muster im Kornfeld. Der DJV gibt Entwarnung: Nicht Außerirdische verursachen die kreisrunden Naturphänomene, sondern liebestolle Rehe während der Paarungszeit. Autofahrer sollten jetzt auch tagsüber mit Wildwechsel über Straßen rechnen.

(Berlin, 12. Juli 2017) Im Hochsommer steigt das Wildunfallrisiko. Schuld daran sind paarungsbereite Rehe in der Brunftzeit. Dem Liebesrausch verfallen, verfolgt der Rehbock seine Auserwählte auch tagsüber kilometerweit. Besonders hoch her geht es an heißen Tagen im Juli und August. Dann kreuzen Bock und Ricke vermehrt die Fahrbahn. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet alle Verkehrsteilnehmer jetzt besonders vorsichtig zu fahren um rechtzeitig bremsen zu können. Dies gilt speziell für unübersichtliche Straßenabschnitte entlang von Wäldern und Feldern. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht vermeiden, sollte der Fahrer nicht versuchen auszuweichen, sondern bremsen und das Lenkrad festhalten.

Vor der Paarung treibt der Rehbock die Ricke oftmals im Kreis. In Getreidefeldern entstehen sogenannte "Hexenringe" von 10 bis 30 Metern Durchmesser. Diese Naturphänomene weisen demnach weniger auf Besuch aus dem All, sondern vielmehr auf irdische Re(h)produktion hin.


 

Weitere Informationen:

Wie kann ich Wildunfälle verhindern und was muss ich tun, wenn's doch gekracht hat? Verhaltenstipps für Verkehrsteilnehmer gibt es hier: www.jagdverband.de/content/wildunfälle-verhindern

Ein Tiersteckbrief für das Reh gibt es hier: www.jagdverband.de/content/reh-capreolus-capreolus

 

Der Rehbock treibt die Ricke in der Paarungszeit oft kilometerweit vor sich her.
Quelle: KauerMRoss/DJV
Knapp 230.000 Paarhufer sind 2016 auf der Straße verunglückt.
Quelle: DJV

Hintergrund 10/7/17

(Berlin, 10. Juli 2017) Das geänderte Waffengesetz ist am 6. Juli 2017 in Kraft getreten. Die Änderung des Waffengesetzes beinhaltet für Jäger hauptsächlich Änderungen zur Aufbewahrung. Schränke der Stufe A und B nach VDMA-Bauartbeschreibung sind ab jetzt beim Neukauf für die Aufbewahrung von Waffen nicht mehr erlaubt. Für bereits registrierte A- und B-Schränke gilt allerdings ein unbeschränkter Bestandsschutz. Neu erworbene Standardschränke müssen ab sofort die Sfufe 0 oder 1 aufweisen, die mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 entspricht.

Fragen und Antworten

DJV: Wie schnell muss eine Waffe nach Erwerb gemäß §13 WaffG bei den Behörden gemeldet werden?

Frank Göpper: Jäger müssen den Erwerb einer Waffe - egal ob auf Jagdschein oder Waffenbesitzkarte (WBK) - innerhalb von zwei Wochen bei den Behörden melden.

Welche Änderungen ergeben sich für die Aufbewahrung von Schusswaffen?

Der Neukauf von Schränken der Stufe A und B nach VDMA-Bauartbeschreibung für die Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen – also auch Jagdwaffen – ist ab dem 6. Juli 2017 nicht mehr zulässig. Ab dann können Jäger für die Aufbewahrung ihrer Schusswaffen bei der Behörde nur noch Waffenschränke registrieren lassen, die mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 (Stufe 0 oder 1) entsprechen.

Für Waffenschränke ab Stufe 0 gilt weiterhin: Waffen und Munition müssen nicht getrennt aufbewahrt werden. Der Gesetzgeber hat nun klargestellt, dass Waffen nur ungeladen gelagert werden dürfen, eine Reaktion auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes.

Wie muss Munition zu Hause gelagert werden und in welchem Behältnis?

Der Mindestaufbewahrungsstandard für erlaubnispflichtige Munition ist und bleibt das Stahlblechbehältnis ? (Metallkassette) mit Schwenkriegelschloss.

Wie muss ich Waffen und Munition in einem Schrank der Klasse 0 oder 1 lagern?

Ab 200 Kilogramm Gewicht dürfen in einem Schrank der Klasse 0 oder 1 gemäß DIN/ EN 1143-1 unbegrenzt Langwaffen, bis zu 10 Kurzwaffen und Munition gelagert werden. Unter 200 Kilogramm Gewicht dürfen im Waffenschrank der Klasse 0 oder 1 gemäß DIN/ EN 1143-1 unbegrenzt Langwaffen und bis zu 5 Kurzwaffen gelagert werden, ebenso Munition. Eine Trennung von Munition und Waffen ist in einem Schrank der Klasse 0 gemäß DIN/ EN 1143-1 grundsätzlich nicht notwendig.

Ich besitze einen Waffenschrank der Klasse 0. Eine Befestigungsmöglichkeit gibt es nur im Schrankboden. Diese kann ich nicht nutzen, ohne die Isolierung zu beschädigen. Der Waffenschrank steht also frei ohne Befestigung. Ist das erlaubt?

Eine weitere Verankerung eines Schrankes der Klasse 0 gemäß DIN/ EN 1143-1 ist unabhängig vom Gewicht gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Was passiert mit A- und B-Schränken, die vor Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes erworben und von der Behörde eingetragen wurden?

Für A- und B-Schränke gilt der Bestandsschutz. Sie können weiterhin unbeschränkt benutzt werden. Der jetzige Besitzer kann auch weitere Waffen hinzukaufen und diese in den bestehenden Schränken lagern. Wenn der Schrank nach den gesetzlichen Regelungen voll ist muss bei Neukauf mindestens ein Schrank der Stufe 0 erworben werden.

Folgende Lagerkapazitäten gelten für Schränke mit Bestandsschutz: Im A-Schrank dürfen bis zu 10 Langwaffen gelagert werden. Beim B-Schrank gibt es keine Begrenzung für Langwaffen. Ein B-Schrank unter 200 Kilogramm Gewicht darf zudem 5 Kurzwaffen enthalten, ab 200 Kilogramm Gewicht 10 Kurzwaffen. Ist der B-Schrank weniger als 200 Kilogramm schwer, jedoch fest verankert, darf er auch 10 Kurzwaffen enthalten.

Kann ich jetzt noch einen gebrauchten, bei der Waffenbehörde eingetragenen A- oder B-Schrank für die Aufbewahrung meiner erlaubnispflichtigen Waffen erwerben?

Die Besitzstandswahrung für A- und B-Schränke gemäß VDMA 24992 gilt für die „Aufrechterhaltung der bisherigen Nutzung“ und grundsätzlich nicht bei Weitergabe an andere Besitzer. Ein solcher Erwerb wäre also zur Waffenaufbewahrung nicht geeignet.

Wie ist das nun konkret mit dem Vererben von Waffenschränken der Klassen A und B?

Waffenschränke der Klassen A und B gemäß VDMA 24992 dürfen zur Waffenaufbewahrung nicht vererbt werden und anschließend durch den oder die Erben nicht zur Waffenaufbewahrung (weiter-) genutzt werden.

Darf ein Familienmitglied, das nächstes Jahr den Jagdschein besteht und sich die erste Waffen zulegt, diese im vorhandenen legalen A- oder B-Schrank aufbewahren?

Ja, das ist erlaubt. Die gemeinsame Aufbewahrung in häuslicher Gemeinschaft ist bei der Weiternutzung von A- und B-Schränken erlaubt und selbst bei Versterben des heutigen Besitzers dürfen die späteren Mitaufbewahrer den Schrank weiternutzen.

Was muss ich tun, wenn der Waffenschrank zwar vor dem 6. Juli 2017 im Besitz war und genutzt wurde, aber bisher bei der Behörde noch nicht registriert ist?

