Hegering Nettetal
Projekte

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Von 1997 bis 2000 führte das Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster mit Unterstützung des Hegerings Nettetal und der Biologischen Station Krickenbecker Seen e.V. "Ökologische Untersuchungen über die Auswirkungen der Jagd auf Wasservögel im Naturschutzgebiet Krickenbecker Seen" durch. Die umfangreiche Datensammlung bildete die Grundlage für die an Jagd und Naturschutz gerichteten Empfehlungen.

Dieses Projekt wurde im Jahre 2002 in Zusammenarbeit mit den Landwirten auf Flächen ausgeweitet, die außerhalb des Naturschutzgebietes an das Forschungsgebiet angrenzen. Im Mittelpunkt standen dabei landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen, die unmittelbar an das Schutzgebiet grenzen und ökologisch verbessert werden sollen. Mit den Landwirten konnte eine gemeinsame Zielvorstellung vereinbart werden, nach der modellhaft ein Netz aus diversen Saumstrukturen dynamisch in die Agrarlandschaft des Jagdbezirks Lobberich I (Sassenfeld) gelegt werden sollte. In 2005 wurde das Projektgebiet um Teile des Jagdbezirks Hinsbeck I (80 ha) erweitert. Damit sind effektivere Möglichkeiten der Umsetzung der zu Projektbeginn formulierten Leitziele gegeben: Erhalt der Artenvielfalt der Ackerlandschaft (z.B. Bestände von Rebhuhn und Feldlerche), Anstoß zu einer nachhaltigeren landwirtschaftlichen Produktion, auch bei weiterhin intensiver Nutzung, Erhalt undFörderung der jagdlichen Nutzung unter dem Aspekt der ökologische Nachhaltigkeit, Einleitung erster Schritte zur Pufferung negativer Einflüsse in das FFH-Gebiet "Krickenbecker Seen".

Weitere Informationen:

Hartwig, D., Kronshage, A., Quest, M., Reyrink, L., Schulte, G. (2000): Ökologische Untersuchung über die Auswirkungen der Jagd auf Wasservögel im NSG "Krickenbecker Seen". Unveröffentlichtes Gutachten. Institut für Landschaftsökologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Biologische Station Krickenbecker Seen e.V., Hegering Nettetal

Hartwig, D., Heute, F. (2002): Ökologischer Jagdbetriebsplan für die Nettetaler Jagdbezirke des Naturschutzgebietes Krickenbecker Seen. Broschüre WestLB-Akademie Schloß Krickenbeck

Aufgrund dieser Vorarbeiten und der zahlenmäßgen Zunahme der Rebhühner im Untersuchungsgebiet wurde die Stadt Nettetal im Jahre 2005 in die Gebietskulisse für das Förderprogramm "Artenreiche Feldflur" aufgenommen. Das Programm trägt dazu bei, Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten und zu schaffen und den Artenreichtum in der Feldflur zu erhöhen. Das Rebhuhn steht als Symbol für dieses Förderprogramm. Er ist Charaktervogel und Bioindikator für eine naturnahe bäuerliche Kulturlandschaft. Inzwischen wurden im Jagdbezirk Lobberich I bereits acht Ketten Rebhühner nachgewiesen.