Grundsätzlich besitzen die bisher rechtmäßig genutzten Waffenschränke Bestandsschutz. Man sollte nach Möglichkeit Belege (z. B. Kaufquittung) aufbewahren, um im Zweifelsfall belegen zu können, dass man den fraglichen Schrank bereits vor dem 6. Juli 2017 rechtmäßig genutzt hat. Eine weitere Möglichkeit ist auch, dies bei der Behörde anzuzeigen.

Was ist bei bestehenden Waffenräumen zu beachten?

Es gibt keine Änderungen. Ein bestehender, behördlich abgenommener Waffenraum behält seine Gültigkeit.

Was passiert, wenn ich Waffen falsch aufbewahre?

Es gibt keine Änderungen. Wenn Waffen unzulässig aufbewahrt werden und dadurch die Gefahr des Abhandenkommens geschaffen wird, ist dies - bei Vorsatz - ein Straftatbestand. Dies kann nach wie vor mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Besitzt jemand zum Beispiel mehrere Kurzwaffen, die ordnungsgemäß gelagert sind, hält jedoch eine Kurzwaffe zur Selbstverteidigung im Kleiderschrank zurück, so ist dies vorsätzlich unsachgemäße Lagerung.

Die fahrlässige Aufbewahrung ist kein Straftatbestand, sondern lediglich eine Ordnungswidrigkeit. Aber: Jeder der seine Waffen und Munition fehlerhaft aufbewahrt, riskiert seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit zu verlieren.

Was passiert, wenn ich eine Patrone in der Jackentasche vergesse?

Die fahrlässige Aufbewahrung von Munition in einer Jackentasche ist zwar kein Straftatbestand, diese Fahrlässigkeit kann aber im Einzelfall auch zur waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit führen.

Wie sieht es mit der Aufbewahrung von Munition und Waffen in der Jagdhütte aus?

Der bisher § 13 Abs. 6 der Allgemeinen Waffengesetzverordnung (AWaffV) wird inhaltlich unverändert zum § 13 Abs. 4 AWaffV: „In einem nicht dauernd bewohnten Gebäude dürfen nur bis zu drei Langwaffen, zu deren Erwerb und Besitz es einer Erlaubnis bedarf, aufbewahrt werden. Die Aufbewahrung darf nur in einem mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 Widerstandsgrad I entsprechenden Sicherheitsbehältnis erfolgen. Die zuständige Behörde kann Abweichungen in Bezug auf die Art oder Anzahl der aufbewahrten Waffen oder das Sicherheitsbehältnis auf Antrag zulassen.“ Es ändert sich hier also nichts.

Was passiert bei Diebstahl Waffen und Munition in der Jagdhütte während der Nacht, wenn alle schlafen?

Wenn Waffen oder Munition abhanden gekommen sind, ist gemäß § 37 Abs. 2 WaffG unverzüglich (so schnell wie möglich) die zuständige Behörde hierüber zu unterrichten. Verspätete Anzeigen bedeuten eine Ordnungswidrigkeit.

Was ist bei einer Übernachtung in der Jagdhütte hinsichtlich Aufbewahrung von Waffen und Munition zu beachten (ein Waffenschrank ist in der Regel nicht vorhanden)?

Hier kann keine pauschale Aussage getroffen werden; es gilt der ehemalige § 13 Abs. 11 AWaffV, der jetzt weitestgehend unverändert zu Abs. 9 wird. Lediglich statt „Absätze 1 bis 8“ werden zukünftig „Absätze 1 und 2“ stehen: „Bei der vorübergehenden Aufbewahrung von Waffen im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 oder des Absatzes 2 oder von Munition außerhalb der Wohnung, insbesondere im Zusammenhang mit der Jagd oder dem sportlichen Schießen, hat der Verpflichtete die Waffen oder Munition unter angemessener Aufsicht aufzubewahren oder durch sonstige erforderliche Vorkehrungen gegen Abhandenkommen oder unbefugte Ansichnahme zu sichern, wenn die Aufbewahrung gemäß den Anforderungen der Absätze 1 bis 8 nicht möglich ist.“

Schwerpunkt ist also die „angemessene Aufsicht“: Situationsbedingt muss alles vorgenommen werden, was sinnvoll möglich ist. In diesem Zusammenhang könnte das „Führen wesentlicher Teile“ helfen (siehe Frage "Inwieweit kann ich wesentliche Teile einer Waffe erlaubnisfrei führen?")

Welche Änderungen ergeben sich für die Aufbewahrung von Blankwaffen und erlaubnisfreien Waffen?

Für Blankwaffen und andere erlaubnisfreie Waffen, wie etwa Luftruckgewehre, ergeben sich keine Änderungen. Allerdings stellt der Gesetzgeber deutlicher als zuvor klar, dass auch freie Waffen vor dem Zugriff durch Unberechtigte geschützt und entsprechend gelagert werden müssen. Die Lagerung sollte mindestens in einem abschließbaren Holzschrank oder einem abschließbaren Raum - etwa Besenkammer - erfolgen. Auch eine abschließbare Wandvorrichtung - etwa für Degen oder Schwert - ist geeignet. Eine Armbrust muss verschlossen gelagert werden, ein Bogen hingegen ist laut Waffenrecht keine Waffe. Verschlossen und ungeladen müssen auch Gas- und Signalwaffen gelagert werden.

Gibt es Änderungen bezüglich des Waffentransportes?

Es gibt keine Änderungen bezüglich des Waffentransportes. Es gilt weiterhin: Auf dem Weg zum Jagdrevier darf die Waffe nicht schussbereit (ungeladen) frei geführt werden. Beim Transport - etwa zum Büchsenmacher oder zum Schießstand - darf die Waffe weder schussbereit noch zugriffsbereit sein und muss sich in einem verschlossenen Behältnis befinden. Für "nicht zugriffsbereit" gilt die Regel: Die Waffe darf nicht unmittelbar in Anschlag gebracht werden, also mit drei Handgriffen in drei Sekunden. Grundsätzlich empfehlenswert ist für den Transport ein separates Schloss am Waffenkoffer.

Bei einer kurzfristigen Lagerung der Waffe - etwa in Hotel oder Gaststätte - kann künftig ein wesentliches Teil der Waffe, wie das Schloss oder der Vorderschaft, erlaubnisfrei geführt werden. Die Vorteile: Wenn die Waffe abhanden kommt, ist sie nicht schießfähig. Potenzielle Diebe werden darüber hinaus durch eine unvollständige Waffe möglicherweise direkt abgeschreckt.

Wie erfolgt der Transport von Waffen und Munition zum Schießstand?

Waffen und Munition dürfen zum Schießstand nur „nicht schussbereit“ (Waffen müssen ungeladen sein) und „nicht zugriffsbereit“ transportiert werden. Nicht zugriffsbereit sind Waffen und Munition beispielsweise in einem verschlossenen Behältnis.

Wie erfolgt der Transport von Waffen und Munition zur Jagd? Was ist dabei genau zu beachten?

Auf dem Weg in das Jagdrevier entfällt die Verpflichtung, die Waffen „nicht zugriffsbereit“ zu führen, also der Transport im verschlossenen Behältnis. Die Waffen müssen lediglich ungeladen sein. Für den Transport der Munition gibt es keine weiteren Bestimmungen.

Wie erfolgt der Transport von Munition und Pulver für Wiederlader vom Büchsenmacher nach Hause?

Für den privaten Gebrauch können folgende Gesamtmengen, ohne die Voraussetzungen eines Gefahrguttransportes zu erfüllen, im PKW (nicht pro Person) transportiert werden: 3 Kilogramm Schwarzpulver oder 50 Kilogramm Munition (Bruttomasse). Der Transport hat in "handelsüblicher" Verpackung zu erfolgen.

Was ist, wenn ich Munition bei einem Händler bestelle und diese dann per DHL (oder ähnlich) geliefert wird. Bin ich für Missstände beim Transport verantwortlich?

Die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Transport von Waffen und Munition trägt gemäß § 34 Abs. 1 S. 3 u. 4 der Versender: Werden sie zur gewerbsmäßigen Beförderung überlassen, müssen die ordnungsgemäße Beförderung sichergestellt und Vorkehrungen gegen ein Abhandenkommen getroffen sein. Munition darf gewerbsmäßig nur in verschlossenen Packungen überlassen werden.

Inwieweit kann ich wesentliche Teile einer Waffe erlaubnisfrei führen?

Bei Aufenthalt in Hotels oder Gasthöfen kann ein wesentliches Teil der Waffe, wie etwa das Schloss oder der Vorderschaft, erlaubnisfrei geführt werden. Bei Abhandenkommen der Waffe wäre diese nicht vollständig und somit nicht einsatzbereit. Dies zielt darauf ab, dass ein Dieb eine nicht schießfähige Waffe möglicherweise eher zurücklässt.

Welche neuen Besitzverbote gibt es?

Es gibt ein neues Besitzverbot ausschließlich für Hartkerngeschosse. Diese sind für Jäger nicht relevant, höchstens für Waffensammler. Hartkerngeschosse sind Geschosse mit einer Brinellhärte über 400HB. Bei Besitz von Hartkerngeschossen und -munitionriskiert der Legalwaffenbesitzer, seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit zu verlieren.

Wie genau sieht die neue Amnestie-Regelung für illegale Waffen aus?

Ab dem 6. Juli 2017 ist die straffreie Abgabe verbotener Gegenstände - etwa Hartkerngeschosse - und nicht rechtmäßig besessener Waffen für ein Jahr bei der zuständigen Behörde möglich. Kriegswaffen und Kriegswaffenmunition, wie etwa Granatwerfer oder Granatwerfer-Munition, sind von der Amnestie ausgenommen.

In welchen Fällen ist eine Verfassungsschutzabfrage vor Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis notwendig?

Zwingend notwendig ist sie gar nicht. Lediglich bei Personen, die dem Verfassungsschutz als Gefährder bekannt sind, werden die Daten des nationalen Waffenregisters gegengeprüft und dann die Waffen- oder Jagdbehörde in Kenntnis gesetzt.


Änderung des Waffengesetzes tritt in Kraft 6/7/17

Ab 6. Juli 2017 sind neue Regelungen für die Aufbewahrung von Waffen gültig: Neue Waffenschränke müssen dann die Sicherheitsstufe 0 oder 1 aufweisen, für A- und B-Schränke in Gebrauch gilt allerdings ein unbeschränkter Bestandsschutz. Die fahrlässige Aufbewahrung von Munition in der Jackentasche ist zwar lediglich eine Ordnungswidrigkeit, aber die Unzuverlässigkeit droht.

(Berlin, 05. Juli 2017) Das geänderte Waffengesetz tritt am 6. Juli 2017 in Kraft. Die Änderung des Waffengesetzes beinhaltet für Jäger hauptsächlich Änderungen zur Aufbewahrung. Schränke der Stufe A und B nach VDMA-Bauartbeschreibung sind ab jetzt beim Neukauf für die Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Waffen nicht mehr erlaubt. Für bereits registrierte A- und B-Schränke gilt allerdings ein unbeschränkter Bestandsschutz. Neu erworbene Standardschränke müssen ab sofort die Sfufe 0 oder 1 aufweisen, die mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 entspricht. Der DJV hat mit Frank Göpper, Geschäftsführer des Forum Waffenrechts über die Details des geänderten Waffengesetzes gesprochen.

DJV: Was ändert sich konkret für Jäger durch die Änderungen des §13 WaffG?

Frank Göpper: Jäger müssen nun den Erwerb einer Waffe – egal ob auf Jagdschein oder Waffenbesitzkarte (WBK) – innerhalb von zwei Wochen bei den Behörden melden. Zuvor hatten Jäger bei dem Erwerb auf Jagdschein vier Wochen Zeit.

Welche Änderungen ergeben sich für die Aufbewahrung von Schusswaffen?

Der Neukauf von Schränken der Stufe A und B nach VDMA-Bauartbeschreibung für die Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen – also auch Jagdwaffen – ist ab dem 6. Juli nicht mehr zulässig. Ab dem 6. Juli können Jäger für die Aufbewahrung ihrer Schusswaffen und Munition bei der Behörde nur noch Waffenschränke registrieren lassen, die mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 (Stufe 0 oder 1) entsprechen.

Für Waffenschränke ab Stufe 0 gilt weiterhin: Waffen und Munition müssen nicht getrennt aufbewahrt werden. Der Gesetzgeber hat nun klargestellt, dass Waffen nur ungeladen gelagert werden dürfen, eine Reaktion auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes.

Was passiert mit A- und B-Schränken, die vor Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes erworben und von der Behörde eingetragen wurden?

Für A- und B-Schränke gilt der Bestandsschutz. Sie können weiterhin unbeschränkt benutzt werden. Der jetzige Besitzer kann auch weitere Waffen hinzukaufen und diese in den bestehenden Schränken lagern. Wenn der Schrank nach den gesetzlichen Regelungen voll ist muss bei Neukauf mindestens ein Schrank der Stufe 0 erworben werden.

Folgende Lagerkapazitäten gelten für Schränke mit Bestandsschutz: Im A-Schrank dürfen bis zu 10 Langwaffen gelagert werden. Beim B-Schrank gibt es keine Begrenzung für Langwaffen. Ein B-Schrank unter 200 Kilogramm Gewicht darf zudem 5 Kurzwaffen enthalten, ab 200 Kilogramm Gewicht 10 Kurzwaffen. Ist der B-Schrank weniger als 200 Kilogramm schwer, jedoch fest verankert, darf er auch 10 Kurzwaffen enthalten.

Welche Änderungen ergeben sich für die Aufbewahrung von Blankwaffen und erlaubnisfreien Waffen?

Für Blankwaffen und andere erlaubnisfreie Waffen, wie etwa Luftdruckgewehre, ergeben sich keine Änderungen. Allerdings stellt der Gesetzgeber deutlicher als zuvor klar, dass auch freie Waffen vor dem Zugriff durch Unberechtigte geschützt und entsprechend gelagert werden müssen. Die Lagerung sollte mindestens in einem abschließbaren Holzschrank oder einem abschließbaren Raum – etwa Besenkammer – erfolgen. Auch eine abschließbare Wandvorrichtung – etwa für Degen oder Schwert – ist geeignet. Eine Armbrust muss verschlossen gelagert werden, ein Bogen hingegen ist laut Waffenrecht keine Waffe. Verschlossen und zudem ungeladen müssen Gas- und Signalwaffen gelagert werden.

Gibt es Änderungen bezüglich des Waffentransportes?

Es gibt keine Änderungen bezüglich des Waffentransportes. Es gilt weiterhin: Auf dem Weg zum Jagdrevier darf die Waffe nicht schussbereit (ungeladen) frei geführt werden. Beim Transport – etwa zum Büchsenmacher oder zum Schießstand – darf die Waffe weder schussbereit noch zugriffsbereit sein. Für "nicht zugriffsbereit" gilt die Regel: Die Waffe darf nicht unmittelbar in Anschlag gebracht werden, also mit drei Handgriffen in drei Sekunden. Nicht zugriffsbereit ist die Waffe, wenn sie in einem verschlossenen Behältnis mitgeführt wird.

Inwieweit kann ich wesentliche Teile einer Waffe erlaubnisfrei führen, etwa im Hotel?

Bei einer kurzfristigen Lagerung der Waffe – etwa in Hotel oder Gaststätte – kann künftig ein wesentliches Teil der Waffe, zum Beispiel Schloss oder Vorderschaft, entfernt und erlaubnisfrei geführt werden. Also in die Jackentasche gesteckt werden. Weitere Vorteile: Wenn die Waffe abhanden kommt, ist sie nicht schießfähig. Potenzielle Diebe werden darüber hinaus durch eine unvollständige Waffe möglicherweise direkt abgeschreckt.

Was ist bei bestehenden Waffenräumen zu beachten?

Es gibt keine Änderungen. Ein bestehender, behördlich abgenommener Waffenraum behält seine Gültigkeit.

Was passiert, wenn ich Waffen falsch aufbewahre?

Es gibt keine Änderungen. Wenn Waffen unzulässig aufbewahrt werden und dadurch die Gefahr des Abhandenkommens geschaffen wird, ist dies – bei Vorsatz – ein Straftatbestand. Dies kann nach wie vor mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Besitzt jemand zum Beispiel mehrere Kurzwaffen, die ordnungsgemäß gelagert sind, hält jedoch eine Kurzwaffe zur Selbstverteidigung im Kleiderschrank zurück, so ist dies vorsätzlich unsachgemäße Lagerung.

Die fahrlässig falsche Aufbewahrung ist kein Straftatbestand, sondern lediglich eine Ordnungswidrigkeit. Aber: Jeder der Waffen und Munition fehlerhaft aufbewahrt, riskiert seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit zu verlieren.

Was passiert, wenn ich eine Patrone in der Jackentasche vergesse?

Die fahrlässige Aufbewahrung von Munition in einer Jackentasche ist zwar kein Straftatbestand, diese Fahrlässigkeit kann aber im Einzelfall auch zur waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit führen.

Welche neuen Besitzverbote gibt es?

Es gibt ein neues Besitzverbot ausschließlich für Hartkerngeschosse. Diese sind für Jäger nicht relevant, höchstens für Waffensammler. Hartkerngeschosse sind Geschosse mit einer Brinellhärte über 400HB. Bei Besitz von Hartkerngeschossen und -munition riskiert der Legalwaffenbesitzer, seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit zu verlieren.

Wie genau sieht die neue Amnestie-Regelung für illegale Waffen aus?

Ab dem 6. Juli 2017 ist die straffreie Abgabe verbotener Gegenstände – etwa Hartkerngeschosse – und nicht rechtmäßig besessener Waffen für ein Jahr bei der zuständigen Behörde möglich. Kriegswaffen und Kriegswaffenmunition, wie etwa Granatwerfer oder Granatwerfermunition, sind von der Amnestie ausgenommen.

In welchen Fällen ist eine Verfassungsschutzabfrage vor Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis notwendig?

Zwingend notwendig ist sie gar nicht. Lediglich bei Personen, die dem Verfassungsschutz als Gefährder bekannt sind, werden die Daten des nationalen Waffenregisters gegengeprüft und dann die Waffen- oder Jagdbehörde in Kenntnis gesetzt.

 


Besseres Management invasiver Arten beschlossen 1/7/17

Der Bundestag hat heute Nacht Änderungen von Bundesnatur- und Bundesjagdgesetz beschlossen, um invasive Arten gemäß EU-Vorgaben einzudämmen. Revierinhaber sind erste Ansprechpartner für die Umsetzung dieser öffentlichen Aufgabe. In Kürze ergänzt die EU ihre verbindliche Liste gebietsfremder Arten um Bisam, Marderhund und Nilgans.

(Berlin, 30. Juni 2017) Der Bundestag hat heute Nacht Änderungen von Bundesnaturschutz- und Bundesjagdgesetz beschlossen, mit denen Vorgaben aus der EU-Verordnung zu invasiven gebietsfremden Arten umgesetzt werden sollen. Ziel ist es, deren weitere Ausbreitung einzudämmen. Es wird gesetzlich klargestellt, dass Maßnahmen mit jagdlichen Mitteln im Einvernehmen mit dem Jagdausübungsberechtigten durchgeführt werden müssen. Der DJV begrüßt diese praxisgerechte Umsetzung: So wird sichergestellt, dass sich die Naturschutzbehörde mit dem Jagdausübungsberechtigten abstimmen muss, er bleibt erster Ansprechpartner im Revier, wenn es um die Eindämmung von Waschbär, Marderund und Co. geht. "Die jetzt beschlossenen Regelungen schaffen einen angemessenen Ausgleich zwischen der öffentlichen Aufgabe des Managements, den Fach- und Revierkenntnissen der Jäger vor Ort sowie ihren berechtigten Anliegen", sagte Professor Jürgen Ellenberger, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Weitergehende Eingriffe, die das Bundesumweltministerium vorgeschlagen hatte, konnten abgewendet werden.

Die Regelungen betreffen in erste Linie Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz, mit denen Behördenbefugnisse und Verfahren geregelt werden. Darüber hinaus gibt es beispielsweise für Zoos und private Tierhaltung künftig Besitz- und Vermarktungsbeschränkungen. Außerdem wird im Bundesjagdgesetz ein neuer § 28a eingeführt, der regelt, wie die Verordnung bei jagdbaren Arten umgesetzt werden soll, nämlich durch die Jagdbehörden nach Abstimmung mit dem Revierinhaber. Der DJV hatte sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass in erster Linie die Revierinhaber für die Umsetzung der Maßnahmen gegen invasive Arten zuständig sind und nur subsidiär die Behörden.

EU erweitert Katalog der invasiven Arten

In Kürze wird die EU die im August 2016 in Kraft getretene "Unionsliste" invasiver Arten, bei denen besonderer Handlungsbedarf besteht, um neun Pflanzen- und drei Tierarten erweitern. Marderhund, Bisam und Nilgans sollen künftig auch unter die Regelungen der EU-Verordnung fallen. Damit sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, die weitere Ausbreitung dieser Arten möglichst zu stoppen.

Der DJV begrüßt die Ergänzung der EU-Liste, hatte er sich doch auf nationaler Ebene in den entsprechenden Fachgremien des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) stets für die Aufnahme der Arten ausgesprochen. Dabei stützt sich der DJV auf die Ergebnisse langjähriger Erhebungen im Rahmen seines Monitoringprogramms WILD (Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands). Den genannten invasiven Arten kommt bei den bundesweiten Erfassungen eine besondere Bedeutung zu, da sie sich immer weiter ausbreiten und aus Gründen des Natur- und Artenschutzes entsprechend bejagt werden müssen.

Tierschutz nicht verhandelbar

Der DJV betont, dass auch bei Managementmaßnahmen gemäß EU-Verordnung der Tierschutz nicht auf der Strecke bleiben darf - ganz so wie es auch die Verordnung selbst vorsieht. Das schließt laut DJV eine Bekämpfung mit allen Mitteln aus . Andererseits müssten Beschränkungen bei der Jagd in Schutzgebieten und bei den Jagdzeiten aufgehoben werden . "Ich halte die Schonzeit für den Waschbär, wie sie zum Beispiel in Hessen 2015 beschlossen wurde, nicht nur für europarechtswidrig, sondern auch für ökologisch fahrlässig", sagte Professor Ellenberger.

Felle nachhaltig nutzen

Der DJV setzt sich mit dem Projekt "Fellwechsel" für eine bessere Verwertung von tierschutzgerecht gewonnenen Fellen aus nachhaltiger Jagd und Artenschutzprojekten ein. Gerade in Schutzgebieten wurde bislang häufig die Raubwildbejagung vernachlässigt - mit unbeabsichtigten aber vorhersehbaren Folgen gerade für schutzbedürftige bodenbrütende Vogelarten. Fellwechsel ist ein Angebot an den Natur- und Artenschutz, das Thema konsumtive Nutzung ernst zu nehmen und Produkte mit hervorragender Ökobilanz zu erzeugen. „Fell statt Faserpelz“ ist ökologisch betrachtet die eindeutig bessere Wahl.
 

 

Invasive Arten wie der Waschbär breiten sich immer weiter aus und müssen aus Gründen des Natur- und Artenschutzes entsprechend bejagt werden. WILD (Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands) erfasst seit Jahren Bestände und Vorkommen vieler Wildtierarten.
Quelle: Seifert

Jäger verabschieden Grundsatzposition Jagd 30/6/17

Die Delegierten des Bundesjägertags 2017 haben einstimmig eine Grundsatzposition Jagd verabschiedet. Auch zur Zukunft des Monitoring-Programms WILD und zur Fellwechsel GmbH wurden Beschlüsse gefasst. Auf der abschließenden Podiumsdiskussion haben Politiker im Hinblick auf die Bundestagswahl ihre Positionen dargelegt.

(Berlin, 29. Juni 2017) Die rund 250 Delegierten haben auf dem Bundesjägertag in Rostock-Warnemünde eine umfassende Grundsatzposition Jagd einstimmig beschlossen. Diese befasst sich mit grundlegenden Fragen, unter anderem mit dem Verhältnis von Jagd zu Tierschutz, mit Eigentum, Ausbildung, traditionellen Grundlagen der Jagd und mit Einzelfragen wie dem Umgang mit invasiven Arten, Jagdhunden und Wildschäden. Das Papier wurde in einem langen Diskussionsprozess innerhalb des Verbandes entwickelt, in den auch die Organisationen auf Kreisebene einbezogen waren.

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt des Bundesjägertages 2017 war die Weiterentwicklung des WILD-Monitorings. Ein entsprechender Beschluss sieht vor, dass der DJV das Programm auf Bundesebene weiter ausbaut, da nur langfristige Datenreihen belastbar sind in der politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussion. Maßnahmen sollen entwickelt werden, um Jäger weiterhin für die anspruchsvolle Datenerhebung zu begeistern. Die Landesjagdverbände sind aufgerufen, den Aufbau staatlicher Monitoringsysteme kritisch zu begleiten und inhaltlich mitzugestalten. "Wir dürfen uns das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lassen. Es geht um nicht weniger als die Deutungshoheit für die künftige Ausrichtung der Jagd. Dafür benötigen wir fundierte Zahlen", betonte DJV-Vizepräsident Dr. Volker Böhning. Die Delegierten haben den entsprechenden Beschluss einstimmig gefasst, der einen Tag zuvor in einem Workshop von rund 100 Teilnehmern erarbeitet wurde.

Die Delegierten haben ebenfalls einstimmig einen Beschluss zur nachhaltigen Nutzung von Fellen aus heimischer Jagd gefasst. Darin bekennen sich die Jäger zur regionalen, nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen für die Fertigung ökologisch hochwertiger Pelzprodukte. Die Abbalgstation für das Projekt Fellwechsel soll bereits in der kommenden Wintersaison ihren Betrieb aufnehmen. Felle von Raubsäugern aus heimischer Jagd sollen dort verarbeitet werden, Ziel ist deren lückenlose Rückverfolgbarkeit.

Im Hinblick auf die Umsetzung der EU-Verordnung zu invasiven Arten wie Waschbär und Marderhund fordern die Delegierten eine finanzielle Unterstützung von der Politik, etwa für Kühltruhen oder Fanggeräte, da mit dem Projekt Fellwechsel umweltpolitische Ziele maßgeblich unterstützt werden.

Weitere Forderungen an die Adresse der Volksvertreter: eine Aufhebung sämtlicher Einschränkungen für die Bau- und Fangjagd sowie ein klares Bekenntnis zur Fellnutzung aus nachhaltiger Jagd. "Jeder Jäger ist angesprochen, mitzumachen. Raubsäuger bejagen und hochwertige Felle liefern, dass ist Artenschutz mit Mehrwert. Durch die lückenlose Nachverfolgbarkeit der Felle haben wir als Jäger ein Alleinstellungsmerkmal, das wir nutzen müssen", sagte DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Jörg Friedmann. "Fellwechsel ist ein Angebot an den Natur- und Artenschutz, das Thema konsumtive Nutzung ernst zu nehmen und Produkte mit hervorragender Ökobilanz zu erzeugen."

Die Politik müsse sich zu diesem nachhaltigen Ansatz bekennen und dürfe nicht Tierrechtlern auf den Leim gehen, die dem Verbraucher weis machen wollen, dass Pelz per se schlecht sei. "Wir Jäger lehnen tierschutzwidrige Zustände ab, wie sie teilweise in der asiatischen Pelzproduktion herrschen", so Dr. Friedmann. Diese hätten aber nichts gemein mit Fellen aus der heimischen Jagd. Zudem sei "Fell statt Faserpelz", ökologisch betrachtet, die eindeutig bessere Wahl.

Weitere Infos:

Download "Grundsatzposition Jagd"

Download "Projekt WILD Beschluss"

Download "Projekt Fellwechsel Beschluss"


Afrikanische Schweinepest erreicht Tschechien 28/6/17

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von den ersten beiden Fällen der Afrikanischen Schweinepest in der Tschechischen Republik. Entdeckt wurden zwei infizierte Schweine. Der nächstgelegene Fundort ist 400 Kilometer entfernt in der Ukraine. Der DJV bittet Jäger in Deutschland um erhöhte Aufmerksamkeit.

(Berlin, 28. Juni 2017) Nach Angaben der internationalen Nachrichtenagentur Reuters wurden kürzlich zwei Wildschweine etwa 300 Kilometer südöstlich von Prag entdeckt, die an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben waren. Damit ist die Afrikanische Schweinepest nur noch rund 300 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Wie das Virus dorthin gelangt ist, bleibt unklar. Der räumlich nächstgelegene Nachweis liegt 400 Kilometer entfernt in der Ukraine. In der Slowakei, dem östlichen Nachbarn auf dem Weg in die Ukraine, wurde bisher kein ASP-Ausbruch gemeldet.

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA geht davon aus, dass sich das Virus in der Natur etwa einen Kilometer pro Monat ausbreitet. Ein besonders großes Risiko stellt die Verschleppung des Virus durch den Menschen dar. Nach Auskunft des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) reicht im ungünstigen Fall bereits ein achtlos weggeworfenes Wurstbrot aus, um das Virus auf Wild- und Hausschweine zu übertragen. Reisende aus dem Baltikum, Russland, Weißrussland, Ukraine, Polen und Tschechien sollten Lebensmittel, die Teile von Haus- oder Wildschwein enthalten, nicht einführen. Auch Jagdtrophäen vom Wildschwein aus den betroffenen Regionen können ein Einschleppungsrisiko darstellen.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert an alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland, in Alarmbereitschaft zu sein. „Bei Auffälligkeiten im eigenen Revier sollte unverzüglich das Veterinäramt informiert werden“, sagt DJV-Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe. „Das Virus ist hoch ansteckend und für Schweine tödlich. Daher sollten alle Restriktionen, die eine effektive und flächendeckende Schwarzwildbejagung in Deutschland unterbinden, wie etwa die Jagdruhe in Schutzgebieten, aus dem Weg geräumt werden.“ Bei dem hohen Bestand an Hausschweinen in Deutschland dürfe man die Seuche nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Laut FLI führt die ASP-Infektion bei europäischem Schwarzwild zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen etwa innerhalb einer Woche zum Tod des Tieres. Beim Aufbrechen vermeintlich gesunder Tiere sollte grundsätzlich auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt.

 

Auch eine verringerte Fluchtbereitschaft kann bei Wildschweinen Anzeichen für die afrikanische Schweinepest (ASP) sein.
Quelle: Rolfes/DJV

Verstehen, Mitreden, Mitgestalten 27/6/17

Jagdgesetz, Wildbret und ein Jubiläum: Die Fülle und Notwendigkeit der Verbandsarbeit dokumentiert der aktuelle Jahresbericht des Deutschen Jagdverbandes.

(Berlin, 27. Juni 2017) Für Jäger gehört Wildbret zum Alltag, auch im­mer mehr Verbraucher schätzen Wildfleisch als gesundes und natürliches Lebensmittel. Das zeigt die bundesweite Testphase von „Wild auf Wild“. Die Kam­pagne des Deutschen Jagdverbandes (DJV), die sich mit vielen Aktionsmitteln an Jäger und Verbraucher richtet, ist ein Schwerpunkt im aktuellen DJV-Verbandsbericht (S. 24 ff.). Beides wurde auf dem Bundesjägertag 2017 in Rostock-Warnemünde am vergangenen Freitag vorgestellt.

Weitere Schwerpunkte im Heft sind das Jubiläum der Jägerinitiative Lernort Natur, deren 25-jähriges Bestehen 2016 mit vielen Aktionen und einer Sonderbroschüre gewürdigt wurde (S. 28 ff), sowie der Bericht über das Leuchtturmprojekt „Holsteiner Lebensraumkorridore“. Im März hatte der DJV eine Fachtagung durchgeführt, um Ergebnisse und notwendige Maßnahmen für die Wiedervernetzung von Lebensräumen zu kommunizieren.

Der 82-seitige Verbandsbericht informiert zudem über Themen, die den DJV im vergangenen Jagdjahr auf politischer Ebene beschäftigt haben: die Änderungen des Bundesjagdgesetzes wegen halbautomatischer Waffen, der EU-Feuerwaffenrichtlinie und des Waffengesetzes (S. 34 ff.), die EU-Verordnung zu invasiven Arten und die Sozialwahl 2017. Weiterhin dokumentiert der Bericht die Arbeit am Wildtier-Monitoring des Verbandes, dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD), und stellt das Tierfundkataster vor (S. 39 ff). Wichtige Ereignisse für Verband und Jägerschaft sind unter „Schlaglichter“ zusammengefasst.

Lesenswert sind zudem Zahlen, Daten und Fakten zur Jagd und zum Verband sowie die Übersicht über laufende Projekte. Auf nahezu allen Seiten weisen Links auf Filme, Bildergalerien, Bestellmöglichkeiten oder zusätzliche Informationen hin.

Der DJV-Verbandsbericht dokumentiert die Höhepunkte des Jagdjahres 2016/17 und gibt Auskunft über die Arbeit des Dachverbandes der Jäger. Es gibt ihn auf www.jagdverband.de/content/verbandsberichte als leseoptimiertes PDF oder zum Herunterladen. Druckexemplare können gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro bei der DJV-Service GmbH bestellt werden:

Kontakt:

DJV-Service GmbH
Friesdorfer Straße 194a
53175 Bonn
(02 28) 38 72 90-0
info@djv-service.de


Marderhund erobert Mecklenburg-Vorpommern 25/6/17

Auf ihrer Bundesdelegiertenversammlung in Rostock-Warnemünde haben Jäger neue Zahlen zur Ausbreitung des Marderhundes vorgelegt: In Mecklenburg-Vorpommern wurde er bereits in 92 Prozent der Reviere nachgewiesen. Der bundesweite Spitzenwert. Das Monitoring-Programm WILD soll ab 2019 ausgebaut werden, Jäger fordern Unterstützung mit öffentlichen Mitteln.

(Rostock-Warnemünde/Berlin, 23. Juni 2017) Auf dem Bundesjägertag in Rostock-Warnemünde hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute aktuelle Monitoring-Daten der Jäger vorgestellt. Demnach ist Mecklenburg-Vorpommern mit großem Abstand das Bundesland mit der größten Verbreitung des Marderhundes. Die gebietsfremde, ursprünglich aus China stammende Art haben Jäger 2015 in 92 Prozent der Reviere nachgewiesen. Das sind 3 Prozent mehr als 2006. Bundesweit gesehen kommt der Marderhund in 26 Prozent der Reviere vor. Ausgewertet haben Wissenschaftler von Jägern erfasste Daten aus 24.000 Revieren - das sind 40 Prozent der Fläche Deutschlands.

"Jäger liefern seit 15 Jahren einzigartige Daten, unter anderem zu Marderhund und Waschbär. Diese helfen, Ausbreitung und Einfluss von invasiven Arten bundesweit zu bewerten und sind wichtig für den Artenschutz", sagte DJV-Vizepräsident Dr. Volker Böhning. Das WILD-Monitoring sei im öffentlichen Interesse und müsse deshalb mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Die Delegierten haben heute auf dem Bundesjägertag vorgelegt: einstimmig haben sie den Ausbau des bundesweiten Monitorings ab 2019 beschlossen.  

Großes Potenzial sehen Jäger im neu eingerichteten Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) unter dem Dach von WILD, bei dem jeder mit Smartphone und Computer mitmachen kann: Es ermöglicht erstmals eine einheitliche Erfassung von Wildunfällen und damit die Entschärfung von Schwerpunkten. Die Polizei erfasst lediglich ein Prozent der Wildunfälle, und zwar die mit Personenschäden. Das Tierfund-Kataster wurde 2011 vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein online geschaltet und umfasst inzwischen insgesamt knapp 40.000 Datensätze von Tierfunden bundesweit.

Den Marderhund haben Jäger 2015 in 92 Prozent der Reviere nachgewiesen. Das sind 3 Prozent mehr als 2006.
Grafik: DJV
Aufgrund seiner enormen Anpassungsfähigkeit kann sich der Marderhund die verschiedensten Lebensräume in relativ kurzer Zeit erschließen.
Foto: Mross/DJV

Wildfleisch liegt im Trend 24/6/17

Ein Zehntel des Wildbrets von Reh, Hirsch und Wildschwein kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, beim Damwild sind es sogar 20 Prozent. Laut aktueller Umfrage essen inzwischen 6 von 10 Deutschen Wildfleisch – ein Viertel mehr als 2008. Mit der Kampagne "Wild auf Wild" will der DJV jetzt Appetit machen auf Wildes vom Grill.

(Rostock-Warnemünde/Berlin, 23. Juni 2017) In Mecklenburg-Vorpommern sind lediglich 3 Prozent der bundesweit 381.800 Jäger gemeldet, sie liefern allerdings knapp ein Zehntel des gesamten Wildbrets. Beim Damwild sind es sogar 20 Prozent. Von Reh, Wildschwein und Hirsch haben die Jäger in Mecklenburg-Vorpommern etwa 2.500 Tonnen Wildbret geliefert. Dies geht aus der aktuellen Jagdstatistik für das Jagdjahr 2015/16 hervor, die der Deutsche Jagdverband (DJV) anlässlich des Bundesjägertags in Rostock-Warnemünde ausgewertet hat. Die Beliebtheit von Wild aus der Region ist bundesweit angestiegen, wie eine aktuelle Umfrage zeigt: 60 Prozent der Deutschen essen zwischenzeitlich mindestens einmal im Jahr Wildfleisch. Das sind 25 Prozent mehr als 2008.

Hochsaison hat Wild aus der Region traditionell im Winter. Mit der Kampagne „Wild auf Wild“, die heute auf dem Bundesjägertag offiziell vorgestellt wurde, will der DJV unter anderem zeigen, dass Fleisch von Wildschwein, Fasan oder Hase auch ideal für die Grillsaison geeignet ist. Dazu hat der Verband eine Broschüre mit Wild-Rezepten herausgebracht – vom Burger über Würstchen und Spareribs bis zu Pulled Pork. Auf der Internetseite www.wild-auf-wild.de gibt es weitere Rezepte für die moderne Küche rund ums Jahr, darunter zwei Dutzend in den Rubriken „Wilde Sommerküche“ und „Grill-Spezial“. Über eine Postleitzahlensuche können Verbraucher zudem unter bundesweit 3.000 Einträgen Wild-Restaurants oder Wildbret-Anbieter in der Nähe finden.

Die neue Rezeptbroschüre „Aus dem Wald auf den Grill“ sowie weitere Broschüren, Rezeptkarten und Aktionsmittel gibt es im DJV-Shop: https://djv-shop.de

Ist das Küken glücklich, wenn der Fuchs es frisst? 23/6/17

PETA protestiert wieder gegen die Jagd: Weil alle Lebewesen ein Recht auf Leben haben und nach Glück streben sollen. Und um Spenden zu sammeln. Der DJV stellt in Frage, ob Beutetiere glücklich sind, wenn sie gefressen werden. Jagd auf Fuchs und Waschbär dient dem Artenschutz. Eine Umprogrammierung von Fleisch- zu Pflanzenfressern zum Wohle der Tierwelt hält der DJV für Unsinn.

(Berlin/Rostock-Warnemünde, 22. Juni 2017) „Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Mensch“: Die Gründerin der Tierrechtsorganisation PETA, Ingrid Newkirk, hat diesen Satz geprägt. Dahinter steht der Gedanke, dass jedes empfindungsfähige Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück hat. Aus diesem Verständnis heraus protestieren Anhänger der Tierrechtsszene nicht nur gegen Jagd, sondern in letzter Konsequenz auch gegen Schädlingsbekämpfung und sogar Haustiere. Die philosophische Theorie vom allgemeinen Glücksempfinden besteht allerdings nicht den Härtetest im wahren Leben und führt Anti-Jagd-Proteste von PETA ad absurdum, meint der Deutsche Jagdverband (DJV): Der Waschbär mag Glück empfinden, wenn er vom Hunger getrieben eine seltene Rotbauchunke verstümmelt. Ebenso der Fuchs, der ein Küken der bedrohten Trauerseeschwalbe bei lebendigem Leibe frisst. Aber wie viel Glück empfinden dabei die Beutetiere?

Der DJV warnt, dass dieses Alle-sollen-glücklich-sein-Konzept zwar geeignet ist, ahnungslosen Menschen Spenden zu entlocken. Für den Artenschutz wäre es katastrophal. Anpassungsfähige Arten wie Fuchs, Marderhund oder Waschbär bedrängen spezialisierte Arten wie Kiebitz, Großtrappe oder Sumpfschildkröte. „Es gilt nach wie vor die alte Regel ‚fressen und gefressen werden‘ – wobei die Beutetiere dabei zumeist weniger Glück empfinden“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer am Rande des Bundesjägertages. Deutschland habe sich vertraglich zum Erhalt der Vielfalt der Arten verpflichtet, dafür gebe es drei Stellschrauben: Klimawandel bremsen, Lebensraum verbessern und Fressfeinde reduzieren.

Die Intensivierung der Bejagung anpassungsfähiger Fleischfresser ist dringend notwendig zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Dank erfolgreicher Tollwutimpfung hat beispielsweise der Fuchs seine Bestände in Deutschland in 30 Jahren verdreifacht. Den aus Nordamerika stammenden Waschbär hat die Europäische Union mittlerweile auf die Liste der invasiven Arten gesetzt, einher geht damit die Aufgabe für Deutschland, dessen Bestand zu reduzieren. Der Waschbär kommt derzeit in 43 Prozent der Reviere Deutschlands vor. Die Zahl der erlegten Tiere stieg von 3.500 (1996) auf 128.100 (2016). Besonders effektiv für die Jagd auf die dämmerungs- und nachtaktiven Raubsäuger ist die Fangjagd.

PETA unterstellt Jägern allerdings, dass der Einsatz von Fanggeräten grausam sei. Dies ist schlicht falsch. Tierschutz hat einen hohen Stellenwert in der Ausübung einer ordnungsgemäßen Jagd. Die in Deutschland gängigsten Fallentypen hat der DJV erfolgreich nach internationalen Normen für eine humane Fangjagd (Agreement on International Humane Trapping Standards – AIHTS) prüfen lassen. Dazu gehören die Betonwipprohrfalle oder die Strack’sche Holzkastenfalle. Erfolgreich AIHTS-geprüft sind ebenfalls Totfangfallen, wie Eiabzugseisen oder „Kleiner Schwanenhals“, die auf DJV-Initiative in Kanada getestet wurden.

Die Tierechtsszene hat übrigens jetzt eine neue fabelhafte Idee, um das Dilemma ihrer eigenen Existenzgrundlage zu lösen und allen Tieren das Streben nach Glück zu ermöglichen: Jetzt sollen Raubtiere genetisch umprogrammiert werden, damit sie gänzlich auf Fleisch verzichten. Der Wolf soll also künftig friedlich neben dem Schaf auf der Wiese weiden. „Paradise Engineering“ nennt David Pearce dieses Konzept gegen „Wildtierleid“.

In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Fuchspopulation in Deutschland verdreifacht.

"Allein für diesen Moment lohnt sich die Organisation" 19/6/17

Unschlagbar: Die Bläser aus Alsdorf-Hachenburg (Rheinland-Pfalz) verteidigen ihren Titel beim Bundesbläserwettbewerb des Deutschen Jagdverbandes. Für einen Gänsehautmoment sorgt das gemeinsame Abschlussblasen mit hunderten Instrumenten.

(Berlin, 15. Juni 2017) Der neue DJV-Bundesmeister im Jagdhornblasen in der Klasse Es (Parforce-Horn) kommt aus Alsdorf-Hachenburg (Rheinland-Pfalz). Die Bläser verteidigten am vergangenen Samstag auf dem Bundesbläserwettbewerb des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ihren Titel von 2015 mit 837 von 855 möglichen Punkten. Die Veranstaltung fand bei sommerlichen Temperaturen im Schlosspark des Jagdschlosses Kranichstein Nahe Darmstadt (Hessen) statt. Den zweiten Platz erreichte der Kreisjagdverein Groß-Gerau (Hessen), gefolgt von den Jagdhornbläsern Mildetal-Gardelegen (Sachsen-Anhalt).

Am Sonntag konnte sich die Bläsergruppe Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) mit 967 Punkten an die Spitze der Klasse A (Fürst-Pless-Horn) setzen. Den zweiten Platz belegte die Jagdhornbläsergruppe „Das Große Freie“ ebenfalls aus Niedersachsen, gefolgt von den Bläsern des Kreisjagdvereins Gelnhausen (Hessen). In der gemischten Klasse G (Parforce- und Fürst-Pless-Hörner) führte die Gruppe „Holm Überläufer“ aus Schleswig-Holstein mit 970 von 975 möglichen Punkten vor der Konkurrenz. Die Bläser der Kreisjägerschaft Krefeld (Nordrhein-Westfalen) und Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) belegten die Plätze zwei und drei. "Auf die rege Teilnahme von 47 Gruppen und etwa 800 Jagdhornbläsern sind wir sehr stolz", sagte Steffen Liebig, DJV-Präsidiumsmitglied. "Die Qualität der Stücke und die hohe Leistungsdichte waren bemerkenswert."

Ein Höhepunkt war das Abschlussblasen vor der Siegerehrung, bei dem alle Gruppen unter der Leitung des DJV-Bundesbläserobmanns Jürgen Keller gemeinsam jagdliche Signale erklingen ließen. „Allein für diesen Moment lohnt sich die Organisation einer solchen Veranstaltung", sagte Jürgen Keller.

Den Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen richtet der DJV alle zwei Jahre aus. Der nächste Wettbewerb findet 2019 erneut im Jagdschloss Kranichstein statt.

Alle Ergebnislisten liegen unter www.jagdverband.de.

Die Sieger in der Klasse Es (Parforce-Horn) beim Bundeswettbewerb Jagdhornblasen: Bläsergruppe Alsdorf-Hachenburg (Rheinland-Pfalz)
Quelle: DJV
Erstplatziert in der Klasse A (Fürst-Pless-Horn): Bläsergruppe Hameln-Pyrmont (Niedersachsen)
Quelle: DJV
Erstplatziert in der Klasse G (Parforce- und Fürst-Pless-Horn): Gruppe „Holm Überläufer“ (Schleswig-Holstein)
Quelle: DJV
Bundesbläserobmann Jürgen Keller (links) erhält die Auszeichnung "LJV-Gold" für seine langjährigen Verdienste im Jagdhornblasen, daneben Geschäftsführer des LJV-Hessen Alexander Michel sowie Dieter Mackenrodt, Vize-Präsident LJV Hessen

Invasive Arten: Tierschutz-Forderungen realitätsfern 15/6/17

In einem Positionspapier haben fünf Tierschutzverbände die EU-Verordnung zum Umgang mit invasiven Arten kommentiert. Darin lehnen sie jegliche Tötung als "nicht tierschutzgerecht" ab und plädieren für eine "Unfruchtbarmachung" von Waschbär, Mink und Co. Mit ihren Forderungen verfehlen sie jede Form der Praktikabilität auf Kosten der Artenvielfalt.

(Berlin, 8. Juni 2017) Fünf Tierschutzverbände, darunter der Deutsche Tierschutzbund (DTB), haben sich kürzlich in einem Positionspapier zur Umsetzung der EU-Verordnung für den Umgang mit invasiven Arten (Nr. 1143/2014) geäußert. Im Kern lehnen sie die Tötung von Tieren ab und plädieren für eine "Unfruchtbarmachung". Der Deutsche Jagdverband (DJV) hält dies vor dem Hintergrund der starken Ausbreitung von Arten wie dem Waschbär für realitätsfern. "Diese Vorschläge mögen sich zwar eignen, um Spenden zu sammeln, sie helfen aber weder dem Tier- noch dem Artenschutz, weil sie keine praktikable Lösung darstellen", sagt Professor Jürgen Ellenberger, DJV-Präsidiumsmitglied. "Eine Unfruchtbarmachung von invasiven Wildtieren ist utopisch."

Aus der Position der Tierschutzverbände ergeben sich genau zwei Möglichkeiten: Die Tiere werden entweder in Lebendfangfallen gefangen und kastriert oder sie erhalten eine Art Anti-Baby-Pille über ausgelegtes Futter. Für den ersten Fall ist die Ausbreitung zu weit fortgeschritten (WILD-Monitoring Waschbär), zu viele unterschiedliche Habitate sind besetzt und der Druck auf heimische Arten ist lokal bereits bedrohlich (z. B. auf die Europäische Sumpfschildkröte). So müssten in Deutschland zum Beispiel theoretisch weit mehr als 130.000 Waschbären (Jagdstrecke 2015/16) jährlich gefangen und kastriert werden. Die reinen Kastrationskosten belaufen sich im Schnitt auf 100 Euro pro Tier – macht 13 Millionen Euro jährlich. Tierschutzgerechte Lebendfangfallen kosten zusätzlich zwischen 150 und 500 Euro pro Stück.

Die Anti-Baby-Pille für den Waschbären (immunologische Kontrazeption) wäre ein nicht abschätzbarer Eingriff in heimische Ökosysteme. Ohne Erfolgsgarantie: Es ist nicht steuerbar, wer die Futterköder aufnimmt und die richtige Dosierung ist reines Glücksspiel. Nach Auskunft des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) müsste darüber hinaus pro Tierart mit einem finanziellen Forschungsaufwand von etwa einer Million Euro kalkuliert werden.

Fallenfang ist tierschutzgerecht

Die Tierschützer unterstellen in ihrer Position, dass jagdliche Methoden wie etwa der Einsatz von Fanggeräten nicht tierschutzgerecht zu praktizieren seien. Dies ist schlicht falsch. Tierschutz hat einen hohen Stellenwert in der Ausübung einer ordnungsgemäßen Jagd. Die in Deutschland gängigsten Fallentypen hat der DJV erfolgreich nach internationalen Normen für eine humane Fangjagd (Agreement on International Humane Trapping Standards = AIHTS) prüfen lassen. Dazu gehören die Betonwipprohrfalle oder die Strack'sche Holzkastenfalle. AIHTS-geprüft sind ebenfalls Totfangfallen wie Eiabzugseisen oder "Kleiner Schwanenhals", die auf DJV-Initiative in Kanada getestet wurden. "Gerade die Fangjagd ist das effizienteste Mittel zur Reduzierung von dämmerungs- und nachtaktiven Raubsäugern wie Waschbär, Mink und Co.", sagt Professor Jürgen Ellenberger.

Bundesweit einheitliches Vorgehen gefordert

Weiter fordern die Tierschützer, den Zuzug von potenziellen invasiven Arten zu verhindern. Dies ist sicher begrüßenswert, allerdings gibt es in der praktischen Anwendung wieder ein Problem: Eine Art gilt erst als invasiv, wenn sie heimische Arten oder ein Ökosystem schädigt. Dieser Schaden wird häufig erst offenbar, wenn die Art schon sehr weit verbreitet ist. Eine Position teilen Jäger und Tierschützer jedoch: Die Forderung nach Managementmaßnahmen, die auf der Bundesebene abgestimmt sind. "Ein einheitliches Vorgehen ist notwendig für eine konsequente Vorgehensweise", so Professor Ellenberger.

Im Juli 2016 hatte die EU eine Liste mit 37 gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten veröffentlicht, die in Europa "unerwünscht" sind, darunter auch der Waschbär, der sich in Deutschland rasant ausbreitet. Der Deutsche Jagdverband hat bei der Zurückdrängung der dem Jagdrecht unterliegenden Arten finanzielle Unterstützung gefordert.

 

Der Waschbär breitet sich seit Jahren in Deutschland rasant aus.
Quelle: Tierfotoagentur/DJV

Kritik am Dokumentationsportal des Bundes zum Wolf 2/6/17

DJV fordert praxisnahe Leitlinien für den Umgang mit konfliktträchtigen Themen

(Berlin, 01. Juni 2017) 15 Monate nach Einrichtung einer sogenannten "Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf" (DBBW) ist nun das Online-Portal veröffentlicht worden. Das Portal hat zum Ziel den aktuellen Kenntnisstand über die Verbreitung des Wolfes in Deutschland mit den entsprechenden Wolfsterritorien zeitnah darzustellen. Fachlich betreut wird das Portal vom Bundesamt für Naturschutz (BfN).

Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert, dass es zu konfliktträchtigen Themen wie etwa dem Umgang mit "verhaltensauffälligen" Wölfen, der Entwicklung praktikabler Vergrämungsmaßnahmen oder der Entnahme von Individuen weiterhin keine Handlungsempfehlungen gibt. "Konkrete transparente und praktikable Leitlinien für Konfliktfälle sind für die gesellschaftliche Akzeptanz des Wolfes von enormer Bedeutung", sagt Helmut Dammann-Tamke, DJV-Präsidiumsmitglied. Auch stehe die Definition aus, was ein sogenannter "Problemwolf" sei. Es würden beispielsweise immer wieder Fälle dokumentiert, in denen Wölfe die Nähe des Menschen suchten und sich kaum vertreiben ließen.

Vor dem Hintergrund einer sich weiter dynamisch ausbreitenden Wolfspopulation in Deutschland sieht der Verband zunehmenden Beratungsbedarf. Daher erwartet der DJV vom DBBW eine noch engere Zusammenarbeit mit den jeweils betroffenen Verbänden. Das Online-Portal enthält derzeit lediglich die Managementpläne der Bundesländer, ebenso wie die Ergebnisse der Schadensstatistiken durch Nutztierübergriffe. Zudem bietet die Webseite eine Zusammenstellung der im Bereich Herdenschutz geleisteten Präventions- und Ausgleichszahlungen sowie Informationen zu den Ansprechpartnern des Wolfsmanagements in den Bundesländern. Das Portal der Dokumentations- und Beratungsstelle zum Wolf gibt es unter www.dbb-wolf.de.

 

Wolfspopulation breitet sich weiter aus: Es fehlen weiterhin praktikable Leitlinien für Konfliktfälle.
Quelle: Rolfes/DJV

Fischotter breitet sich in Deutschland aus 1/6/17